Programme 23 June 2026
- German
- English
- AI, Technology & Infrastructures
- Connected University
- Future Skills
- Innovative Learning
- People
- Structures & Strategies
- The bigger picture
- Inputs
- Lightning Talks
- Discussions
- Workshops
- Trainings
- Labs
Garden:Stage Berlin
09:30 – 10:00
Eröffnung Garden:Stage: Morning Coffee + Grußwort Dorothee BärNach einem kurzen Morning Coffee, wird Dorothee Bär auf der Garden:Stage ein Grußwort zum University:Future Festival 2026 halten.
Speaker: Dorothee Bär
10:05 – 10:35
Hochschule in der ungesicherten Demokratie: Risiken und ResilienzDie demokratische Einbettung, rechtliche Absicherung und akademische Kultur von Hochschulen galten lange als stabil und aufeinander abgestimmt. Diese Gewissheit schwindet. Politische Angriffe auf For-schungsrichtungen, fragile Finanzierungsstrukturen und eine polarisierte Öffentlichkeit erzeugen Erosi-onsrisiken, auf die das Wissenschaftssystem bislang kaum vorbereitet ist.
Der Vortrag analysiert drei Brennpunkte: den ungenutzten Auftrag zur demokratiebezogenen Bildung in Lehre und Studium, den Umgang mit wissenschaftlichen und politischen Kontroversen sowie die Ver-wundbarkeit der Hochschulfinanzierung. Er identifiziert konkrete Kipp-Punkte – von kurzfristigen Haus-haltsrisiken bis zu langfristigen Governance-Verschiebungen – und diskutiert Handlungsoptionen für Lehrende, Hochschulleitungen und Wissenschaftsorganisationen.
Teilnehmende erhalten einen analytischen Rahmen zur Risikoeinschätzung und Impulse zur Stärkung institutioneller Resilienz.
Speaker: Justus Henke, Peer Pasternack
Henke, J. & Pasternack, P. (2025). Hochschule in der ungesicherten Demokratie: Ansatzpunkte zur Stär-kung der Resilienz (HoF Policy Paper). Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg. https://doi.org/10.5281/zenodo.17951293
Behm, B., Kohler, U. & Pasternack, P. (Hrsg.). (2025). Schafft Wissen Demokratie? Gesellschaftlich-demokratische Teilhabe als Dimension des Studienerfolgs. Springer VS.
Schmohl, T. & Philipp, T. (Hrsg.). (2021). Handbuch Transdisziplinäre Didaktik. transcript.
10:50 – 11:20
#Booksprint: Studierendenperspektiven auf KI sichtbar machenKünstliche Intelligenz ist längst Teil des Studienalltags – häufig informell, punktuell und ohne klare institutionelle Orientierung. Der viertägige Booksprint „Lernen mit KI – Studierendenperspektiven“ gibt Einblick in studentische Auseinandersetzungen mit generativer KI: Die Teilnehmenden entwickeln eigene Fragestellungen, bearbeiten selbstgewählte Themen und verfassen kurze Beiträge, die in einer Open-Access-Publikation gebündelt werden.
Die Session stellt das didaktische Format vor: Wie gelingt es, unter Zeitdruck kollaborativ zu schreiben, studentische Stimmen einzubinden und daraus ein Produkt für die Hochschulgemeinschaft zu erstellen? Teilnehmende erhalten Einblick in Ablauf, Moderation und Transfermöglichkeiten und diskutieren, wie partizipative Schreibformate Future Skills wie digitale Souveränität, Teamarbeit und reflektierten KI-Einsatz fördern können.
Speaker: Kai Löser, Vanessa Stöter
-
Kai Löser
Mitarbeiter im Projekt Studium Plus: Future Skills, Universität Rostock -
Vanessa Stöter
Ressortleitung heuler Kultur
Arbeitskollektiv Schreibwissenschaft. (2024). Booksprints in der Hochschullehre: Schreiben lernen im Team. Bielefeld: wbv.
Stichel, G., & Westphal, K. (2025). Mit uns statt über uns: KI an Hochschulen partizipativ gestalten. In Hochschulforum Digitalisierung (Ed.), strategie digital (Ausgabe 06).
Voigt-Färber, A. (2025). Booksprints as a learning format for students in higher education. Journal of Academic Writing, 15(1), 1–11.
11:25 – 11:55
Open-Source-KI als strategische Chance für HochschulenKI stellt grundlegende Annahmen darüber, welchen Zweck eine Hochschule erfüllt und wie sie diesen in der Praxis umsetzt, infrage. Die Geschwindigkeit der Veränderungen macht dabei eine behutsame Anpassung nahezu unmöglich und zwingt zu einem grundlegenden und schnellen Neudenken. Wer die weitere Entwicklung der KI bestimmt, wird somit maßgeblich auch die Zukunft der Hochschulen prägen.
Auch wenn die Entwicklung derzeit hauptsächlich von einer Handvoll großer internationaler Technologieunternehmen vorangetrieben wird, ist die Geschichte der KI nicht primär von Unternehmensinnovation geprägt, sondern wurzelt tief in öffentlicher Forschung, offener Zusammenarbeit und akademischen Institutionen. Der Erfolg von Open-Source-Software zeigt zudem, dass es viele Wege gibt, die Richtung transformativer Technologien mitzubestimmen.
Trotz der schwindelerregenden Kosten und der hohen Geschwindigkeit der KI-Entwicklung lassen sich viele Prinzipien offener Innovation übertragen. Hochschulen können hierbei eine zentrale Rolle spielen, um die Entwicklung der Technologie nicht nur zu beeinflussen, sondern aktiv mitzugestalten. Mit einer klaren Strategie und effektiver Zusammenarbeit ist eine offene Alternative zu den heute dominierenden proprietären KI-Angeboten möglich.
Speaker: Phillipp Schmidt
12:10 – 13:15
Was müssen wir Lehren? Lernziele in KI-ZeitenWenn KI immer mehr Funktionen übernimmt und klassische Prüfungen oft besser bestehen kann als der Mensch – wie müssen wir dann Lernziele neu formulieren? Wir wollen in diesem Panel grundlegend die Frage diskutieren, was die Aufgabe von akademischer Bildung in Zukunft sein muss. Müssen wir das Schreiben von Texten aufgeben oder neu begründen? Wie muss sich das Verständnis von „Wissen“ verändern, wenn KI jederzeit faktenbasiertes und synthetisches Wissen generieren kann – und welche Formen von Tiefenverstehen, Einordnung und Kritik bleiben genuin menschliche Aufgaben? Welche spezifischen Fähigkeiten sollte akademische Bildung in einer Zeit fördern, in der KI viele kognitive Routinen schneller (und oft auch besser) erledigt?
Speaker: Ulf-Daniel Ehlers, Anna-Maria Karl, Giulia Cordier
-
Ulf-Daniel Ehlers
Keep Learning Future Skills! -
Anna-Maria Karl
Partner, Head of Practice Group HR Executives Kienbaum Consultants International GmbH -
Giulia Cordier
Digital Change-Maker 2026
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
Keynote: Max NeufeindMax Neufeind wird auf dem University:Future Festival eine Keynote halten. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Speaker: Max Neufeind
14:50 – 15:20
📚 Wer hat das letzte Wort? Hochschulen, Macht und MitbestimmungEntscheidungen über Prüfungsformate, Digitalisierung oder Studienreformen entstehen in komplizierten Aushandlungsprozessen zwischen Studierenden, Lehrenden, Verwaltung und Leitung. Formal gelten Hochschulen als demokratische Strukturen, die jedoch oft durch informelle Einflusskanäle und unterschiedliche Erfahrungsstände der Beteiligten geprägt sind. Wir gehen darauf ein, wie formale Mehrheiten, Vorentscheidungen und Erfahrungsunterschiede Entscheidungen beeinflussen, welche Mechanismen Beteiligung einschränken und wie sich daraus Konsequenzen für Motivation, Engagement und Stress ergeben. Wir gehen anhand von konkreten Beispielen darauf ein, wie Strukturen und Wissenszugänge die Wirksamkeit von Beteiligung beeinflussen und wie Entscheidungsprozesse analysiert und reflektiert werden können, um Beteiligung wirksamer und fairer zu gestalten.
📚 Student Voices
Speaker: Tabea Herbst
15:35 – 16:40
Andere Länder, andere Lösungen: KI-Strategien im internationalen VergleichDie Debatten und die praktische Implementierung von KI an Hochschulen laufen international sehr unterschiedlich. Das Panel zeigt, was Hochschulen im deutschsprachigen Raum von internationalen Beispielen lernen können. Im Mittelpunkt stehen übertragbare Praktiken: Welche Infrastrukturen bauen Hochschulen in anderen Ländern auf? Wie balancieren sie Compliance, Risikoabwägung und Innovationsförderung? Wie verändern internationale Hochschulen Curricula, Prüfungen und Lehrpraxis durch KI. Und welche Governance-Modelle lassen sich konkret adaptieren? Der internationale Blick soll den Möglichkeitsraum öffnen – mit Ideen, die sich in der eigenen Hochschule tatsächlich ausprobieren lassen.
Speaker: Phillipp Schmidt, Johannes Schleiss
-
Phillipp Schmidt
VP Technology Innovation, Axim Collaborative -
Johannes Schleiss
Advisor and Project Lead - AI in Education at SURF
16:55 – 17:25
Keynote17:25 – 17:35
Closing - University:Future Festival Tag IIModeratorin Linn Friedrichs schließt den zweiten Tag des University:Future Festival 2026.
Speaker: Linn Friedrichs
Landing:Stage Berlin
09:15 – 09:30
Good Morning Welcome Yoga Tag 2Beginnen Sie den zweiten Festivaltag mit einer kleinen Aktivierung: In dieser Session mobilisieren wir Körper und Geist durch sanfte Dehnungen und leichte Übungen. Alle Bewegungen lassen sich im Sitzen und in normaler Kleidung durchführen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gemeinsam schaffen wir einen bewegten und angenehmen Start in den Tag. Wir freuen uns auf Sie!
Speaker: Lea Hansjürgen, Johanna Leifeld, Laura Jarmatz
-
Lea Hansjürgen
Moderatorin Landing:Stage -
Johanna Leifeld
Imagining the Future -
Laura Jarmatz
Referentin im Hochschulforum Digitalisierung bei der Hochschulrektorenkonferenz
10:00 – 10:50
Power Point KaraokeWie fühlt es sich an, unter Druck über etwas zu sprechen, das man eigentlich gar nicht kennt?
Beim PowerPoint-Karaoke reichen Mitglieder der Community kurze Präsentationen aus ihrem Fachgebiet ein, und alle rund um das Festivalmotto Under Pressure. Doch auf der Bühne kommt alles anders: Die Präsentationen werden ausgelost und von anderen Teilnehmenden gehalten, die sie vorher noch nie gesehen haben.
Die Aufgabe: spontan erklären, interpretieren und improvisieren, ganz ohne Vorbereitung.
Nach jeder Präsentation folgt ein kurzer Austausch: Die ursprünglichen Autor:innen der Slides kommen dazu und ordnen ein, worum es eigentlich ging – und wo die spontane Interpretation vielleicht überraschend nah (oder komplett daneben) lag.
Speaker: Ulrich Müller, Julia Schneider, Insa Thiele-Eich
-
Ulrich Müller
Mitglied der Geschäftsleitung im CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Gütersloh -
Julia Schneider
Comic-Essayistin & Ökonomin -
Insa Thiele-Eich
11:00 – 11:45
Angst, Horror und das neue Monster der GegenwartIm Gespräch geht es darum, was Angst eigentlich ausmacht und warum sie in Zeiten von Umbruch und Beschleunigung so präsent ist. Diskutiert wird, warum Horror besonders geeignet ist, Ängste vor Kontrollverlust, Wandel und dem Unbekannten zu erzählen und sichtbar zu machen. Neue Technologien und tiefgreifende Veränderungen werden dabei als Projektionsflächen kollektiver Befürchtungen verstanden, die häufig als unheimlich oder bedrohlich wahrgenommen werden. Das Gespräch fragt außerdem, was Hochschulen daraus lernen können über Lernen unter Druck, über emotionale Dimensionen von Bildung und über den Umgang mit Unsicherheit. Statt Angst zu pathologisieren oder zu beschwichtigen geht es darum zu verstehen, was Angst zeigt, was sie verbirgt und wie Horror helfen kann, sie kritisch zu reflektieren im Kontext von Hochschulwandel und gesellschaftlichem Wandel.
Speaker: Nabila Bushra, Maria do Mar Castro Varela, Farah Bouamar
-
Nabila Bushra
Sozialwissenschaftlerin, Pädagogin und Mitbegründerin von Lost Film -
Maria do Mar Castro Varela
Professorin Alice Salomon Hochschule Berlin -
Farah Bouamar
Literaturwissenschaftlerin, Filmemacherin, Autorin
Bouamar, F., & Bushra, N. (2025). Jenseits des Schreckens Horror Widerstand und Visionen (Band 7). Münster Unrast Verlag. ISBN 978-3-89771-402-1
11:55 – 12:15
Grün gedacht, digital gemacht? Querschnittsthemen zusammendenkenDer digitale Wandel ist an Hochschulen längst angekommen und Nachhaltigkeit schon lange kein “Nice-To-Have” mehr, sondern eine klare Erwartung an Hochschulen. Als Orte der Persönlichkeitsentwicklung tragen Hochschulen die besondere gesamtgesellschaftliche Verantwortung, Nachhaltigkeit nicht nur zu vermitteln, sondern sie ebenfalls konsequent und sichtbar zu leben. Hier kann Digitalisierung ein Hebel sein: Digitale Tools können nicht nur dabei helfen, Ressourcen einzusparen und Prozesse effizienter zu gestalten, sondern gleichzeitig soziale Teilhabe und Zugänglichkeit zu Bildung zu ermöglichen. Aus unserer HFD-Community nehmen wir Bedarfe wahr, diese integrierte Perspektive beider Themen zu beleuchten. Wir merken: Hochschulen sind unterschiedlich weit und hier und da verschwimmen Verantwortungen. Wir im HFD möchten deshalb genauer hinschauen: Wie und wo lassen sich die beiden Themen sinnvoll zusammendenken - und wo sind die Grenzen? Wo genau drückt der Schuh? Was konkret braucht die Community? Hier möchten wir im HFD ansetzen: Wir möchten vernetzen und vernetzt denken.
Speaker: Stella Berendes
12:40 – 13:15
🚨 Werden wir jetzt dümmer, wenn wir mit AI lernen, oder nicht?Macht KI uns dümmer – oder einfach nur bequemer? Wir haben das in einem Experiment mit 275 Studierenden in einer Programmiervorlesung an der TUM getestet. Drei Gruppen, eine bockschwere Aufgabe zu paralleler Programmierung in Java, 90 Minuten Zeit: Eine Gruppe nutzte unseren KI-Tutor Iris, der nur Hinweise gibt und nie die Lösung verrät. Eine zweite Gruppe bekam ChatGPT ohne Leitplanken. Die dritte Gruppe arbeitete klassisch mit Google und StackOverflow. Das Ergebnis hat uns überrascht. Vor allem, weil wir nie über Motivation bei der KI Nutzung reden... warum eigentlich?
🚨 Fringe
Speaker: Ben Lenk-Ostendorf, Patrick Bassner
-
Ben Lenk-Ostendorf
Bringing AI into education @ TUM -
Patrick Bassner
Teaching virtual tutors how to teach @ TUM
Bassner, P., Lenk-Ostendorf, B., Beinstingel, R., Wasner, T., & Krusche, S. (2026). Less stress, better scores, same learning: The dissociation of performance and learning in AI-supported programming education. Computers and Education: Artificial Intelligence, 10, 100537. https://doi.org/10.1016/j.caeai.2025.100537
Bassner, P., Frankford, E., & Krusche, S. (2024). Iris: An AI-driven virtual tutor for computer science education. In Proceedings of the 2024 Innovation and Technology in Computer Science Education V. 1. https://doi.org/10.1145/3649217.3653543
13:15 – 14:15
Mittagspause14:35 – 15:35
Politik, Plattformen, Popkultur: Das interaktive Quiz zur digitalen HochschuleLicht, Smartphone, Action: "Politik, Plattformen, Popkultur" ist eine interaktive Quiz- und Gameshow zur digitalen Hochschule. Drei Teams aus der Hochschul-Community treten mit unterschiedlichen Perspektiven in mehreren Runden gegeneinander an. Im Fokus stehen Themen wie KI in Studium und Lehre, Future Skills, Hochschulpolitik, Media Literacy und auch popkulturelles Wissen. Das Publikum hat dabei die Möglichkeit, den Spielverlauf mitzugestalten und aktiv in das Geschehen auf der Bühne einzugreifen, sei es als begehrter Joker, Entscheidungsinstanz über die Themenwahl, oder durch Live-Abstimmungen. So entsteht ein partizipatives Edutainment-Erlebnis, dessen Ergebnis zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar ist.
Speaker: Lea Hildermeier, Lea Bachus, Jule-Louisa Gronau, Malte Miram, Alexandra Resch
-
Lea Hildermeier
Projektmanagerin HFD/CHE -
Lea Bachus
Programmmanagerin für Studentische Partizipation im Hochschulforum Digitalisierung -
Jule-Louisa Gronau
DCM 2026 / Goethe-Universität Frankfurt -
Malte Miram
Programmanager Hochschulforum Digitalisierung -
Alexandra Resch
Leitung Kommunikation @ Gesellschaft für Informatik e.V.
Future Tech:Stage Braunschweig
09:30 – 09:40
Eröffnung der Future-Tech:Stage TU BraunschweigInformationen folgen
Speaker: Angela Ittel, Alexander Siering
-
Angela Ittel
Präsidentin der Technischen Universität Braunschwei -
Alexander Siering
Moderatorin; Gründerin Wissenswald
09:40 – 10:40
Astronaut Version 2.0 – Zukunftsvisionen für die MenschheitIn diesem faszinierenden Vortrag gibt Rabea Rogge Einblicke in die sich rapide verändernde Welt der Raumfahrt und des Astronautentrainings. Sie beleuchtet die Technologieentwicklung im New-Space-Sektor, die Anforderungen an moderne Astronaut:innen und die Zukunftsvisionen für die Menschheit im All. Als Robotikforscherin gibt Rabea Rogge zudem fundierte Einblicke in die neuesten Entwicklungen im Bereich Robotik und Künstliche Intelligenz. Dabei verbindet sie technologisches Fachwissen mit einer inspirierenden Vision für eine nachhaltigere Zukunft durch Innovation.
Speaker: Rabea Rogge
10:50 – 11:55
Encryption, Agency, and Control - Defending Critical Infrastructures Against SurveillanceThe rapid proliferation of artificial intelligence systems presents an unprecedented structural challenge to global digital privacy. In his keynote address at the University:Future Festival (U:FF), Udbhav Tiwari, Vice President of Strategy and Global Affairs at Signal, will critically examine the compounding threats AI technologies—such as mass data ingestion and client-side scanning—pose to secure communications. As higher education institutions navigate the festival's theme of operating "Under Pressure" amid rapid technological transformation, the preservation of academic freedom relies more than ever on the integrity of our underlying digital infrastructures.
Drawing upon Signal’s pioneering work in end-to-end encryption and open-source systems, he will articulate why protecting data at the application layer is a fundamental prerequisite for democratic discourse and intellectual autonomy. The session will dissect how the paradigm shift toward aggressive AI surveillance fundamentally alters the balance of power between infrastructure providers and users.
Furthermore, the keynote will outline a rigorous, actionable framework for institutions and developers to resist the normalization of pervasive monitoring. By prioritizing granular user control, radical transparency, and robust cryptographic standards, his keynote will offer a comprehensive roadmap to ensure privacy remains a universal standard in academia and beyond.
Speaker: Udbhav Tiwari
12:10 – 13:15
KI Masterplan 2035: Zukunftsszenarien zur Hochschulentwicklung in der KI-TransformationBasierend auf der Publikation „KI Masterplan 2030 – Szenarien zur Entwicklung von Hochschulen in der KI-Transformation"
diskutiert das Panel vier mögliche Zukunftsszenarien für die Hochschulentwicklung – von fragmentierter Insellösungen bis zu koordinierten, souveränen Infrastrukturverbünden. Die Publikation ist Ergebnis der Arbeit der "Taskforce KI in der Hochschulbildung", in der sich im Rahmen der Allianz für Future Skills des Stifterverbands 17 Fach-Experten und Expertinnen – von Studierenden bis zu Hochschulleitungen – mit zentralen Fragestellungen und Herausforderungen auseinandergesetzt haben, mit denen sich die Hochschulen angesichts der Nutzung von KI jetzt beschäftigen sollten.
Speaker: Stefan Göllner, Matthias Bandtel, Sabrina Zeaiter, Benjamin Paassen, Florian Rampelt
-
Stefan Göllner
Innovation-Manager für Future Skills und KI | KI-Campus (Stifterverband) -
Matthias Bandtel
Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW) -
Sabrina Zeaiter
Referentin für Digitalisierung| Chief Information Office | Goethe Universität Frankfurt -
Benjamin Paassen
Netzwerk KI und digitale Autonomie in Wissenschaft und Bildung -
Florian Rampelt
Programmleiter Future Skills & KI (Stifterverband) | Geschäftsstellenleiter (KI-Campus)
KI-MASTERPLAN 2030: KI in der Hochschulbildung – Szenarien zur Entwicklung von Hochschulen in der KI-Transformation. Stifterverband (2025).
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:20
Künstliche Intelligenz und Realitäten für Immersives LernenIn diesem Vortrag beleuchten wir das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und Extended Reality als Katalysator für personalisierte, immersive Lernerfahrungen. Es wird aufgezeigt, wie KI-gesteuerte adaptive Welten und intelligente virtuelle Agenten die Grenze zwischen Simulation und Realität auflösen, um die pädagogische Wirksamkeit nachhaltig zu steigern.
Speaker: Frank Steinicke
15:35 – 16:05
Co-Creation Labs im Saxony5-Verbund: Transfer gemeinsam gestaltenGesellschaftlicher, technologischer und institutioneller Transfer lässt sich angesichts komplexer Transformationsaufgaben kaum noch von einzelnen Hochschulen leisten. Die Session beleuchtet die Co-Creation Labs im Saxony5-Verbund als kooperatives Transfermodell, das gemeinsame Services, geteilte Ressourcen und vernetzte Plattformen ermöglicht und zugleich institutionelle Eigenständigkeit wahrt.
Anhand konkreter Erfahrungen wird gezeigt, wie sozialer und institutioneller Transfer durch Co-Creation mit externen Partnern wirksam wird, welche Governance-Strukturen Kooperation tragfähig machen und wo Spannungsfelder zwischen Netzwerklogik und Hochschulprofilen entstehen. Die Teilnehmenden nehmen übertragbare Prinzipien, Entscheidungslogiken und Lessons Learned für hochschulübergreifende Transferstrukturen mit.
Speaker: Ulrike Riemer
16:10 – 16:40
ZUKÜNFTE NUTZEN STATT VORHERSAGEN: Futures Literacy an Hochschulen verankernHochschulen stehen ´under pressure´: KI-getriebene Umbrüche, Ressourcenknappheit und gesellschaftliche Spannungen erhöhen die Komplexität – und verstärken zugleich den Reflex, Zukunft linear zu prognostizieren. Gerade deshalb gewinnt FUTURES LITERACY als zentrale Kompetenz an Bedeutung: die Fähigkeit, unterschiedliche Zukünfte zu imaginieren und daraus erweiterte Handlungsoptionen für die Gegenwart abzuleiten. Der Vortrag zeigt ZUKÜNFTELABORE als wirksames Format zur gezielten Förderung dieser akademisch relevanten Kompetenz und veranschaulicht anhand von Hochschulbeispielen, wie sie sich in Lehrveranstaltungen und Curricula integrieren lässt.
Die Session ist als AKTIVE LERNERFAHRUNG konzipiert – mit kurzer Live-Mini-Übung und downloadbarem Anleitungspaket, das Einsteiger*innen wie Fortgeschrittenen die direkte Anwendung im eigenen (Hochschul-) Kontext ermöglicht.
Speaker: Angelika Neudecker, Nicole Behringer, Stefan Bergheim
-
Angelika Neudecker
Leitung Trendscouting im Think Tank Medien und Informatik (PHBern) -
Nicole Behringer
Professorin für Wirtschaftspsychologie an der International School of Management -
Stefan Bergheim
Experte für Zukünftebildung
Bergheim, S. (2025). Über die Kompetenz der Zukünftebildung. In: Sippl, C. et al. „Es wird einmal …“ Wissen schaffen – Zukünfte erzählen. Pädagogik für Niederösterreich. Studienverlag.
Bergheim, S. (2022). On the Evaluation of Futures Literacy Laboratories. Online unter https://zgf-fortschritt.de/media/pages/methodik/zukuenftelabore/1356567106-1729608097/bergheim-2022-evaluationof-flls.pdf
Kazemier, E. M., Damhof, L., Gulmans, J., & Cremers, P. H. (2021). Mastering futures literacy in higher education: An evaluation of learning outcomes and instructional design of a faculty development program. Futures, 132, 102814. Online unter https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0016328721001233
Mezirow, J. (1997). Transformative learning: Theory to practice. New Directions for Adult and Continuing Education, 1997(74), 5–12. Online unter https://doi.org/10.1002/ace.7401
Miller, R. (2007). Futures Literacy: A Hybrid Strategic Scenario Method. Futures 39, 34
16:55 – 17:25
📚 Von Insellösungen zu Netzwerken: KI-Souveränität kooperativ denkenDigitale Souveränität wird oft als rein technische Herausforderung missverstanden. Doch was nützen lokale KI-Anwendungen und Insellösungen, wenn Studierende bevorzugt proprietäre Modelle nutzen? Ausgehend von einer studentischen Perspektive wird gezeigt, welche Werte und Anforderungen bei der KI-Nutzung im Hochschulbereich im Vordergrund stehen und wie fragmentierte Ansätze Misstrauen, Ungleichheit und Abhängigkeit von Big Tech begünstigten. Doch welche infrastrukturellen Bedingungen sind notwendig, damit digitale Souveränität mehr ist als ein politisches Leitbild? Und wie können Hochschulen gemeinsame Strukturen schaffen, ohne ihre institutionelle Eigenständigkeit aufzugeben? Als Lösungsvorschlag wird ein föderiertes Modell aus einem Thüringer Praxisprojekt vorgestellt, das verteilte Server über eine gemeinsame Architektur vernetzt und Ressourcen kooperativ nutzbar macht. Deutlich wird: Souveränität im KI-Bereich erfordert Kooperation unter Hochschulen statt Insellösungen.
📚 Student Voices
Speaker: Sarah Becker, Ludwig Lorenz
-
Sarah Becker
Studentin @ Ruhr-Universität Bochum -
Ludwig Lorenz
FutureScout und Student an der Bauhaus-Universität Weimar
17:30 – 18:30
Under Pressure? - Geschichten für eine Zukunft des WissensInformationen folgen
Speaker: Eckart Voigts, Theresa Hannig
-
Eckart Voigts
Professor für Anglistische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Technischen Universität Braunschweig -
Theresa Hannig
Meine Tagline: Autorin für gesellschaftskritische Science-Fiction, Stadt- & Kreisrätin, Berufsoptimistin
Media Lab:Stage Braunschweig
11:00 – 11:20
Begrüßung Media Lab:Stage BraunschweigInformationen folgen
Speaker: Bryan Smith, Stefan Böhme, Lilli Elsner, Tom Koch
-
Bryan Smith
Program Coordinator at Library Innovation Labs -
Stefan Böhme
Product Owner at Media Lab -
Lilli Elsner
studentische Mitarbeitern im Media Lab -
Tom Koch
studentische Mitarbeitern im Media Lab
11:25 – 11:55
Wie Online Self-Assessments durch spielerische 360° Szenarien neu gedacht werden können.Die Entscheidung für das richtige Studium kann durch ungenaue und schwer fassbare Studiengangsbeschreibungen erschwert werden. Die „TU Darmstadt Campus Quest“, vorgestellt durch Markus Weber und Franziska Ritter, setzen an dieser Herausforderung an und bieten eine innovative Ergänzung zu klassischen Online Self-Assessments. Durch die Synergie aus 360°-Technologie und Gamification erkunden Studieninteressierte den Campus virtuell auf einer storybasierten Reise durch verschiedene Studiengänge. Statt isolierter Informationsbeschaffung, vermitteln interaktive Aufgaben Fachinhalte und Studienerfahrungen direkt am Ort des Geschehens. Der Beitrag beleuchtet das mediendidaktische Design, technische Hürden sowie das Potenzial, Lerninhalte auch in der Hochschullehre räumlich erfahrbar zu machen.
Speaker: Markus Weber, Franziska Ritter
-
Markus Weber
E-Learning Arbeitsgruppe – Hochschuldidaktische Arbeitsstelle - TU Darmstadt -
Franziska Ritter
E-Learning Arbeitsgruppe – Hochschuldidaktische Arbeitsstelle - TU Darmstadt
Webseite "TUDa Campus Quest" zum Projekt:
https://asset.e-learning.tu-darmstadt.de/d/tuda_cq/startseite/
Webseite zu den OSAs der TU Darmstadt
www.tu-osa.de
Hoch, F., Weber, M. (2025): Infografik für 360° Touren – Pipelinedarstellung der Produktionsschritte mit hochschuldidaktischem Fokus. https://doi.org/10.26083/tuda-7589
12:10 – 12:40
Holoboard: Interaktive Lernräume jenseits von Zoom-FatigueDigitale Lehre bleibt oft auf Videokonferenzen und statische Inhalte reduziert. Das führt schnell zu Ermüdung und begrenzt Lernqualität. Das Holoboard zeigt eine Alternative: ein interaktiver Lernraum, der eine transparente Display-Box, KI-gestützte Rollen und dialogische Szenarien verbindet. Studierende üben realistische Gesprächs- und Entscheidungssituationen, erhalten direktes Feedback und erleben digitale Lehre wieder als aktiv, körperlich und präsent. Der Input stellt das didaktische Konzept, erste Anwendungen an der Hochschule München und die technische Architektur vor. Teilnehmende nehmen konkrete Ideen für eigene KI-gestützte Szenarien und hybride Lernräume mit, die deutlich über klassische Videokonferenzen hinausgehen.
Speaker: Joachim Knaf
Mayer, R. E. (2021). Multimedia Learning. Cambridge University Press.
Clark, R. C., & Mayer, R. E. (2016). E-Learning and the Science of Instruction. Wiley.
12:45 – 13:15
Innovationsplattformen als Inkubatoren für die HochschulentwicklungHochschulen stehen vor der Herausforderung, in einem komplexen Umfeld handlungsfähig und Innovationstreiberinnen nach innen wie außen zu sein. Gerade an großen „Tanker“-Hochschulen ist das durch verflochtene Strukturen und etablierte Denk- und Handlungslogiken scheinbar schwer möglich.
Die in Köln entstehende zentrale „Innovationsplattform für Zukunftsrelevante Kompetenzen“ vereint diverse Akteur*innen durch zukunftsorientierte Themen und schafft Förder-, Beratungs- und Unterstützungsangebote. Sie zeigt, wie themenzentrierte, übergreifende, lernende sowie forschende Plattformen als vernetzende Inkubatoren für Innovation und Organisationsentwicklung wirken.
Folgende Fragen werden kritisch adressiert:
1. Welche Chancen/Herausforderungen bieten zentrale Innovationsstrukturen?
2. Was sind Gelingensbedingungen für ihre Etablierung?
3. Welche Themen eignen sich für diese Art der Zusammenarbeit?
Speaker: Ingo Kleiber, Kathrin Andree
-
Ingo Kleiber
Universität zu Köln, Senior-Experte für Digitale Bildung und Educational Technology -
Kathrin Andree
Universität zu Köln, Referentin Bildung der Zukunft
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:20
Ideen-Workshop: Ideas competition for virtual learning spacesIdeas competition for virtual learning spaces; serious Play workshop including a ‘catwalk’ in collaboration with URI
Speaker: Speaker:innen folgen, Keith Ranaldi
16:55 – 17:25
SpaceMakersInformationen folgen
Speaker: Lukáš Černý
17:30 – 18:00
URIInformationen folgen
Speaker: Speaker:innen folgen
18:00 – 18:15
Closing Media Lab:Stage BraunschweigClosing der Media Lab:Stage Braunschweig
Speaker: Bryan Smith, Lilli Elsner, Tom Koch, Stefan Böhme
-
Bryan Smith
Program Coordinator at Library Innovation Labs -
Lilli Elsner
studentische Mitarbeitern im Media Lab -
Tom Koch
studentische Mitarbeitern im Media Lab -
Stefan Böhme
Product Owner at Media Lab
AI Force:Stage Graz
09:30 – 10:35
Eröffnung & Grußworte und Artificial Intelligence: Versprechen und MythenZur Keynote: Der Vortrag verortet die neuesten Entwicklungen im Bereich der Artificial Intelligence. Er zeigt aber auch deren Grenzen auf. Beispiele aus dem universitären Bereich vervollständigen das Bild.
Speaker: Horst Bischof, Martin Ebner, Lina Michel
-
Horst Bischof
#AI, #Keynote, #DE -
Martin Ebner
TU Graz, Leiter Lehr- und Lerntechnologien, Dr. techn. habil. -
Lina Michel
10:50 – 11:55
Wo sind meine Daten? Daten- versus Inference-SouveränitätBedeutet KI-Souveränität an Hochschulen wirklich, dass ich ich mein Rechenzentrum mit Grafikkarten aufrüsten muss? Um die Frage zu beantworten, ist es nützlich, zwischen KI-Systemen und KI-Modellen zu trennen, wobei argumentiert wird, dass die Datenhaltung von strategisch zentralerer Bedeutung ist als die Inference-Dienstleistung (das Laufenlassen von Modellen).
Anhand des open-source KI-Ökosystems Ethel und des open-weight KI-Modells Apertus der ETH Zürich wird diskutiert, was KI-Souveränität in der Hochschulpraxis tatsächlich bedeutet. Welche Dimensionen sind zu berücksichtigen? Wie kann man hybride KI-Systeme bauen und nutzen, die Vendor-Lock-In vermeiden und die Hoheit über die eigenen Daten bei Austauschbarkeit der "Commodity" Inference bewahren?
Speaker: Gerd Kortemeyer
https://ethelcommons.ch/ethelflow.html
https://www.swiss-ai.org/apertus
https://arxiv.org/pdf/2409.06717
12:10 – 12:40
Welche menschliche Kompetenz bleibt, wenn die KI alles kann?Künstliche Intelligenz verändert derzeit rasant den Wert klassischer Kompetenzen. Textproduktion, die Reproduktion von Faktenwissen oder Coding verlieren an Bedeutung, obwohl sie lange als zentrale Qualifikationen galten. Dadurch entsteht bei vielen jungen Menschen Unsicherheit über den Wert der eigenen Fähigkeiten. Verstärkt wird diese Orientierungslosigkeit dadurch, dass etablierte Kompetenzmodelle oder Literacy Definitionen diese Verschiebung nur unzureichend abbilden.
Die Session setzt genau hier an und stellt auf Basis praktischer Erfahrungen aus der KI-Tutor:innen Arbeit an der Universität Passau das sog. Dreizack-Modell vor. Es beschreibt drei Kompetenzdimensionen und bietet Kriterien zur Selbstüberprüfung der eigenen Zukunftsfähigkeit. Nach der Vorstellung wird das Modell direkt mit dem Publikum validiert und diskutiert, welche Konsequenzen sich daraus für das Lernen, Karriereentscheidungen und die zukünftige Gestaltung von Hochschullehre ergeben.
Speaker: Alexandra Müller, Salomé Kalessi, Sebastian Suckow
-
Alexandra Müller
Universität Passau - KI Tutor:innen Passau -
Salomé Kalessi
KI-Tutorin Universität Passau -
Sebastian Suckow
KI-Tutor der Universität Passau
Chui, M., Hazan, E., Roberts, R., Singhal, S., Smaje, K., Sukharevsky, A., ... & Yee, L. (2024). A new future of work: The race to deploy AI and uplift skills in Europe and beyond. McKinsey Global Institute.
Kirchherr, J., & Koch, C. (2025). Future Skills 2030: Learning from the future. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
OECD. (2020). Transformative Competencies for 2030 (Concept Note). OECD Future of Education and Skills 2030.
Pluralsight. (2025). AI Skills Report 2025: Strategies for the new era of work.
World Economic Forum. (2025). The Future of Jobs Report 2025. In collaboration with Coursera.
12:45 – 13:15
Prüfen unter Druck – Rechtsrahmen zwischen Innovation und IntegritätGenerative KI ist im Studienalltag angekommen; in Prüfungen sorgt sie jedoch für erhebliche Unsicherheit. Hochschulen stehen unter Druck: Wie lassen sich Prüfungen fair, rechtssicher und zeitgemäß gestalten, wenn KI-Werkzeuge leicht verfügbar sind und klassische Abgrenzungen von Eigenleistung brüchig werden? Der Impuls beleuchtet die rechtlichen und institutionellen Spannungsfelder rund um KI-gestützte Prüfungen: zwischen Verbot und Zulassung, Kontrolle und Vertrauen, Chancengleichheit und Innovationsanforderungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Prüfungsrecht und Hochschulgovernance weiterentwickelt werden können, um Systemvertrauen zu sichern, ohne die Realität generativer KI auszublenden. Die Teilnehmenden erhalten eine strukturierte Einordnung der aktuellen Problemlage sowie Denkanstöße für faire, transparente und praktikable Regelungsansätze im Hochschulkontext.
Speaker: Carolin Fuß
Braegelmann, T. (2024). Zuhilfenahme Künstlicher Intelligenz bei der Erstellung von Texten für die Universität. Recht der digitalen Wirtschaft (RDi), 188–193.
Brüning, J. (2024). KI als Herausforderung für das juristische Studium. Zeitschrift für Didaktik der Rechtswissenschaft (ZDRW), 291–319.
Dötterl, S. (2025). Der Elefant im Raum – Generative Künstliche Intelligenz und die Zukunft der juristischen Ausbildung. Ordnung der Wissenschaft, 3, 155–160.
Ekardt, F., & Klotz, P. C. (2024). ChatGPT im Hochschulrecht. Multimedia und Recht (MMR), 545–548.
Fries, M., Gössl, S. L., Hähnchen, S., et al. (2025, September 23). Juristisches Prüfen 2030. Verfassungsblog. https://verfassungsblog.de/juristisches-prufen-2030/
Heckmann, D., & Rachut, S. (2023). E-Klausur und elektronische Fernprüfung: Rechtsfragen der Umstellung von Hochschulprüfungen auf zeitgemäße, digitale Prüfungsformate. Berliner Wissenschafts-Verlag.
Heckmann, D., & Rachut, S. (2024). Rechtssichere H
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:20
Was Verstehen kostetWas wäre, wenn das größte Problem in der Hochschullehre nicht Ablenkung ist, nicht fehlende Motivation, nicht einmal KI, sondern Leichtigkeit? Diese Keynote beginnt mit einem Befund aus der Kognitionswissenschaft, der dem gesunden Menschenverstand direkt widerspricht, und zieht daraus Konsequenzen für Lehr-/Lerndesign, Prüfungsformate und die Frage, wozu Hochschulen eigentlich da sind. Im Zentrum steht eine Kompetenz, die weder automatisiert noch delegiert werden kann, die aber selten explizit gelehrt wird. Und die vielleicht das Einzige ist, das zählt, wenn alle anderen Antworten bereits per Knopfdruck verfügbar sind.
Speaker: Birgit Phillips
15:35 – 16:05
KI-Upskilling für Lehrende: Ein institutioneller Peer-ProzessGenerative Künstliche Intelligenz verändert den Lehralltag an Hochschulen rasant und stellt Lehrende vor unterschiedliche Herausforderungen. Vorkenntnisse, Haltungen gegenüber KI und zeitliche Ressourcen variieren stark. Die Session argumentiert analytisch-kritisch, dass KI-Upskilling unter realistischen Hochschulbedingungen weniger als lineares Qualifizierungsprogramm, sondern als kontinuierlicher, niedrigschwelliger Entwicklungsprozess verstanden werden sollte. Im Fokus stehen Formate, die Heterogenität produktiv nutzen, freiwillige Teilnahme ermöglichen und den zeitlichen Aufwand begrenzen. Vorgestellt wird ein institutioneller Ansatz mit wiederkehrenden Peer-Formaten, in denen Lehrende für Lehrende konkrete KI-Einsatzszenarien im Lehralltag teilen und reflektieren. Diskutiert wird, wie solche Formate Kompetenzunterschiede schrittweise ausgleichen, Erfahrungswissen sichtbar machen und nachhaltige Lernprozesse jenseits klassischer Tool-Schulungen fördern.
Speaker: Kerstin Vogel
Giesenbauer, B. (2024). Peer Learning für Hochschullehrende: Implementierung nachhaltigkeitsorientierter Lehrformate wie Service Learning durch kollegiale Beratung. ZEP – Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, 47(4), 20–23. https://doi.org/10.25656/01:33985
Schäffer, B. (2026). Coskilling: Forschendes Lernen in qualitativen Forschungswerkstätten zusammen mit künstlicher Intelligenz. In S. Hofhues, E. Lübcke & M. Schiefner-Rohs (Hrsg.), Medien | Didaktik | Hochschule: Reflexionen und Resonanzen (S. 133–145). transcript. https://research.ebsco.com/c/3qvac2/search/results?q=medien+didaktik+hochschule&autocorrect=y&expanders=fullText&expanders=concept&limiters=FT1%3AY&searchMode=all&searchSegment=all-results&skipResultsFetch=true&sqId=sq%3A3032ae7d-3025-48dd-a001-a8986da5ce8d
16:10 – 16:40
Zwischen Hype und Hochschulrealität - KI im digitalen Prüfungsalltag an der Hochschule MünchenIm Sommersemester 2025 wurde an der Hochschule München eine neue Funktionalität für das dort entwickelte und etablierte Prüfungsframework EXaHM entwickelt, das auch an vier weiteren bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Einsatz ist. Ziel war, die Einbindung eines generativen KI-Tools (ChatGPT) in eine abgesicherte Prüfungsumgebung unter Einsatz von Drittsoftware rechts- und prüfungssicher zu ermöglichen.
Die technische Lösung basiert auf einer Kombination aus hochschulinternen Bordmitteln und den konkreten Anforderungen der Lehrenden. Sie erfüllt die (prüfungs-)rechtlichen Anforderungen an Datenschutz, Validität und Chancengleichheit und ermöglicht gleichzeitig die Überprüfung anwendungsbezogener Problemlösungskompetenz unter Einsatz professioneller Tools wie KI-Werkzeugen und Fachsoftware.
Besonderes didaktisches Augenmerk lag im vorliegenden Praxisbeispiel auf der anwendungsbezogenen Integration des genutzten KI-Tools in gängige professionelle Tools, mit denen die Studierenden mittels der üblichen Methodik ihre konkrete Problemlösungskompetenz nachweisen sollten. Dabei wurde bei der Prüfungsgestaltung insbesondere darauf geachtet, dass die Studierenden zwar einerseits den durch die KI generierten Mehrwert zur Lösung der Aufgabe nutzen konnten, andererseits aber auch durch ihr Fachwissen dazu in der Lage waren, die Schwächen der verwendeten KI einzuordnen und zu überwinden. Ein weiterer wichtiger Baustein war die Einbindung aller relevanten Stakeholdergruppen: Technische Supporteinrichtungen, Lehrende und Studierende wurden aktiv in die Konzeption und Umsetzung eingebunden.
Der Beitrag lädt zur Diskussion über die Zukunft digitaler Prüfungen mit KI ein und zeigt, anhand konkreter Hochschulpraxis, wie mutige Pilotprojekte und sinnvolle Rahmenbedingungen Hochschulen zu aktiven Gestalterinnen des digitalen Wandels machen können.
Speaker: Ludwig Gierstl
16:55 – 17:20
Closing AI:Stage GrazSpeaker: Martin Ebner, Lina Michel
Shifting:Stage Nürnberg
09:30 – 10:00
Eröffnung Shifting:Stage NürnbergHerzlich willkommen auf der Shifting:Stage Nürnberg! Die der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und die Technische Universität Nürnberg laden heute dazu ein, Lehre und Lernen neu zu denken. Die Opening-Keynote setzt den Impuls für einen Tag voller Austausch, Inspiration und gemeinsames Weiterdenken – für alle, die Hochschulbildung der Zukunft mitgestalten wollen.
Speaker: Martina Wolf
10:05 – 10:35
“Gefällt mir” - und auch gelernt? Wie wir Lehre an der UTN evaluierenLehrevaluation misst in der Regel die Zufriedenheit der Studierenden– aber wie steht es um ihren tatsächlichen Lernerfolg? Dieser Beitrag zeigt, wie an der UTN Lehre systematisch entlang von Zufriedenheit und Effektivität bzw. Wirksamkeit evaluiert wird. Am Beispiel eines Masterkurses werden Lernerfolg (Pre-/Post-Tests) und Zufriedenheit kombiniert analysiert. Mit der Learning Experience Efficacy Zone (LEEZ) stellen wir ein Modell vor, das beide Perspektiven integriert und sichtbar macht, wann gute Lehre sowohl wirksam als auch ansprechend ist. Damit entsteht ein Ansatz, der Evaluation als Grundlage für gezielte Qualitätsentwicklung nutzt.
Speaker: Isa Jahnke
10:50 – 11:20
Under Pressure – und trotzdem durch Agendasetting gestaltenHochschulen stehen unter Druck. Wer dabei innovative Lehrentwicklung nachhaltig voranbringen will, sollte die Logiken der (Hochschul-)Organisation kennen, Bündnisse bauen und sich selbst in Veränderungsprozessen verorten können, kurzum Agendasetting betreiben. Agendasetting gilt häufig als Frage von Position, Gelegenheit oder individuellem Engagement. Doch diese Fähigkeit kann erlernt werden.
Ausgehend von organisationstheoretischen Überlegungen und Ansätzen der Hochschulentwicklung wird Agendasetting hier als strategischer Ansatz zur Ermöglichung organisational wirksamen Handelns verstanden. Im Zentrum stehen dabei drei miteinander verschränkte Dimensionen: (1) Wissen über Organisationsstrukturen und -dynamiken als Grundlage strategischer Orientierung; (2) Netzwerke als Ressource für Austausch, Koalitionsbildung und Handlungsfähigkeit über Hierarchiegrenzen hinweg und (3) Reflexion als Voraussetzung, die eigene Rolle und Funktion im institutionellen Kontext bewusst mit zu gestalten. Agendasetting ist damit weder Zufallsprodukt noch Frage formaler Macht – sondern eine systematisch entwickelbare Fähigkeit.
Speaker: Stephanie Müller-Otto
11:25 – 11:55
Wir wollten den Shift – und wirklich passiert istDie Shifting:Stage in Nürnberg steht für den Perspektivwechsel von Teaching zu Learning. Diese Keynote zeigt, was passiert, wenn man diesen Anspruch wirklich ernst nimmt.
Seit 2020 verantwortet Prof. Dr. Christina Zitzmann als Vizepräsidentin für Bildung die Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Gemeinsam mit Dr. Stefanie Gandt reflektiert sie diesen Weg und die Frage, wie sich der Shift zum Lernen in einer gewachsenen Hochschule tatsächlich umsetzen lässt.
Im Fokus stehen nicht nur Erfolge, sondern auch Brüche: Ansätze, die nicht funktioniert haben, Annahmen, die sich als falsch erwiesen haben, und Systeme, die stabiler sind als gedacht.
Gleichzeitig wird sichtbar, wo Veränderung gelingt – und warum sie dort gelingt.
Die Keynote macht deutlich, worauf es ankommt: nicht auf einzelne Formate, sondern auf die Bedingungen, unter denen Lernen entsteht – und wie Hochschulen diese gezielt gestalten können.
Speaker: Christina Prof. Dr. Zitzmann, Stefanie Gandt
-
Christina Prof. Dr. Zitzmann
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Vizepräsidentin Bildung -
Stefanie Gandt
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Leitung Lehr- und Kompetenzentwicklung (LeKo)
12:25 – 13:15
Lehrfunk der Podcast für Hochschullehre spricht über: Lernräume neu denken - Wie Räume gute Lehre erBeim U:FF Festival wird Lehrfunk live: Gemeinsam mit Gästen aus der Hochschullehre gehen wir der Frage nach, wie gut unsere Lernräume noch zu moderner, studierendenzentrierter Lehre passen. Viele Lehrveranstaltungen finden nach wie vor in Settings statt, die auf frontale Wissensvermittlung ausgelegt sind – obwohl wir längst wissen, wie entscheidend Raumgestaltung für Interaktion, Aktivierung und Lernprozesse ist. Als inhaltliche Grundlage greifen wir das SCALE-UP-Konzept (Student-Centered Active Learning Environment with Upside-down Pedagogies) auf – ein Ansatz, der Lehr-/Lernräume gezielt auf aktives, kollaboratives Lernen ausrichtet und Raumkonzepte neu denkt. In dieser Live-Folge diskutieren wir, welche Anforderungen zeitgemäße Lernräume erfüllen müssen, welche Erfahrungen Lehrende und Studierende aktuell machen und wo es konkrete Ansatzpunkte für Veränderung gibt. Es geht um Perspektiven aus der Praxis, um Herausforderungen in der Umsetzung – und um die Frage, wie Räume gestaltet sein müssen, damit sie gute Lehre aktiv unterstützen.
Speaker: Hanna Dölling, Jana Bay, Svea Schauffler, Dietmar Wiegand
-
Hanna Dölling
Von Frontal zu aktiv: Wie Räume Lehre verändern -
Jana Bay
Von Frontal zu aktiv: Wie Räume Lehre verändern -
Svea Schauffler
Von Frontal zu aktiv: Wie Räume Lehre verändern -
Dietmar Wiegand
Lasst uns endlich aufhören, junge Menschen in der Bildung zu bevormunden!
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
FutureTutors - Kooperative NachhaltigkeitWährend Studierende und Lehrende über fundiertes Wissen zu globalen Herausforderungen verfügen, kommt die Umsetzung im institutionellen Alltag oft zu kurz. Das LMU-Projekt FutureTutors setzt genau hier an: In interdisziplinären Lehrenden-Studierenden-Tandems wurden konkrete Nachhaltigkeitsbedarfe aus den eigenen Fachkulturen heraus identifiziert und praxisnahe Projekte entwickelt. Das Programm verbindet FutureSkills-Qualifizierungen mit Selbstwirksamkeit, konkreter Projektverantwortung und einer universitätsweiten Winterschool zur Sichtbarmachung und Diskussion der Ergebnisse. Mit FutureTutors wissen wir, dass nachhaltige Hochschulentwicklung dort entsteht, wo Lehre, institutionelle Verantwortung und (studentisches wie lehrpersönliches) Engagement zusammenkommen. Der Beitrag reflektiert Gelingensbedingungen, Hürden und Wirkungsdimensionen und zeigt die Erfahrungen der FutureTutors selbst
Speaker: Sophie Renard, Veronica Weileder
-
Sophie Renard
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität München -
Veronica Weileder
FutureTutors - Kooperative Nachhaltigkeit
14:50 – 15:20
Easing the Pressure: Tools zur Orientierung für LehrgestaltungLehrende stehen häufig „Under Pressure“ Das Projekt H³ – HyFlex, HighTech & HighTouch (2021–2025 gefördert durch StIL)untersuchte empirisch die Wirksamkeit von Lehrinterventionen auf Studienerfolg, basierend auf den Metastudien von Hattie (2023) und den Lehrperspektiven nach Pratt & Smulders (2016). Zentrale Ergebnisse zeigen, dass nicht der Tool-Einsatz per se entscheidend ist, sondern Passungsverhältnisse zwischen Lehrangebot, Methodeneinsatz und Erwartungen heterogener Studierendengruppen (Jänsch, Bauer et al. 2025). Der H³-Lehrendentest bietet Orientierung, welche Tools den individuellen Lehrstil authentisch unterstreichen und der H³-Studierendentest bezieht die Erwartungen Studierender ein. Beide Instrumente werden vorgestellt. Sie tragen dazu bei, Lehrende in der (Weiter-)Entwicklung ihrer (digitalen) Methodenvielfalt und Studierendenorientierung zu entlasten.
Speaker: Susanne Iris Bauer, Julian Gerigk, Susanne Iris Bauer
-
Susanne Iris Bauer
Susanne Bauer, H³- Projektkoordination HS Fulda -
Julian Gerigk
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Fulda -
Susanne Iris Bauer
Professorin für Soziale Arbeit an der DHSH Kiel
Hattie, J. (2023). Visible learning the Sequel: A Synthesis of over 2.100 Meta Analyses relating to Achievement (english edition Ausg.). Londnon New York: Routledge.
Jänsch, M., Bauer, S., & Gromann, P. (2025). H³-Teilprojekt Wirksamkeitsanalyse. In P. Gromann, M. Alisch, J. Dummann, H. R. Griesehop, F. Hansen, & R. Haderlein (Hrsg.), Studienerfolg ermöglichen durch individuelle Kompetenzentwicklung und flexible Lehr-/ Lernszenarien mit digitalen Innovationen (S. 201-240). Fulda: IPH-Eigenverlag. Von https://openedu-rlp.de/edu-sharing/components/collections? abgerufen
Pratt, D. D., & Smulders, D. (2016). Five Perspectives on Teaching - Mapping a Plurality of the Good (2 Ausg.). Malabar, Florida, USA: Krieger Publishing Comany.
15:35 – 16:05
Future Readiness: Urteilsfähigkeit und Future Skills im KI-ZeitalterGenerative Künstliche Intelligenz stellt Hochschulen vor eine zentrale Frage: Welche menschlichen Kompetenzen bleiben unverzichtbar, wenn Analyse, Textproduktion und Problemlösungen zunehmend automatisiert werden? Wir argumentieren, dass Future Skills nur dann wirksam werden, wenn sie mit systematisch entwickelter Urteilsfähigkeit und persönlicher Handlungskompetenz verbunden sind. Vorgestellt wird das Future-Readiness Framework, ein hochschulischer Ansatz zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung von Studium und Prüfung. Das Framework verbindet Domänenkompetenz, AI Fluency und Professional Modes (Creative Problem Solver, Continuous Learner, Collaborative Strategist und Ethical Navigator). Anhand eines exemplarischen Lehr- und Prüfungssettings wird gezeigt, wie diese Kompetenzen nicht isoliert, sondern integriert aufgebaut werden können und über nachvollziehbare Entscheidungs- und Reflexionspfade prüfbar gemacht werden können.
Speaker: Kamal Bhattacharya
Bhattacharya, K. (2025). Job-readiness framework: Developing human judgment in an AI-augmented world (Job Readiness Framework, Version 2; unveröffentlichtes Manuskript). IU Internationale Hochschule.
UNESCO. (2023). Guidance for generative AI in education and research. https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000386693
World Economic Forum. (2023). The future of jobs report 2023. https://www.weforum.org/publications/the-future-of-jobs-report-2023/
16:10 – 16:40
Impulse, Eindrücke, Perspektiven: Der Festivaltag im Fishbowl Wrap-upIm Abschlussformat des Festivaltages blicken wir gemeinsam auf die vielfältigen Eindrücke und Impulse rund um das Thema Innovative Learning zurück. In einer offenen Fishbowl-Diskussion kommen Keynote Speaker sowie Isa Jahnke und Christina Zitzmann mit Studierenden des Bayerischen Landesstudierendenrats (BayStuRa) und dem Publikum ins Gespräch.
Welche Ideen und Perspektiven nehmen wir aus dem Festivaltag mit? Was hat überrascht, inspiriert oder vielleicht auch Fragen offengelassen? Gemeinsam werden zentrale Erkenntnisse des Tages aufgegriffen, reflektiert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert.
Das Publikum ist eingeladen, sich jederzeit dazu zu setzen, eigene Beobachtungen, Ideen und Erfahrungen zu teilen - als offener Abschluss eines intensiven Festivaltages.
Speaker: Christina Prof. Dr. Zitzmann, Arina Zonner, Isa Jahnke
-
Christina Prof. Dr. Zitzmann
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Vizepräsidentin Bildung -
Arina Zonner
Gründungsvizepräsidentin für Personal, Alumni und Gleichstellung der Technischen Universität Nürnberg (UTN) -
Isa Jahnke
Gründungsvizepräsdentin für Studium, Lehre, und Internationales sowie Professorin für Learning Technologies an der Technischen Universität Nürnberg (UTN)
AI, Technology & Infrastructure (DIGITAL)
09:30 – 10:35
🚨 KI reflektieren: Wir brauchen mehr diskursive mündliche Prüfungsformate!Im Lab entwickeln die Teilnehmenden ausgehend von einem Good-Practice-Beispiel diskursive mündliche Prüfungsformate, in denen insbesondere der Einfluss von KI auf das jeweilige Fachgebiet kritisch reflektiert werden kann. Das Praxisbeispiel stammt aus der betriebswirtschaftlichen Lehre an einer HAW. Dort wurden über mehrere Semester Erfahrungen mit fallstudienbasierten mündlichen Kleingruppenprüfungen in großen Studierendenkohorten gesammelt. Das Prüfungsformat wurde von den Studierenden als realitätsnäher, angenehmer, teilweise fairer als klassische Klausuren evaluiert.
Die Ergebnisse des Labs bilden die Basis für ein gemeinsames Diskussionspapier zu "diskursiven Prüfungsformaten als Baustein einer neuen Prüfungskultur", für welches eine Publikation auf der Plattform des Hochschulforums Digitalisierung angestrebt wird.
🚨 Fringe
Speaker: Anne-Katrin Haubold
10:50 – 11:55
Selbstbestimmt digital: Was Hochschulen jetzt tun müssenOpen-Source-Software bildet das Rückgrat digitaler Lehre und ermöglicht die digitale Selbstbestimmtheit von Hochschulen. Noch funktioniert diese Infrastruktur, doch wir leben von der Substanz. Hochschulen investieren in Plugins und Features, aber es fehlt eine strategische Perspektive auf Basispflege der Software. Somit droht die künftige Abhängigkeit von großen Anbietern, erste Signale zeigen das deutlich.
Eine geplante Studie der Gesellschaft für Informatik macht dieses Strategie- und Investitionsdefizit empirisch sichtbar: Wer nutzt was, zu welchen Kosten? Und wer trägt die Entwicklung? Wir diskutieren Zwischenergebnisse und fragen, was es bedeutet, wenn Hochschulen die Selbstbestimmtheit über ihre Lehrinfrastruktur behalten wollen.
Das Panel verbindet Forschung, politische Einordnung, die Praxis kooperativer Entwicklung im OSDN und die wissenschaftliche Perspektive auf Souveränität.
Speaker: Christian Friedrich, Cornelis Kater, Arno Wilhelm-Weidner, Marieke Petersen, Jeanette Hofmann
-
Christian Friedrich
Sprecher und strategischer Berater OSDN -
Cornelis Kater
Leitung E-Learning Service; Open Source Bildungsinfrastruktur & Digitale Souveränität -
Arno Wilhelm-Weidner
VDI/VDE-IT -
Marieke Petersen
Gesellschaft für Informatik e.V. -
Jeanette Hofmann
WZB
12:10 – 12:40
From Pen to Prompt: Wie KI die Lehre in Architektur und Design verändertWie verändert KI die Architekturlehre und die Rolle von Gestalter:innen? In einer Welt, in der Algorithmen zunehmend Entwürfe generieren, stellt sich die Frage nach unserer Souveränität. Der Vortrag zeigt den Weg von Menschen vs. KI hin zu KI als Partner. Anhand von Fallbeispielen aus Seminaren an der Münster School of Architecture (MSA) wird demonstriert, wie Studierende transformative Kompetenzen erwerben. Wir betrachten die architektonische Wertschöpfungskette – von der Ideenfindung bis zur Ausführung – und analysieren, wie Tools wie Nano Banana, Stable Diffusion oder Finch den Prozess heute bereichern und wagen einen Blick in die Zukunft. Die Teilnehmenden erfahren, warum ein tiefes KI-Verständnis essenziell ist. Ein historischer Abriss erdet die Debatte und bietet einen Ausblick auf die Zukunft einer datengetriebenen Architektur. Sie nehmen konkrete Impulse für die praxisnahe Integration von KI in die Lehre mit.
Speaker: Mirek Claßen
12:45 – 13:15
Screen-free Deep Learning: Audio-Storys mit KI-Dialoge statt Scroll-ApathieIn dieser Session wird ein methodischer Ansatz vorgestellt, der digitales Lernen konsequent vom Bildschirm befreit. Im Fokus steht die Transformation von Fachwissen in interaktive Audio-Szenarien mittels einer Multi-Agenten-Architektur. Die zentrale Frage lautet: Wie lässt sich didaktische Tiefe gemäß der Bloom’schen Lerntaxonomie in mobilen Lernsettings ohne visuelle Unterstützung skalierbar realisieren?
Durch den gezielten Einsatz von Small Language Models (SMLs) wird die Passivität herkömmlicher Audioformate aufgebrochen. Teilnehmende erfahren, wie KI-Systeme als sokratische Impulsgeber fungieren, um den „Active Recall“ algorithmisch in den Audio-Stream zu integrieren. Es wird aufgezeigt, wie dieses „Cognitive Pull“-Prinzip den Zeitdruck moderner Lernbiografien entschärft und Wissenstransfer in unproduktiven Zeitfenstern ermöglicht. Die Session vermittelt, wie mobile Bildung hocheffizient, barrierefrei und kognitiv aktivierend gestaltet werden kann.
Speaker: Dominic Ellek
Bloom, B. S. (1956). Taxonomy of Educational Objectives. (Basis für die kognitive Stufung im Dialogmodus).
Karpicke, J. D. (2012). Retrieval-Based Learning. (Wissenschaftlicher Hintergrund für unseren Active Recall Ansatz).
Javaid et al. (2023). Small Language Models: Survey and Outlook. (Technischer Kontext für effiziente KI-Infrastrukturen).
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
Orientierung statt Overload: Session-Wahl & Dokumentation mit KI beim U:FFHast du dich schon einmal von der schieren Menge an Programmpunkten beim U:FF überwältigt gefühlt? Das Festival bot 2025 mehr als 330 Programmpunkte – eine unglaubliche Vielfalt, aber auch eine echte Herausforderung für dich: Wie findest du im Vorfeld die Sessions, die wirklich zu deinen Interessen passen? Und wie entscheidest du nach der Konferenz, welche Aufzeichnungen du noch nachholen möchtest?
Beim U:FF 2026 wollen wir dies vereinfachen: Als TH Lübeck und KIT erproben wir zwei KI-gestützte Assistenzsysteme, die dir das Konferenzerlebnis erleichtern sollen:
SessionAIzer ist dein persönlicher Programmguide. Basierend auf deinem individuellen Profil erstellt das System einen Programmüberblick, der zu deinen Interessen passt.
SummarAIzer stellt dir zeitnah nach Ende einer Session strukturierte Zusammenfassungen bereit. So kannst du vom U:FF mehr mitnehmen.
In dieser Session bieten wir einen Blick hinter die Kulissen: Wir sprechen über die Konzeption, den praktischen Einsatz und unsere bisherigen Erfahrungen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dir über unsere Erkenntnisse und deine Erfahrungen damit zu diskutieren.
Speaker: Andreas Sexauer, Tina John, Anja Lorenz
-
Andreas Sexauer
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Zentrum für Mediales Lernen -
Tina John
Wissenschaftlicher Mitarbeiter -
Anja Lorenz
Institut für Interaktive Systeme, TH Lübeck
Sexauer, A. (2024, 24. Oktober). KI-generierte Zusammenfassungen und Analysen in Veranstaltungen: Praktische Erfahrungen und Empfehlungen zum Nachmachen. Hochschulforum Digitalisierung. https://doi.org/10.5445/IR/1000175505
Sexauer, A., & Bandtel, M. (2026, 22. Januar). KI-Kettenbrief: Chatbot für individuelle Tagungsdokumentationen. Stiftung Innovation in der Hochschullehre. https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000189937
14:50 – 15:55
Blick in die Lernforschung: Auswirkungen von KI auf Denken und Lernen"Die x-te Hausarbeit mit gleichklingender Einleitung. Das ist doch nicht wahr!" Lehrende verzweifeln über unreflektierten KI-Einsatz von Studierenden. Andererseits finden sich auch Beispiele kompetenter KI-Nutzung. Studienergebnisse zeigen ebenfalls widersprüchliche Befunde. Aber was macht den Unterschied? Modelle der Lern- und Motivationspsychologie können diese scheinbar widersprüchlichen Ergebnisse zur Auswirkung von KI auf Lernen erklären. Sie ermöglichen Vorhersagen, welche positiven und negativen Effekte sich für kognitive und motivationale Prozesse beim Denken und für den Lernprozess ergeben können. Wie kann KI so genutzt werden, dass sie Denkprozesse unterstützt? Welche Nutzungsszenarien sind eher ungünstig für nachhaltiges Lernen? Wir werden konkrete didaktische Szenarien vorstellen, durch die bedeutungsvolles Lernen und Denken im KI-Zeitalter unterstützt werden können.
Speaker: Prof. Dr. Hiltraut Paridon, Annette Glathe, Tobias Weber, Florian Klapproth, Ulrike Hanke, Martina Moerth
-
Prof. Dr. Hiltraut Paridon
Hochschule Fresenius -
Annette Glathe
Technische Universität Darmstadt -
Tobias Weber
Center for interdisciplinary Learning and Teaching, TU Dresden -
Florian Klapproth
Prof. Dr. Florian Klapproth, Medical School Berlin -
Ulrike Hanke
Dr. Ulrike Hanke, hanke-teachertraining -
Martina Moerth
Leitung Berliner Zentrum für Hochschullehre
16:10 – 16:40
3 Jahre. 2 Erfolgskonzepte. 1 Battle - Wie die Integration von KI-Kompetenz in die Lehre gelingtSeit nunmehr 3 Jahren stellen die rasanten Entwicklungen im Bereich vor allem der generativen KI bisherige Lern- und Prüfungsformate auf den Kopf. Spätestens seit Inkrafttreten des EU-AI Act ist klar, dass KI-Kompetenz Eingang in Curricula und Hochschullehre finden muss, um Studierende auf eine zunehmend von KI geprägte Welt ausreichend vorzubereiten.
Um die Zuschauenden zu inspirieren lassen wir zwei Projekte um deren Gunst kämpfen. Welches Projekt hat die Integration von KI-Kompetenz schneller, fundierter und weitreichender vorangetrieben? Das KI-Team Heilbronn auf der einen Seite gegen die KI-Tutor*innen Bayern auf der anderen. In diesem süddeutschen Duell stellen sich führende Köpfe der Projekte den wesentlichen Fragen: Welche Motivation hatte das Projekt? Was wurde erreicht? Wie geht es weiter?
Nach dem Pitch sowie den neutralen oder kritischen Rückfragen der Kontrahent*innen wird auch dem Publikum die Möglichkeit eröffnet, Fragen zu stellen und Anregungen auszutauschen.
Speaker: Milena Stegner, Ben Lenk-Ostendorf, Jakob Sehrig
-
Milena Stegner
Future Scout für den Stifterverband und die RFS, Promovierende in AI Ethics und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der DHBW Heilbronn für den KI-Campus -
Ben Lenk-Ostendorf
Bringing AI into education @ TUM -
Jakob Sehrig
VerAIn - Vernetzung, Aufklärung und Integration von KI e.V.
Connected Unviersity (DIGITAL)
09:30 – 10:35
Hybrid ist kein Format, sondern eine gestaltbare systemische ZumutungHybride Lehre ist ein zentraler Hebel für moderne Bildungsformate: Sie verbindet Präsenz und digitale Teilnahme, erleichtert die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Care-Arbeit und eröffnet neue Formen organisationsübergreifender Zusammenarbeit. Gleichzeitig wird Hybridisierung häufig als didaktische Kompetenzfrage einzelner Lehrender verhandelt. In der Praxis zeigt sich jedoch: Wo Zeitressourcen, Anerkennung, Supportstrukturen, klare Rollen und abgestimmte Erwartungen fehlen, wird Hybrid zur strukturellen Überforderung. Die Session verschiebt den Fokus von der Methodenfrage zur Organisationsfrage. Im dialogisch angelegten Workshop analysieren die Teilnehmenden gemeinsam typische Spannungsfelder hybrider Settings, tauschen strukturierte Best Practices aus und erarbeiten Ansätze für eine verantwortungsvoll gestaltete Connected University.
Speaker: Clemens Möller, Christina Terpstra-Rundel, Andreas Schmid
-
Clemens Möller
Biophysics Prof | Scientific Director @ IZL² | Academic Director @ Sustainability Studies (MSc) -
Christina Terpstra-Rundel
Studiengangskoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, IZL2 -
Andreas Schmid
Professor, Vice Dean Faculty of Life Sciences
Der Workshop ist dialogisch und interaktiv angelegt. Nach einem kurzen Impuls arbeiten die Teilnehmenden anhand klarer Leitfragen im Austausch zu zweit und zu dritt an eigenen Erfahrungen mit hybriden Settings. Zentrale Spannungsfelder werden im Plenum sichtbar gemacht und gemeinsam entlang organisationaler Ebenen strukturiert: Von studentischer Perspektive, Didaktik, Lehre und Studiengangsentwicklung über Leitung bis hin zu Infrastruktur und Support. In moderierten Kleingruppen reflektieren die Teilnehmenden konkrete Praxisbeispiele, identifizieren wiederkehrende Muster und tauschen strukturierte Best Practices aus. Abschließend werden zentrale Erkenntnisse gebündelt und auf übertragbare Gestaltungsansätze für verantwortungsvoll organisierte „Connected Universities“ bezogen. Der Workshop lebt vom aktiven Austausch, der Perspektivenvielfalt und der gemeinsamen Strukturarbeit.
10:50 – 11:55
Kooperation für KI-Kompetenz: der Weg zum hochschulübergreifenden LernmodulHochschulkooperation statt Hochdruck!
Der EU AI Act setzte alle Universitäten unter Druck, KI Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden sicherzustellen. Parallel entstanden erste Module: Die Universität Freiburg entwickelte aus einem Modul der HS Geisenheim einen umfangreichen OER-Kurs, den das KIT um identifizierte hochschulrelevante KI Kompetenzen ergänzte und daraus ein interaktives Selbstlernmodul gestaltete. Diese Basis wurde im HND BW gemeinsam mit allen 9 Landesuniversitäten in kurzer Zeit zu einem landesweit nutzbaren KI Basismodul weiterentwickelt, das den Anforderungen des AI Acts entspricht. Die Arbeitsgruppe passte Inhalte an unterschiedliche Bedarfe an und ergänzte DSGVO-relevante Aspekte, ohne die Lernzeit von rund einer Stunde zu erhöhen. Das Modul wurde via ZOERR veröffentlicht und wird nun landesweit und darüber hinaus genutzt. Im Lab wollen wir diesen Weg fortsetzen: weitere KI Kompetenzen identifizieren und Ideen für Aufbaumodule entwickeln – kooperativ statt unter Druck.
Speaker: Svenja Geißler, Matthias Bandtel, Nicole Wöhrle
-
Svenja Geißler
Zentrum für Mediales Lernen am Karlsruher Institut für Technologie -
Matthias Bandtel
Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW) -
Nicole Wöhrle
University of Freiburg
12:10 – 12:40
Lightning Talks: Organisation & Strategien⭐ Lightning Talks: Organisation & Strategien
⭐ Learning-Analytics-Infrastruktur zwischen Diversität, Ethik und Datenschutz
Die hochschulische Fernlehre ist durch hohe Diversität und herausfordernde Betreuungsschlüssel geprägt. Familiäre und berufliche Verpflichtungen sind oft relevant für die Entscheidung für ein Fernstudium. Diese und weitere Faktoren bedingen zugleich erhöhte Abbruchrisiken.
Das stellt Anforderungen an die Differenzierung von Lehr-Lernszenarien und eröffnen zugleich die Chance, innovative Wege zur Berücksichtigung dieser Diversität zu gehen. Learning Analytics Verfahren (LAV) bieten durch Erhebung, Analyse und Kommunikation von Daten handlungsförderliche Erkenntnisse zur Gestaltung personalisierter Lehr-Lernsettings. Das Projekt LEAD:FUH an der FernUniversität in Hagen wurde eingerichtet, um LAV institutionsweit zu implementieren.
Die Berücksichtigung dieser Diversität erfordert komplexe Datengrundlagen, um passende Unterstützung bereitzustellen. Der Beitrag zeigt, wie didaktische, ethische und datenschutzrechtliche Prinzipien in die Systemarchitektur und Arbeitsprozesse einfließen.
⭐ Innovative Studienganggestaltung: transdisziplinär, zukunftsfähig, agil
Die Welt ist im Wandel: Krisen und Herausforderungen häufen sich und wir – die Hochschulen – müssen unsere Studierende fit für die Zukunft machen, ihre Zukunftskompetenzen stärken, sie für Zukunftsthemen sensibilisieren und auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.
Doch sie schnelllebige Welt mutipler Krisen lässt sich nicht in starren, unflexiblen Curricula und Studiengangsakkreditierungspozessen abbilden. Eine agile und an aktuellen Themen ausgerichtete Studiengangsgestaltung kann aufgrund langwieriger bürokratischer Prozesse nicht funktionieren - oder doch?
Challenge accepted. Wir kreieren einen Masterstudiengang, dessen Thema, dessen Fachprofil leicht zu wechseln ist und der so akute Anforderungen und Interessen abbilden kann – der Zukunftsthemen adressieren kann, wenn sie aktuell sind! Unser Zukunftsmaster „Future Analytics“ ist der Versuch, genau dies zu erproben.
⭐ Weimarer Modell: Studierende betreiben ihre Infrastruktur selbst
Digitale Dienste werden häufig als Aufgabe von Ministerien oder Rechenzentren diskutiert. Doch was passiert, wenn Studierende ihre Infrastruktur selbst betreiben? An der Bauhaus-Universität Weimar stellen studentische Strukturen eigene Maildienste, Cloudspeicher, Webseiten, Chat-Services und sogar selbstentwickelte Schließsysteme bereit, unabhängig von kommerziellen Anbietern und ergänzend zur Hochschul-IT.
Welche organisatorischen, technischen und kulturellen Bedingungen machen ehrenamtlich betriebene Systeme nachhaltig? Anhand konkreter Praxisbeispiele wird gezeigt, wie das Weimarer Modell nicht nur digitale Souveränität ermöglicht, sondern Studierende technisch qualifiziert und hochschulpolitisch ermächtigt - ganz ohne einen direkten Eingriff der Universität. Teilnehmende nehmen Impulse mit, wie solche Modelle an anderen Hochschulen adaptiert werden können.
⭐ KI trifft OER: Intelligente Zugänge zu offenen Bildungsressourcen mit ORCA.nrw
Wie lassen sich große Videobestände effizient erschließen und Offene Bildungsmaterialien (OER) sinnvoll mit Künstlicher Intelligenz verbinden? Der Lightning Talk gibt Einblicke in aktuelle KI-Aktivitäten von ORCA.nrw und zeigt anhand von Beispielen, wie KI den Zugang zu OER in der Hochschullehre verbessert.
Im Fokus steht ein KI-gestützter Videochatbot, der rund 1.500 Videos auf dem TIB-AV-Portal intelligent durchsuchbar macht. Nutzende erhalten auf ihre Anfrage hin gezielt relevante Videosegmente und Zeitmarken – ein Beispiel dafür, wie KI die Auffindbarkeit und Nutzung von OER erleichtert.
Auch wird die Themenwelt „OER und Künstliche Intelligenz“ vorgestellt, die Lehrenden Orientierung bietet: von Potenzialen über rechtliche Aspekte und Herausforderungen bis hin zu praktischen Anwendungen und Kompetenzaufbau bündelt sie Materialien, Praxisbeispiele und Handlungshilfen zum Einsatz von KI im Kontext von OER.
Speaker: Lars van Rijn, Michael Hanses, Verena Häseler, Sanne Ziethen, Ludwig Lorenz, Daniel Diekmann
-
Lars van Rijn
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Lehre und Innovation der FernUniversität in Hagen -
Michael Hanses
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungszentrum CATALPA der FernUniversität in Hagen -
Verena Häseler
Projektkoordinatorin, Referentin für digitale Lehre, Universität Hildesheim -
Sanne Ziethen
Stiftung Universität Hildesheim, Projekt "Agile Lehrarchitektur für Zukunftsthemen" (aLaZukunft) -
Ludwig Lorenz
FutureScout und Student an der Bauhaus-Universität Weimar -
Daniel Diekmann
Referent für OER bei ORCA.nrw
12:45 – 13:15
📚 Lightning Talks: Studieren & Beteiligen⭐ Lightning Talks: Studieren & Beteiligen
⭐ Souveränes Philosophieren
Philosophie steht permanent in der Spannung zwischen akademischer Spezialisierung und gesellschaftlicher Relevanz. Unser Beitrag zeigt anhand eines konkreten Transferprozesses, wie philosophische Forschung und öffentliche Bildung produktiv miteinander verschränkt werden können. Ausgangspunkt war ein öffentlicher Demokratie-Workshop für philosophisch Interessierte, der schrittweise in ein partizipatives Forschungsprojekt überführt wurde. Der Talk soll reflektieren, wie Offenheit in der Bildung strukturell konkret umgesetzt werden kann. Wissen zirkuliert dabei nicht einseitig von der Hochschule in die Gesellschaft, sondern entsteht kooperativ. Zivilgesellschaftliche Akteure, Studierende und Dozierende bringen unterschiedliche Perspektiven ein, die Forschungsthemen und Methoden verändern. Der Beitrag versteht sich als Modell guter Praxis für Third Mission und vernetzte Wissensproduktion.
⭐ Studentische Aushilfs- und Vertretungslehrkräfte unterstützen
Mit dem Lehrkräftemangel wächst die Zahl der Studierenden, die als Aushilfs- und Vertretungslehrkräfte an Schulen arbeiten. Doch ohne professionelle Begleitung dieser Praxiserfahrung droht die Aneignung nicht funktionaler Handlungsmuster und der Bedeutungsverlust des eigentlichen Studiums und damit eine Deprofessionalierung der zukünftigen Lehrkräfte mit weitreichenden Folgen.
Hier setzt das Projekt save_u (Studentische Aushilfs- und Vertretungslehrkräfte unterstützen) an: Wir nutzen bestehende Ressourcen – Mentor:innen, Praxiserfahrungen, digitale Plattformen – gepaart mit innovativen Lehr-/Lernkonzepten sowie Coaching und verbinden sie neu. Wir zeigen, wie die zusätzliche Praxiserfahrung für eine an wissenschaftlich fundierten Standards orientierte Professionalisierung genutzt werden kann – und wie Hochschule und Schulen als Partner:innen für eine zukunftsfähige Lehrkräftebildung zusammenarbeiten können.
⭐ Kompetenzen erfolgreichen Studierens effizient stärken
Studieren „Under Pressure“ – Welche Kompetenzen sind aus Sicht von Studierenden und Lehrenden erforderlich, um heutzutage ein Studium zufriedenstellend absolvieren zu können? Wie können Studierende wegbegleitend unterstützt werden, die Herausforderungen des Studiums erfolgreich zu meistern? Diesen Fragen widmet sich das Projekt „FitKom“ (Stiftung Innovation in der Hochschullehre) ausgehend von einer differentiell-psychologischen Perspektive: Im Fokus steht die Vielfalt der Studierenden mit ihren unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Lernvoraussetzungen, dies gerade auch zu Studienbeginn. Vorgestellt werden ausgewählte Ergebnisse einer qualitativ-quantitativen Erhebung und die hieraus entwickelten Produkte (Online-Assessment und Selbstlernmodule). Diskutiert werden Implikationen der empirischen Befunde und Herausforderungen im Zuge der Realisation des FitKom-Konzepts.
⭐ Partizipation für alle – oder nur für die Belastbaren?
Studentische Mitgestaltung an Hochschulen zwischen Anspruch, Realität und persönlicher Überlastung
⭐ Critical Thinking Under Pressure: Studierende als Demokratiefaktor
Demokratien geraten unter Druck: Desinformation, generative KI und polarisierte Debatten erschweren es Bürger:innen, fundierte Urteile zu bilden. Studierende spielen hier eine Schlüsselfigur, denn sie prägen die nächste Generation. Im Lightning Talk stellen wir ein strukturiertes Trainingsprogramm vor, das im Projekt „Critical Thinkers“ an der Universität Bielefeld entwickelt wird. Es stärkt bei Studierenden sowohl die Skill-Komponente kritischen Denkens (Argumente prüfen, Perspektiven wechseln, Informationen bewerten) als auch die Will-Komponente (Überzeugung und Motivation, sich intellektuell anzustrengen) (vgl. Hefter et al., 2018). Der Talk beantwortet die Frage: Wie kann die Hochschule unter Druck den Future Skill „Critical Thinking“ stärken, der eine Voraussetzung für unsere demokratische Gesellschaft darstellt?
📚 Student Voices
Speaker: Werner Moskopp, Janina Mahlangu, Martin Schweer, Jenna Krüger, Mara Kaemper
-
Werner Moskopp
PD Dr. Werner Moskopp -
Janina Mahlangu
Projektkoordination save_u an der Stiftung Universität Hildesheim -
Martin Schweer
Universitätsprofessor für Pädagogische Psychologie an der Universität Vechta und wiss. Leiter der angegliederten Arbeitsstellen Zentrum für Vertrauensforschung, Challenges und Lehren Digital -
Jenna Krüger
Mitglied Student Digital Office an der CAU Kiel -
Mara Kaemper
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Futureversities-Projekt „Critical Thinkers“ an der Universität Bielefeld
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 16:15
📚 Partizipation unter Druck: Gesellschaft über die Hochschule hinaus gemeinsam gestaltenSei es die Stärkung demokratischer Strukturen, die Förderung von Diversität oder die aktive Mitgestaltung von Transformationsprozessen: Hochschulen stehen unter gesellschaftlichem Druck. Gleichzeitig bleiben viele Beteiligungsformate bereits hochschulintern punktuell oder symbolisch. Dieser Workshop fragt deshalb: Wie können (zivil)gesellschaftlich relevante Partizipationsformate im Hochschulkontext gemeinsam mit Studierenden entwickelt und nachhaltig umgesetzt werden? Nach einem kurzen Impuls zu Erfolgsfaktoren von Partizipationsformaten aus arbeiten die Teilnehmenden in Gruppen an konkreten Szenarien (z. B. Nachhaltigkeitsstrategien, Digital Literacy, Gesundheitsförderung, Stadtkooperationen in der Lehre). Ziel ist die Konzeption eines umsetzbaren Partizipationsformats inklusive Zieldefinition, Beteiligungsdesign und Transferstrategie. So entsteht am Ende des Workshops ein kollaborativ erarbeitetes Toolkit für studentische Mitgestaltung, die über die Hochschulgrenzen hinaus wirkt.
📚 Student Voices
Speaker: Annalisa Biehl, Richard Zur Oven-Krockhaus, Jule-Louisa Gronau, Melissa Horchemer, Fadi Othman
-
Annalisa Biehl
Universität Münster, DigitalChangeMaker 2024/2025 -
Richard Zur Oven-Krockhaus
Digital Change Maker 2026 - Track Society -
Jule-Louisa Gronau
DCM 2026 / Goethe-Universität Frankfurt -
Melissa Horchemer
Technische Universität Berlin -
Fadi Othman
Digital Change Maker 2026
Der Workshop folgt einem co-kreativen Ansatz, der kollaborative Problemanalyse mit prototypischer Entwicklung verbindet. Nach einer kurzen thematischen Rahmung arbeiten die Teilnehmenden mit einer strukturierten „Challenge-to-Change“-Logik: Ausgehend von konkreten Spannungsfeldern im Hochschulkontext werden Bedarfe und Zielkonflikte sichtbar gemacht und in einem Design-Sprint-Setting in erste Prototypen für Partizipationsformate überführt, die in kurzen Feedbackschleifen geschärft werden. Die ausgearbeiteten Ansätze werden anschließend systematisiert und in einer übertragbaren Struktur gebündelt, die als gemeinsame Arbeits- und Orientierungsgrundlage weitergenutzt werden kann.
Future Skills (DIGITAL)
09:30 – 10:35
🌱 Don’t prompt like there’s no tomorrow - Wege zum Sustainable PromptingWie können wir KI in der Hochschullehre so einsetzen, dass sie Lernen fördert, Ressourcen schont und Studierende zu reflektiertem Arbeiten anregt? Die Session führt in das Konzept des Sustainable Prompting ein und zeigt, wie ökologische, didaktische, kognitive und soziale Aspekte in die Gestaltung von Prompts einfließen können. Anhand praktischer Beispiele analysieren die Teilnehmenden verschiedene Prompts und entwickeln eigene nachhaltige Prompting‑Strategien für ihre Lehrsituationen. Der Workshop verbindet Impulse, Austausch und Anwendung und gibt konkrete Werkzeuge an die Hand, um KI‑Nutzung in der Lehre verantwortungsvoll, lernförderlich und ressourcenschonend zu gestalten.
🌱 Environmental sustainability
Speaker: Franziska Brenner, Stefanie Falck, Maria Beltz
-
Franziska Brenner
Team E-Learning, Universität Leipzig -
Stefanie Falck
Universität Leipzig | E-Learning | DiNaLe -
Maria Beltz
DiNaLe | E-Learning | Universität Leipzig
Adamska, M., Smirnova, D., Nasiri, H., Yu, Z., & Garraghan, P. (2025). Green Prompting.
https://arxiv.org/abs/2503.10666
https://www.researchgate.net/publication/389894531_Green_Prompting
De Martino et al. (2025). Green Prompt Engineering.
https://arxiv.org/abs/2509.22320
https://www.researchgate.net/publication/395944005_Green_Prompt_Engineering_Investigating_the_Energy_Impact_of_Prompt_Design_in_Software_Engineering
Bolón-Canedo, V., Morán-Fernández, L., Cancela, B., & Alonso-Betanzos, A. (2024). A review of green artificial intelligence: Towards a more sustainable future. Neural Networks.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0925231224008671?utm_source=chatgpt.com
Der Workshop kombiniert kurze inhaltliche Impulse mit kooperativen und anwendungsorientierten Arbeitsphasen. Nach einer Einführung in das Konzept des Sustainable Prompting arbeiten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen mit ausgewählten Beispielprompts, die sie gemeinsam analysieren und entlang eines Dimensionen‑Modells reflektieren.
In moderierten Austauschphasen diskutieren die Teilnehmenden ihre Beobachtungen, vergleichen unterschiedliche Prompt‑Strategien und entwickeln ein gemeinsames Verständnis für nachhaltige KI‑Nutzung in der Lehre.
So entsteht ein praxisnaher, kollaborativer Lernraum, in dem nachhaltige Prompting‑Strategien unmittelbar erprobt und für zukünftige Lehr-Lern-Situationen nutzbar gemacht werden.
10:50 – 11:55
Curricula under Pressure: Was kann das Future Skills Framework 2030 leisten?Das Future Skills Framework des Stifterverbands ist ein Referenzrahmen für Studium, Lehre und Hochschulentwicklung. Zugleich trifft seine Anwendung in der Praxis auf ein zentrales Spannungsfeld: Curricula gelten vielerorts als „voll“, während der Druck wächst, Studierende auf eine von Transformation und Unsicherheit geprägte Zukunft vorzubereiten. Dieses Spannungsfeld betrifft aber nicht nur die Curriculumsentwicklung, sondern ebenso verschiedene Statusgruppen wie Lehrende und Hochschulleitungen, die neben der Verankerung von Future Skills mit einer Vielzahl weiterer hochschulischer Querschnittsthemen und Reformanforderungen konfrontiert sind.
Wie lässt sich das Framework aus unterschiedlichen Rollen heraus sinnvoll anwenden, ohne zu Überforderung zu führen?
In dieser 60-minütigen Diskussion bringen Studierende, Lehrende, das Ressort Studium und Lehre, Hochschulforschung und Hochschulleitung ihre Perspektiven zusammen. Im Zentrum stehen Fragen der Übersetzung und Nutzung: Welche Bedeutung hat das Framework jeweils konkret? Dient es als Argumentationsgrundlage, als Orientierungs- oder Referenzrahmen, zur strategischen Profilbildung oder zur praxisorientierten Weiterentwicklung von Lehre? Und wie kann es operationalisiert werden, ohne es auf eine Checklistenlogik, rein technokratische Anwendung oder ein bloßes „noch-mehr“ zu verkürzen?
Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in unterschiedliche Erfahrungen mit dem Framework, lernen Spannungsfelder zwischen Strategie, Organisation und Lehrpraxis kennen – insbesondere im Umgang mit begrenzten Spielräumen in Curricula – und nehmen Impulse mit, wie Future Skills als reflexiver Orientierungsrahmen produktiv genutzt werden können.
Speaker: Thies Johannsen, Anna Sandmeir, Vera Gehrs, Nina Horstmann
-
Thies Johannsen
Technische Universität Berlin, Institut für Maschinenkonstruktion und Systemtechnik -
Anna Sandmeir
Programmmanagerin Future Skills, Stifterverband -
Vera Gehrs
Standortbezogene Projektleitung im Verbundprojekt "LernKI" -
Nina Horstmann
Senior Expert Empirische Methoden, CHE Centrum für Hochschulentwicklung
Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Benick, M., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Johannsen, T., Blum, S., Dippelhofer, S., Frank, S., Sutter, C., Hildermeier, L., Sandmeir, A., Rampelt, F., Koch, H. (2025). Future Skills 2030. Wissenschaftlicher Bericht zum aktualisierten Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin. https://doi.org/10.5281/zenodo.17879350
Rampelt, F., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Sandmeir, A., Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Johannsen, T., Blum, S., Frank, S., Sutter, C., Koch, H. (2025). Future Skills 2030. Ein aktualisiertes Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin. https://doi.org/10.5281/zenodo.17910748
12:10 – 12:40
Kompakte Lehrimpulse: KI-Skills fördernDie KI-Transformation verändert wissenschaftliches Arbeiten, Prüfungsformate und Kompetenzanforderungen in rasantem Tempo. Lehrende sollen Studierende reflexiv und handlungsfähig im Umgang mit KI ausbilden, ohne dafür auf ausreichend strukturierte, sofort einsetzbare Formate zur Integration von KI in Studienkontexte zurückgreifen zu können.
Mit dem Format „Kompakte Lehrimpulse: KI-Skills fördern“ haben wir leicht adaptierbare einstündige Unterrichtseinheiten entwickelt, die Studierende befähigen, KI-Systeme kritisch, produktiv und verantwortungsvoll zu nutzen. Die OER sind kombinierbar und ermöglichen eine thematisch vernetzte Vermittlung von KI-Kompetenzen, etwa für wissenschaftliches Schreiben mit KI.
Im Input stellen wir die Gesamt-Architektur der Lehrimpulse vor und diskutieren, wie modulare Formate Hochschulen in Zeiten von Unsicherheit unterstützen können. Teilnehmende können Fragen stellen, Feedback geben und eigene Ideen einbringen.
Speaker: Julius Förster, Dirk Heuvemann, Laura Stein
12:45 – 13:15
Vertrauen am Limit. Lehr-Lern-Beziehungen im Zeitalter generativer KIVertrauen ist zentral für gelingende Lehr-Lern-Beziehungen: Studierende und Lehrende setzen Kompetenz, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Wohlwollen voneinander voraus und können sich daher gegenseitig enttäuschen. Fehlendes Vertrauen zeigt sich in mehr Kontrolle und Regulierung. Mit KI gerät das ohnehin angeschlagene Vertrauen auf beiden Seiten unter Druck, denn durch KI wird der Lernprozess von seinem Ergebnis entkoppelt. Es bleibt oft ungewiss, ob bestimmte Fachkompetenzen tatsächlich erworben wurden, und oft ist es unmöglich zu erkennen, inwieweit Studierende die Standards der Vertrauenswürdigkeit verinnerlicht haben. Gegen diese Entwicklung genügt kritisches Denken als Heilmittel nicht. Wann und wem man vertrauen kann, erfahren wir zuerst in vertrauensbasierten Beziehungen zu Menschen, die ethische Standards vorleben. Hochschulen müssen daher die Rolle des Vertrauens im Lernprozess unter den Bedingungen von KI-Einsatz neu reflektieren.
Speaker: Anne Mazuga
Alshanetskiy, E. (2025). When AI Dissolves Trust: Education Can Pioneer New Infrastructure. Society 62, 983. https://link.springer.com/article/10.1007/s12115-025-01149-x#citeas (Accessed 10.02.2026)
Edwards, A. (2025). Knowledge for a future-oriented pedagogy. Oxford Review of Education, 51(6), 919-935. https://doi.org/10.1080/03054985.2025.2480178
Felten, P., Forsyth, R., Sutherland, K. (2023). Building Trust in the Classroom: A Conceptual Model for Teachers, Scholars, and Academic Developers in Higher Education. Teaching & Learning Inquiry 11, 1-9. https://journalhosting.ucalgary.ca/index.php/TLI/article/view/77047
Gaita, R. (1992). Goodness and Truth. Philosophy 67 (262), 507-521. https://doi.org/10.1017/S0031819100040687
Gaita, R. (2012). Love and Teaching. Renewing a common world. Oxford Review of Education 38.6, 761-769. https://doi.org/10.1080/03054985.2012.745046
Hoy, W.K., Tschannen-Moran, M. (1999). Five Faces of Trust. An Empirical Confirmation in Urban Eleme
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 16:15
„Ich bin digital kompetent, oder?“ Mach den Test!In diesem Workshop wird ein digitales Selbstdiagnosetool vorgestellt, das die Messung eigener digitaler Kompetenzen erlebbar macht. Ziel ist es, den eigenen Kompetenzstand zu analysieren und zu reflektieren sowie das vorgestellte Tool in seiner Funktion in der universitären Lehre zu verorten.
Der Workshop gliedert sich in drei Teile:
1. Theoretische Einführung: Nach einer kurzen Einführung in die sechs Bereiche digitaler Kompetenz, nämlich (a) Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren, (b) Kommunizieren und Kollaborieren, (c) Problemlösen, (d) Produzieren, (e) Schützen und sicher Agieren und (f) Analysieren und Reflektieren, schätzen sich die Teilnehmenden zunächst intuitiv in den sechs Bereichen digitaler Kompetenz selbst ein.
2. Digitale Selbstdiagnose: Anschließend nutzen sie das digitale Selbstdiagnosetool, das Wissen, Motivation und Fähigkeiten in den einzelnen Kompetenzbereichen erfasst. Die Visualisierung der Ergebnisse ermöglicht einen individuellen Vergleich mit der vorherigen Selbsteinschätzung und zeigt Entwicklungsbedarfe auf.
3.Diskussion: In der abschließenden Diskussion steht die Einbettung digitaler Kompetenzen in Studium und Lehre sowie Zukunftsthemen im Mittelpunkt. Hierbei soll der Frage nachgegangen werden wie die Förderung digitaler Kompetenzen in Zukunft gelingen kann, was in Zukunft notwendig wird und in welcher Form das Selbstdiagnose-Tool in der Hochschule genutzt und verankert werden kann.
Speaker: Anne-Kathrin Hirsch
Rubach, C., & Hirsch, A.-K. (im Druck)
Der Workshop kombiniert kurze theoretische Inputs mit interaktiven Selbstreflexions- und Diskussionsphasen. Nach einer Einführung in zentrale Bereiche digitaler Kompetenz schätzen die Teilnehmenden ihre eigenen Kompetenzen zunächst intuitiv ein und reflektieren diese anschließend mithilfe eines digitalen Selbstdiagnose-Tools. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für den Austausch mit der Workshopleitung sowie für Diskussionen unter den Teilnehmenden. In einer gemeinsamen Abschlussdiskussion werden Perspektiven zur Förderung digitaler Kompetenzen in Studium und Lehre sowie mögliche Einsatz- und Verankerungsformen des Selbstdiagnose-Tools in der Hochschule erarbeitet.
Global Perspectives (DIGITAL)
09:30 – 10:00
🌍 Let’s Found a Branch Campus in Asia! Navigating Speed, Strategy, Culture, Processes, and StructureNothing is more exciting and challenging than starting a new organizational structure on another continent from scratch: without a blueprint, without knowing the legal and policy environment, and without pre-established structures or processes. Everything needs to happen fast, you learn on the go, and personnel resources are limited. At the same time, this new entity must be integrated into an established university (KLU Hamburg) with its own structures, roles, processes, and organizational identity. The core question is how to build, operate, and connect such a structure in a global environment. Participants will gain insights into navigating uncertainty, building teams and partnerships across cultures and time zones, and aligning a startup-like environment with an established institutional framework.
🌍 Global Perspectives
Speaker: Ina Litterst, Viet Dung Trinh
-
Ina Litterst
Head of International Development at Kühne Logistics University (KLU) Hamburg -
Viet Dung Trinh
Campus Director at KLU - Asia Campus
10:05 – 10:35
🌍 Collaborate to Innovate: Reimagining Inclusion Across Borders Through Micro-CredentialsUniversities are experiencing unprecedented pressure: demographic decline, growing social divides, rapid technological change, and persistent inequalities in who can access higher education. These pressures are particularly acute for adult learners, SME employees, and disadvantaged groups whose lives are shaped by unpredictable work patterns, caregiving responsibilities, and limited educational pathways. This session demonstrates how national and international collaboration can turn these pressures into innovation. Drawing on University of Limerick's involvement in Ireland’s MicroCreds initiative and four international collaboration projects (Learn-to-Learn, EMERGE, Reboot Skills, and EAGLE) we show how micro-credentials can be designed, tested, and scaled across borders to support equity, relevance, and lifelong learning.
Using real learner evidence, regional needs analysis, and design frameworks developed through cross-institutional collaboration, we illustrate how flexible modular learning can strengthen universities’ social mission while meeting labor-market and regional development needs. Participants will gain a rich understanding of how collaborative design methods, policy alignment, and shared pedagogical principles can produce micro-credential ecosystems that are inclusive, resilient, and internationally recognised, even under significant institutional and societal pressure.
🌍 Global Perspectives
Speaker: Brian Shee
10:50 – 11:20
📚 Lost Talent, Lost Progress: Opening Access to Top UniversitiesHigh-achieving students from disadvantaged backgrounds are still underrepresented at the most prestigious universities – not because of a lack of ability, but because information and outreach, selection processes, and scholarship access are unequally distributed. Drawing on student-led work in Project Access Germany (mentoring, resources, and policy outreach), we ask: which barriers matter most, and what can universities, funders and student initiatives do that is evidence-informed and scalable? Participants will leave with a practical ‘barrier map’, examples of effective and low-cost interventions, and inspiration to turn mentoring insights into more equitable institutional policy.
📚 Student Voices
Speaker: Florian Brunner, Milica Arseniijevic, Jael Fechler
-
Florian Brunner
Head of Project Access Germany e.V. -
Milica Arseniijevic
Global Director of Fundraising and Partnerships -
Jael Fechler
Head of Project Access Germany e.V.
Bell, A. M., Chetty, R., Jaravel, X., Petkova, N., & Van Reenen, J. (2019). Who becomes an inventor in America? The importance of exposure to innovation. The Quarterly Journal of Economics, 134(2), 647–713.
Bourdieu, P. (1986). The forms of capital. In J. G. Richardson (Ed.), Handbook of theory and research for the sociology of education (pp. 241–258). Greenwood Press.
Jack, A. A. (2019). The privileged poor: How elite colleges are failing disadvantaged students. Harvard University Press
Montacute, R., & Cullinane, C. (2023). 25 years of university access: How access to higher education has changed over time. The Sutton Trust.
11:25 – 11:55
Calamity To Transformation PipelineThe session explores how higher education is being reshaped by sustained digital transformation under extreme pressure, focusing on Ukraine as a living case of resilience during wartime (blackouts, bombings, air raids, you name it - we've worked around it!). It asks how universities can move beyond emergency digitization toward sustainable, transdisciplinary models of learning that connect digital, hybrid, blended, and AI-interoperable environments. Drawing on systemic and synergetic perspectives, the talk considers crisis as a turning point that accelerates structural change across the education system. Participants will leave with a clear operational lens for understanding digital education as an adaptive ecosystem and with practical principles for designing resilient, cross-disciplinary learning in conditions of uncertainty and disruption.
Speaker: Rusudan Makhachashvili
Makhachashvili, Rusudan et al. (2025). Transformative, AI-Enhanced, Transdisciplinary Digital Educational Communication for Resilience. Proceedings of the 16th International Multi-Conference on Complexity, Informatics and Cybernetics: IMCIC 2025, 1. pp. 267-274. ISSN 2771-5914; Makhachashvili, Rusudan et al (2024) Interdisciplinary, AI-interoperable, and Universal Skills for Foreign Languages Education in Emergency Digitization Proceedings of the International Multi-Conference on Society, Cybernetics and Informatics, IMSCI, 1. pp. 107-114. ISSN 2831-722X; Makhachashvili, Rusudan et al. (2024) Transformative, Transdisciplinary, Transcendent Digital Education: Synergy, Sustainability and Calamity Proceedings IMCIC - International Multi-Conference on Complexity, Informatics and Cybernetics, 1. pp. 273-280. ISSN 2771-5914
12:10 – 13:15
🔄 Epic Fail? When EPIphany taught me how (not) to design a chatbotA chatbot is not automatically the solution — a lesson learned from EPIphany, a multilingual AI tutor developed for an international seminar. Built on RAG technology, the chatbot was designed to support self study through reflection and provide fact based answers. To reduce language barriers, EPIphany always responded first in the seminar language and then in the learner’s native tongue. In this way, it was meant to prepare students for discussions in English. The students, however, used external AI tools instead.
In response, EPIphany was “retrained”: roles, tone, and usage scenarios were fundamentally redesigned until acceptance and a tangible learning impact emerged.
In this interactive workshop, we analyze these failures and collaboratively identify success factors for integrating chatbots into higher education — technically, didactically, and socially.
🔄 Fail & Learn
Speaker: Svenja Geißler
The workshop combines a short input with collaborative exploration and discussion. It begins with a concise introduction to the original design of the seminar chatbot EPIphany, including key challenges and moments of failure.
Participants are then invited to reflect on their own experiences with AI in teaching and to engage in a guided dialogue. Working together on a shared digital whiteboard, they collect and cluster conditions that influence the successful use of chatbots in higher education.
In a final phase, these perspectives are jointly discussed and critically compared, highlighting tensions, trade-offs, and design decisions (e.g., guidance vs. openness, efficiency vs. reflection). The session concludes with a shared set of practical design principles developed collaboratively by the group.
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 16:15
Proof Through Play: Making Future Skills Experiential and MeasurableThis participatory Lab introduces experiential escape rooms as a practical, scalable, and tested solution for making a student’s future skill development experiential and measurable. Experiential learning creates the conditions for meaningful, lasting learning by engaging people directly in the process of doing, deciding, and reflecting. It creates space for guided reflection, helping learners make sense of their experience, deepen understanding, and transfer learning into future practice.
During this Lab session, we will collaboratively explore a practical question: How can universities design motivating, experiential learning structures that both cultivate and generate observable evidence of Future Skills, even under financial and technological pressure?
Participants leave with a concrete design template and a realistic pilot pathway for their institution.
Speaker: Ema Stapleton, Madeline Shellgren, Laura Geringer
-
Ema Stapleton
Learning Designer at Kühne Logistics University -
Madeline Shellgren
Experiential Learning Design Lead -
Laura Geringer
CEO & Creative Director, PumpkinBerry Consulting
Association of American Colleges and Universities. (2009). VALUE rubrics. https://www.aacu.org/value
Kolb, D. A. (1984). Experiential learning: Experience as the source of learning and development. Prentice Hall.
Sailer, M., & Homner, L. (2020). The gamification of learning: A meta-analysis. Educational Psychology Review, 32, 77–112.
Barrie, S. C. (2006). Understanding what we mean by the generic attributes of graduates. Higher Education, 51(2), 215–241.
Innovative Learning (DIGITAL)
09:30 – 10:00
"Teaching Social Action" als Initial für partizipative HochschullehreWie kann Hochschullehre partizipativ, demokratisch und didaktisch innovativ gestaltet werden? In diesem Vortrag werde ich Euch den in den USA und UK bereits erprobten Teaching Social Action Ansatz vorstellen und meine ersten Erfahrungen mit der Umsetzung dieses Konzepts mit Euch teilen.
Diese Art der Lehre, die dem Service Learning sehr Nahe ist, hat das Potenzial, Menschen und Institutionen zu verändern. Und sie gibt Euch als Lehrende die Möglichkeit, während Eurer Arbeitszeit etwas sehr Konkretes und Wertvolles für die Stärkung und Weiterentwicklung unserer Demokratie zu tun: den jungen Menschen eine positive Demokratieerfahrung zu ermöglichen. Und zwar sowohl in Bezug auf die von ihnen gewählten Themen, an denen sie arbeiten, also auch in Bezug auf die Aushandlungsprozesse im Seminar.
Speaker: Andreas Richter
Myers-Lipton, Scott (2023): CHANGE! A Student Guide to Social Action. New York: Routledge.
Myers-Lipton, Scott (2023): CHANGE! A Guide to Teaching Social Action. New York: Routledge.
10:05 – 10:35
Wie gelingt innovatives Lehren und Lernen? Ergebnisse internationaler FallstudienDigitale Technologien und Künstliche Intelligenz (KI) verändern die Hochschulbildung fundamental und erfordern neue Ansätze für das Lehren, Lernen und Prüfen. Im Zentrum der vorliegenden Studie steht die Frage, wie innovatives Lehren und Lernen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften unter Einbindung von digitalen Technologien gelingen kann. Grundlage sind internationale Fallstudien von zehn weltweit führenden Universitäten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Die Fragestellung nimmt verschiedene Facetten des Lehr-Lernprozesses in den Blick: Die pädagogisch-didaktische und technologische Dimension, die organisationalen Strukturen an Hochschulen sowie die baulich-räumliche Gestaltung von Lehrräumen. Anhand von konkreten Beispielen wird aufgezeigt, wie innovatives Lehren und Lernen in ein Gesamtkonzept eingebunden ist, in dessen Mittelpunkt das aktive, kollaborative und forschungsorientierte Lernen in hybriden Lehr-Lern-Settings steht.
Speaker: Susanne Falk
Literaturverzeichnis
Chiu, T. K. F., Xia, Q., Zhou, X., Chai, C. S. & Cheng, M. (2023). Systematic literature review on opportunities, challenges, and future research recommendations of artificial intelligence in education. Computers and Education: Artificial Intelligence, 4, 100118.
Crompton, H. & Burke, D. (2023). Artificial intelligence in higher education: the state of the field. International Journal of Educational Technology in Higher Education, 20(1), 22.
Demers, M. (2022). Innovation in the classroom. MIT’s Residential Education group fuels faculty ingenuity and student engagement., Massachusetts Institute of Technology. https://news.mit.edu/2022/innovation-classroom-mit-residential-education-1003
Demszky, D., Liu, J., Hill, H. C., Jurafsky, D. & Piech, C. (2024). Can automated feedback improve teachers’ uptake of student ideas? evidence from a randomized controlled trial in a large-scale online course. Educational Evaluation and Policy Analysis, 46(3), 483-505.
Deterd
10:50 – 11:20
MyBuddy Programmieren: Richtig Coden lernen und nie mehr PrüfungsdruckStudierende nutzen KI-Tools im Studienfach Java gern zur Effizienzsteigerung als Selbstdenk-Ersatz – unter Druck geraten sie dann in den Prüfungen, weil das konzeptionelle Erlernen der Programmiersprache auf der Strecke geblieben ist. Der DigitalCampus der Arbeitsstelle Migration der HAW Hamburg hat einen KI-Buddy entwickelt und implementiert, der auf Basis eines kompetenzorientierten und diversitätssensiblen pädagogischen Konzeptes (Seukwa 2021) interagiert. So kann kein Prüfungsdruck entstehen, weil er Studierende individuell bei ihrem Selbstlernprozess unterstützt und begleitet: Er liefert keine fertigen Codes, sondern führt die Studierenden wie Kommilitonen, die ein bisschen mehr verstanden haben, durch Fragen und Hinweise zum Verständnis der Logik und Funktionsweisen von Codes.
In der Pilotphase nutzten Projektteilnehmende der Arbeitsstelle Migration den multilingualen MyBuddy Programmieren – und waren begeistert!
Speaker: Yvonne Fietz, Karl-Justus Boos
-
Yvonne Fietz
HAW Hamburg, , Geschäftsführerin der Arbeitsstelle Migration und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Profi plus Projekt KINEA – Kompetenzen internationaler Expert*innen für den deutschen Arbeitsmarkt -
Karl-Justus Boos
HAW Hamburg, Wissenschaftlicher Angestellter bei der Arbeitsstelle Migration - Entwickler für KI OER's und Digitales
Bosse, E., Wannemacher, K., Lübcke, M. (2026).
Die KI-Nutzung in Studium und Lehre. Ein Review auf Grundlage empirischer Studien. Arbeitspapier Nr. 91. Berlin: Hochschulforum Digitalisierung.
Seukwa, L.H. (2021). Von Geflüchteten lernen: Kompetenz und Ressourcenorientierung als Motor einer migrationsbedingten Hochschulentwicklung. In: Baros, W., Sailer, M. (eds) Bildung und Kompetenz in Konkurrenz?. Kritische Erziehungs- und Bildungswissenschaft.
11:25 – 11:55
📚 KI im geschützten Lernraum für klinische Entscheidungen- sicher entscheiden lernen im MedizinstudiumGerade am Anfang der Tätigkeit im Krankenhaus stehen Ärztinnen und Ärzte unter Druck. Wo darf man üben und auch Fehler machen, ohne echte Patienten zu gefährden? In der Ausbildung und im hektischen Klinikalltag fehlt dafür oft der geschützte Raum.
Wir stellen ein Trainingsmodell für diese Situation vor, das aus studentischer Sicht gedacht ist: Einen digitalen Simulator, der Large Language Models nutzt, um realistische Patientengespräche zu simulieren. Wir zeigen, wie die KI dynamisch die Rolle wechselt und zum Mentor wird: Sie analysiert die Fragen der Studierenden und gibt individuelles, leitlinienbasiertes Feedback.
Statt technischer Details steht bei uns der didaktische Mehrwert in einer Umgebung unter Ressourcen- und Zeitdruck im Mittelpunkt.
Wir laden Sie zur Diskussion ein: Wie fühlt sich dieser "Safe Space" an? Und kann uns ein digitaler KI-gestützter Mentor wirklich helfen, im echten Leben sicherere Entscheidungen zu treffen? Und wo liegen die Grenzen KI-gestützter Ausbildung?
📚 Student Voices
Speaker: Julian Teubner
12:10 – 12:40
🚨 Under Construction. Statistiklehre als ko-kreative BaustelleGeowissenschaftler:innen spielen eine zentrale Rolle bei der Erforschung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Migration. Die rasant steigende Menge entsprechender Daten erfordert anspruchsvolle Methoden der Datenanalyse, die weit über die Inhalte klassischer Statistikausbildung hinausgehen. Das Freiraum-Projekt "Geostatistische Grundlagenbildung ko-kreativ" (GeoStat) begegnet dem durch eine ko-kreative Neugestaltung der Statistiklehre und zeigt einen innovativen Weg auf, wie fachspezifische Data Literacy partizipativ entwickelt werden kann. Unser Beitrag führt Sie auf die Baustelle des Projektes. Wir demonstrieren ganz konkret, wie bei der ko-kreativen Lehrentwicklung Studierende, Lehrende und Hochschuldidaktiker:innen von- und miteinander lernen und dabei gemeinsam Lernsettings und -situationen gestalten.
🚨 Fringe
Speaker: Christine Schnaithmann, Johanna Boose, Kai Hartmann
-
Christine Schnaithmann
Lehrinnovation an der Freien Universität Berlin -
Johanna Boose
Geostatistics -
Kai Hartmann
Freie Universitaet Berlin, lecturer,
Reinmann, G., Herzberg, D., & Brase, A. (2024). Forschendes Entwerfen: Design-Based Research in der Hochschuldidaktik (1. Aufl., Bd. 7). transcript Verlag. https://doi.org/10.14361/9783839474242
Wu, H. (2025). Statistics Evolution and Revolution to Meet Data Science Challenges. Statistics in Biosciences, 17(3), 813–831. https://doi.org/10.1007/s12561-024-09454-5
12:45 – 13:15
🚨 Wie Lehrende durch „Constructive Subversion“ Innovation rettenHochschulen fordern heute „agile Mindsets“ von Studierenden, zwingen ihre Lehrenden aber oft in starre Modulhandbücher und jahrelange Planungszyklen. Wie geht man mit diesem „Clash of Logics“ um, ohne im System aufgerieben zu werden? Basierend auf Interviews mit „Early Adopters“ an deutschen Business Schools zeigt dieser Input, dass Innovation unter Druck oft nur durch „Constructive Subversion“ gelingt. Wir blicken hinter die Kulissen: Wie erfüllen Lehrende nach außen die formale Bürokratie, während sie im Seminarraum radikal agil arbeiten? Wie nutzen sie eine gelebte Fehlerkultur, um dem institutionellen Druck („Under Pressure“) etwas entgegenzusetzen? Teilnehmende nehmen keine abstrakte Theorie mit, sondern die empirisch fundierte Erkenntnis, dass Agilität oft ein Akt des „kreativen Ungehorsams“ ist. Sie lernen Strategien kennen, wie sie ihre Handlungsfähigkeit (Agency) zurückerobern und das System nicht bekämpfen, sondern „hacken“, um innovative Lehre möglich zu machen.
🚨 Fringe
Speaker: Alina Enge
Stein, S., Andreotti, V., Restoule, J.-P., Vukovic, R., McGregor, C., Pelton, L. F., Hundza, S., Milford, T., Seager, W., Randhawa, J., Brunner, L., & Mohajeri, A. (2025). Deepening relational capacity to confront the polycrisis in higher education and beyond. Higher Education Research & Development, 44(6), 1572–1587.
Alsharefeen, R. (2025). Faculty as street-level bureaucrats: Discretionary decision-making in the era of generative AI. Frontiers in Education, 10, 1662657.
Eilers, K., Peters, C., & Leimeister, J. M. (2022). Why the agile mindset matters. Technological Forecasting and Social Change, 179, 121650.
Pinheiro, G., Matias Alves, J., & Serra, L. (2025). School leadership and organization in times of complexity: Paths to a collaborative and regenerative school. Frontiers in Education, 10, 1657742.
Exley, B., Hoyte, F., & Singh, P. (2025). When the curriculum demands personalisation: Adaptive professionalism, pre-packaged plans and the teaching of phonics and spelli
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 16:15
🔄 Lab: Vom Evaluationsbogen zum FeedbackinstrumentTraditionelle Seminarevaluationen werden von Lehrenden wie Studierenden oft als Pflichtübung erlebt – aber kaum als sinnvolles Feedback. Sie erzeugen wenig Lerngewinn und werden häufig abgelehnt. Im Lab des Netzwerks Feedback in der Hochschullehre entwickeln wir gemeinsam Ansätze für echtes, schriftliches Feedback jenseits klassischer Evaluationslogik. Ausgehend von aktuellen Feedbacktheorien und praktischen Erfahrungen diskutieren wir: Welche Annahmen über Lehren, Lernen und Feedback stecken hinter herkömmlichen Bögen? Welche Ankerpunkte sind für schriftliche Feedbackinstrumente wirklich relevant? Und welcher Logik sollten künftige Feedbackbögen folgen, damit sie lernförderlich, dialogisch und akzeptiert sind? Auf Basis eines vorab kollaborativ befüllten Miroboards erarbeiten wir im Lab ein erstes Konzeptpapier für schriftliches Feedback in Seminaren, das im Nachgang weiterentwickelt und als Open Access interessierten Aktuer:innen an Hochschulen zugänglich gemacht wird.
🔄 Fail & Learn
Speaker: Nina Weimann-Sandig, Franz Vergöhl, Sophie Heins, Saskia Junge
-
Nina Weimann-Sandig
Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig, Ev. Hochschule Dresden -
Franz Vergöhl
HafenCity Universität | SDG-Campus -
Sophie Heins
wissenschaftliche Mitarbeiterin SDG-Campus an der HafenCity Universität Hamburg -
Saskia Junge
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (D2C2: Evangelische Hochschule Dresden)
Ajjawi, Rola & Boud, David. (2015). Researching Feedback Dialogue: An Interactional Analysis Approach. Assessment & Evaluation in Higher Education. 42. 1-14. 10.1080/02602938.2015.1102863.
Nicol, David & Thomson, Avril & Breslin, Caroline. (2014). Rethinking feedback practices in higher education: A peer review perspective. Assessment & Evaluation in Higher Education. 39. 10.1080/02602938.2013.795518.
- 09:00
- 09:30
- 10:00
- 10:30
- 11:00
- 11:30
- 12:00
- 12:30
- 13:00
- 13:30
- 14:00
- 14:30
- 15:00
- 15:30
- 16:00
- 16:30
- 17:00
- 17:30
- 18:00
- 18:30
Special Clusters
You can identify our special clusters by the emojis in the programme overview:
🚨Fringe: Unexpected connections, counterintuitive theses or radical experiments with format
🔄Fail & Learn: Failed projects from which do’s and don’ts can be derived
🌍Global Perspectives: Ideas, perspectives and insights from abroad that are valuable for the DACH region
📚Student Voices: Contributions from students
🌱Environmental Sustainability: Contributions with an environmental focus