Programme 22 June 2026
- German
- English
- AI, Technology & Infrastructures
- Connected University
- Future Skills
- Innovative Learning
- People
- Structures & Strategies
- The bigger picture
- Inputs
- Lightning Talks
- Discussions
- Workshops
- Trainings
- Labs
Garden:Stage Berlin
09:30 – 10:00
Eröffnung University:Future FestivalWillkommen auf dem University:Future Festival 2026!
Das Festival beginnt mit einem Gespräch zwischen Prof. Dr. Roger Erb, Andrea Frank und Oliver Janoschka.
Speaker: Andrea Frank, Oliver Janoschka, Roger Erb
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Andrea Frank
Stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbands, Mitglied der Geschäftsführung -
Oliver Janoschka
Stifterverband, Geschäftsstellenleiter Hochschulforum Digitalisierung -
Roger Erb
Vorstand Wissenschaft
10:05 – 10:35
Wissenschaft mit Haltung: Wie wir unsere Demokratie schützenAmrei Bahr wird auf der Garden:Stage des University:Future Festival eine Keynote zum Thema "Wissenschaft mit Haltung: Wie wir unsere Demokratie schützen" halte.
Speaker: Amrei Bahr
10:50 – 11:20
Keynote: Vince KellenVince Kellen will be giving a keynote at the University:Future Festival. Further information will be available soon.
Speaker: Vince Kellen
11:25 – 11:55
Diskriminierungserfahrungen auf dem CampusIn diesem Vortrag geht Prof. Dr. Karim Fereidooni auf empirische Forschungsbefunde zum Thema Diskirminierungserfahrungen von Studierenden an deutschen Hochschulen ein. Der Fokus des Vortrags liegt auf den folgenden Themenbereichen: Warum und in welcher Hinsicht werden Studierende diskriminiert und wie wirken sich diese Erfahrungen auf ihre Studien- und Lebenszufriedenheit aus? Abschließend werden Maßnahmen vorgestellt, die dem Diskriminierungsschutz dienen.
Speaker: Karim Fereidooni
12:10 – 12:40
📚 From Student Voice to Student Power: Die studentische Vizepräsidentschaft als Zukunftsmodell der HocStudentische Vizepräsidentschaften sind eine neue Governance-Struktur, die sich aktuell an mehreren Hochschulen in Deutschland etabliert. Anders als klassische studentische Vertretungen sind studentische Vizepräsident:innen institutionell Teil der Hochschulleitung und bringen studentische Perspektiven direkt in strategische Entscheidungsprozesse ein.
Mit Einblick in die Praxis studentischer Vizepräsidentschaften an verschiedenen Hochschulen stehen vier zentrale Voraussetzungen im Fokus: Zugang zu Entscheidungsprozessen, institutionelle Infrastruktur, zeitliche Ressourcen und angemessene Vergütung. Teilnehmende erhalten konkrete Einblicke in die Implementierung, Herausforderungen und Wirkung dieses Governance-Modells sowie übertragbare Impulse für die strukturelle Integration studentischer Perspektiven in Hochschulen.
📚 Student Voices
Speaker: Ira Helten
12:45 – 13:15
Mit Polyvalenz aus der Polykrise: kooperative Lösungen für vernetzte ProblemeDie Session beleuchtet Potenziale und Herausforderungen von Hochschulkooperationen. Angesichts komplexer Problemlagen müssen Hochschulen kooperative Lösungen finden, die auf mehreren Ebenen wirken. Wie gelingt polyvalente Zusammenarbeit, wenn Kooperationen unter Finanzierungs-, Wettbewerbs- und Anpassungsdruck stehen?
Ausgehend von Ergebnissen der HFD Agora nährt sich der Talk Hochschulkooperationen zur digitalen Transformation aus einer Polyperspektive: Forschungsergebnisse zu Erfolgsfaktoren hochschulübergreifender Zusammenarbeit werden diskutiert. Ein Überblick zeigt rechtliche Vorgaben und Handlungsspielräume für Kooperationen. Praxisbeispiele illustrieren, wie sich die strategische Vernetzung entwickelt, um föderierte KI-Infrastrukturen, kollaborative Lehr-Lernangebote und Wissenstransfer zu fördern.
Die Sessionteilnehmenden lernen Ansätze kennen, Spannungen in Kooperationen auszubalancieren, um durch Zusammenarbeit die Resilienz des Hochschulsystems in der Polykrise zu stärken.
Speaker: Matthias Bandtel
Arndt, C., Ladwig, T., Trümper, S., & Knutzen, S. (2021). Digitale Hochschulbildungskonzepte – Hochschulverbünde – Fachdisziplinen. Multidirektionale Transferprozesse als Übersetzungs- und Schnittstellenaufgabe (Bridging). Technische Universität Hamburg. https://doi.org/10.15480/882.3298
Bosse, E., & Würmseer, G. (2020). Hochschulverbünde. Ein aktueller Überblick zu Rahmenbedingungen, Organisation, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren lehrbezogener Zusammenarbeit. HIS-Institut für Hochschulentwicklung.
Budde, J., & Friedrich, J.-D. (2024). Monitor Digitalisierung 360°. Wo stehen die deutschen Hochschulen? [Arbeitspapier]. Hochschulforum Digitalisierung. https://hochschulforumdigitalisierung.de/wp-content/uploads/2024/10/251028_HFD_Monitor_Digitalisierung-360_2324_WEB_RZ.pdf
Gilch, H., Beise, A. S., Krempkow, R., Müller, M., Stratmann, F., & Wannemacher, K. (2019). Digitalisierung der Hochschulen. Ergebnisse einer Schwerpunktstudie für die Expertenkommission For
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:20
Podcast: They Talk TechAuf dem University:Future Festival wird es eine Live-Aufzeichnung des Podcast They Talk Tech geben. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Speaker: Eva Wolfangel
15:35 – 16:05
Wenn Veränderung Alltag ist: Hochschulen im Wandel denken, gestalten und führenUniversitäten agieren fortwährend unter sich dynamisch ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen. Veränderung ist gelebter Normalzustand – und damit gleichzeitig Aufgabe wie Anspruch für strategische Hochschulentwicklung. Der Beitrag diskutiert sowohl sich ändernde Anforderungen im Außen – ausgehend von Finanzierung und Wettbewerb im Wissenschaftssystem ebenso wie Verschiebungen im politischen Kontext – ebenso wie im Innen – durch Organisations- und Fachkulturen ebenso wie Bedarfe von Mitgliedern der Institution Universität. Er zeigt Impulse, wie Hochschulleitung mit einer authentischen und dialogorientierten Haltung zu Führung Wege öffnen kann, um Veränderungen zu Chancen zu entwickeln. Dazu beleuchtet er an ausgewählten Beispielen, wie sich ändernde Anforderungen und Führung zusammenwirken, um Universität als lernfähige und veränderungsoffene Organisation auch in turbulenten Zeiten zukunftsstark zu positionieren.
Speaker: Tanja Brühl
16:10 – 17:15
Souveränität unter DruckIn einer von Druck und Unsicherheit geprägten Zeit stehen Hochschulen unter einer Mehrfachbelastung: Sie sollen robuste, souveräne und zeitgemäße technologische Infrastrukturen schaffen. Sie sollen in ihren Strukturen und ihrer Kultur agiler werden. Sie sollen als demokratischer Stabilitätsanker fungieren. Und das alles mit knappen Ressourcen. Anders gesagt: Es geht um eine grundlegende strategische Selbstbehauptung der Hochschule.
Wir blicken in dem Panel auf das Spannungsfeld zwischen politischen Erwartungen, knappen Ressourcen und dem eigenen Anspruch, den digitalen Wandel nach eigenen Werten zu gestalten. Wie navigieren Leitungen durch diese Gemengelage, und welche Akzente müssen heute gesetzt werden, damit die Hochschule von morgen noch aus eigener Kraft steuerungsfähig bleibt? Wie gewinnen Hochschulen eigene Gestaltungsmacht und damit Souveränität zurück in einer Welt, deren digitale Spielregeln aktuell woanders geschrieben werden?
Speaker: Rober Erb, Ulrike Tippe, Tanja Brühl, Stefan Wesner
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Rober Erb
Vorstand Wissenschaft der Stiftung Innovation in der Hochschullehre -
Ulrike Tippe
Präsidentin der TH Wildau und HRK-Vizepräsidentin für Digitalisierung und wissenschaftliche Weiterbildung -
Tanja Brühl
Präsidentin TU Darmstadt -
Stefan Wesner
CIO and Director IT Center University of Cologne (ITCC)
17:15 – 17:30
Closing - University:Future Festival Tag IModeratorin Linn Friedrichs schließt den ersten Tag des University:Future Festival 2026.
Speaker: Linn Friedrichs
Landing:Stage Berlin
09:15 – 09:30
Good Morning Welcome Yoga Tag 1Beginnen Sie den ersten Festivaltag mit einer kleinen Aktivierung: In dieser Session mobilisieren wir Körper und Geist durch sanfte Dehnungen und leichte Übungen. Alle Bewegungen lassen sich im Sitzen und in normaler Kleidung durchführen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gemeinsam schaffen wir einen bewegten und angenehmen Start in den Tag. Wir freuen uns auf Sie!
Speaker: Lea Hansjürgen, Johanna Leifeld, Laura Jarmatz
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Lea Hansjürgen
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Johanna Leifeld
Imagining the Future -
Laura Jarmatz
Referentin im Hochschulforum Digitalisierung bei der Hochschulrektorenkonferenz
10:00 – 10:10
Die Partnerbühnen stellen sich vorIn diesem Format geben die Partnerbühnen des University:Future Festival 2026 einen Einblick in ihre Highlights und geben einen Ausblick auf die nächsten Festivaltage. Partnerbühnen gibt es in diesem Jahr in Braunschweig, Graz, Nürnberg und Essen und Hamburg.
Speaker: Martin Ebner, Christina Schwalbe, Joachim Preusse, Christina Prof. Dr. Zitzmann, Michael Meyer
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Martin Ebner
TU Graz, Leiter Lehr- und Lerntechnologien, Dr. techn. habil. -
Christina Schwalbe
Co-Host der Open for Change:Stage von Universität Hamburg und OERcamp -
Joachim Preusse
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Christina Prof. Dr. Zitzmann
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Vizepräsidentin Bildung -
Michael Meyer
Dr. Michael Meyer Projektkoordinator Emerging Tech Lab Projekthaus der Technischen Universität Braunschweig
10:35 – 10:50
Interview mit Johanna Leifeld (HFD): Nicht neutral, nicht egal: KI-Nutzung an HochschulenKünstliche Intelligenz prägt derzeit wie kaum ein anderes Thema hochschulweite Diskussionen. Fragen rund um neue Prüfungsformate, Curriculumsentwicklung oder der Weiterentwicklung von Lehre stehen im Zentrum zahlreicher Debatten. Ein Aspekt bleibt jedoch oft unterbelichtet: Bias in KI-Systemen. Dabei ist längst bekannt, dass weder die Datensätze, noch die Entwickler:innen hinter KI-Systemen frei von Vorannahmen sind, und sich diese unweigerlich in den Systemen widerspiegeln. Umso erstaunlicher, dass dieses Thema bislang noch keinen breiten Eingang in den hochschulischen Diskurs gefunden hat. Johanna Leifeld gibt Einblicke in den aktuellen Stand der Auseinandersetzung, beleuchtet gesellschaftliche Folgen unreflektierter KI-Nutzung und fragt nach der Verantwortung von Hochschulen.
Speaker: Johanna Leifeld
10:55 – 11:40
🌍 Shifting the Perspective - How to Encourage Meaningful Student Participation in Transformative TimesTertiary education is undergoing profound changes. Digitalisation and AI raise fundamental questions about skills and qualifications, learning pathways, and digital autonomy. They also challenge us to rethink the goal of tertiary education beyond the degree: how can students learn to think critically and navigate complexity? These conversations are often held without the most important stakeholders: the students. This all-student panel brings together voices from the Netherlands and Germany to shift that perspective. It shows that meaningful student participation is essential for successful digital transformation. Yet student engagement is under strain for multiple reasons. The question becomes then not why student voices matter, but how institutions can create conditions that enable meaningful engagement. Panelists will share examples and reflect on how students can be genuinely included. The audience will leave ready to put student voices at the centre of their own work.
🌍 Global Perspectives
Speaker: Lea Bachus, Sam de Jong, Esther Eumann, Lot Peters
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Lea Bachus
Programmmanagerin für Studentische Partizipation im Hochschulforum Digitalisierung -
Sam de Jong
Board member ISO -
Esther Eumann
Programme secretary at Npuls -
Lot Peters
Vice President of the Student Delegation, Utrecht University Council
11:55 – 12:45
Letting Go: Vom Ende guter IdeenIn Hochschulen entstehen ständig neue Ideen, Projekte und Innovationen. Doch nur selten sprechen wir darüber, was passiert, wenn sie nicht weitergeführt werden (können). In diesem Format schauen wir auf genau diesen Moment: das Loslassen.
Drei Gäste aus unterschiedlichen Bereichen erzählen von einem Projekt, einer Initiative oder einer Idee, die sie nicht weiterführen konnten oder bewusst beendet haben.
Im Zentrum stehen Fragen wie:
> Wann merkt man, dass eine Idee nicht weiterleben kann oder sollte?
> Welche Rolle spielen Ressourcen, institutionelle Strukturen oder Erwartungen?
> Und warum fällt es Organisationen oft so schwer, Dinge wirklich zu beenden?
> Im anschließenden Gespräch schauen diskutieren wir, ausgehend von den persönlichen Geschichten, was diese Erfahrungen über strukturelle Dynamiken in Hochschulen erzählen.
Speaker: Lorenz Mrohs, Mandy Schiefner-Rohs
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Lorenz Mrohs
Lorenz Mrohs, Wissenschaftlicher Projektkoordinator, Projekt BaKuLe, Universität Bamberg -
Mandy Schiefner-Rohs
Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs, Vizepräsidentin für Lehre der RPTU Kaiserslautern-Landau und Professorin für Pädagogik mit Schwerpunkt Schulentwicklung.
13:15 – 14:15
Mittagspause15:20 – 15:40
Die U:FF-Partner stellen sich vorDas University:Future Festival ist auch 2026 wieder eine Kooperation von Stifterverband, Stiftung Innovation in der Hochschullehre und dem Hochschulforum Digitalisierung. Was macht das Format so besonders? Wie ist die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren? Und warum sind alle drei Partner jedes Jahr aufs neue wieder dabei? In diesem kurzweiligen Interviewformat stellen wir alle Fragen, die euch schon immer interessiert haben!
Speaker: Marte Sybil Kessler, Anja-Lisa Scholl, Esther Bishop
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Marte Sybil Kessler
Bereichsleiterin "Programm und Förderung", Stifterverband -
Anja-Lisa Scholl
Projektleiterin Hochschulforum Digitalisierung (Hochschulrektorenkonferenz) -
Esther Bishop
Teamleitung Austausch & Vernetzung, Stiftung für Innovation in der Hochschullehre
16:05 – 16:35
Future Skills im Schaufenster: Wenn Hochschule ins Einkaufszentrum ziehtInnenstädte stehen durch Leerstände, sinkende Frequenz, und knappe Ressourcen unter Druck. Gleichzeitig werden Future Skills nicht nur an den Hochschulen wichtig, sondern auch und vor allem in der Breite der Gesellschaft. Der Digital Learning Campus (DLC) in Schleswig-Holstein schafft dafür öffentliche Lernorte mitten in der Stadt. Am Beispiel des DLC-Lernorts im Lübecker Einkaufszentrum HaerderCenter zeigen wir, wie Laufkundschaft zu Lernenden wird. Mit Formaten von Afterwork-Talks über Maker-/Creative Space oder VR/360° bis zu Angeboten zur digitalen Gesundheitskompetenz ist der kostenfreie, barrieresensible Lernort längst kein Hochschulprojekt mehr, sondern entwickelt sich zum Teil der städtischen Infrastruktur. Wir geben Einblicke in den Lernort und teilen konkrete Learnings zu (1) passenden Formaten im öffentlichen Raum, (2) Partner*innen- und Community-Setup sowie (3) der Verzahnung mit der landesweiten Plattform dlc.sh zur Auffindbarkeit, Buchung und Skalierung.
Speaker: Anja Lorenz, Ronny Röwert, Tina John, Juleka Schulte-Ostermann
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Anja Lorenz
Institut für Interaktive Systeme, TH Lübeck -
Ronny Röwert
Managing Director Digital Learning Campus SH -
Tina John
Wissenschaftlicher Mitarbeiter -
Juleka Schulte-Ostermann
M.A. Erziehungswissenschaftlerin, Dipl.-Kriminologin, Projektentwicklerin ISy TH Lübeck, Projektleitung Digital Leanrning Campus Lernort Lübeck / TH Lübeck
Hochschulforum Digitalisierung. (2023). strategie digital – Lernräume (Ausgabe #04). Hochschulforum Digitalisierung.
Kohls, C. (2022). Hybride Umgebungen nutzbringend gestalten. DUZ Wissenschaft & Management, 9/2022, 16–20.
Rampelt, F., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Sandmeir, A., Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Johannsen, T., Blum, S., Frank, S., Sutter, C., & Koch, H. (2025). Future Skills 2030. Ein aktualisiertes Framework für Zukunftskompetenzen. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.17910748
16:40 – 17:00
LAB Pitches Tag IAuf der Landing:Stage werden Eindrücke und Ergebnisse der Berliner Labs präsentiert.
Speaker: Speaker:innen folgen
NRW:Stage
09:30 – 10:00
Eröffnung NRW:Stage EssenPD Dr. Markus Deimann eröffnet die NRW:Stage. Gemeinsam mit allen organisierenden Partner*innen - Moodle.nrw, ILIAS.nrw, dem Kompetenzzentrum Digitale barrierefreiheit.nrw, hdw NRW, dem Netzwerk Hochschuldidaktik NRW, KI.edu.nrw und dem Universitätsverbund digiLL - begrüßt er die Gäste in Essen und Zuhause.
Speaker: Markus Deimann
10:05 – 10:35
STACK.nrw: Digitale Prüfungen mit automatisiert bewerteten Aufgaben,von der Infrastruktur zur PraxisDigitale Prüfungen mit automatisiert bewerteten Aufgaben gewinnen in der Hochschullehre zunehmend an Bedeutung. Das Projekt STACK.nrw adressiert die zentrale Herausforderung, wie solche Prüfungsformate qualitätsgesichert, skalierbar und nachhaltig umgesetzt werden können. Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über Ziele, Struktur und Ansatz des Projekts und zeigt, wie Lehrende bei der Erstellung, Nutzung und Weiterentwicklung von Aufgaben unterstützt werden. Am Beispiel der Datenbank ATLAS wird anschließend konkret erläutert, wie Aufgaben kollaborativ entwickelt, gepflegt und in digitalen Prüfungen sowie im E-Assessment eingesetzt werden können. Teilnehmende erhalten Einblicke in organisatorische, technische und didaktische Aspekte sowie Anregungen für die eigene Praxis.
Speaker: Jörg Horst, Tatiana Schenck
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Jörg Horst
Prof. Dr. rer. nat. Jörg Horst, Hochschule Bielefeld, -
Tatiana Schenck
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Bielefeld
10:50 – 11:20
Fall des Monats live: Rechtliche Rahmenbedingungen für die Erstellung von LehrmaterialienDer Vortrag gibt anhand eines Urteils des OLG Nürnberg Einblicke in die urheberrechtlichen Fragestellungen, die bei der Erstellung und Nutzung fremder Materialien im Rahmen der Lehre eine Rolle spielen. Im Zentrum steht die Frage, wann und in welchem Umfang fremde Werke für Lehrzwecke genutzt werden dürfen. Dabei wird eingeordnet, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen und welche Grenzen zu beachten sind. Im Anschluss stehen die Vortragenden für Fragen zur Verfügung.
Speaker: Lara Trompeter, Serap Bilgin
11:25 – 11:55
Mehr als ›Leuchttürme‹. Von der experimentellen Lernumgebung zum RaumstandardLehr- und Lernraumprojekte an Hochschulen bewegen sich häufig in einem Spannungsfeld: Einzelne ‚innovative‘ Modellräume entstehen unter schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen. Leuchtturmprojekte befinden sich nicht selten in einem Umfeld, das in der Breite von didaktisch oder technisch veralteter Infrastruktur geprägt ist. Die ‚Skalierung‘ von Modellräumen bleibt ein ungelöstes Problem. Unser Beitrag setzt bei dieser Spannung an: Er zeigt am Beispiel des „Raumlabors Philologie“, wie die Ruhr-Universität Bochum (RUB) aus experimentellen Raumsettings heraus ein zukunftsorientiertes Raumportfolio entwickelt. Die RUB durchläuft gerade eine umfassende Phase der Campussanierung, die sie mit dem Projekt „Flächen der Zukunft“ auch didaktisch-konzeptionell begleitet. In unserem Input werden wir – mit Transferpotential für andere Hochschulen – datengestützt zeigen, vor welchen Herausforderungen die Lehr-Lernraumentwicklung an der RUB steht und wie die konkreten Nutzungserfahrungen des Raumlabors in die strategische Campusentwicklung eingehen.
Speaker: Robert Schütze, Malte Kleinwort
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Robert Schütze
Ruhr-Universität Bochum, Zentrum für Wissenschaftsdidaktik -
Malte Kleinwort
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Digitalbeauftragter an der Fakultät für Philologie der Ruhr-Universität Bochum
12:10 – 12:40
Vom Artefakt zum System: Game Development als didaktische MethodeHochschullehre steht unter dem Anspruch kontinuierlicher Weiterentwicklung und Qualitätssicherung. Gleichzeitig geraten klassische produktionsorientierte Formate vor dem Hintergrund generativer KI unter Druck: Produkte lassen sich zunehmend ohne tiefes fachliches Verständnis erzeugen, Lernprozesse werden schwerer sichtbar. In Game Jams unseres Arbeitskreises ProLudens zeigt sich ein anderer Zugang: Wenn Lernende Inhalte spielerisch umsetzen und eigene Spielkonzepte entwickeln, setzen sie sich intensiv mit dem Lerngegenstand auseinander. Didaktisch kohärente Spiele erfordern Transferleistungen, bei denen Lerninhalte in regelbasierte Systeme, Mechaniken und Wirkungslogiken übersetzt werden. Der Fokus verschiebt sich vom Produzieren einzelner Artefakte hin zum Modellieren von Systemen.
Speaker: René Barth, Leon Noel Micheel
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René Barth
Gründer des Arbeitskreises ProLudens und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der MLU Halle-Wittenberg -
Leon Noel Micheel
Gründungsmitglied ProLudens
12:45 – 13:15
Accessible Materials: Essentials for EducatorsDigitale Lehr- und Lernmaterialien sind häufig nicht barrierefrei – mit erheblichen Folgen für Teilhabe und Chancengleichheit. Der Workshop beleuchtet typische Barrieren und strukturelle Herausforderungen in der Gestaltung und Auswahl von Materialien in Schule und Hochschule. Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigene Materialpraxis, entwickeln ein Problembewusstsein für inklusive digitale Didaktik und lernen zentrale Prinzipien, Tools und Standards kennen. Kurze Praxisimpulse dienen der Illustration und Diskussion. Ziel ist es, Lehrende und (zukünftige) Lehrkräfte für digitale Barrierefreiheit zu sensibilisieren und sie als Multiplikator:innen für inklusive Bildung zu stärken.
Speaker: Marie-Luise Schütt, Susanne Peschke
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Marie-Luise Schütt
Universität Hamburg, PostDoc -
Susanne Peschke
Universität Hamburg, Koordinatorin für digitale Barrierefreiheit in Studium Lehre
Brnic, M., Degenhardt, S., Edelsbrunner, S., Erdel, T., Greefrath, G., Kargl, B., Lathan, H., Macchia, V., Mönter, L., Schön, S., Schütt, M.-L., Torri, S., Wetzel, M., & Ebner, M. (2025). A digital textbook for everyone: Accessible and interactive, from concept to use. CDV. https://doi.org/10.5281/zenodo.18313228
Schütt, Marie-Luise (2025). Bildeinsatz im Fremdensprachenunterricht: Chancen und Grenzen von Alternativtexten für Schüler:innen mit Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit. In: Degenhardt, Sven (Hrsg.), Inklusion bei
Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit. Stuttgart: Kohlhammer, S. 161–181.
UNICEF (2019). Accessible Digital Textbooks using Universal Design for Learning (UDL). New York: United Nations Children’s Fund.
Unter Nutzung eines Audience Response Systems (hier: Particify) wird die Interaktion mit den Teilnehmer:innen von Beginn an umgesetzt (bspw. Aktivierung von Vorwissen zur barrierefreien Gestaltung, Erfahrungen). Mit Hilfe einer digitalen Pinnwand werden notwendige Basisinformationen zur Verfügung gestellt; zusätzlich sind die Teilnehmer:innen hier aufgefordert ggf. gezielt Informationen zu ergänzen. Wesentlicher Bestandteil des Workshops ist im Weiteren, dass die Teilnehmer:innen ihre eigenen Materialien (Publikationen, Arbeitsblätter) in den Workshop einbringen und bearbeiten können.
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:20
Hochschullehre digital gestalten: Einblicke in erfolgreiche Ansätze aus NRWDie Podiumsdiskussion bringt Expert*innen aus allen relevanten Bereichen der digitalen Hochschullehre in Nordrhein-Westfalen zusammen. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit in NRW. Innovative Learning – was bedeutet das konkret für die jeweiligen Organisationen und was können sie gemeinsam erreichen, was alleine nicht möglich wäre?
Speaker: Markus Deimann, Martin Bovermann, Klaus Vorkauf, Carsten Bender, Martina Emke, Nadine Lordick, Jan Smetana, Alexandra Habicher, Silke Kirberg
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Markus Deimann
Geschäftsführer des Landesportals ORCA.nrw -
Martin Bovermann
Ruhr-Universität Bochum, Moodle.nrw -
Klaus Vorkauf
Fachhochschule Dortmund, ILIAS.nrw -
Carsten Bender
Kompetenzzentrum Digitale Barrierefreiheit.nrw -
Martina Emke
Netzwerk hdw nrw -
Nadine Lordick
Schreibzentrum (RUB) -
Jan Smetana
Netzwerk Hochschuldidaktik NRW -
Alexandra Habicher
Universitätsverbund digiLL -
Silke Kirberg
Hochschule Niederrhein
15:35 – 16:05
Wissenstransfer immersiv gestalten: Von der didaktischen Idee zur strategischen ImplementierungImmersive Technologien (XR) bieten enorme Potenziale für den Wissenstransfer, vor allem dann, wenn sie didaktisch-strukturell eingebettet sind. Am Beispiel des XR-Labs der TH Köln zeigt dieser Beitrag den Aufbau einer XR- Infrastruktur auf, die weit über die Hardware-Bereitstellung hinausgeht. Im Fokus steht der systematische Übergang von punktuellen Anwendungen hin zu einer strategischen Verankerung in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Vorgestellt wird ein praxisorientiertes Phasenmodell, das von der Bedarfsanalyse über die didaktische Konzeption bis zur Implementierung reicht. Dabei werden Lehrende sensibilisiert, Curricula angepasst und Programme verstetigt. Der Beitrag verdeutlicht, wie durch Co-Creation zwischen Fachdisziplinen und Mediendidaktik Synergien entstehen. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Struktur, Didaktik und Technologie zusammenwirken, um immersive Weiterbildung nachhaltig umzusetzen.
Speaker: Jenny Pomino
- Stracke, C. M., Bothe, P., Adler, S., Heller, E. S., Deuchler, J., & Pomino, J. (2025). Immersive virtual reality in higher education: A systematic review of the scientific literature. Virtual Reality, 29, 64.
- Llanos‑Ruiz, D., Abella‑García, V., & Ausín‑Villaverde, V. (2025). Learning beyond realities: Exploring VR, AR, and MR in higher education. Discover Education, 4, 151.
- Mulders, M., Buchner, J., & Kerres, M. (2020). Lernen mit immersiven Medien: Ein Überblick über den Stand der Forschung
- Wölfel, M. (2023). Immersive virtuelle Realität: Grundlagen, Technologien, Anwendungen. Springer Vieweg.
16:10 – 16:40
Zocken, Streamen, Reflektieren: Neue Wege der HochschullehreUnsere Welt ist stark von digitalen Medien, Streaming-Plattformen und Games geprägt. Hochschulbildung, die Studierende erreichen will, muss deren Lebensrealität aufgreifen und Lernformate entwickeln, die Relevanz, Interaktion und Reflexion verbinden. Der Beitrag zeigt auf, wie innovative Lehrformate die Hochschulbildung bereichern und nachhaltige Lernprozesse fördern können. Im Fokus steht die Integration mediendidaktischer Ansätze, die Studierende anregen, globale Herausforderungen zu reflektieren sowie individuelle Lösungsansätze zu entwickeln. Vorgestellt werden evaluierte Praxisbeispiele, darunter die Kursreihen „Zocken gegen die Klimakrise“, „Planetary Health Challenge“ und „Herr der Ringe und Co. - Was wir aus Fantasyfilmen lernen können“. Der Beitrag möchte Lehrende ermutigen, eigene Lernformate zu konzipieren und zu erproben, die Studierenden ermöglichen, mit Spaß zu lernen.
Speaker: Julia Nitsche, Jan Ehlers
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Julia Nitsche
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen, Universität Witten/Herdecke -
Jan Ehlers
Chair of Didactics and Educational Research in Healthcare
16:45 – 17:15
Wir schaffen das - zusammen: dezentrale souveräne KI-Infrastruktur‘Souveränität’, insbesondere im digitalen Raum, wird zunehmend von einer Floskel zu einem ernstzunehmenden Thema – nicht zuletzt durch die aktuelle Weltlage. Somit stellt sich für Hochschulen die Frage nach Möglichkeiten der Bereitstellung von souveräner KI-Infrastruktur mit hoher Relevanz. Deutschlandweit haben sich erste Ansätze der Bereitstellung an einzelnen Hochschulen und an zentralen Einrichtungen geformt und erfolgreich etabliert. Im Raum stehen dabei jedoch stets die Fragen der Skalierbarkeit, Resilienz und Kosten. Daher stellen wir unseren Ansatz einer dezentralen souveränen und skalierbaren KI-Infrastruktur aus NRW vor, der „bottom-up“ schnelles iteratives Prototyping und Erkenntnisgewinne ermöglicht.
Speaker: Tim Trappen
17:15 – 17:30
Closing NRW:Stage: Recap und VerabschiedungZum Abschluss der NRW:Stage blickt PD. Dr. Markus Deimann zurück auf einen erignisreichen Festivaltag und lässt die Highlights auf und abseits der Bühne Revue passieren.
Speaker: Markus Deimann
AI, Technology & Infrastructure (DIGITAL)
09:30 – 10:00
📚 Was Studierende wirklich wollen: Learning Analytics im Co-Design entwickelnLearning Analytics soll Studierende beim Lernen unterstützen. Doch wer definiert eigentlich, was dabei hilfreich ist? Die Session stellt ein aktuelles Projekt der TU Darmstadt vor, in dem Studierende konsequent in einen Co-Design-Prozess eingebunden wurden. In einem Workshop wurden gemeinsam Nutzungsszenarien, Herausforderungen und Gestaltungsoptionen für ein Learning-Analytics-Dashboard für Studierende erarbeitet. Daraus entstand ein Anforderungskatalog mit ersten Scribbles und Mock-ups, der als Grundlage für die prototypische Umsetzung eines interaktiven Moodle-Plugins diente. Die Session zeigt, wie Co-Design konkret umgesetzt werden kann, welche Erwartungen Studierende an Learning Analytics haben und welche Erkenntnisse sich für die nutzerzentrierte Entwicklung digitaler Lehr-Lern-Werkzeuge ableiten lassen.
📚 Student Voices
Speaker: Christian Hoppe
Mackay, W. E. & Beaudouin-Lafon, M. (2023). Participatory Design and Prototyping. In Handbook of Human Computer Interaction (S. 1–33). https://doi.org/10.1007/978-3-319-27648-9_31-1
Ebner, M. (2019). Learning Analytics - eine Einführung. Bildung und Beruf, 46–49. https://graz.pure.elsevier.com/en/publications/learning-analytics-eine-einf%C3%BChrung
10:05 – 10:35
Von der Schatten-KI zur Systemintegration am Beispiel des KITDie Realität an Hochschulen ist eindeutig: KI wird genutzt – ob geregelt oder nicht. ChatGPT, Claude und Co. sind längst im Alltag angekommen, meist in der Grauzone individueller Schattennutzung. Doch wie schaffen wir den Übergang von diesem unkontrollierten „Wild West" zu einem strategisch durchdachten, integrierten KI-Einsatz?
Am Karlsruher Institut für Technologie stellen wir uns dieser Herausforderung mit GenAI@KIT als zentralem Strategieprojekt. Ende 2025 wurde die KI-Toolbox als entscheidende Brücke – vom chaotischen Einzeleinsatz, über den geregelten Zugang bis zu einer perspetivischen vollständigen Systemintegration eingeführt.
Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf dem geregelten Einsatz, den wir Ende 2025 für Mitarbeitende und im Frühjahr 2026 für Studierende ausgerollt haben/werden. Hier entscheidet sich, ob KI zum bloßen Textgenerator verkommt oder zur Basis für strukturierten Mehrwert wird. Die KI-Toolbox setzt deshalb bewusst nicht nur auf Text, sondern auf:
* Prompt-Vorlagen für Qualität statt Willkür
* Custom Chatbots für fachspezifische Anwendungen
* Team-Nutzung für gemeinsames Lernen
* API-Integration als Vorstufe zur Prozessintegration
Parallel dazu: findet ein Systematischer Kompetenzaufbau auf Basis der geschaffenen technischen Möglichkieten statt. Denn nur wer heute KI-Komptenzen in der Organisation aufbaut, kann morgen KI-Agenten in SAP oder Campus-Management-Systeme sinnvoll und souverän einbinden.
Dieser strukturierte Mehrwert schlägt rohes Textgenerieren. Die KI-Toolbox ist kein Selbstzweck, sondern strategische Vorbereitung für die unvermeidliche dritte Phase – wenn KI-Agenten, feste Implementierungen und IT-Landschafts-Integration zum Standard werden.
Der Beitrag zeigt: Welche Funktionalitäten und Maßnahmen in der aktuellen Phase wirken, wie wir Perplexity, ChatGPT und wilde Tools kanalisieren – und wie die Organisation dabei lernt, KI gezielt statt zufällig einzusetzen, um so
Menschen und Technologie zu vernetzen.
Speaker: Andreas Sexauer
10:50 – 11:20
Bereit für die Arbeitswelt von morgen? KI in Studium und Beruf aus AbsolventenperspektiveDer Umgang mit KI spielt in der tertiären Bildung fächerübergreifend eine zentrale Rolle, nicht nur als Instrument des wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens, sondern auch als gezielte Vorbereitung auf veränderte Kompetenzbedarfe des Arbeitsmarkts. Die zunehmende Verbreitung von KI bei Studierenden wirft jedoch über die reine Nutzung hinaus weiterführende Fragen nach der Qualität und Angemessenheit der hochschulischen Vorbereitung auf. Angesichts der wachsenden Bedeutung von KI in nahezu allen Berufsfeldern stellt sich insbesondere die Frage, ob und in welchem Umfang Hochschulen Studierende auf den späteren professionellen Einsatz von KI vorbereiten. Die Studie basiert auf der Bayerischen Absolventenstudie (BAS), die jährlich bei ausgewählten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Technische Hochschulen in Bayern durchgeführt wird. Ausgewertet wurde der Absolventenjahrgang 2022/2023, der im Herbst/Winter 2024/2025 befragt wurde (n=6.258).
Speaker: Susanne Falk, Moritz Beyer
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Susanne Falk
Wissenschaftliche Referentin und Projektleiterin am IHF -
Moritz Beyer
Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung
Beyer, M., & Falk, S. (2025). Generative KI als Lernrevolution: Wie Studierende Chat-GPT & Co. flächendeckend für Studium und Prüfungsvorbereitung nutzen. IHF-Kompakt. April 2025. https://www.ihf.bayern.de/publikationen/ihf-kompakt/detail/generative-ki-als-lernrevolution-wie-studierende-chatgpt-co-flaechendeckend-fuer-studium-und-pruefungsvorbereitung-nutzen
Hochschulrektorenkonferenz (2025). Posi-tionspapier Künstliche Intelligenz (KI): Schlüsseltechnologie für Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit des Hochschul- und Wissenschaftssystems. Beschluss der Wissenschaftsministerkonferenz für die Kultusministerkonferenz vom 31.01.2025
Hüsch, M., Horstmann, N., & Breiter, A. (2025). Künstliche Intelligenz im Studium: Die Sicht von Studierenden im Winterse-mester 2024/25 [DatenCHECK]. CHE Centrum für Hochschulentwicklung. https://www.che.de/2025/ein-viertel-der-studierenden-nutzt-taeglich-kuenstliche-intelligenz/
Rampelt, F., Ruppert, R., Kirchherr, J., & Klier, J. (2025). KI-Kom
11:25 – 11:55
Under Pressure, but by design: Druck von außen als Gestaltungsmittel im InnerenDer technologische und gesellschaftliche Druck von außen zeigt, ob Hochschulen auf generative KI nur reagieren oder die Zukunft selbstbestimmt gestalten. In unserem Beitrag betrachten wir die Handlungsräume aus der Perspektive des Interaction Designs: Kurz nach dem Launch von ChatGPT startete HAWKI als ein datenschutzkonformes Interface für Hochschulen und nutzte diese erste Druckwelle zur Schaffung eines Freiraums, in dem nicht nur technische Fragen, sondern auch organisatorische, pädagogische, kulturelle und politische Aspekte diskutiert wurden. HAWKI wurde durch klare Rahmenbedingungen und gute Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Hochschulen zu einem umfassenden KI-Ökosystem für digitale Souveränität. Neben der Vernetzung ist HAWKI auch eine Druckkammer: Draußen ändern sich Regeln, Technologien und Erwartungen permanent. Drinnen gibt es ein kontrolliertes, geschütztes Umfeld, in dem die Interaktion zwischen Menschen und KI-Systemen zuverlässig möglich ist.
Speaker: Vincent Timm, Stefan Wölwer
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Vincent Timm
Leiter Interaction Design Lab an der HAWK -
Stefan Wölwer
Interaction Design an der HAWK Hildesheim
Ahmed, S. A. (2026). Algorithmic dependence and digital colonialism: A conceptual framework for artificial intelligence in education and knowledge systems of the Global South. Frontiers in Education, 11, 1720563. https://doi.org/10.3389/feduc.2026.1720563
Askew, T., Mathew, R., Fishman, T., Kunkel, D., & Caron, B. (2024, September 25). How higher education can realize the potential of generative AI. Deloitte Insights. https://www2.deloitte.com/us/en/insights/industry/public-sector/generative-ai-higher-education.html
Reckzeh-Stein, U. (2025, December). Souveräne KI-Infrastrukturen an Hochschulen: Reflexionen und Handlungsperspektiven (Arbeitspapier Nr. 89). Hochschulforum Digitalisierung. https://hochschulforumdigitalisierung.de/wp-content/uploads/2025/11/HFD_AP_89_Souveraene_digitale_Infrastrukturen_an_Hochschulen_2025.pdf
12:10 – 12:40
Ein Prompt ist kein Team - Warum KI-Agenten für komplexe Lehrprojekte nötig sindSeit der Verbreitung generativer KI in der Hochschullehre dominieren prompt-basierte Werkzeuge: Ein Textfeld, eine Eingabe, ein Ergebnis. Für einfache Aufgaben ist das hilfreich – bei komplexen Lehrprojekten stößt dieser Ansatz jedoch schnell an Grenzen. Dennoch setzen viele kommerzielle Plattformen genau hier an: Sie verstecken Prompts hinter grafischen Oberflächen und versprechen Planung per Klick, während im Hintergrund meist dieselben großen Sprachmodelle arbeiten. Die Komplexität verschwindet aus der Oberfläche, nicht aus dem Problem.
Dieser Vortrag stellt diesem Ansatz ein anderes Denkmodell gegenüber. In einer Live-Vorführung wird gezeigt, wie KI-Agenten mit klaren Rollen, Spezifikationen und Arbeitsabläufen zusammenarbeiten können – angelehnt an Methoden aus der Softwareentwicklung. Statt Prompts zu optimieren, entstehen strukturierte Prozesse, nachvollziehbare Artefakte und wiederverwendbare Agenten. Die Teilnehmenden sehen, wie eigene KI-Agenten erstellt, angepasst und als Community-Ressourcen geteilt werden können – für mehr Kontrolle, Transparenz und Gestaltungsspielraum bei komplexen Lehrprojekten.
Speaker: André Dietrich, Sebastian Zug
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André Dietrich
Researcher at the TU Bergakademie in Freiberg -
Sebastian Zug
TU Bergakademie Freiberg - Softwaredevelopment and robotics
12:45 – 13:15
🚨 "freiprompten": Wie die „KI-FrAItage“ der Universität Kassel Verwaltungsarbeit mit KI neu erprobenWie die „KI-FrAItage“ an der Universität Kassel Verwaltungsarbeit mit KI neu erproben
Mit den „KI-FrAItagen“ hat die Universität Kassel ein niedrigschwelliges Experimentierformat geschaffen, in dem Verwaltungsmitarbeitende KI-Tools gemeinsam erproben und weiterentwickeln. Während zu Beginn das offene Experimentieren, Ausprobieren und gemeinsame Lernen im Vordergrund standen, liegt der Fokus inzwischen auf der Entwicklung tragfähiger Piloten, die gezielt ausgearbeitet und perspektivisch in den Regelbetrieb überführt werden.
Die Session gibt Teilnehmenden praxisnahe Impulse. Vorgestellt wird, wie aus Praxisfällen konkrete Anwendungsprojekte entstehen, etwa die Frage, wie Chatbots nicht nur nach außen, sondern auch nach innen eingesetzt werden können – z.B. zur Verwaltungsvereinfachung, internen Wissensbereitstellung oder Entbürokratisierung von Prozessen.
🚨 Fringe
Speaker: Maike Mach, André Knie
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Maike Mach
stellvertretende Referatsleitung strategische Personal- und Organisationsentwicklung Universität Kassel -
André Knie
Dr. André Knie | Physiker & Zukunftsgestalter | Baut Brücken zwischen Technologie & Kultur für mutige Organisationen | KI & New Work
Opel, J., Kaiser-Belz, M., & Mach, M. (2025). Experimentierraum KI-FrAItage: Wie Pilotgruppen an der Universität Kassel die Zukunft mitgestalten (P-OE, 20(1), 17–22). UniversitätsVerlagWebler. https://www.universitaetsverlagwebler.de/wp-content/uploads/2025/08/POE-20-2025-Nr.-1_17-22_Opel-et-al-mit-Deckblatt.pdf
Fromm, O., & Kaiser-Belz, M. (2026). KI als Change-Prozess denken – Enabling statt Tool-Einführung betreiben (ZWM-Kolumne „Innovationen im Wissenschaftsmanagement“ 01-2026). Zentrum für Wissenschaftsmanagement e. V. https://www.zwm-speyer.de/wp-content/uploads/2026/01/26-01-kolumne-zwm-kaiser-belz-fromm-final.pdf
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 16:40
Dialog, Didaktik & Datenschutz: Gestaltung immersiver LernerfahrungenVirtuelle Welten gelten seit Langem als Lernräume für erfahrungsbasiertes, kontextuelles und räumliches Lernen. Aus Perspektive des Learning Experience Designs (LXD) entstehen wirksame Lernerfahrungen nur, wenn technologische, soziale und didaktische Dimensionen zusammen gedacht werden. Der Workshop fragt deshalb: Welche pädagogischen Werkzeuge und Praktiken der Teilhabe müssen Virtual Worlds begleiten?
Das Format gibt Einblicke in eine DSGVO-konforme Multiuser-VR-Anwendung, eine didaktische Vorlage (XR Co-Creator Tool), aktuelle Industrie-Guidelines zu Inclusion/Accessibility sowie notwendige hochschulische Supportstrukturen. Mit Future-Visioning-Methoden entwickeln Teilnehmende gemeinsam Zukunftsentwürfe für eine Lehre mit Virtual Worlds und nehmen erprobte Tools sowie Reflexionsimpulse für die eigene Lehre und Hochschule mit.
Speaker: Mariam Rafehi, Julian Kamphausen, Marea Hildebrand, Gabriel Hensche, Pablo Dornhege
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Mariam Rafehi
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Immersive Technologies Hub der HTW Berlin -
Julian Kamphausen
Studio für unendliche Möglichkeiten, CEO and Co-Founder -
Marea Hildebrand
Director School of Commons, ZHdK, Consultant Accessibility and Inclusion in digital and hybrid learning environments, Artist -
Gabriel Hensche
Head of the Peer Learning Program at the School of Commons, Zurich University of the Arts -
Pablo Dornhege
Professor für Transmediale Gestaltung, HTW Berlin
European Commission. (2023). An EU initiative on Web 4.0 and virtual worlds: A head start in the next technological transition (COM(2023) 442 final). https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=celex:52023DC0442
European Parliament and Council of the European Union. (2016). Regulation (EU) 2016/679 (General Data Protection Regulation). https://gdpr-info.eu/
Jahnke, I., Earnshaw, Y., Schmidt, M., & Tawfik, A. A. (2022). Theoretical considerations of learning experience design. In H. Leary, S. P. Greenhalgh, K. B. Staudt Willet, & M. H. Cho (Eds.), Theories to influence the future of learning design and technology. EdTech Books.
Kolb, D. A. (1984). Experiential learning: Experience as the source of learning and development. Prentice Hall.
Slater, M., & Sanchez-Vives, M. V. (2016). Enhancing our lives with immersive virtual reality. Frontiers in Robotics and AI, 3, Article 74. https://doi.org/10.3389/frobt.2016.00074
World Wide Web Consortium. (2021). XR accessibili
Der Workshop verbindet Ausprobieren, Austausch und Zukunftsdenken. Nach einer gemeinsamen Einführung (Virtual Worlds als Lernräume, Learning Experience Design als Rahmen) wählen die Teilnehmenden zwei von vier Stationen: (1) DSGVO-konforme Multiuser-VR-Plattform (Protoverse), via VR-Brillen oder webbasiert zugänglich, (2) XR Co-Creator Tool als didaktische Vorlage, (3) Teilhabe & Barrierefreiheit in VR (Guidelines + Reflexion), (4) Supportstrukturen an Hochschulen (am Beispiel des Immersive Technology Hub). In Kleingruppen gibt es pro Station einen kurzen Impuls, ein hands-on Testing (z.B. mit VR-Brillen) bzw. eine gemeinsame Analyse und eine Leitfrage; Beobachtungen werden auf Karten festgehalten. Anschließend mischen sich die Gruppen neu und entwickeln mit einer 2×2-Szenariomatrix vier Zukunftsbilder für Lehre mit Virtual Worlds. Dabei werden zwei zentrale Unsicherheiten/Spannungsfelder als vier potenzielle Zukunftswelten gedacht und diskutiert (z.B. Datenschutz ↔ Lern-Analytics/Personalisierung; Inklusion ↔ Komplexität/Entwicklungskosten; Skalierung ↔ Betreuung/soziale Fürsorge; Sicherheit/Moderation ↔ Offenheit/Agency). Es entstehen kontrastreiche Szenarien und konkrete Ansatzpunkte, welche Dimensionen gezielt gestaltet werden sollten. Zum Abschluss teilen ausgewählte Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum und reflektieren zentrale Erkenntnisse sowie offene Fragen.
Kurzagenda (120 Minuten)
• 0–15 min Einstieg: Kontext, Ziel, Ablauf, Stationenwahl
• 15–40 min Station 1 (25 min)
• 40–45 min Wechsel
• 45–70 min Station 2 (25 min)
• 70–75 min Pause + neue Gruppen
• 75–100 min Future Visioning: 2×2-Szenariomatrix (25 min)
• 100–120 min Share-out: Takeaways & Next Steps (20 min)
The Bigger Picture (DIGITAL)
09:30 – 10:00
Demokratiekompetenzen: ein Modell für die LehreKompetenzen, die wir für die Wissenschaft brauchen, decken sich zu einem großen Teil mit denen, die wir als Demokratie-relevant und -förderlich erachten (Eickhoff et al. 2025). Was bedeutet das konkret für die Hochschullehre? In diesem Vortrag geht es um die Verbindung zweier Kompetenzraster (Council of Europe 2016 und 2025) mit einem Modell, das für Service Learning entwickelt wurde (Mauz/ Gloe, 2019). Demokratiekompetenzen werden kategorisiert in Einstellungen und Werte, Wissen und kritisches Denken, und praktische Handlungsfähigkeiten, allesamt weiter unterteilt. So werden konkrete Handlungsansätze für die Lehre an der Universität und Hochschule sichtbar. Diese können in praktische Methoden für einzelne Lehrveranstaltungen übersetzt werden. Denn die Forschung zeigt: Wissenschaftliche Lehre führt nicht automatisch zu demokratisch handlungsfähigen Absolvent*innen (Behm et al. 2025). Es braucht spezifische Interventionen in der (Fach-)Lehre, um Demokratiekompetenzen zu stärken.
Speaker: Julia Becker (Philipp)
Behm, B., Kohler, U. & Pasternack, P. (Hrsg.) (2025). Schafft Wissen Demokratie? Gesellschaftlich-demokratische Teilhabe als Dimension des Studienerfolgs. Springer VS.
Council of Europe (2025). European Competence Framework for Researchers. European Union, Brussels. https://opusproject.eu/openscience-news/the-european-competence-framework-for-researchers/
Council of Europe (2016). Competences for democratic culture. Living together as equals in culturally diverse democratic societies. https://www.coe.int/en/web/reference-framework-of-competences-for-democratic-culture/model
Eickhoff, F.C./ Andree, K./ Busse, B. (2025). /imagine – Wissenschaftskompetenzen für die Demokratiebildung. Vortrag beim University Future Festival, Berlin.
Mauz, A. & Gloe, M. (2019). Demokratiekompetenz bei Service-Learning. Modellentwicklung
und Anregungen für die Praxis. Berlin: Stiftung Lernen durch Engagement.
10:05 – 10:35
Zwischen Freiheit, Vereinnahmung und Verantwortung: Wissenschaft im StresstestAngesichts globaler Krisen und politischer Spannungen wächst der Anspruch an Wissenschaft, Verantwortung zu übernehmen und zugleich ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Ist das ein Widerspruch oder eine Aufgabe, die aktiv gestaltet werden muss?
Die Frage wird aktuell intensiv in Wissenschaft, Wissenschaftspolitik und wissenschaftlichen Organisationen diskutiert. Die Session bringt Perspektiven aus Wissenschaft und Wissenschaftspolitik zusammen und diskutiert, welche Rolle Hochschulen und Wissenschaftler:innen unter diesen Bedingungen von Dual Use, Forschungsethik und gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen und neuerdings auch militärischen Vereinnahmungen einnehmen. Basis ist das Hamburger Manifest des VDW „Wissenschaft für Frieden, Verantwortung und globale Kooperation“. Die Teilnehmenden sind eingeladen, zentrale Konflikte gemeinsam auszuloten.
Speaker: Hartmut Graßl, Alexandra Retkowski, Maria Reinisch, Heike Bartholomäus
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Hartmut Graßl
Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e. V. -
Alexandra Retkowski
BTU, Professor Dr. und Vorstandsmitglied der VDW -
Maria Reinisch
Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V., Gesschäftsführerin -
Heike Bartholomäus
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung, Geschäftsführerin
Allianz der Wissenschaftsorganisationen. (2019). Abschlussmemorandum der Kampagne „Freiheit ist unser System“.
https://wissenschaftsfreiheit.de/abschlussmemorandum-der-kampagne/
Allianz der Wissenschaftsorganisationen. (2025). Eckpunkte zur Stärkung der Forschungssicherheit und zum Aufbau einer Nationalen Plattform für Forschungssicherheit.
https://www.allianz-der-wissenschaftsorganisationen.de/wp-content/uploads/2025/12/2025-18-dez-eckpunkte-forschungssicherheit.pdf
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD). (2021). Mehr Verantwortung wagen in einer global vernetzten Welt.
https://static.daad.de/media/daad_de/pdfs_nicht_barrierefrei/der-daad/daad_perspektiven_mehr_verantwortung_wagen.pdf
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. (1949). Art. 5 Abs. 3.
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina & Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). (2022). Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung: Empfehlunge
10:50 – 11:20
Studentisch organisierte Lehre – aus wenig Geld viel machenStudentisch organisierte Lehrveranstaltungen wie die Projektwerkstätten bereichern seit nunmehr 40 Jahren das Lehrangebot der Technischen Universität Berlin. Eine Verbesserung des Studiums sowie die engere Verzahnung von (vorwiegend theoretischer) Hochschulbildung und praktischer Anwendung und die stärkere gesellschaftliche Kontextualisierung technologischer Entwicklungen waren für die damals an der Einrichtung beteiligten Studierenden und Gremien eine wesentliche Motivation; für eine Welt under pressure, wie wir sie heute erleben, ergeben sich aber auch noch ganz andere Chancen studentisch organisierter Lehre. Welche das sind, warum gerade die Studierenden von heute studentisch organisierte Lehre erleben sollten und unter welchen Rahmenbedingungen studentisch organisierte Lehre ihr volles Potential entfalten kann, soll in diesem Beitrag diskutiert werden.
Speaker: Judith Jahn
11:25 – 11:55
Bias, Macht und die Zukunftsverantwortung von HochschulenKünstliche Intelligenz gilt häufig als neutrales Effizienzwerkzeug. Doch KI-Systeme entstehen nicht außerhalb gesellschaftlicher Strukturen, sondern übersetzen Machtverhältnisse und Wissenshierarchien in technische Entscheidungslogiken. Hochschulen tragen hier besondere Verantwortung: Sie prägen demokratische Kultur, gestalten gesellschaftliche Transformationsprozesse und bilden künftige Entscheidungsträger:innen aus. Der Beitrag fragt, warum sich Bias nicht einfach „wegtrainieren“ lässt und was es bedeutet, KI als soziotechnische Praxis mit langfristigen Folgen für Wissensordnungen und Teilhabe zu begreifen. Anhand eines Vier-Ebenen-Modells (Daten, Modellierung, Entscheidungsprozesse, Nutzung) zeigen wir, wie Verzerrungen entstehen und institutionell wirksam werden. Abschließend diskutieren wir konkrete Hebel, von Leitlinien über Beteiligungsformate bis hin zu Lehr- und Governance-Strategien für einen verantwortungsvollen, bias-sensiblen Umgang mit KI.
Speaker: Johanna Leifeld, Sarah Becker
12:10 – 13:15
Don’t get silent! – Schutz vor und Umgang mit digitaler GewaltZu Beginn des Trainings wird die gemeinnützige Organisation HateAid vorgestellt, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzt. Mit Beispielen aus unserer Beratungstätigkeit soll gemeinsam das Phänomen digitale Gewalt genauer beleuchtet werden und die gesellschaftspolitische Relevanz verdeutlicht werden. Fokus des Trainings liegt darauf, gemeinsam Handlungsmöglichketen im Umgang mit digitaler Gewalt zu erarbeiten. Ziel ist es, Teilnehmende für die unterschiedlichen Erscheinungsformen digitaler Gewalt zu sensibilisieren und ihnen praktische Werkzeuge zur Prävention an die Hand zu geben.
Speaker: Ella Lassner
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 16:40
Ethische KI als Schulungsthema: Fallbeispiele die bewegen!KI-Ethik als Thema ist langweilig? Das muss nicht sein. Nach einer kurzen Vorstellung der Handreichung, sammeln wir gemeinsam zentrale ethische Herausforderungen. Danach bearbeiten wir in Kleingruppen verschiedene Aspekte der KI-Ethik, um gemeinsam Fallbeispiele zu entwickeln – provokant, realistisch, humorvoll... Diese sind ein guter Einstieg für Schulungen. Wir erstellen Szenarien zu Themen wie Bias, Verantwortung, Umweltbelastung oder Halluzinationen, die ethische Dilemmata auf den Punkt bringen – mal mit einem Augenzwinkern, mal mit dystopischem Hintergrund. Die Ideen werden auf einem gemeinsamen Board festgehalten und weiterentwickelt, und am Ende steht eine direkt einsetzbare Sammlung, für Schulungen und Lehrveranstaltungen, um für das Thema ethischer Einsatz von KI zu sensibilisieren.
Speaker: Iris Neiske, Petra Amasreiter, Gudrun Anne Kahlert, Christina Flotmann-Scholz, Christian M. Stracke
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Iris Neiske
Universität Paderborn, Stabsstelle für Bildungsinovationen und Hochschuldidkatik -
Petra Amasreiter
Media didactics and generative AI in teaching at Rosenheim University of Applied Sciences -
Gudrun Anne Kahlert
Beratungs- und Lehrservice MINT-Fächer -
Christina Flotmann-Scholz
Universität Paderborn, Stabsstelle für Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik -
Christian M. Stracke
Digital learning & virtual collaboration - Opening up education for ALL!
Stracke, C. M., Bohr, B., Gabriel, S., Galla, N., Hofmann, M., Karolyi, H., Mersmann-Hoffmann, H., Mönig, J. M., Mundorf, M., Opel, S., Rischke-Neß, J., Schröppel, M., Silvestri, A., & Stroot, G. (2024): Ethische Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschule – eine Handreichung. Hrsg. v. Netzwerk „Ethische Nutzung von KI“. https://doi.org/10.5281/zenodo.10793844
1. Kurzinput zur Handreichung
2. Brainstorming im Plenum
3. Breakoutrooms, um zu verschiedenen Aspekten Fallbeispiele zu entwickeln - Sammlung auf einem MiroBoard
4. im Plenum: Vorstellung der Fallbeispiele und Sammlung von emotionalen Reaktionen auf die Bsp.
Connected Unviersity (DIGITAL)
09:30 – 10:00
🚨 Offenheit als Commons: Open Access ohne PlattformkapitalismusOpen Access — freier Zugang zu Forschungsergebnissen — galt lange als Lösung für ein unter Druck stehendes Publikationssystem. Doch hinter dem Schlagwort verbergen sich widersprüchliche Praktiken: Kommerzielle Plattformen nutzen Offenheit, APCs, Datentracking und proprietäre Infrastrukturen benachteiligen marginalisierte Forschende und gefährden eine kollaborative Wissenschaftskultur. Welche Graswurzel- und institutionsgestützten Ansätze gedeihen trotz Kommerzialisierung? Praktikable Alternativen wie institutionelle Repositorien, wissenschaftsgeleitete Publikationsformen und bibliodiverse Initiativen werden vorgestellt. Gemeinsam mit Teilnehmenden entsteht außerdem eine „Karte“ konkreter Handlungsfelder für Studierende, Lehrende, Forschende und Supporteinrichtungen. Ziel: Offenheit als Commons statt als Wettbewerbsressource gestalten.
🚨 Fringe
Speaker: Deborah Sielert
Knecht, S. de, Meer, M. van der, Brinkman, L., Kluijtmans, M., & Miedema, F. (2021). Reshaping the Academic Self: Connecting Education & Open Science. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.5345573
Moore, S. (2025). Publishing Beyond the Market: Open Access, Care, and the Commons. University of Michigan Press. https://doi.org/10.3998/mpub.11781635
10:05 – 10:35
Auf dem Weg zu Open Science CommunicationWissenschaftskommunikation wird meist über Inhalte und Formate diskutiert, seltener über die digitalen Infrastrukturen, auf denen sie stattfindet. Kanäle öffentlicher Hochschulen liegen überwiegend auf proprietären Plattformen. Sichtbarkeit und Interaktion folgen dort Logiken, die mit Gemeinwohlorientierung nur sehr begrenzt bis gar nicht mehr vereinbar sind.
Ausgangspunkt ist das Positionspapier „Open Science Communication“ der Universität Innsbruck, das Kommunikation als infrastrukturelle Aufgabe fasst. Vorgestellt wird, wie daraus eine Strategie entstanden ist, in der offene Ökosysteme wie Wikipedia und das Fediverse systematisch gestärkt, personell verankert und institutionell getragen werden. Entlang konkreter Schritte, Entscheidungen und Stolpersteine wird skizziert, wie sich Hochschulkommunikation auf offenere, resilientere Strukturen verlagern lässt und warum gerade hier Vernetzung so wichtig ist.
Speaker: Melanie Bartos
Open Science Communciation, Positionspapier: https://www.uibk.ac.at/de/public-relations/kommunikation/open-science-communication/
10:50 – 11:20
Offenheit gestalten: Wie Wissensorte Transfer lebendig machenTransfer und Transformation (TuT) ist ein Projekt und strategischer Ansatz der Ostfalia Hochschule, um Wissens- und Innovationstransfer dauerhaft strukturell zu verankern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Hochschulen Offenheit nicht nur programmatisch formulieren, sondern infrastrukturell organisieren können. Vorgestellt werden die Wissensorte und Reallabore als physische, digitale und soziale Schnittstellen zwischen Hochschule und Gesellschaft sowie begleitende Management- und Governance-Strukturen. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in Aufbau, Funktionen und Herausforderungen eines transferorientierten Ökosystems und nehmen übertragbare Ansätze für die Entwicklung einer „Connected University“ mit.
Speaker: Kathrin Weiß
11:25 – 11:55
Partizipativ, kollaborativ, vernetzt: Entwicklung des AI Literacy HubDie rasante Verbreitung Künstlicher Intelligenz verändert Lehre, Lernen und Prüfen an Hochschulen grundlegend. Viele Einrichtungen stellen sich die Frage, wie sie Räume schaffen können, in denen diese Veränderungen gemeinsam und statusgruppenübergreifend bearbeitet werden.
Die Session stellt den Aufbau des AI Literacy Hub an der Leuphana Universität Lüneburg vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein physischer und digitaler Ort gestaltet werden kann, der Austausch, gemeinsame Entwicklung innovativer Lehr- und Lernformate sowie Transfer über institutionelle Grenzen hinweg möglich macht. Der Input gibt Einblicke in ko-kreative Entwicklungsprozesse, Strukturentscheidungen sowie erste Herausforderungen. Teilnehmende erhalten Anregungen für eigene vernetzte Initiativen zur KI-Kompetenzbildung.
Speaker: Isabell Sluka, Dana-Kristin Mah, Anna Rinne
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Isabell Sluka
Isabell Sluka, Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Communityentwicklung, Leuphana AI Campus (LAICA), Leuphana Universität Lüneburg -
Dana-Kristin Mah
Leuphana Universität Lüneburg, Juniorprofessur für Digitales Lehren und Lernen -
Anna Rinne
Wissenschaftliche Mitarbeiterin für AI Literacy Education
12:10 – 12:40
Einer für Alle? „KI für Alle“ und seine ganzen AblegerBlended Learning gilt seit Langem als didaktisches Leitbild, stößt im Hochschulalltag jedoch oft an strukturelle Grenzen: Zeitdruck, begrenzte Ressourcen und steigende Anforderungen erschweren die nachhaltige Produktion digitaler Lehrmaterialien. Das Projekt „KI für Alle“ reagiert darauf mit einem transferorientierten Open-Education-Ansatz (OER), um KI-Kompetenzen niedrigschwellig an den Hochschulen zu vermitteln. Zwei vollständige E-Learning-Kurse wurden als OER bereitgestellt – modularisiert, metadatenreferenziert und gezielt zur Nachnutzung aufbereitet. Der Beitrag zeigt, wie diese Materialien in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden: etwa in Data-Literacy-Kursen, partizipativen Lehrexperimenten, Career-Service-Angeboten . Diskutiert wird, wie dank interdisziplinärer Konzeption und freier Lizenzen von Lehrmaterialien institutionsübergreifende Kooperation gestärkt werden kann.
Speaker: Jacqueline Klusik-Eckert, Maike Mayer
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Jacqueline Klusik-Eckert
KI für Alle @HeiCAD -
Maike Mayer
KI für Alle @ HeiCAD an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
12:45 – 13:15
Sichtbarkeit ist kein Soft Skill! Wie digitale Räume Fairness an Hochschulen ermöglichenGute Ideen scheitern oft nicht an der Qualität, sondern an ihrer Unsichtbarkeit. Denn an vielen Hochschulen basieren Kooperationen auf informellen Netzwerken. Das bietet Vorteile für alle, die extrovertiert sind oder zufälligerweise die richtigen Leute kennen – und ist damit inhärent unfair. An der HFF München will die digitale Anwendung STORY+MATCH diese Strukturen aufbrechen.
In dieser Session zeigen wir, wie die browserbasierte Plattform als neutraler Matchmaker fungiert: Inhalte statt Egos rücken in den Fokus. Wir teilen unsere Learning Journey vom ersten Bedarf aus der Lehre und von Studierenden bis hin zum fertigen MVP. Dabei diskutieren wir: Wie schafft man digitale Räume, die soziale Prozesse unterstützen und nicht ersetzen? Und wie kann STORY+MATCH als Open-Source-Lösung auch an anderen Hochschulen eingesetzt werden?
Ein Deep Dive in Digitalisierung als Treiber der Demokratisierung von Chancen.
Speaker: Lena Fischer
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
No drama, please: Wie technische Wissenschaftskommunikation gelingen kannIn der Berichterstattung über neue Technologien dominieren häufig mystifizierende oder dramatisierende Narrative und Begrifflichkeiten (z.B. "die KI weiß", "technologische Revolution"). Zugleich wirken viele technische Systeme auf Fachfremde eher abstrakt und setzen umfangreiches Hintergrundwissen voraus, was die Auseinandersetzung mit ihnen außerhalb einschlägiger Fachpublika erschwert. Vor diesem Hintergrund soll gezeigt werden, wie Wissenschaftskommunikation komplexe technische Sachverhalte vermitteln kann, ohne sie zu verfälschen oder zu trivialisieren. Anhand konkreter Beispiele werden praxiserprobte Prinzipien und Leitfragen vorgestellt, die dabei helfen, auch Zielgruppen ohne technisches Vorwissen nachhaltig und auf Augenhöhe zu adressieren.
Speaker: Lea Schönberger
14:50 – 15:20
Gesichter des Wandels: Wie der FutureFemHub Hochschulen verbindetDer Impuls zeigt, wie der FutureFem Hub als offene, vernetzte Struktur entsteht, die Transfer, Gleichstellung und regionale Innovation verbindet. Ausgangspunkt ist die Wanderausstellung „Gesichter des Wandels“, die Frauen in ihrer Expertise sichtbar macht und Akteur:innen porträtiert, die sich für Diversität, Teilhabe und Wandel engagieren. Die authentischen Porträts und Statements aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft öffnen Dialogräume, schaffen Vertrauen und ermöglichen neue Formen der Zusammenarbeit über Fach‑ und Organisationsgrenzen hinweg.
Der Talk zeigt, wie Hochschulen durch Storytelling, Sichtbarkeit und Netzwerk‑Mapping eine wachsende Netzwerkkarte entwickeln können, die Kooperationen, Brückenrollen und strategische Partner:innen sichtbar macht. So wird „Gesichter des Wandels“ zu einem Modell guter Praxis, wie eine Hochschule Offenheit lebt, regionale Akteur:innen einbindet und strategische Vernetzung im Bereich Gleichstellung und Innovation stärkt.
Speaker: Katharina Rust
15:35 – 16:40
"Das ist die Turbulenz" - Künstlerische Forschung im HochschulkontextWas geschieht, wenn ein bildender Künstler die Ingenieur- und Naturwissenschaften an einer HAW erforscht? Der Künstler und Forscher Emanuel Mathias wurde zu diesem Experiment an die Hochschule Merseburg eingeladen und entwickelte daraus den Ausstellungsparcours „Das ist die Turbulenz“. Im Fokus stand das Selbstverständnis von Lehrenden und Forschenden, Transfer und Netzwerke in die Region sowie historische Bezüge.
Ziel war es, aus einer Materialsammlung eine Ausstellung als anregenden Denk- und Kommunikationsraum für Hochschule und Gäste zu kreieren. Im Vortrag stellen Emanuel Mathias und Projektkoordinatorin Laura Bierau die methodischen Ansätze und Ergebnisse vor. Sie diskutieren, inwiefern das kreative Potenzial künstlerischer Forschung für die Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Inhalte und Netzwerkarbeit nutzbar gemacht werden kann und welche Rolle Offenheit dabei spielt.
Speaker: Laura Bierau, Emanuel Mathias
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Laura Bierau
Projektmitarbeiterin für Hochschulkultur | Hochschule Merseburg -
Emanuel Mathias
Artistic Researcher, Writer
Future Skills (DIGITAL)
09:30 – 10:00
Von Klimawandel bis KI? Hochschulen unter Druck – Future Skills als Weg?Der Beitrag fragt, inwiefern das grundlegend überarbeitete Future-Skills-Framework 2030 des Stifterverbands (Gehrs, et al., 2025; Rampelt et al., 2025) Hochschulen zur Erreichung ihrer Bildungsziele im Spannungsfeld drängender gesellschaftlicher Herausforderungen Orientierung bieten kann. Ausgewählte empirische Befunde aus dem mehrstufigen Mixed-Methods-Design zur Überarbeitung des Frameworks verdeutlichen, dass sich die Priorisierung von Future Skills je nach Perspektive – etwa aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft oder Wirtschaft – sowie in Abhängigkeit von jeweils betrachteten Megatrends unterscheidet. Die Speakerinnen zeigen datenbasiert auf, dass das Future-Skills-Framework nicht als statische „Checkliste“ zu verstehen ist. Vielmehr ist eine kontextsensible Reflexion und Priorisierung von Future Skills erforderlich, die sich an Hochschulprofilen, organisationalen Schwerpunkten und fachlichen Spezifika orientiert – und somit auch den auf Hochschulen lastenden Druck verringert.
Speaker: Nina Horstmann, Vera Gehrs
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Nina Horstmann
Senior Expert Empirische Methoden, CHE Centrum für Hochschulentwicklung -
Vera Gehrs
Standortbezogene Projektleitung im Verbundprojekt "LernKI"
Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Benick, M., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Johannsen, T., Blum, S., Dippelhofer, S., Frank, S., Sutter, C., Hildermeier, L., Sandmeir, A., Koch, H. & Rampelt, F. (2025). Future Skills 2030. Wissenschaftlicher Bericht zum aktualisierten Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin.
https://doi.org/10.5281/zenodo.17879350
Rampelt, F., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Sandmeir, A., Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Johannsen, T., Blum, S., Frank, S., Sutter, C. & Koch , H. (2025). Future Skills 2030. Ein aktualisiertes Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin. https://doi.org/10.5281/zenodo.17910748
10:05 – 10:35
Escape Rooms: Kreativität und Ko-Kreation für NachhaltigkeitIm Mittelpunkt des Inputs steht die Frage, wie Lernsettings gestaltet sein müssen, damit Studierende nicht nur Wissen zu Nachhaltigkeitsthemen aufbauen, sondern zugleich zentrale Kompetenzen für Transformation einüben. Am Beispiel eines Moduls an der HWR Berlin, in dem Studierende eigenständig Escape Rooms zu Nachhaltigkeitsthemen konzipieren, umsetzen und reflektieren, zeige ich, wie Kreativität, Ko-Kreation, Perspektivwechsel und Umgang mit Komplexität praktisch erfahrbar werden. Einige der Inner Development Goals (IDGs) dienen dabei als Rahmen, um diese Kompetenzen sichtbar zu machen und gezielt in die Aufgabenstellung zu integrieren. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die Kursstruktur, Beispiele für Aufgabenstellungen und konkrete Anregungen, wie sie ähnliche Formate – analog, digital oder hybrid – in ihre eigene Lehre übertragen können.
Speaker: Annett Baumast
10:50 – 11:20
🌱 Crowdfunding lernen: studentische Projekte mit Eigeninitiative und ökologischer VerantwortungIm Master Online-Kommunikation an der Hochschule Anhalt realisieren Studierende seit über zehn Jahren Crowdfunding-Kampagnen für ökologische Projekte mit realer Wirkung. Im aktuellen Projekt haben die Studierenden die Finanzierung und Pflanzung von 1.600 Bäumen realisiert. Das Ergebnis ist die Überführung einer geschädigten Monokultur in einen widerstandsfähigen Mischwald. Die Studierenden verantworten Strategie, Kommunikation, Community-Aufbau und Zielerreichung mit öffentlicher Sichtbarkeit und realer Umsetzung.
Im Mittelpunkt steht der Lernprozess unter Bedingungen realer Wirksamkeit von Erfolg und Scheitern. Der Beitrag zeigt, wie Verantwortung, Unsicherheit und reale Konsequenzen Selbstwirksamkeit, persönliches Wachstum und Kompetenzentwicklung fördern.
🌱 Environmental sustainability
Speaker: Ina Brodkorb, Maxi Vogt, Daniel Michelis, Henrike Schlegel
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Ina Brodkorb
Master-Studentin der Online-Kommunikation an der Hochschule Anhalt -
Maxi Vogt
Master-Studentin der Online-Kommunikation an der Hochschule Anhalt -
Daniel Michelis
Master Online-Kommunikation, Hochschule Anhalt -
Henrike Schlegel
Master-Studentin der Online-Kommunikation an der Hochschule Anhalt
11:25 – 11:55
Mind the Gap: Welche Future Skills der Wirtschaft fehlenDeutsche Unternehmen stehen unter massivem Druck: Technologische Transformation, KI-Revolution und der Fachkräftemangel fordern neue Kompetenzprofile, die oft nicht schnell genug bedient werden können. Doch welche Future Skills fehlen in der Praxis wirklich? Wir präsentieren die exklusiven Ergebnisse einer umfassenden Unternehmensbefragung auf Basis des neuen Future-Skills-Frameworks 2030. Dabei werfen wir einen Blick in die „Lücke“ (den Gap) zwischen hochschulischer Ausbildung und wirtschaftlichem Bedarf – von digitalen Spitzenkompetenzen bis hin zu transformativen Fähigkeiten. Erfahren Sie, wo die Wirtschaft den größten Anpassungsdruck sieht und diskutieren Sie mit uns, wie Hochschulen ihre Curricula gestalten können, um Absolvent:innen fit für die Welt von morgen zu machen.
Speaker: Anna Sandmeir, Annika Lübben, Henning Koch
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Anna Sandmeir
Programmmanagerin Future Skills, Stifterverband -
Annika Lübben
Wissenschaftliche Referentin Future Skills & KI, Stifterverband -
Henning Koch
Stifterverband
12:10 – 12:40
Lightning Talks: Kompetenzen & Lernen⭐ Lightning Talks: Kompetenzen & Lernen
⭐ ECHO im Raum statt „Danke fürs Referat“: Feedback, das Lernen auslöst
KI setzt Lernkulturen unter Druck: Wenn Inhalte schnell generiert werden können, wird die Qualität von Begegnung, Austausch und eigenständiger Reflexion in der Präsenzlehre umso wichtiger. Genau hier setzt ECHO an: ein offenes Kartenset (OER) mit 30 Leitfragen, das Feedback nach Präsentationen als Lern- und Austauschmoment gestaltet. Die Karten aktivieren drei Perspektiven: Comment (Rückmeldungen der Zuhörenden an die Vortragenden), Highlight (Selbstreflexion der Zuhörenden über das Gehörte) und Optimize (Selbstreflexion der Vortragenden über die eigene Präsentation). Im Lightning Talk zeigen wir, wie ECHO aus dem schnellen „Danke fürs Referat“ eine strukturierte, wertschätzende Feedbackrunde macht. Vorteil: ECHO ist fachübergreifend und als OER (www.echo-karten.de) sofort einsetzbar.
⭐ Transformieren lernen: Future Skills im Engagement sichtbar machen
Future Skills werden in der Hochschulbildung immer wichtiger – für die Persönlichkeitsentwicklung, die berufliche Zukunft, aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine lebendige Demokratie, in der Menschen Verantwortung übernehmen und Veränderungen anstoßen. Gerade diese wichtigen Zukunftskompetenzen können durch zivilgesellschaftliches Engagement besonders gut erlernt und gefördert werden. Doch tun viele Hochschulen sich schwer damit, diese Kompetenzentwicklung anzuerkennen und zu fördern. Das mit europäischen Partnern, Studierenden und Expert*innen partizipativ erarbeitete Framework EngageComp hat sich zum Ziel gesetzt, Studierenden und Hochschulen zu unterstützen, die studentische Kompetenzentwicklung durch zivilgesellschaftliches Engagement sichtbarer zu machen. Es umfasst drei Kompetenzbereiche, 21 Einzelkompetenzen und Civic and Democratic Competence als zentrale übergreifende Kompetenz. Der Lightning Talk stellt das Framework und die Initiative vor.
⭐ Unsichtbares Lernen: informell erworbene Kompetenzen im dualen Studium
Kernelement des dualen Studiums ist die Theorie-Praxis-Verzahnung auf verschiedenen Ebenen. Durch die Verbindung von akademischem Wissen und praktischem Handeln entwickeln die Studierenden ein vielschichtiges Kompetenzprofil. Vor allem informell erworbene Kompetenzen, die ohne Lernzielintention im „alltäglichen Doing“ entstehen, bleiben dabei oft unerkannt. Gerade diese haben allerdings großen Wert für ein ganzheitliches Kompetenzbild, die Ausbildung berufsbiografischer Kompetenz und Selbstwirksamkeit. Unser Vortrag beleuchtet das Wesen dieser informell erworbenen Kompetenzen und zeigt auf, welches Potenzial ihre Sichtbarmachung für die volle Entfaltung des dualen Studienmodells bietet. Damit setzen wir Impulse für eine Kompetenzklasse, die zwar zunehmend an Bedeutung gewinnt, im Hochschulalltag jedoch meist noch unberücksichtigt bleibt.
⭐ Wie der Dialog mit KI-Avataren Lernprozesse sichtbar macht
Mündliche Lern- und Prüfungssituationen sind dialogisch – dennoch werden sie in der Lehre selten systematisch trainiert. In dieser Session wird gezeigt, wie Studierende in einem KI-gestützten Avatar-System (ExamSim) reale Gesprächssituationen mit einer digitalen Gesprächspartnerin durchspielen: von politischen Entscheidungspitches über mündliche Marketingprüfungen bis hin zu interaktiven Sprachkursen in Italienisch und Spanisch. Der Fokus liegt dabei auf dem didaktischen Effekt der Avatar-Dialoge: Durch wiederholte Gespräche mit unmittelbarem Feedback werden implizite Denk- und Lernprozesse hörbar und gezielt weiterentwickelt. Anhand originaler Dialogsequenzen wird sichtbar, wie Argumentationsklarheit, Fachsprache und Zielorientierung zunehmen. Eine kurze Live-Interaktion mit dem Avatar und eine gemeinsame Analyse mit dem Publikum machen die Lernmechanismen unmittelbar erfahrbar.
⭐ COSMOPOLITERACY: Global-räumliche Orientiertheit als fehlende Future Skill-Dimension 2026
Trotz „Under Pressure“ (Entscheiden bei Unsicherheit), betonen viele Future-Skills-Debatten Digital/Data/Soft Skills und lassen dabei eine Kompetenzdimension unterbelichtet: GLOBAL-RÄUMLICHE ORIENTIERTHEIT als „mentale Weltkarte“ (Weltwissen, Verortung, Relationen). COSMOPOLITERACY bündelt diese Dimension und fungiert als Brücke zwischen Global Competence (handlungsbezogene Fähigkeiten) und Global Identity (Zugehörigkeits- und Verantwortungsbezug). Der Aufbau erfolgt nicht primär über Analyse, sondern über erfahrungsbasierte, schrittweise Weltaneignung (qualitativ-phänomenologisch).
Der Lightning Talk skizziert die Relevanz-Logik, Framework-Lücken und eine curricular robuste Implementationsidee (fachübergreifend und bildungsstufenunabhängig).
⭐ Hochschulübergreifende Kooperation gestalten
Leitgedanke ist eine „Kultur des Teilens“ (Powell 2015), in deren Rahmen sich Lehrende verschiedener Hochschulstandorte freiwillig in thematischen Gruppen zusammenschließen. Über zwei Jahre hinweg wurden Lehrende aus den Bildungswissenschaften und verschiedenen Fachdidaktiken im Projekt PrimOER in den Austausch gebracht, um gemeinsam Lehrkonzepte in der Primarstufenlehrkräftebildung zu entwickeln bzw. zu teilen. Im Fokus steht, wie der Aufbau einer hochschulübergreifenden Fachcommunity in der Primarstufenlehrkräftebildung offene, kollaborative Praktiken und den Austausch über Lehrpraxis stärkt. Es wird aufgezeigt, was freiwillige Kooperationen ermöglicht, welche Potenziale diese eröffnen und wo ihre Hürden liegen. Teilnehmer*innen nehmen übertragbare Impulse und konkrete Ansatzpunkte für den Aufbau eigener Communityformate mit.
Speaker: Tobias Seidl, Celina-Zoe Sepaintner, Jörn Allmang, Laura Eigbrecht, Silke Heusohn, Lydia Kolano-Law, Paul Dölle, Angelika Neudecker, Jana Löwen, Lorena Bruhnke
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Tobias Seidl
Hochschule der Medien Stuttgart -
Celina-Zoe Sepaintner
Hochschule der Medien -
Jörn Allmang
DHBW Karlsruhe -
Laura Eigbrecht
DHBW Karlsruhe -
Silke Heusohn
Mitarbeiterin im Verbundprojekt Dual H3 -
Lydia Kolano-Law
DHBW Karlsruhe -
Paul Dölle
Zentrum für Hochschullehre, Universität Bayreuth und Geschäftsführender Gesellschafter der Trainexus UG (haftungsbeschränkt) -
Angelika Neudecker
Leitung Trendscouting im Think Tank Medien und Informatik (PHBern) -
Jana Löwen
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Paderborn -
Lorena Bruhnke
Universität Bielefeld – Fakultät für Erziehungswissenschaft, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt PrimOER
12:45 – 13:15
Lightning Talks: Methoden & Lehren⭐ Lightning Talks: Methoden & Lehren
⭐ Lernergebnisse des Lernens mit Chatbots in der Hochschullehre: Chancen & Handlungsoptionen
Der Kurzvortrag thematisiert Lernergebnisse beim Einsatz von Chatbots in der Hochschullehre und geht der Frage nach, welche Lernergebnisse und Wissenszuwachs dadurch tatsächlich unterstützt werden. Auf Grundlage einer systematischen Scoping-Review wurden empirische Studien analysiert, die den Einfluss von Chatbots auf faktisches, konzeptuelles und prozedurales Wissen der Lernenden untersuchen. Im Fokus steht, welche Lernziele zuverlässig gefördert werden und wo Grenzen bestehen. Die Ergebnisse zeigen, dass Chatbots vor allem bei der Wissensabfrage (z.B. Deng et al., 2025; Wu & Yu, 2025), Lernorganisation und kurzfristigen Leistungsverbesserungen wirksam sind, während Effekte auf tiefere Lernprozesse stark vom didaktischen Design abhängen. Teilnehmende erhalten eine strukturierte Einordnung des aktuellen Forschungsstands sowie konkrete Ansatzpunkte für einen reflektierten und zielgerichteten Einsatz von Chatbots in der Hochschullehre.
⭐ Beyond Hybrid Teaching: Wie Serious Games das Lehren und Lernen im KI-Zeitalter neu beleben
Hochschulen stehen 2026 unter massivem Druck: technologischer Wandel, KI-Integration, digitale Transformation und knappe Budgets verändern Lehre und Lernen tiefgreifend. Under Pressure beschreibt dabei nicht nur Belastung, sondern auch eine Chance: Druck kann zum Treiber für didaktische Innovation werden.
In vielen Lehrsettings zeigt sich jedoch ein Paradox. Hybride und asynchrone Formate eröffnen Flexibilität, gehen aber häufig mit einem Verlust sozialer Dynamik einher. Häufig wird ein Verlust an Interaktion beschrieben, Beziehung als zentrale Grundlage von Lernen gerät in den Hintergrund. Leere Hörsäle, kaum genutzte synchrone Angebote, minimale Beteiligung in Online-Räumen und durch KI zunehmend homogen wirkende Leistungen prägen vielerorts das Bild. Klassische Aktivierungsversuche greifen dort zu kurz, wo soziale Verbundenheit fehlt.
Dieser Vortrag argumentiert, dass dieser Befund weniger ein technisches als ein sozial-didaktisches Problem ist. Er zeigt, wie der gezielte Einsatz von Serious Games und Planspielen als Resilienz-Hebel in digital dominierten Lernumgebungen wirken kann. Kollaborative Formate wie das Fishing Game, Climate Fresk oder LEGO® Serious Play® schaffen gemeinsam erlebte Situationen, die kognitive, affektive und soziale Lernprozesse verbinden. Sie erzeugen Gemeinschaft, Reflexion und geteiltes Verständnis – genau jene Qualitäten, die unter KI-Bedingungen besonders unter Druck stehen – und bilden eine tragfähige Basis für anschließende digitale und teil-asynchrone Arbeitsphasen.
Anhand konkreter Beispiele und reflektierter Praxiserfahrungen zeigt der Vortrag, wie Serious Games soziale Lernräume reaktivieren, Lernende zur aktiven Teilhabe einladen und Lehrende neu in Beziehung zu Studierenden setzen. Er lädt dazu ein, Lehre im KI-Zeitalter nicht nur effizienter, sondern bewusst sozial robuster zu gestalten und so dem Festivalmotto Under Pressure mit einer zukunftsfähigen, erfahrungsbasierten Lehrpraxis zu begegnen.
⭐ Aus dem KI-Use-Case-Kosmos: Inspiration aus der Community
Der KI-Use-Case-Katalog und die Studie „KI in Studium und Lehre – Use-Cases und Gelingensbedingungen“ (Wannemacher et al., 2025) des Hochschulforums Digitalisierung bündeln in realen Anwendungsfälle aus der Community (77 Cases aus dem Call for Cases 2024, plus 53 neue Einreichungen). In diesem Lightning-Talk werden die Erkenntnisse aus der aktuellen Einreichungsrunde gebündelt präsentiert und zugehöriger interaktiver Katalog demonstriert. So erhalten Sie einen Überblick, welche Aufbereitung für Sie nützlich sein kann und können sich durch die Sammlung an Cases schnell übertragbare Ansätze für Lehre, Administration und Support erschließen.
⭐ E-Tutor-Programme als Motor für nachhaltige digitale Lehrinnovation
Viele Hochschulen fördern digitale und KI-gestützte Lehre, doch Innovation bleibt häufig punktuell und kurzlebig. Diese Session zeigt anhand von 198 Lehrprojekten aus einem universitären E-Tutor-Programm, wie kontinuierliche studentische Implementationsunterstützung nachhaltige pädagogische Entwicklung ermöglicht. Die Auswertung über neun Jahre macht sichtbar, dass Lehrende überwiegend interaktive, kompetenzorientierte Formate realisieren – und dass komplexere digitale und KI-gestützte Szenarien vor allem dort entstehen, wo operative Unterstützung dauerhaft verfügbar ist. Statt Technik als Auslöser von Innovation zu betrachten, rückt der Beitrag institutionelle Umsetzungskapazität in den Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erhalten empirisch fundierte Einblicke, wie E-Tutor-Strukturen Lehrentwicklung beschleunigen, Skalierung ermöglichen und didaktische Qualität sichern.
⭐ Promptbasierte KI-Rollenspiele für jede Lehrveranstaltung
Wie lässt sich ein Rollenspiel so gestalten, dass alle Studierenden parallel üben, ohne Peer-Bühne, und dabei mehrere Durchläufe vergleichbar bleiben? Ich erläutere die Bausteine des KI-gestützten Rollenspiels zur Förderung von Kommunikations- und Problmelösungskompetenz. Zudem zeige ich, wie sich Rollen und Szenarien austauschen lassen, um die Lehrmethode in jede Lehrveranstaltung integrieren zu können. Mitnehmen: Ich teile die Prompts, mit denen Lehrende eigene Rollenspiele für ihre Lernsituation entwerfen, abstimmen und entwickeln können. Einfach zu bedienen, umzusetzen und ausschließlich auf Basis ausführlicher Prompts.
Speaker: Lena Lorenz, Daniela Schmitz, Christina Terpstra-Rundel, Clemens Möller, Carolin Then Bergh, Jens Tobor, Paul Dölle, Michael Barton
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Lena Lorenz
Universität Witten/Herdecke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin - An der Juniorprofessur für Innovative und Digitale Lehr- und Lernformen in der Multiprofessionellen Gesundheitsversorgung -
Daniela Schmitz
Universität Witten/Herdecke, Juniorprofessur für Innovative und Digitale Lehr- und Lernformen in der Multiprofessionellen Gesundheitsversorgung -
Christina Terpstra-Rundel
Studiengangskoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, IZL2 -
Clemens Möller
Biophysics Prof | Scientific Director @ IZL² | Academic Director @ Sustainability Studies (MSc) -
Carolin Then Bergh
Hochschulforum Digitalisierung -
Jens Tobor
Projektmanager, Hochschulforum Digitalisierung -
Paul Dölle
Zentrum für Hochschullehre, Universität Bayreuth und Geschäftsführender Gesellschafter der Trainexus UG (haftungsbeschränkt) -
Michael Barton
Universität Leipzig, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Personalwirtschaftslehre
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
Das neue Future-Skills-Framework 2030 - Zukunftskompetenzen für eine Welt im WandelHochschulen stehen unter wachsendem Veränderungsdruck: Künstliche Intelligenz, Klimakrise, demokratische Erosion und Fachkräftemangel stellen etablierte Kompetenzprofile ebenso infrage wie überfüllte Curricula. Das Future-Skills-Framework 2030 des Stifterverbands bietet einen systematischen Orientierungsrahmen, um diesen Herausforderungen strategisch zu begegnen.
In der Session wird die Struktur und Logik des Frameworks vorgestellt, mit besonderem Fokus auf Kompetenzbereiche, die als Reaktion auf gesellschaftlichen und technologischen Wandel an Bedeutung gewonnen haben – darunter transformative Zukunftskompetenzen wie Resilienz und Ambiguitätstoleranz sowie gemeinschaftsorientierte Kompetenzen wie Demokratiekompetenz.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird diskutiert, wo das Framework in der Hochschulpraxis Orientierung bietet, wo Grenzen sichtbar werden und wie es als strategischer Kompass für Lehre, Studium und Hochschulentwicklung genutzt werden kann. Die Session kombiniert einen kurzen Input mit moderierter Diskussion und interaktiven Elementen.
Speaker: Anna Sandmeir
Rampelt, F., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Sandmeir, A., Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Johannsen, T., Blum, S., Frank, S., Sutter, C., Koch, H. (2025). Future Skills 2030. Ein aktualisiertes Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin. https://doi.org/10.5281/zenodo.17910748
Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Benick, M., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Johannsen, T., Blum, S., Dippelhofer, S., Frank, S., Sutter, C., Hildermeier, L., Sandmeir, A., Koch, H., Rampelt, F. (2025). Future Skills 2030. Wissenschaftlicher Bericht zum aktualisierten Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin. https://doi.org/10.5281/zenodo.17879350
14:50 – 15:20
Skills für Klima und Vulnerabilität entwickelnDer Beitrag befasst sich mit der Frage, welche Kompetenzen Menschen benötigen, um in komplexen, unsicheren und durch den Klimawandel geprägten Kontexten handlungsfähig zu bleiben. Im Zentrum steht die Analyse internationaler Kompetenzrahmen aus den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Global Health und Planetary Health. Auf dieser Basis wird gezeigt, wie Schlüsselkompetenzen wie systemisches, antizipatorisches, normatives und strategisches Denken (Wiek et al., 2011; Brundiers et al., 2021) für das Themenfeld Klima und Vulnerabilität konkretisiert und operationalisiert werden können. Teilnehmende erhalten einen strukturierten Überblick über relevante Kompetenzmodelle (u.a, Jagals & Ebi, 2021; Frankson et al., 2016; Jacobsen et al., 2024) sowie Einblicke, wie diese für Curricula und Weiterbildung nutzbar gemacht werden können, insbesondere mit Blick auf Future Skills jenseits rein technischer Qualifikationen.
Speaker: Daniela Schmitz
Brundiers, K., Barth, M., Cebrián, G. et al. Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. Sustain Sci 16, 13–29 (2021). https://doi.org/10.1007/s11625-020-00838-2
Frankson R. Frankson, W. Hueston, K. Christian, D. Olson, M. Lee, L. Valeri, et al., One health core competency domains, Front. Public Health 4 (2016) 192.
Jacobsen, K. H., Waggett, C. E., Berenbaum, P., Bayles, B. R., Carlson, G. L., English, R., Faerron Guzmán, C. A., Gartin, M. L., Grant, L., Henshaw, T. L., Iannotti, L. L., Landrigan, P. J., Lansbury, N., Li, H., Lichtveld, M. Y., McWhorter, K. L., Rettig, J. E., Sorensen, C. J., Wetzel, E. J., Whitehead, D. M., … Martin, K. (2024). Planetary health learning objectives: foundational knowledge for global health education in an era of climate change. The Lancet. Planetary health, 8(9), e706–e713. https://doi.org/10.1016/S2542-5196(24)00167-0
Jagals, P., & Ebi, K. (2021). Core Competencies for Healt
15:35 – 16:05
„Unsichtbare Schätze“- informell erworbene Kompetenzen sichtbar machenIm dualen Studium stehen Studierende unter hohem Zeit- und Leistungsdruck, weshalb oft wenig Raum für vertiefende Reflexionsanlässe bleibt. Damit bleiben den Studierenden wertvolle, insbesondere informell erworbene Kompetenzen bzw. ein ganzheitliches Kompetenzprofil im Verborgenen. An dieser Stelle setzt das Projekt Dual³ an: Unter der Fragestellung, wie sich insbesondere informell erworbene Kompetenzen sichtbar und greifbar machen lassen, werden im Rahmen des Vortrages die bisherigen Forschungsergebnisse und Konzeptionsarbeiten zur Entwicklung eines KI-gestützten Portfolios mit menschlichem Coaching als Hybridansatz vorgestellt. Die Teilnehmenden sind durch die anschließende Diskussion eingeladen, sich partizipativ an der Gestaltung des Konzepts zu beteiligen und Impulse für die Sichtbarmachung informell erworbener Kompetenzen in den eigenen Hochschulalltag mitzunehmen.
Speaker: Lydia Kolano-Law, Silke Heusohn
Bäcker, E. M., & Zawacki-Richter, O. (2012). Kompetenzen versus Qualifikationen – Hybride Kompetenzerfassung anhand von Portfolios als retrospektive Dokumentation von Kompetenzen in der Hochschule. In J. Erpenbeck (Hrsg.), Der Königsweg zur Kompetenz: Grundlagen qualitativ-quantitativer Kompetenzerfassung (S. 89–112). Waxmann.
Johannsen, T., & Philipp, T. (2021). Duales Studium. In Handbuch Transdisziplinäre Didaktik: Hochschulbildung: Lehre und Forschung (Nummer 1, S. 79–91). transcript : Bielefeld. https://doi.org/10.25656/01:27643
Kleine, S. M., Sohlau, S., Seifert, A., & Buhl, H. M. (2024). Förderung der Selbstreflexion und Weiterentwicklungsorientierung durch reflexionsorientierte Workshops im Lehramtsstudium. Herausforderung Lehrer*innenbildung - Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion, Bd. 7 Nr. 1 (2024): Herausforderung Lehrer*innenbildung, Ausgabe 7. https://doi.org/10.11576/HLZ-6392
Meyer-Guckel, V., Nickel, S., Püttmann, V., & Schröder-Kraleman
Global Perspectives (DIGITAL)
09:30 – 10:00
🌍 Digital Educational Ecosystem for Ukrainian Universities: A Strategic Approach to Resilience and SusRussia's war against Ukraine has caused unprecedented damage to the higher education system, forcing over 30 universities into displacement and setting digital transformation as a matter of institutional survival. In response, Ukrainian universities initiated the creation of a virtual, multilateral, open university platform to ensure educational continuity despite ongoing destruction and displacement. This session presents the DigiUni project (Erasmus+), uniting 26 partners from Ukraine and Europe. We showcase how collaborative digital innovation addresses wartime challenges: maintaining educational quality across dispersed communities, serving students in occupied territories, and ensuring access during electricity blackouts and air raids. Participants will learn practical approaches to crisis-responsive digital infrastructure, inter-institutional collaboration at scale, and sustaining academic mission when physical infrastructure is lost.
🌍 Global Perspectives
Speaker: Kseniia Smyrnova, Alla Tsapiv, Roman Petyur, Taras Panchenko
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Kseniia Smyrnova
Vice-rector for international cooperation of Taras Shevchenko Natioal University of Kyiv -
Alla Tsapiv
Vice-Rector for Internationalisation -
Roman Petyur
Taras Shevchenko National University of Kyiv, Head of the International Relations Office -
Taras Panchenko
Taras Shevchenko National University of Kyiv
10:05 – 10:35
🌍 AI-Based Oral Assessments of Learning: RIP Multiple Choice ExamsEducators moved from rich oral assessments of learning to the widespread use of multiple-choice , primarily because multiple choice exams allowed for an objective assessment of learning at scale. The acceleration of generative AI is changing education in many ways, some challenging, but others offering great opportunity. In my presentation I will highlight how we are using conversational AI to perform oral assessments of learning at scale in my 1800 student class. A lot of research needs to be done to insure such assessments are valid, fair, and superior to multiple choice testing, but we are convinced this is the future of assessment in education. Not only will it provide a more holistic and equitable testing environment, but more importantly the ability to assess learning holistically will support innovation in education more generally.
🌍 Global Perspectives
Speaker: Steve Joordens, Brian Harrington
-
Steve Joordens
University of Toronto Scarborough -
Brian Harrington
Co-found and Chief Research Officer at TalkLab, Professor of Computer Science at the University of Toronto
10:50 – 11:55
🌍 KI-Kompetenzen aus der internationalen PerspektiveDieser Beitrag untersucht internationale Ansätze aus der Perspektive des globalen Netzwerks des DAAD und konzentriert sich dabei auf verschiedene Länder. Einige Hochschuleinrichtungen integrieren KI fächerübergreifend und verbinden technisches Fachwissen mit sozialer Inklusion und Nachhaltigkeit. Andere legen den Schwerpunkt auf groß angelegte, praxisorientierte Reformen, die von der frühkindlichen Bildung bis hin zu speziellen KI-Instituten an Universitäten reichen und durch starke Partnerschaften zwischen Hochschulen und Industrie unterstützt werden. Wiederum andere folgen einem ganzheitlichen Ansatz, der Ethik, Datenkompetenz und Innovation durch umfassende nationale Strategien miteinander verbindet. Durch den Vergleich dieser unterschiedlichen Kontexte zeigt der Beitrag, wie politische Prioritäten, institutionelle Rahmenbedingungen und kulturelle Werte die Entwicklung von KI-Kompetenzen prägen.
🌍 Global Perspectives
Speaker: Regina Ring
12:10 – 12:40
Decline of Opportunities? Threats and Strategic Choices for Future Proof UniversitiesWe will show how higher education in many countries is coming under pressure from a triple challenge: declining student numbers (“double shrinkage”), shifting societal expectations, and growing governance turbulence. We also show what systemic reforms are needed to remain future-proof.
Core questions
-How should higher education respond to falling domestic and international enrolments?
-How can institutions maintain their societal “licence to operate” amid criticism, instrumentalisation and declining returns to degrees?
-What governance, funding and organisational changes are needed to cope with increasing uncertainty and turbulence?
Key takeaways
-Shrinkage and societal pressure cannot be solved institution by individual universities.
-A shared long-term vision toward 2035, stronger system-level governance, a redesigned funding model, strategic scenario planning, and more collaboration are essential to avoid fragmentation, loss of quality, and declining public support for higher education.
-It is vital that the central government should take a leading role.
Our presentation elaborates how this can be done. Our evidence base comes from a series of strategy projects and change projects in Dutch universities, as well as a country comparison that was conducted for the Dutch Ministry of Education and Sciences (2025-2026). The study identified challenges in higher education systems in ten countries, as well as policy responses to these challenges. It was conducted by the University of Twente and Mellom Advisory.
Speaker: Derek Jan Fikkers
Will follow.
12:45 – 13:15
🚨 Growing critical minds in the age of aesthetic AIHow do we empower students to look beneath the surface of AI-generated content to verify its underlying substance? This session explores the aesthetic bias trap, a phenomenon where high-quality AI layouts can influence perceptions of academic quality. Participants discover how to recalibrate student expectations and evolve the grading process for a new era of digital content.
Key Takeaways:
A classroom exercise that tests and strengthens student critical thinking.
A recommendation for shifting grading from visual output to source traceability.
A method to help students bridge the gap between AI efficiency and academic integrity.
🚨 Fringe
Speaker: Catalina Mueller
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
Decolonizing AI: Intersectional, Feminist & Ecological Literacy for AcademicsAs AI reshapes research across disciplines, its deployment often reproduces systemic inequalities, epistemic violence, and ecological harm — placing universities under pressure to respond. I present a tested prototype for critical AI literacy, developed at Freie Universität Berlin, designed as a 2-hour crash workshop for academics.
This is not a technical tutorial — it’s a pedagogical intervention that positions AI not as a neutral tool, but as a site of political, epistemic, and ecological contestation. The workshop integrates:
Bias auditing pipelines — to surface and interrogate algorithmic discrimination
CO₂ estimation for AI workflows — to make ecological costs visible and actionable
Mitigation of AI hallucinations & fake epistemologies — through interpretive, context-aware evaluation
Use of academic, non-hegemonic, European, feminist, and open-source models — deliberately moving beyond ChatGPT, Claude, and other US-corporate AI that reproduce global inequalities
Human-centered evaluation — treating AI outputs as interpretive data points, not authoritative answers
The prototype is designed to be co-developed, adapted, and scaled — and I am seeking host universities across Europe to invite me to run this lab with their students, faculty, or research groups. All collaborators will be acknowledged in resulting publications and presentations.
This session is an invitation to join a growing network of institutions committed to responsible, critical, feminist, and intersectional AI education — not as an add-on, but as a core competency for 21st-century academia.
👥 Target Audience
Faculty, BA/MA students, Professors, Research Groups, Feminist Scholars, BIBOC Communities, AI Ethics Officers, University Administrators — especially those interested in piloting critical AI literacy at their institution.
Speaker: Verónica Mota Galindo
Breyer-Mayländer, T., Drechsler, D., & Zerres, C. (Hrsg.). (2025). KI-Transformation in Deutschland : Veränderungen in Gesellschaft, Kultur, Bildung und Wirtschaft / Thomas Breyer-Mayländer, Dirk Drechsler, Christopher Zerres. (1st ed.). utb GmbH. https://doi.org/10.36198/9783838565385
Criado-Perez, C. (2020). Invisible women : exposing data bias in a world designed for men / Caroline Criado Perez. Vintage. https://bvbr.bib-bvb.de:443/F
Hao, K. (2025). Empire of AI : dreams and nightmares in Sam Altman’s OpenAI / Karen Hao. Penguin Press. https://bvbr.bib-bvb.de:443/F
Haraway, D. J. (1991). A Cyborg Manifesto: Science, Technology, and Socialist-Feminism in the Late Twentieth Century 1. In Simians, Cyborgs, and Women (1st ed., pp. 149–181). Routledge. https://doi.org/10.4324/9780203873106-12
_________ (2016). Staying with the trouble : making kin in the Chthulucene / Donna J. Haraway. Duke University Press. https://doi.org/10.1515/9780822373780
Kirste-Go
14:50 – 15:20
🚨 The mistake is dead, long live the mistake! Introducing a concept for naive ideationThe AI-ethics researcher Luciano Floridi promotes a new form of writing appearing with LLMs: Distant writing. Authors will not write text themselves anymore, but guide a machine to do so. I argue this brings an unprecedented form of textual and cultural rationalization and homogenisation. This is also the dilemma for academic institutions nowadays: High pressure for quality homogenization and output expectations, on the other hand loss of the unique creative human perspective. Therefore, I suggest the concept of „naive ideation" that preserves the human voice and perspective, while not fully excluding the strength of AI-assisted writing.
🚨 Fringe
Speaker: Thomas Sommerer
Floridi, L. Distant Writing: Literary Production in the Age of Artificial Intelligence. Minds & Machines 35, 30 (2025). https://doi.org/10.1007/s11023-025-09732-1
Lacan, J. (1998). Tuché and Automaton. In The Four Fundamental Concepts of Psychoanalysis (pp. 53-64). W. W. Norton.
Marcus, G. (2022). Deep Learning Is Hitting a Wall. Nautilus. https://nautil.us/deep-learning-is-hitting-a-wall-238440/
15:35 – 16:05
🌍 Lightning Talks: Global Perspectives⭐ Lightning Talks: Global Perspectives
⭐ With or without pressure, education stakeholders need to be trained on GenAI usage
This presentation examines why all education stakeholders—teachers, administrators, students, and policymakers—require structured training on generative AI, whether external pressure exists or not. Using Eswatini as a focal point, it highlights emerging practices and lessons from the University of Eswatini’s AI Academy, where capacity-building efforts aim to strengthen responsible, context-sensitive AI use. The core question is how institutions can build digital and ethical readiness at scale. Participants will leave with practical insights on designing inclusive training pathways, identifying local needs, and supporting informed, sustainable AI adoption in education systems.
⭐ International Higher Education - What teaching competences do we need?
Teaching in international higher education contexts comes with challenges such as language barriers, culturally shaped expectations, and diverse pedagogical traditions.
What do educators do when teaching in international higher education, and which competences do they need?
We asked a broad international network of higher education practitioners what competences they consider essential. Based on a qualitative data analysis (Braun & Clarke, 2006), we propose the International Teaching Competence Framework, which specifies four areas in which educators should be trained to succeed in international teaching contexts. In our lightning talk, we present the framework and share insights into what educators with international teaching competence should be able to do from both an empirical and a practical perspective.
⭐ Connecting Universities for Collaborative Online International Learning
How to connect universities to make Collaborative Online International Learning (COIL) an integrated tool for internationalization, creating sustainable connections to partner universities. In this session, we will present best practices for establishing a virtual network for COIL with partner institutions from nine European countries. Our challenge was to find COIL partners for our teaching staff, with the help of international staff from didactics and e-learning at partner institutions, with whom we had no personal relationships until last year. By pitching our project at a kick-off event of our university alliance PIONEER and inviting all partners to in-person and online sessions, we built an online community around COIL with over 40 staff and faculty members throughout the alliance. Our strategy can be adapted for other projects in teaching, research, and third mission.
🌍 Global Perspectives
Speaker: Karen Ferreira-Meyers, Lisa Hüther-Pape, Elisa Bumann, Eva Zielasko
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Karen Ferreira-Meyers
Full Professor, Institute of Distance Education, University of Eswatini -
Lisa Hüther-Pape
Co-lead EPICUR Centre for International Teaching and Learning -
Elisa Bumann
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Hochschuldidaktik und digitale Lehrentwicklung, Projekt EPICUR -
Eva Zielasko
COIL Coordinator at TH Köln
16:10 – 16:40
🌍 Future Skills in Global Contexts: A Transatlantic Teaching ModelIn a global interdependent world defined by data-driven interactions, the ways individuals engage with data are deeply rooted in cultural values, histories, and worldviews. This proposal showcases a transatlantic teaching collaboration as a model for embedding future skills through reflective engagement with AI in the design process. The hybrid course integrates international collaboration into existing curricula, enabling students to critically explore how emerging technologies reshape creative, analytical, and decision-making practices. Working in cross disciplinary teams through global discussions, students examine differing international perspectives on AI governance, responsibility, and professional ethics while faculty focus their teaching on reflective judgment, adaptive collaboration, and ethical awareness as core competencies through complex learning environments.
🌍 Global Perspectives
Speaker: Claudia Roeschmann, Prof. Dr. Elisabeth Kaliva
-
Claudia Roeschmann
Texas State University, Professor + Associate Director for Design Innovation -
Prof. Dr. Elisabeth Kaliva
Digital Open Learning Lab, TH Köln
Franklin, S.W. (2023). The cult of creativity: A Surprisingly Recent History. University of Chicago Press.
Lima, M. (2023). The new designer. MIT Press.
Murdoch-Kitt, K., & Emans, D. (2020). Intercultural Collaboration by Design: Drawing from Differences, Distances, and Disciplines Through Visual Thinking. Routledge.
https://doi.org/10.4324/9780429268823
Ridsdale, C., Rothwell, J., Smit, M., Bliemel, M., Irvine, D., Kelley, D., Matwin, S., Wuetherick, B., & Ali-Hassan, H. (2015). Strategies and best practices for data literacy education: Knowledge synthesis report. https://doi.org/10.13140/RG.2.1.1922.5044
Schmitt, J., Miller, K. M., & Skiera, B. (2024). The impact of the General Data Protection Regulation (GDPR) on online usage behavior (SSRN Scholarly Paper 3774110). Social Science Research Network. https://doi.org/10.2139/ssrn.3774110
Strycharz, J., Ausloos, J., & Helberger, N. (2020). Data protection or data frustration? Individual perceptions and attitudes towards
Innovative Learning (DIGITAL)
09:30 – 10:00
Lehrportfolios neu denken durch persönliches Wissensmanagement mit digitalen DenkwerkzeugenKünstliche Intelligenz verändert nicht nur das Schreiben (Buck, 2025), sondern legt grundlegende Schwächen bestehender Bewertungs- und Reflexionspraktiken offen. Dies gilt auch für Lehrportfolios, die häufig stärker auf das fertige Produkt als auf Entwicklungs- und Denkprozesse fokussieren (Seldin et al., 2010; Siegel et al., 2025). Der Beitrag geht der zentralen Frage nach, wie Lehrportfolios im "inoformation age" mit digitalen Denkwerzeugen (z.B. generativer KI wie ChatGPT und notetaking Apps wie Obsidian) so gestaltet werden können, dass sie professionelle Entwicklung, Reflexion und Autorschaft tatsächlich unterstützen, statt zu formalen Dokumentationsinstrumenten zu werden. Diskutiert wird, welche Rollen diese Werkzeuge sinnvoll in Portfolioarbeit übernehmen kann (z. B. als Strukturierungs- oder Reflexionshilfe), wo klare Grenzen notwendig sind und wie Prozess-, Meta- und Kontextreflexion gestärkt werden können (Bass et al., 2025; Brookfield, 2017; Wieczorek et al., 2025). Die Teilnehmenden erhalten konzeptionelle Orientierung, praxisnahe Gestaltungsprinzipien und konkrete Anregungen für eine reflektierte, transparente und verantwortungsvolle Nutzung von dieser Tools in der Portfolioarbeit (Dean, 2022; Siegel et al., 2025).
Speaker: Dr. Stefan T. Siegel, Maik Arnold, David Lohner
-
Dr. Stefan T. Siegel
Senior Education Researcher and Lecturer | Evidence-informed Education -
Maik Arnold
Hochschule Nordhausen, Professor für Sozialmanagement -
David Lohner
dghd e.V. || NaWik || [[notizlab]]
Bass, S., Buchner, J., Garzi, M., Hermann, L., Hofmann, M., Mannai, M., Müller, S., Nüesch, C., Papageorgiou, K., Schallert-Vallaster, S., & Winder, G. (2025). St. Galler KI-Kompetenzrahmen für die Bildung. https://phsg.ch/idib
Brookfield, S. (2017). Becoming a critically reflective teacher (Second edition). Jossey-Bass.
Buck, I. (2025). Wissenschaftliches Schreiben mit KI. utb. https://doi.org/10.36198/9783838563657
Dean, B. A. (2022). Supporting writing a teaching portfolio by focusing on practice. International Journal for Academic Development, 28(3), 301–304. https://doi.org/10.1080/1360144X.2022.2122469
Seldin, P., Miller, J. E., & Seldin, C. A. (2010). The teaching portfolio: A practical guide to improved performance and promotion/tenure decisions (4. ed). Jossey-Bass.
Siegel, S. T., Lohner, D., & Arnold, M. (2025). Reimagining Teaching Portfolios Through Personal Knowledge Management with Digital Tools for Thought. Zeitschrift für Hochschulentwicklung,
10:05 – 10:35
Wicked Problems als Pressure transformativer und transdisziplinärer HochschullehreDie Session beschäftigt sich mit der Frage, wie sogenannte wicked problems in der Hochschullehre didaktisch sinnvoll aufgegriffen werden können. Wicked problems sind komplex, mehrdimensional und nicht disziplinär lösbar (Rittel & Weber, 1973), betreffen jedoch zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, chronische Erkrankungen oder reproduktive Gesundheit. Vorgestellt werden drei transdisziplinäre Lehr-Lernkonzepte aus der gesundheitsbezogenen Hochschullehre, die dialogische, reflexive und partizipative Formate nutzen (Daneshpour, 2022). Anhand der Themen Leben mit chronischen Erkrankungen, gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels auf vulnerable Gruppen und Schwangerschaftsabbruch wird gezeigt, wie Studierende unterschiedliche Wissensarten, Perspektiven und normative Fragen in die Problembearbeitung einbeziehen sowie , Vorannahmen reflektieren (Rudick, 2020; Wexler, 2009). Teilnehmende erhalten Einblicke in konkrete didaktische Umsetzungen sowie Ansatzpunkte für die Entwicklung transdisziplinärer Lernräume.
Speaker: Daniela Schmitz, Lena Lorenz
-
Daniela Schmitz
Universität Witten/Herdecke, Juniorprofessur für Innovative und Digitale Lehr- und Lernformen in der Multiprofessionellen Gesundheitsversorgung -
Lena Lorenz
Universität Witten/Herdecke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin - An der Juniorprofessur für Innovative und Digitale Lehr- und Lernformen in der Multiprofessionellen Gesundheitsversorgung
Daneshpour, H., & Kwegyir-Afful, E. (2022). Analysing Transdisciplinary Education: A Scoping Review. Sci & Educ, 31, 1047–1074.
Rittel, H., & Webber, M. (1973). Dilemmas in a general theory of planning. Policy Sciences, 4(2), 155-169.
Rudick, C.K. (2020). Wicked problems as moral crossroads: choosing the path for human flourishing. Communication Education. 69(4), 545-548. https://doi.org/10.1080/03634523.2020.1810725
Wexler, M.N. (2009). Exploring the moral dimension of wicked problems. International Journal of Sociology and Social Policy, 29(9/10), 531-542.
10:50 – 11:20
Remote Lab Challenge: Digitale Labore im Challenge-based Learning (mit)gestaltenDieser Beitrag stellt die „Remote Lab Challenge“ vor, die Challenge-Based Learning mit der partizipativen Entwicklung von Remote-Labs verbindet. Als Mitgestaltende digitaler Laborlehre konzipieren Studierende im Rahmen der Challenge eigenverantwortlich Versuchsaufbauten und Nutzungsszenarien für Studierende und Schüler*innen und trainieren dabei Future Skills wie kollaboratives Problemlösen, interdisziplinäres Denken und digitale Gestaltungskompetenz (Ehlers, 2020).
Die Remote Lab Challenge reagiert auf begrenzte Laborkapazitäten, steigende Studierendenzahlen und den Bedarf an flexiblen digitalen Lernumgebungen (Gomes & Bogosyan, 2009; Ortelt et al., 2021). Zugleich entstehen neue Remote-Experimente und zusätzliche praxisnahe Lernangebote, die digitale Laborinfrastrukturen erweitern. Das Format zeigt, wie Studierende zur Weiterentwicklung digitaler Laborlehre beitragen und experimentelle Lehre unter Ressourcen- und Transformationsdruck partizipativ und skalierbar gestaltet werden kann.
Speaker: Bianca Griech
Ehlers, U.-D. (2020). Future Skills: Lernen der Zukunft – Hochschule der Zukunft. Springer.
Gomes, L., & Bogosyan, S. (2009). Current trends in remote laboratories. IEEE Transactions on Industrial Electronics, 56(12), 4744–4756.
Ortelt, T. R., et al. (2021). Remote labs in engineering education: Trends and challenges.
Reid, D., et al. (2022). Remote laboratories in higher education: Integration and future directions.
11:25 – 11:55
"KI-Aktionswoche" – ein partizipatives Lern- und LehrexperimentWas geschieht, wenn eine Designfakultät den Lehrbetrieb aussetzt, um zu lernen, was sie noch nicht lehren kann? Im Winter 2025 pausierte die Fakultät Design der HTW Dresden für eine Woche den regulären Stundenplan und initiierte eine offene KI-Woche. Statt Curriculum und Modulen: gemeinsame Exploration. Statt Hierarchie und Konsultationen: konsequenter Rollenwechsel. Lehrende wurden zu Lernenden, Studierende zu Impulsgebenden.
Die Dynamik generativer KI fordert Hochschulen strukturell heraus – neue Tools, brüchige Prüfungsformate, verschobene Wissensordnungen und sich immer schneller wandelnde Rahmenbedingungen lassen kaum Zeit zum Reagieren. Unsere KI-Woche verstand sich als Reallabor und experimenteller Möglichkeitsraum, in dem Gestaltung zur Methode wurde. Der Beitrag reflektiert Konzeption, Durchführung und Erkenntnisse dieses einwöchigen Ausnahmezustands.
Speaker: Severin Göbel-Groß
12:10 – 12:40
#hacktheworldabetterplace - jetzt erst rechtHochschulen stehen unter Druck: finanzielle Engpässe, KI-Transformation, Fachkräftemangel und gesellschaftliche Spannungen fordern neue Antworten in der Lehre. Wie können sie trotz knapper Ressourcen Innovationsräume schaffen? Der Beitrag zeigt, wie Kooperationen mit der Hacker School Studierende befähigen, digitale Kompetenzen praxisnah zu vermitteln und zugleich gesellschaftliche Wirkung zu entfalten. Anhand konkreter Hochschulformate wird diskutiert, wie resiliente Bildungsökosysteme entstehen – kooperativ, wirksam und skalierbar.
Speaker: Julia Freudenberg
12:45 – 13:15
Online-Barcamp: Arbeite an deinen Fragen zu offener Bildung (hosted by OER): Einführung &SessionplanDas Online-Barcamp ist ein offenes (Weiter-)bildungsformat rund um digitale und offene Bildung sowie offene Bildungsmaterialien.
Bei einem Barcamp gibt es kein kuratiertes Programm: Die Teilgebenden bringen ihre eigenen Themen, Fragen und Erfahrungen mit. Im Vorfeld sammeln wir gemeinsam Sessions (so heißen die einzelnen Programmpunkte) – daraus entsteht nach und nach ein vielfältiges Programm.
https://go.oercamp.de/oercamp-goes-uff-2026/schedule/
Reiche hier deine eigene Session ein!
https://go.oercamp.de/oercamp-goes-uff-2026/submit/
Im Mittelpunkt stehen dabei keine fertigen Vorträge oder Ergebnisse, sondern gemeinsames Arbeiten an Fragen, Ideen und Problemen aus der Praxis: Erfahrungen teilen, Herausforderungen sortieren, Ideen weiterentwickeln und Ansätze gemeinsam durchdenken.
Das Online-Barcamp richtet sich an alle, die sich mit zeitgemäßer Bildung beschäftigen – egal ob mit oder ohne Vorerfahrung im Bereich Open Educational Resources (OER) und Practices (OEP).
Wer mag, kann selbst einen Blick in die Sessions vergangener Barcamps werfen – z. B. beim OERcamp Hannover 2025.
https://go.oercamp.de/hannover-2025/schedule/#2025-09-05
Speaker: Annabelle Putscher, Frank Homp
-
Annabelle Putscher
Moderatorin und Eventmanagerin im Team OERcamp bei J&K -
Frank Homp
Co-Redaktionsleitung und Community Management im Team OERcamp bei J&K
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:20
Online-Barcamp: Arbeite an deinen Fragen zu offener Bildung (hosted by OERcamp): Sessions 1 & 2Das Online-Barcamp ist ein offenes (Weiter-)bildungsformat rund um digitale und offene Bildung sowie offene Bildungsmaterialien.
Bei einem Barcamp gibt es kein kuratiertes Programm: Die Teilgebenden bringen ihre eigenen Themen, Fragen und Erfahrungen mit. Im Vorfeld sammeln wir gemeinsam Sessions (so heißen die einzelnen Programmpunkte) – daraus entsteht nach und nach ein vielfältiges Programm.
https://go.oercamp.de/oercamp-goes-uff-2026/schedule/
Reiche hier deine eigene Session ein!
https://go.oercamp.de/oercamp-goes-uff-2026/submit/
Im Mittelpunkt stehen dabei keine fertigen Vorträge oder Ergebnisse, sondern gemeinsames Arbeiten an Fragen, Ideen und Problemen aus der Praxis: Erfahrungen teilen, Herausforderungen sortieren, Ideen weiterentwickeln und Ansätze gemeinsam durchdenken.
Das Online-Barcamp richtet sich an alle, die sich mit zeitgemäßer Bildung beschäftigen – egal ob mit oder ohne Vorerfahrung im Bereich Open Educational Resources (OER) und Practices (OEP).
Wer mag, kann selbst einen Blick in die Sessions vergangener Barcamps werfen – z. B. beim OERcamp Hannover 2025.
https://go.oercamp.de/hannover-2025/schedule/#2025-09-05
Speaker: Annabelle Putscher, Frank Homp
-
Annabelle Putscher
Moderatorin und Eventmanagerin im Team OERcamp bei J&K -
Frank Homp
Co-Redaktionsleitung und Community Management im Team OERcamp bei J&K
15:35 – 16:40
Online-Barcamp: Arbeite an deinen Fragen zu offener Bildung (hosted by OERcamp): Session 3 &4Das Online-Barcamp ist ein offenes (Weiter-)bildungsformat rund um digitale und offene Bildung sowie offene Bildungsmaterialien.
Bei einem Barcamp gibt es kein kuratiertes Programm: Die Teilgebenden bringen ihre eigenen Themen, Fragen und Erfahrungen mit. Im Vorfeld sammeln wir gemeinsam Sessions (so heißen die einzelnen Programmpunkte) – daraus entsteht nach und nach ein vielfältiges Programm.
https://go.oercamp.de/oercamp-goes-uff-2026/schedule/
Reiche hier deine eigene Session ein!
https://go.oercamp.de/oercamp-goes-uff-2026/submit/
Im Mittelpunkt stehen dabei keine fertigen Vorträge oder Ergebnisse, sondern gemeinsames Arbeiten an Fragen, Ideen und Problemen aus der Praxis: Erfahrungen teilen, Herausforderungen sortieren, Ideen weiterentwickeln und Ansätze gemeinsam durchdenken.
Das Online-Barcamp richtet sich an alle, die sich mit zeitgemäßer Bildung beschäftigen – egal ob mit oder ohne Vorerfahrung im Bereich Open Educational Resources (OER) und Practices (OEP).
Wer mag, kann selbst einen Blick in die Sessions vergangener Barcamps werfen – z. B. beim OERcamp Hannover 2025.
https://go.oercamp.de/hannover-2025/schedule/#2025-09-05
Speaker: Annabelle Putscher, Frank Homp
-
Annabelle Putscher
Moderatorin und Eventmanagerin im Team OERcamp bei J&K -
Frank Homp
Co-Redaktionsleitung und Community Management im Team OERcamp bei J&K
16:45 – 16:50
Online-Barcamp: Arbeite an deinen Fragen zu offener Bildung (hosted by OERcamp): AbschlussplenumDas Online-Barcamp ist ein offenes (Weiter-)bildungsformat rund um digitale und offene Bildung sowie offene Bildungsmaterialien.
Bei einem Barcamp gibt es kein kuratiertes Programm: Die Teilgebenden bringen ihre eigenen Themen, Fragen und Erfahrungen mit. Im Vorfeld sammeln wir gemeinsam Sessions (so heißen die einzelnen Programmpunkte) – daraus entsteht nach und nach ein vielfältiges Programm.
https://go.oercamp.de/oercamp-goes-uff-2026/schedule/
Reiche hier deine eigene Session ein!
https://go.oercamp.de/oercamp-goes-uff-2026/submit/
Im Mittelpunkt stehen dabei keine fertigen Vorträge oder Ergebnisse, sondern gemeinsames Arbeiten an Fragen, Ideen und Problemen aus der Praxis: Erfahrungen teilen, Herausforderungen sortieren, Ideen weiterentwickeln und Ansätze gemeinsam durchdenken.
Das Online-Barcamp richtet sich an alle, die sich mit zeitgemäßer Bildung beschäftigen – egal ob mit oder ohne Vorerfahrung im Bereich Open Educational Resources (OER) und Practices (OEP).
Wer mag, kann selbst einen Blick in die Sessions vergangener Barcamps werfen – z. B. beim OERcamp Hannover 2025.
https://go.oercamp.de/hannover-2025/schedule/#2025-09-05
Speaker: Annabelle Putscher, Frank Homp
-
Annabelle Putscher
Moderatorin und Eventmanagerin im Team OERcamp bei J&K -
Frank Homp
Co-Redaktionsleitung und Community Management im Team OERcamp bei J&K
People (DIGITAL)
10:05 – 10:35
Zwischen Anforderungen und Orientierung: Mentoring im LehramtsstudiumDiese Session zeigt, wie ein standortübergreifendes Lehramt-Mentoring-Programm an drei Ruhrgebietsuniversitäten (RUB, TU Dortmund, UDE) auf den wachsenden Druck im Studium reagiert: steigende Anforderungen, komplexe Studienstrukturen und hohe Abbruchquoten. Vorgestellt wird, wie strukturierte Peer-Begleitung Studienanfänger*innen Orientierung bietet, Unsicherheiten reduziert und sie dabei unterstützt, tragfähige Lern- und Studienstrategien zu entwickeln. Gleichzeitig wird sichtbar, wie Mentor*innen durch ihre Tätigkeit zentrale Zukunftskompetenzen wie Kommunikation, Verantwortungsübernahme und Reflexionsfähigkeit ausbilden. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke, wie Mentoring als resilienzstärkende Struktur wirkt und wie solche Formate Studierende dabei unterstützen können, Theorie und Praxis zu verzahnen und unter Druck handlungsfähig zu bleiben.
Speaker: Lucien Kemper, Amrei Sander
-
Lucien Kemper
Ruhr-Universität Bochum, Professional School of Education -
Amrei Sander
Universität Duisburg-Essen - Zentrum für Lehrkräftebildung
10:50 – 11:20
Pflege im Aufbruch: Hochschulen gestalten Zukunft„Under Pressure“ beschreibt die zunehmenden Belastungen im deutschen Gesundheitssystem, die sich aus demografischem Wandel, steigender Versorgungs- und Pflegekomplexität, Fachkräftemangel sowie anhaltendem Reformdruck ergeben. Besonders deutlich wird dies in der Pflege: Als größte Berufsgruppe sichert sie maßgeblich die Versorgung, arbeitet jedoch häufig unter strukturell erschwerten Bedingungen. Gleichzeitig treffen steigende Anforderungen auf begrenzte und wenig durchlässige Bildungswege. Der Beitrag geht der Frage nach, wie Hochschulen darauf reagieren können, indem sie Menschen mit beruflicher Erfahrung stärker in den Mittelpunkt stellen. Im Fokus stehen berufsintegrative Studienformate, die neue Zugänge eröffnen und akademische Qualität sichern. Empirische Ergebnisse zeigen Effekte auf Studienerfolg und berufliche Entwicklung und geben Impulse für mehr Durchlässigkeit, Studierendenzentrierung und Übertragbarkeit.
Speaker: Gesa Meyer, Katrin Heeskens
-
Gesa Meyer
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, wissenschaftliche Mitarbeiterin -
Katrin Heeskens
DHBW
Aiken, L. H., Sloane, D. M., Bruyneel, L., Van Den Heede, K., Griffiths, P., Busse, R., Diomidous, M., Kinnunen, J., Kózka, M., Lesaffre, E., McHugh, M. D., Moreno-Casbas, M. T., Rafferty, A. M., Schwendimann, R., Scott, P. A., Tishelman, C., Van Achterberg, T., & Sermeus, W. (2014). Nurse staffing and education and hospital mortality in nine European countries: A retrospective observational study. The Lancet, 383(9931), 1824–1830. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(13)62631-8
Meng, M., Peters, M., & Dorin, L. (2022). Erste Sondererhebung des BIBB Pflegepanels Ein aktueller Überblick zu berufsqualifizierenden Pflegestudiengängen [BIBB Discussion Paper]. https://datapool-bibb.bibb.de/pdfs/Meng_Peters_Dorin_Sondererhebung_BIBB_Pflegepanel.pdf
Wissenschaftsrat (Hrsg.). (2023). Perspektiven für die Weiterentwicklung der Gesundheitsfachberufe—Wissenschaftliche Potenziale für die Gesundheitsversorgung erkennen und nutzen. https://www.wissenschaftsrat.de/download/
11:25 – 11:55
Psychische Gesundheit von Studierenden im FokusIn Deutschland ist laut der best3-Studierendenbefragung etwa jede zehnte studierende Person aufgrund einer psychischen Erkrankung im Studium beeinträchtigt. Zugleich erhält nur ein kleiner Teil derjenigen, die innerhalb eines Jahres die Kriterien einer psychischen Störung erfüllen, professionelle Unterstützung. Der Beitrag greift diese Problematik auf und stellt die Aktivitäten der 2024 gegründeten Arbeitsgruppe „Mental Health im Studium“ der Hochschule München vor. Leitfrage ist, wie Hochschulen strukturell und niedrigschwellig zur Unterstützung betroffener Studierenden beitragen und psychische Gesundheit als selbstverständlichen Teil des studentischen Lebens etablieren können. Teilnehmende erhalten Einblick in umgesetzte und geplante Maßnahmen sowie Anregungen für die eigene Praxis.
Speaker: Simone Kaminski
Steinkühler, J., Beuße, M., Kroher, M., Gerdes, F., Schwabe, U., Koopmann, J., Becker, K., Völk, D., Schommer, T., Ehrhardt, M.-C., Isleib, S. & Buchholz, S. (2023). Die Studierendenbefragung in Deutschland: best3. Studieren mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Abgerufen am 14.02.2026 von https://www.studierendenwerke.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/beeintraechtigt_studieren_2021.pdf
12:10 – 13:15
Fürsorge oder Funktion? KI-Chatbots und Digital WellbeingPsychische Belastungen gehören für viele Studierende und Mitarbeitende zum Hochschulalltag. Klassische Unterstützungsangebote stoßen oft an Kapazitätsgrenzen und Verantwortung landet nicht selten bei einzelnen Lehrenden oder den Betroffenen selbst. Hier gewinnen KI-gestützte Chatbots an Bedeutung: als leicht zugängliche Orientierungshilfe, als Begleiter im Studienalltag oder als Unterstützung für verschiedene Aspekte des Wellbeings. Aber was geschieht, wenn Hilfe durch technische Mittel bereitgestellt wird? Die Diskussionsrunde bringt Expert*innen für KI-Chatbots & Wellbeing, Perspektiven aus dem HFD-Thinktank „Wellbeing & Mental Health im digitalen Zeitalter“ sowie studentische Stimmen zusammen. Gemeinsam diskutieren wir, wie Hochschulen KI-Chatbots gestalten und einsetzen können, sodass sie mentale Gesundheit und Teilhabe fördern, statt Verantwortung zu individualisieren. Dabei geht es auch darum, was Versprechen wie ständige Verfügbarkeit, Effizienz und barrierearme Erreichbarkeit im Hochschulkontext konkret bedeuten: Wem kommen solche Angebote zugute und wer profitiert möglicherweise nicht? Im Fokus stehen die Fragen, wo KI im Zusammenhang mit Wellbeing auf ethische, fachliche oder soziale Grenzen trifft und wie Hochschulen vermeiden können, digitale Lösungen einzusetzen, die Symptome adressieren, aber strukturelle Stressoren außen vor lassen.
Speaker: Lea Hildermeier, Milena Stegner, Vanessa Mai, Saskia Beckmann
-
Lea Hildermeier
Projektmanagerin HFD/CHE -
Milena Stegner
Future Scout für den Stifterverband und die RFS, Promovierende in AI Ethics und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der DHBW Heilbronn für den KI-Campus -
Vanessa Mai
Forschungsgruppenleiterin "Smart Technologies in Coaching and Learning" am Cologne Cobots Lab und TrainING Center der TH Köln -
Saskia Beckmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Rhein-Waal
Basner, T., Hildermeier, L., Sommer, T. (2025). Wellbeing & Mental Health im digitalen Zeitalter: Warum Hochschulen jetzt handeln müssen. Diskussionspapier Nr. 36. Berlin: Hochschulforum Digitalisierung.
Bauer, A., Koch, M., Mai, V. & Maloko, H. (2025). Prüfungsangst digital anpacken: Was wir mit dem StudiCoachBot über KI-basiertes Coaching im Studium gelernt haben. Blogbeitrag. Berlin: Hochschulforum Digitalisierung.
Beckmann, S. & Schink, L. (2025). Von der Krise zur Resilienz: Wie KI in der Studienberatung die psychosoziale Gesundheit von Studierenden verbessern kann. Blogbeitrag. Berlin: Hochschulforum Digitalisierung.
Brock, T., Einig, B., Gostmann, I., Hildermeier, L. Özden, G., Schur, J., Steffens, R., & Basner, T. (2024): Blickpunkt: Student Mental Health im digitalen Hochschulstudium. Handlungsempfehlungen für die Lehr- und Hochschulgestaltung. Hochschulforum Digitalisierung. Online unter: Blickpunkt: Student Mental Health im digitalen Hochschulstudium
Steg
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:20
Digitale Tools für die Hochschullehre auf Barrierefreiheit testen - aber wie?Mitarbeiter:innen des niedersächsischen Verbundprojektes InnoTools– innovative Lehr- Lerntools entdecken, testen und bereitstellen – diskutieren mit Kolleg:innen des Büros für die Belange von Studierenden mit Beeinträchtigungen der Universität Hamburg. Im Fokus stehen die Herausforderungen, die mit dem systematischen Testen und Bereitstellen digitaler Tools an Hochschulen verbunden sind, wenn diese auf Barrierefreiheit geprüft werden. Ziel der Diskussion ist es, Ansätze zu identifizieren, wie Barrierefreiheit in Test- und Bereitstellungsprozessen digitaler Tools systematisch verankert und Impulse für die barrierefreie Gestaltung digital-gestützter Lehrveranstaltungen entwickelt werden können.
Speaker: Verena Honkomp-Wilkens, Susanne Peschke, Kim A. Jördens, Marieke Prien, Anna Krause
-
Verena Honkomp-Wilkens
Mitarbeiterin im Projekt InnoTools, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg -
Susanne Peschke
Universität Hamburg, Koordinatorin für digitale Barrierefreiheit in Studium Lehre -
Kim A. Jördens
Mitarbeiterin im Projekt InnoTools -
Marieke Prien
GesundheitsCampus Osnabrück -
Anna Krause
Studentische Mitarbeiterin Universität Hamburg Büro für die Belange von Studierenden mit Beeinträchtigungen
15:35 – 16:05
📚 Was kommt nach dem Elfenbeinturm? Hochschule und die GesellschaftUnter Druck geraten Hochschulen nicht nur als Bildungs- und Forschungseinrichtungen, sondern auch als Orte der Gesellschaft: Finanzielle Engpässe, technologische Transformation und Polarisierung verschieben Erwartungen an die Wissenschaft hin zu mehr Transparenz, Teilhabe und demokratiestärkender Wirkung. Gleichzeitig bleibt der Campus häufig räumlich, organisatorisch und kulturell nur wenigen zugänglich, unlesbar und exkludierend für viele. Historisch war ein Campus ein Sinnbild für das Verhältnis von Hochschule und Gesellschaft, doch heute wird dies unter anderem durch die Digitalisierung neu verhandelt. Der Elfenbeinturm soll fallen, doch was soll folgen?
Der Beitrag rahmt die Campusentwicklung historisch, zeigt von Studierenden entwickelte Zukunftsperspektiven sowie inspirierende Beispiele für die Öffnung der Hochschule. Er lädt zur Diskussion darüber ein, wie sich Hochschulen neu ausrichten, welche Außenwirkung sie erzielen und welche Beteiligungsformate sie realisieren wollen.
📚 Student Voices
Speaker: Felix Jahn
16:10 – 16:40
📚 The Pressure to Act - Empirisch informierte Empfehlungen zum Umgang mit MachtmissbrauchMachtmissbrauch im hochschulischen Umfeld rückt zunehmend in den Fokus öffentlichkeitswirksamer Debatten. Berichte unter Hashtags wie #IchBinHanna oder #metooscience zeigen auf, dass Studierende und Beschäftigte Grenzüberschreitungen und Abhängigkeiten erleben - und dass diese Erfahrungen keine Einzelfälle sind. Strukturelle Faktoren wie prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder unzureichend zugängliche Anlaufstellen für Betroffene scheinen diese Situationen zu begünstigen. Gleichzeitig fehlen in der Breite bislang empirische Untersuchungen, die Machtmissbrauch an Hochschulen untersuchen.
Davon ausgehend wurde im Rahmen der DigitalChangeMaker-Initiative 2025 eine bundesweite Befragung unter Hochschulangehörigen durchgeführt. Im Beitrag sollen Befunde zu u.a. Prävalenzen, Meldeverhalten sowie Folgen für Betroffene präsentiert werden. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen für Hochschulen abgeleitet, die dazu beitragen sollen, positive Veränderungen anzustoßen.
📚 Student Voices
Speaker: Annalisa Biehl, Lea Bachus
-
Annalisa Biehl
Universität Münster, DigitalChangeMaker 2024/2025 -
Lea Bachus
Programmmanagerin für Studentische Partizipation im Hochschulforum Digitalisierung
Dill, H., Schubert, T., Behringer, F., Meyer, S., Müller, C., & Pusti Dal, M. (2024). Vollerhebung zu Machtmissbrauch, Diskriminierung und sexualisierter Gewalt bei den Mitgliedern der Hochschule für Musik und Theater München. IPP München.
Funke, J. (2024, 13. Dezember). Machtmissbrauch an Hochschulen - wie sich Strukturen ändern müssen. SWR. https://www.swr.de/swrkultur/wissen/machtmissbrauch-an-hochschulen-wie-sich-strukturen-aendern-muessen-das-wissen-2024-12-14-102.html
Lasser, J., & Täuber (2023). Machtmissbrauch in der Wissenschaft: Problembeschreibung und Lösungsansätze für Personalverwaltung und Personalentwicklung. Netzwerk gegen Machtmissbrauch in der Wissenschaft.
Mense, L., Mauer, H., & Herrmann, J. (Hrsg.). (2022). Sexualisierte Belästigung, Gewalt und Machtmissbrauch an Hochschulen entgegenwirken. Handreichung. Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW.
Pantelmann, H., & Blackmore, S. (Hrsg.). (2023). Sexualisierte Belästigung, Diskrim
Structures & Strategies (DIGITAL)
09:30 – 10:00
Universitäten digitalisieren – ja. Plattformisieren – nein.Universitäten stehen unter wachsendem finanziellem, technologischem und gesellschaftlichem Druck. Druck wirkt nicht nur belastend – er kann, wie in der Physik, Bewegung auslösen und Strukturen verändern. Entscheidend ist daher, welche Form Hochschulen unter diesen Bedingungen annehmen. Digitalisierung gilt oft als notwendige Antwort. Doch wo unterstützt sie akademische Arbeit – und wo etabliert sich eine Plattformlogik, die Bewertung, Steuerung und Entscheidung zunehmend algorithmisch organisiert? Der Beitrag unterscheidet zwischen Digitalisierung als Werkzeug und Plattformisierung als Organisationsprinzip und fragt, wie akademische Urteilskraft, institutionelle Autonomie und Bildung als reflexiver Prozess im digitalen Wandel erhalten bleiben können.
Speaker: Ladan Pooyan-Weihs
Arendt, H. (1977). The life of the mind. Harcourt Brace.
Beer, D. (2018). The data analytics manifesto: Human agency and the politics of data. Polity.
Bernanos, G. (1947). La France contre les robots. Robert Laffont.
Charpier, S. (2022). Le cauchemar de Descartes : Quand le cerveau s’éveille. Albin Michel.
Ellul, J. (1964). The technological society (J. Wilkinson, Trans.). Knopf. (Original work published 1954)
Floridi, L. (2011). The philosophy of information. Oxford University Press.
Hegel, G. W. F. (1970). Phänomenologie des Geistes. Suhrkamp. (Original work published 1807)
Heidegger, M. (2000). Die Frage nach der Technik. In Vorträge und Aufsätze (pp. 7–36). Klett-Cotta. (Original work published 1954)
Kant, I. (1974). Kritik der Urteilskraft (Werke in 12 Bänden, Bd. 10). Suhrkamp. (Original work published 1790)
Pasquale, F. (2015). The black box society: The secret algorithms that control money and information. Harvard University Press.
Readings, B. (1996). The un
10:05 – 10:35
📚 Mehr als Gremien: Wie du deine Student Engagement Strategie für die Hochschule entwickelst!Auf der Ebene der Gremien sind studentische Beteiligungsmöglichkeiten längst etabliert (StuPa, Fakultäts-/Fachschaftsräte, studentische Vizepräsident*innen). Doch unter den Bedingungen der Digitalität wird eine Schwäche dieser etablierten Formen sichtbar: Sie sind überwiegend indirekt. Interessen werden durch Einzelne repräsentiert – und viele Stimmen bleiben strukturell ungehört. Ist Repräsentation allein im Zeitalter schneller Veränderungszyklen noch zeitgemäß? Oder brauchen wir ergänzend direkte Beteiligungsformen, die breiter, niedrigschwelliger und responsiver sind – damit nicht nur einige wenige sprechen, sondern viele gehört werden? Wir haben uns auf den Weg gemacht und über neue Möglichkeiten der Studierendenbeteiligung auf der Ebene der Hochschulgovernance insbesondere im Rahmen unseres Reformprozesses nachgedacht. Unsere Learnings wollen wir gerne mit euch teilen.
📚 Student Voices
Speaker: Bonny Brandenburger, Ira Helten
-
Bonny Brandenburger
Referentin für Studienreform an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) -
Ira Helten
Studentisches Mitglied im Präsidialkollegium an der Europa-Universität Viadrina
Scottish Government (2024): Participation Handbook; Link: https://www.gov.scot/publications/participation-handbook/
Tremp, P., Schiefner-Rohs, M., & Hofhues, S. (Eds.). (2024). Studentische Partizipation (Vol. 3). BoD–Books on Demand.
Masemann, F., Ditzel, B. & Rasch, S. (Eds.).(2025): Horizont Lehre. Perspektiven und Wege. Studentische Partizipation. Hochschule für angewandte Wissenschaften. https://doi.org/10.63098/hl.2025.1.
10:50 – 11:20
New Work beyond hype: Wie Hochschulen zu Lernorten zukunftsorientierter Arbeit werdenHochschulen im Dauerstresstest: Strukturen, die auf Stabilität ausgelegt sind, sollen gleichzeitig Geschwindigkeit, Innovation und Beteiligung ermöglichen. Unter diesem Druck wird New Work oft als Lösung propagiert. Doch was trägt dieses Konzept tatsächlich, wenn Hochschulen unter Druck stehen und wo wird es zum bloßen Etikett?
Im Track Structures & Strategies ordnet der 30-minütige Input New Work jenseits von Buzzwords und Hypes ein und basiert auf den zentralen Erkenntnissen des Blickpunkts „New Work beyond hype: Wie Hochschulen zu Lernorten zukunftsorientierter Arbeit werden“. Er zeigt auf, was New Work im Hochschulkontext tatsächlich bedeutet, welche Wirkungsbereiche (u. a. Führung, Arbeitsorganisation, Organisationsdesign, Lehre) besonders relevant sind und wo Grenzen und Risiken sichtbar werden, gerade unter Druckbedingungen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der These, dass nachhaltige New-Work-Ansätze an Hochschulen nicht allein durch neue Strukturen entstehen. Innere Arbeit – Haltung, Reflexion und psychologische Sicherheit – erweist sich als zentraler Erfolgsfaktor, um Veränderung unter Druck wirksam und anschlussfähig zu gestalten.
Gemeinsam reflektieren wir die Ansätze der “Neuen Arbeit”, hinterfragen kritisch bestehende Denkmuster und eröffnen neue Perspektiven auf die Gestaltung von Arbeit und Organisation an Hochschulen. Eingeladen sind Mitarbeitende und Führungskräfte aus Wissenschaft, Hochschulverwaltung und -management, Organisationsentwickler:innen sowie alle, die Transformationsprozesse an Hochschulen strategisch begleiten oder verantworten.
Speaker: Anne Prill
Prill, Anne (2025). New Work beyond hype: Wie Hochschulen zu Lernorten zukunftsorientierter Arbeit werden.
Berlin: Hochschulforum Digitalisierung. https://hochschulforumdigitalisierung.de/wp-content/uploads/2025/01/Blickpunkt_-New-Work-an-Hochschulen.pdf
11:25 – 11:55
Wenn KI nicht nur antwortet, sondern handelt: Agenten an HochschulenEin KI-Agent meldet sich autonom zu einem Online-Kurs an, bearbeitet die Module, beantwortet die Quizfragen. Der Kurs gilt formal als abgeschlossen, ohne dass eine Person aktiv teilgenommen hat. Solche Szenarien sind mit agentischen KI-Systemen heute technisch realisierbar.
Die Session ordnet diese Entwicklung ein, stellt zentrale Ergebnisse eines interdisziplinär erarbeiteten Papiers zum Einsatz von KI-Agenten an Hochschulen zur Diskussion. Darin werden agentische KI-Systeme von generativer KI abgegrenzt, typische Einsatzlogiken und ihre Auswirkungen auf Studium/ Lehre, Verwaltung und Forschung thematisiert. Wie verändern sich Verantwortlichkeiten, Steuerungslogiken und Kompetenzanforderungen, wenn Systeme eigenständig handeln? Teilnehmende erhalten eine sachliche Orientierung, um agentische KI an Hochschulen einzuordnen und Handlungsfelder zu identifizieren.
Speaker: Franziska Richter, Andreas Sexauer, Wanda Möller, Lavinia Ionica
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Franziska Richter
Universität Bremen -
Andreas Sexauer
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Zentrum für Mediales Lernen -
Wanda Möller
Freie Universität Berlin -
Lavinia Ionica
TU Dresden
HFD-Diskussionspapier in Druck - Link wird nachgereicht
12:10 – 13:15
Aktuelle Lage und Herausforderungen der HochschulenDer Workshop lädt dazu ein, in 60 Minuten die wichtigsten Trends und Befunde aus dem neuesten Hochschul-Barometer zu entdecken und bietet zugleich einen ersten Einblick in derzeit noch nicht veröffentlichte Ergebnisse. Im Fokus stehen die vielfältigen Herausforderungen, mit denen Hochschulen derzeit konfrontiert sind.
Im ersten Teil stellen wir zentrale Kennzahlen, Trends und Erkenntnisse aus den Erhebungen des Hochschul-Barometers vor, die die Lage der Hochschulen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Dazu gehören beispielsweise die aktuellen Entwicklungen in der Studiennachfrage, die Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung qualifizierten Personals, der Ausbau der IT-Infrastruktur und die damit verbundenen Risiken durch Cyberangriffe.
Im anschließenden Teil tauschen sich Vertreter:innen aus Hochschulleitungen und Wissenschaftsorganisationen in einer virtuellen Podiumsdiskussion darüber aus, wie Hochschulen diese wachsenden Anforderungen meistern können.
Speaker: Marian Burk
Der Workshop kombiniert Impulsvorträge und interaktive Diskussionen. Zunächst werden zentrale Ergebnisse des neuesten Hochschul-Barometers vorgestellt, gefolgt von einer virtuellen Podiumsdiskussion mit Expert:innen aus Hochschulleitungen und Wissenschaftsorganisationen. Teilnehmende sind eingeladen, sich aktiv einzubringen – sei es durch Fragen, Erfahrungsberichte oder kurze Beiträge im Chat. So entsteht ein dynamischer Austausch über Herausforderungen und Lösungsansätze für die Hochschullandschaft.
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:20
Future University needs Female Leadership: Führung, die Hochschulen unter Druck handlungsfähig hältHochschulen stehen „under pressure“: knappe Ressourcen, Fachkräftemangel, KI-Transformation und steigende Erwartungen an Transparenz, Qualität und Wirkung – bei zugleich komplexer Governance. Wir sprechen über Female Leadership, weil Hochschulleitungen unter Druck nicht nur „härter“, sondern klüger führen müssen: klare Priorisierung, psychologische Sicherheit, Konfliktfähigkeit und strukturierte Umsetzung. Gleichzeitig sind Frauen in Spitzenpositionen weiterhin unterrepräsentiert – umso wertvoller sind konkrete, sichtbare Praktiken aus dem Führungshandeln, nicht nur Karriereerzählungen.
In diesem Panel diskutieren Prof. Dr. Barbara Albert (Rektorin, Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Claudia Bornemeyer (Präsidentin, Rheinische Hochschule Köln), Prof. Dr. Regina Cordes (Prorektorin Akkreditierung und Angebotsformate, IU Internationale Hochschule), Prof. Dr. Marion Halfmann (Präsidentin, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg), Prof. Dr. Anastasia Hermann (Prorektorin Qualität der Lehre, IU Internationale Hochschule) sowie Karolina Kristic (Kanzlerin, Frankfurt School of Finance & Management). Alle Teilnehmerinnen haben schon zugesagt.
Speaker: Anastasia Hermann
15:35 – 16:40
🚨 Exnovation im Curriculum: Platz schaffen für neue KompetenzenNeue Kompetenzziele wie KI oder Nachhaltigkeit drängen in die Curricula. Innovation gelingt hier jedoch nur dann, wenn zugleich bewusst entschieden wird, was nicht mehr gelehrt wird. Die notwendige „Exnovation“ meint das planvolle Ausphasen von Inhalten oder Kompetenzzielen. Im Workshop sollen gemeinsam good-practice Beispiel zu zwei Aspekten gesammelt und diskutiert werden:
(1) Wie wird methodisch die Entscheidung getroffen, Inhalte aus dem Curriculum zu streichen, und welche Rahmenbedingungen unterstützen diesen Prozess?
(2) Wie wird der Vollzug dieses Prozesses (erfolgreich) strukturell, inhaltlich oder emotional begleitet, um Konflikten vorzubeugen bzw. diese gut zu managen?
Ziel ist eine Sensibilisierung für diese wichtige Facette von Curriculumsentwicklungsprozessen und eine erste Sammlung von Good-Practice-Beispielen, die im Nachgang des Workshops weiter ausgearbeitet werden soll.
🚨 Fringe
Speaker: Tobias Seidl, Christiane Metzger
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Tobias Seidl
Hochschule der Medien Stuttgart -
Christiane Metzger
HAW Kiel, Zentrum für Lernen und Lehrentwicklung
Bils, S., & Töpfer, G. L. (2024). Exnovation und Innovation: Synergie von Ende und Anfang in Veränderungen. Schäffer-Poeschel. https://doi.org/10.34156/978-3-7910-6150-4.
Wir starten mit einer kurzen Begrüßung, Vorstellung und Einführung in das Thema. Anschließend arbeiten wir in Breakout-Sessions. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde diskutieren und dokumentieren Sie Ihre Erfahrungen zu den beiden Leitfragen:
-Wie wird methodisch die Entscheidung getroffen, Inhalte aus dem Curriculum zu streichen, und welche Rahmenbedingungen unterstützen diesen Prozess?
- Wie wird der Vollzug dieses Prozesses (erfolgreich) strukturell, inhaltlich oder emotional begleitet, um Konflikten vorzubeugen bzw. diese gut zu managen?
Zum Abschluss teilen wir in einer gemeinsamen Runde die Ergebnisse und neuen Perspektiven. Die Dokumentation des Workshops wird den Teilnehmenden im Nachgang zur Verfügung gestellt.
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Special Clusters
You can identify our special clusters by the emojis in the programme overview:
🚨Fringe: Unexpected connections, counterintuitive theses or radical experiments with format
🔄Fail & Learn: Failed projects from which do’s and don’ts can be derived
🌍Global Perspectives: Ideas, perspectives and insights from abroad that are valuable for the DACH region
📚Student Voices: Contributions from students
🌱Environmental Sustainability: Contributions with an environmental focus