Präsenz-Event Berlin 2026

In Berlin präsentieren wir die Hauptbühne des Festivals. Dort erwarteten Sie nationale und internationale Expert:innen sowie Beiträge unserer Community. Die Bühne in Berlin findet am 22. und am 23. Juni 2026 statt. Das Programm startet am 22. Juni voraussichtlich um 09:30 Uhr und endet am 23. Juni um 17:30 Uhr. Am Abend des 23. Juni folgt ein Empfang, zu dem alle Teilnehmenden eingeladen sind.

Location: Festsaal Kreuzberg, Am Flutgraben 2, 12435 Berlin.

Anreise: Der Festsaal Kreuzberg ist mit der U1 und U3 über die Station Görlitzer Bahnhof oder mit der U8 über die Station Schönleinstraße erreichbar, von wo aus ein etwa zehnminütiger Fußweg folgt. Mit dem Auto empfiehlt es sich, in der Umgebung nach Parkmöglichkeiten zu suchen, da der Festsaal selbst keine Parkplätze anbietet und diese in der Gegend generell begrenzt sind.

Keynote-Speaker:innen
Experience:Space
Abendprogramm
Bühnenprogramm

Keynote-Speaker:innen

Dorothee Bär
Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Amrei Bahr
Juniorprofessorin an der Universität Stuttgart

Karim Fereidooni
Prof. Dr. Karim Fereidooni Schulforscher und Rassismusfroscher von der Ruhr-Universität Bochum.

Vince Kellen
Chief Information Officer, Texas A&M University

Tanja Brühl
Präsidentin TU Darmstadt

Philipp Schmidt
VP Technology Innovation, Axim Collaborative

Experience:Space

Manometer! – Druck an Hochschulen reflektieren
Hochschulen stehen „under pressure“: finanzielle Unsicherheit, KI-Transformation, Bürokratisierung, gesellschaftliche Polarisierung. Dieser Druck bleibt oft abstrakt – in Strategiepapiere ausgelagert oder individuell internalisiert. Unser Beitrag macht ihn durch das Medium „Smart Mirror“ sichtbar und körperlich erfahrbar. Er fragt: Wie fühlt sich systemischer Druck im Spiegel der eigenen Rolle an – und wo endet individuelle Resilienz, wo beginnt strukturelle Verantwortung?

Revierdebattenbox: Gespräche unter Druck
Die Revierdebattenbox ist aus unserer Praxis von Wissenschafts- und Strukturwandelkommunikation in Mitteldeutschland entstanden. Dort setzten wir sie ein und bringen Menschen dazu, kontroverse Fragen spielerisch zu verhandeln und miteinander ins Gespräch zu kommen. Insbesondere auch zu Themen, die außerhalb dieses Spiels schnell eskalieren.

PRESSURE RELEASE STATION
Studierende und Hochschulpersonal stehen unter Dauerdruck: Leistungsdruck, Zeitknappheit, digitale Überlastung. Psychische Belastungen steigen. Die PRESSURE RELEASE STATION bietet drei sofort wirksame Methoden zum Druckabbau. MOVE entlädt körperlich, BREATHE reguliert das Nervensystem, WRITE befreit emotional. Besucher*innen erleben an der Mitmachstation live: Druck lässt sich aktiv transformieren. Praxis statt Theorie – passend zum Festival-Motto „Under Pressure“. 

DISTRACTION
Unterbrechungen sind der unsichtbare Druck im Hochschulalltag: Pingende Nachrichten, Kolleg*innen mit „kurzen Fragen“, Umgebungslärm. Sie zerstören den Flow, kosten Zeit – und Deutschland jährlich Milliarden. DISTRACTION macht diesen Produktivitätskiller sichtbar, indem die Guerilla Videoinstallation selbst zur Störung wird. Ein künstlerisches Paradox zum Track People: Wie viel Druck entsteht durch permanenten Fokusverlust?

Gap Lab
Was, wenn Bildung agiler und experimenteller gedacht werden könnte, ohne direkt ins bestehende System einzugreifen? Unser Fokus: mediale Kompetenz – ein Feld mit wachsendem Bedarf und wenig belastbaren Lösungen. Im Gap Lab untersuchen wir nicht nur sichtbare Inhalte, sondern vor allem das, was fehlt: die Lücken im Bild, die Betrachter:innen selbst füllen müssen. Genau hier entstehen Bedeutung, Emotion – und Manipulation.

Future Formats Studio – Formatgenerator für Lehre & Lernen
Hochschulen stehen unter Druck: technologische Transformation, gesellschaftliche Veränderungen und neue digitale Möglichkeiten erfordern flexible und innovative Lernformate. Der Formatgenerator macht diese Herausforderung erleb- und gestaltbar: Besucher:innen kombinieren live über 5000 Bausteine zu neuen Wissens- und Lernformaten, fügen eigene Ideen hinzu und entdecken spielerisch überraschende, kreative Wege für die resiliente Hochschule der Zukunft.

Anti Öde Ecke
„Anti Öde Ecke“, entstand als angewandtes Semesterprojekt an der Hochschule Anhalt und zeigt, wie urbane Räume selbst begrünt werden können: Saatbomben bauen, DIY-Boxen ausprobieren. Mit dem Projekt fördern wir Biodiversität und adressieren das oft fehlende Bewusstsein, selbst aktiv zu werden. Gleichzeitig regt das Projekt zum Nachdenken über neue Lehrformen an: Wie können partizipative Hands-on-Projekte die Hochschullehre der Zukunft bereichern?

Fãl: AI Face-Reading and the Poetry of Hafez
Wir leben unter dem „Druck“ ständiger biometrischer Überwachung und Datenerfassung. Dieses Projekt unterläuft diesen Druck, indem es Überwachungstechnologie für einen poetischen, nicht-utilitaristischen Zweck einsetzt. Es befasst sich mit der gesellschaftlichen Frage, wie wir KI wahrnehmen: Kann eine Maschine über kühle Berechnung hinausgehen und zu einem Medium für kulturelles Gedächtnis werden? Indem Gesichtserkennung umfunktioniert wird, um alte Weisheiten zu vermitteln, erforscht das Projekt „digitale Mystik“ als Gegenerzählung zur datengesteuerten Optimierung des Selbst.

Drunken AI: Ancient Batteries and the Poetics of Energy
Moderne KI wird an ihrer Effizienz gemessen, doch menschliche Intelligenz umfasst auch Ekstase und „Bi-Housh“ (produktiver Kontrollverlust). Indem ich alte Chemie (2.000 Jahre alte Batterietechnologie) mit zeitgenössischen LLMs verbinde, setze ich mich mit dem „Druck“ starrer, optimierter Systeme auseinander. Ich schlage eine Alternative vor: eine Maschine, die vom historischen und poetischen Gewicht ihrer eigenen Energiequelle beeinflusst wird, und frage, ob eine Maschine die Resonanz der Metaphern tragen kann, die sie antreiben.

Pressure ist eine interaktive Skulptur, die die überwältigenden Emotionen und Erfahrungen unserer Zeit widerspiegelt. Die Skulptur ist mit Motoren und Sensoren ausgestattet, die aktiviert werden, sobald sich Besucher*innen nähern. Die Motoren üben Druck auf einen Stressball aus, der die Form eines Gehirns hat. Mit zunehmendem Druck treten Augen aus dem Objekt hervor. Diese Interaktion vermittelt das Gefühl, dass wir in einer Zeit der ständigen Überforderung leben – eine, die kontinuierlich zunimmt und zunehmend normalisiert wird.

Floating Memories — Memory in Weight and Light
Erinnerungen sind flüchtig – sie tauchen auf, verändern sich und verschwinden wieder. Diese Installation nutzt eine mechanische Konstruktion, um Schriftzeichen sanft in die Luft aufsteigen zu lassen. Die Buchstaben bewegen sich durch eine rotierende Mechanik nach oben und wirken dabei schwer fassbar, als würden sie im Raum schweben. Gleichzeitig reflektiert eine gebogene holografische Folie das Licht auf die Schrift, sodass die Zeichen je nach Blickwinkel klar erkennbar, verzerrt oder fast unsichtbar erscheinen. Die flackernden Lichtreflexionen erzeugen eine feuerähnliche Wirkung, die das ephemere Wesen von Erinnerungen visuell erfahrbar macht. “Der Rauch dient in vielen Kulturen als Brücke der Sehnsucht nach geliebten Menschen. Daher habe ich chinesische Sätze mit der Form von Rauch kombiniert. Während die Sätze langsam aufsteigen, wird auch unsere Sehnsucht zu den Menschen getragen, an die wir denken. Und wenn die Sätze wieder herabsinken, kehrt die Sehnsucht in unsere Erinnerungen zurück, um auf das nächste Erwachen zu warten. Sehnsucht ist ein ständiger Kreislauf – sie steigt auf und sinkt wieder herab”

Under Pressure? Ruheräume als didaktische Antwort (hybrid)
Lernsettings stehen unter zunehmendem Druck durch Zeitknappheit, Informations- und Contentflut, Dauerinteraktion und permanente Sichtbarkeit. Diese Bedingungen führen zu kognitiver Überlastung, Erschöpfung und oberflächlichen Lernprozessen – bei Lernenden wie Lehrenden. Die zentrale Problemstellung ist, dass Ausruhen bislang kaum als gestaltbare didaktische Ressource verstanden wird, obwohl sie entscheidend für Lernqualität, Reflexion und nachhaltigen Kompetenzerwerb ist. Wir bieten den Teilnehmenden einen (virtuellen) Ruheraum zum Ausprobieren und Ausruhen.

Abendprogramm

Zum Abschluss des zweiten Veranstaltungstags (23. Juni 2026) laden wir alle Tagesgäste zum gemeinsamen abendlichen Ausklang in Berlin ein. In entspannter Atmosphäre, bei erfrischenden Getränken und musikalischer Begleitung, schaffen wir einen informellen Rahmen für persönlichen Austausch, anregende Gespräche und neuen Begegnungen.

Bühnenprogramm

22. Juni 23. Juni
Weitere Stages
  • 09:00
  • 09:30
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  • 10:30
  • 11:00
  • 11:30
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