Shifting:Stage Nürnberg
Am Dienstag, den 23. Juni 2026, wird die Shifting:Stage in Nürnberg zur Plattform für zukunftsweisende Lehr‑ und Lernkonzepte. Im Festival‑Track „Innovative Learning“ erwarten die Besucher:innen inspirierende Einblicke in neueste Forschungsergebnisse und innovative Bildungsansätze. Die Partnerbühne wird gemeinsam von der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und der Technischen Universität Nürnberg ausgerichtet.

Die Präsenzbühne in Nürnberg wird gemeinsam organisiert von der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und der Technischen Universität Nürnberg.
Eckdaten: Das Programm beginnt um 09:00 Uhr und endet um 16:40 Uhr. Danach laden wir bis 18:30 Uhr herzlich zum weiteren Austausch bei Häppchen, Getränken und Musik ein – bei schönem Wetter auf der Dachterrasse.
Location: Ohm Innovation Center, Brucknerstraße 11, 90429 Nürnberg. Die Location ist barrierefrei.
Anreise: Wir empfehlen die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vom Nürnberger Hauptbahnhof erreichen Sie den Veranstaltungsort mit der U1 Richtung Fürth. Bitte steigen Sie an der Haltestelle „Eberhardshof“ aus und nutzen Sie den Ausgang Raabstraße. Der Fußweg zum OIC beträgt etwa 10 Minuten.Parkmöglichkeiten stehen ausschließlich in Form öffentlicher Parkplätze (v.a. in der Muggenhofer Straße) zur Verfügung.

Keynote-Speaker:innen
Rahmenprogramm
Abendprogramm
Bühnenprogramm
Keynote-Speaker:innen (Auswahl)

Isa Jahnke
Gründungsvizepräsdentin für Studium, Lehre, und Internationales sowie Professorin für Learning Technologies an der Technischen Universität Nürnberg (UTN)

Stephanie Müller-Otto
Wissen. Netzwerk. Reflexion. Wirksames Agendasetting in der Hochschullehre.

Dietmar Wiegand
Lasst uns endlich aufhören, junge Menschen in der Bildung zu bevormunden!
Rahmenprogramm
Mini Sprint: Wie können Studierende KI-Lernbots gestalten? (Workshop)
Uhrzeit: 10:00-13:00 Uhr
Durchgeführt von: Andrea de Santiago, Carina Ziegler
Der Workshop bringt Lehrende, Studierende und Mitarbeitende aus dem Supportbereich in einem Mini Design Sprint zusammen, um ein kursunabhängiges Lehr-Lern-Format für die Hochschullehre zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Studierende Custom GPTs oder Microsoft Agents gestalten und nutzen können, dass KI ihr Lernen zielgerichtet unterstützt – etwa beim Planen, Verstehen, Reflektieren und Strukturieren – statt als Abkürzung eingesetzt zu werden. Gemeinsam erarbeiten wir praxisnahe Gestaltungsprinzipien, Einsatzszenarien und Rahmenbedingungen für einen verantwortungsvollen und reflektierten KI-Einsatz.
Demokratiebildung in der Hochschullehre (Workshop)
Uhrzeit: 14:15-15:35 Uhr
Durchgeführt von: Marius Hofmeister, Anna-Sophia Schwin
Demokratische Werte und Institutionen stehen in einem Klima zunehmender Polarisierung, Desinformation und globaler Krisen unter Druck. Als Orte des kritischen Denkens und gesellschaftlichen Austauschs kommt Hochschulen in diesen Zeiten eine zentrale Rolle zu. Der Workshop lädt Lehrende dazu ein, sich mit der Rolle von Demokratiekompetenz in Studium und Lehre auseinanderzusetzen. Teilnehmende lernen aktuelle didaktische Modelle zu Demokratiekompetenz und zentralen Prinzipien wie Gerechtigkeit, Partizipation oder Meinungsfreiheit kennen. Kurze Inputs geben Einblick in den Bildungsauftrag von Hochschulen und zeigen konkrete Handlungsspielräume in der Lehre auf. Im interaktiven Teil reflektieren die Teilnehmenden ihre eigene Lehrpraxis, diskutieren Chancen, Risiken und Grenzen und entwickeln Ideen, wie demokratisches Denken und Handeln ihre Veranstaltungen bereichern können.
Vom Druck zum Design: Learning Experience Design für zukunftsfähige Hochschullehre (Workshop)
Uhrzeit: 15:35-16:40 Uhr
Durchgeführt von: Daniel Goldberg, Jannik Henze und Sergej Gil
Lehrende stehen vor der Aufgabe, Lern- und Kompetenzziele und Erwartungen unter steigendem Druck sinnvoll zusammenzubringen – oft unter begrenzten Ressourcen, festgefahrenen didaktischen Ansätzen und sich wandelnden Rahmenbedingungen. Learning Experience Design ermöglicht etwa durch Prozessoffenheit sowie Iteration und Ko-Kreation bestehende Lernsettings zu hinterfragen und Ideen weiterzuentwickeln. Das Ziel: Eine agile Anpassung an veränderte Bedürfnisse, technologische Entwicklungen oder neue Rahmenbedingungen. Auf Basis von Methoden aus Design Thinking und User Experience Design und auch mithilfe von KI analysieren die Teilnehmenden Szenarien aus der Lehre, prüfen deren Passung zu etwa den jeweiligen Lernzielen und entwickeln im ko-kreativen Arbeiten mithilfe des „Wie können wir…“-Ansatz und dem LXD-Canvas wirksame, zukunftsfähige Entwürfe für die eigene Praxis.
Netzwerken und weitere Aktionen
Virtuelle Hochschule Bayern: das Netzwerk für die hochschulübergreifende digitale Lehre in Bayern
Die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) fördert und koordiniert als Verbundeinrichtung von 37 bayerischen Hochschulen das Teilen und Vernetzen von digitalen Wissensangeboten – sowohl hochschulübergreifend für Studierende als auch öffentlich zugänglich für alle Interessierten. Dabei ergänzen wir seit 25 Jahren das Präsenzstudium und die individuellen E-Learning-Aktivitäten der Hochschulen, generieren Skaleneffekte und sorgen für einen effizienten Mittel- und Ressourceneinsatz.
Lernen Sie uns und unsere Angebote an unserem Stand bei der U:FF-Partnerbühne in Nürnberg kennen – wir freuen uns auf Sie!
Kleine Auszeit in Virtual Reality
Im Veranstaltungssaal wartet eine VR‑Relax‑Oase auf die Teilnehmenden der Shifting:Stage: Mit einer immersiven VR‑Anwendung können die Besucher*innen für einen Moment dem Festivaltrubel entfliehen, zur Ruhe kommen und neue Energie tanken.
Abendveranstaltung
Im Anschluss an das Programm laden wir bis 18:30 Uhr herzlich zum weiteren Austausch bei Häppchen, Getränken und Musik ein – bei schönem Wetter auf der Dachterrasse.
Bühnenprogramm
Shifting:Stage Nürnberg
09:30 – 10:00
Eröffnung Shifting:Stage NürnbergHerzlich willkommen auf der Shifting:Stage Nürnberg! Die der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und die Technische Universität Nürnberg laden heute dazu ein, Lehre und Lernen neu zu denken. Die Opening-Keynote setzt den Impuls für einen Tag voller Austausch, Inspiration und gemeinsames Weiterdenken – für alle, die Hochschulbildung der Zukunft mitgestalten wollen.
Martina Wolf
10:05 – 10:35
“Gefällt mir” - und auch gelernt? Wie wir Lehre an der UTN evaluierenLehrevaluation misst in der Regel die Zufriedenheit der Studierenden– aber wie steht es um ihren tatsächlichen Lernerfolg? Dieser Beitrag zeigt, wie an der UTN Lehre systematisch entlang von Zufriedenheit und Effektivität bzw. Wirksamkeit evaluiert wird. Am Beispiel eines Masterkurses werden Lernerfolg (Pre-/Post-Tests) und Zufriedenheit kombiniert analysiert. Mit der Learning Experience Efficacy Zone (LEEZ) stellen wir ein Modell vor, das beide Perspektiven integriert und sichtbar macht, wann gute Lehre sowohl wirksam als auch ansprechend ist. Damit entsteht ein Ansatz, der Evaluation als Grundlage für gezielte Qualitätsentwicklung nutzt.
Isa Jahnke
10:50 – 11:20
Under Pressure – und trotzdem durch Agendasetting gestaltenHochschulen stehen unter Druck. Wer dabei innovative Lehrentwicklung nachhaltig voranbringen will, sollte die Logiken der (Hochschul-)Organisation kennen, Bündnisse bauen und sich selbst in Veränderungsprozessen verorten können, kurzum Agendasetting betreiben. Agendasetting gilt häufig als Frage von Position, Gelegenheit oder individuellem Engagement. Doch diese Fähigkeit kann erlernt werden.
Ausgehend von organisationstheoretischen Überlegungen und Ansätzen der Hochschulentwicklung wird Agendasetting hier als strategischer Ansatz zur Ermöglichung organisational wirksamen Handelns verstanden. Im Zentrum stehen dabei drei miteinander verschränkte Dimensionen: (1) Wissen über Organisationsstrukturen und -dynamiken als Grundlage strategischer Orientierung; (2) Netzwerke als Ressource für Austausch, Koalitionsbildung und Handlungsfähigkeit über Hierarchiegrenzen hinweg und (3) Reflexion als Voraussetzung, die eigene Rolle und Funktion im institutionellen Kontext bewusst mit zu gestalten. Agendasetting ist damit weder Zufallsprodukt noch Frage formaler Macht – sondern eine systematisch entwickelbare Fähigkeit.
Stephanie Müller-Otto
11:25 – 11:55
Wir wollten den Shift – und wirklich passiert istDie Shifting:Stage in Nürnberg steht für den Perspektivwechsel von Teaching zu Learning. Diese Keynote zeigt, was passiert, wenn man diesen Anspruch wirklich ernst nimmt.
Seit 2020 verantwortet Prof. Dr. Christina Zitzmann als Vizepräsidentin für Bildung die Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Gemeinsam mit Dr. Stefanie Gandt reflektiert sie diesen Weg und die Frage, wie sich der Shift zum Lernen in einer gewachsenen Hochschule tatsächlich umsetzen lässt.
Im Fokus stehen nicht nur Erfolge, sondern auch Brüche: Ansätze, die nicht funktioniert haben, Annahmen, die sich als falsch erwiesen haben, und Systeme, die stabiler sind als gedacht.
Gleichzeitig wird sichtbar, wo Veränderung gelingt – und warum sie dort gelingt.
Die Keynote macht deutlich, worauf es ankommt: nicht auf einzelne Formate, sondern auf die Bedingungen, unter denen Lernen entsteht – und wie Hochschulen diese gezielt gestalten können.
Christina Prof. Dr. Zitzmann, Stefanie Gandt
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Christina Prof. Dr. Zitzmann
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Vizepräsidentin Bildung -
Stefanie Gandt
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Leitung Lehr- und Kompetenzentwicklung (LeKo)
12:25 – 13:15
Lehrfunk der Podcast für Hochschullehre spricht über: Lernräume neu denken - Wie Räume gute Lehre erBeim U:FF Festival wird Lehrfunk live: Gemeinsam mit Gästen aus der Hochschullehre gehen wir der Frage nach, wie gut unsere Lernräume noch zu moderner, studierendenzentrierter Lehre passen. Viele Lehrveranstaltungen finden nach wie vor in Settings statt, die auf frontale Wissensvermittlung ausgelegt sind – obwohl wir längst wissen, wie entscheidend Raumgestaltung für Interaktion, Aktivierung und Lernprozesse ist. Als inhaltliche Grundlage greifen wir das SCALE-UP-Konzept (Student-Centered Active Learning Environment with Upside-down Pedagogies) auf – ein Ansatz, der Lehr-/Lernräume gezielt auf aktives, kollaboratives Lernen ausrichtet und Raumkonzepte neu denkt. In dieser Live-Folge diskutieren wir, welche Anforderungen zeitgemäße Lernräume erfüllen müssen, welche Erfahrungen Lehrende und Studierende aktuell machen und wo es konkrete Ansatzpunkte für Veränderung gibt. Es geht um Perspektiven aus der Praxis, um Herausforderungen in der Umsetzung – und um die Frage, wie Räume gestaltet sein müssen, damit sie gute Lehre aktiv unterstützen.
Hanna Dölling, Jana Bay, Svea Schauffler, Dietmar Wiegand
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Hanna Dölling
Von Frontal zu aktiv: Wie Räume Lehre verändern -
Jana Bay
Von Frontal zu aktiv: Wie Räume Lehre verändern -
Svea Schauffler
Von Frontal zu aktiv: Wie Räume Lehre verändern -
Dietmar Wiegand
Lasst uns endlich aufhören, junge Menschen in der Bildung zu bevormunden!
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
FutureTutors - Kooperative NachhaltigkeitWährend Studierende und Lehrende über fundiertes Wissen zu globalen Herausforderungen verfügen, kommt die Umsetzung im institutionellen Alltag oft zu kurz. Das LMU-Projekt FutureTutors setzt genau hier an: In interdisziplinären Lehrenden-Studierenden-Tandems wurden konkrete Nachhaltigkeitsbedarfe aus den eigenen Fachkulturen heraus identifiziert und praxisnahe Projekte entwickelt. Das Programm verbindet FutureSkills-Qualifizierungen mit Selbstwirksamkeit, konkreter Projektverantwortung und einer universitätsweiten Winterschool zur Sichtbarmachung und Diskussion der Ergebnisse. Mit FutureTutors wissen wir, dass nachhaltige Hochschulentwicklung dort entsteht, wo Lehre, institutionelle Verantwortung und (studentisches wie lehrpersönliches) Engagement zusammenkommen. Der Beitrag reflektiert Gelingensbedingungen, Hürden und Wirkungsdimensionen und zeigt die Erfahrungen der FutureTutors selbst
Sophie Renard, Veronica Weileder
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Sophie Renard
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität München -
Veronica Weileder
FutureTutors - Kooperative Nachhaltigkeit
14:50 – 15:20
Easing the Pressure: Tools zur Orientierung für LehrgestaltungLehrende stehen häufig „Under Pressure“ Das Projekt H³ – HyFlex, HighTech & HighTouch (2021–2025 gefördert durch StIL)untersuchte empirisch die Wirksamkeit von Lehrinterventionen auf Studienerfolg, basierend auf den Metastudien von Hattie (2023) und den Lehrperspektiven nach Pratt & Smulders (2016). Zentrale Ergebnisse zeigen, dass nicht der Tool-Einsatz per se entscheidend ist, sondern Passungsverhältnisse zwischen Lehrangebot, Methodeneinsatz und Erwartungen heterogener Studierendengruppen (Jänsch, Bauer et al. 2025). Der H³-Lehrendentest bietet Orientierung, welche Tools den individuellen Lehrstil authentisch unterstreichen und der H³-Studierendentest bezieht die Erwartungen Studierender ein. Beide Instrumente werden vorgestellt. Sie tragen dazu bei, Lehrende in der (Weiter-)Entwicklung ihrer (digitalen) Methodenvielfalt und Studierendenorientierung zu entlasten.
Susanne Iris Bauer, Julian Gerigk, Susanne Iris Bauer
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Susanne Iris Bauer
Susanne Bauer, H³- Projektkoordination HS Fulda -
Julian Gerigk
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Fulda -
Susanne Iris Bauer
Professorin für Soziale Arbeit an der DHSH Kiel
Hattie, J. (2023). Visible learning the Sequel: A Synthesis of over 2.100 Meta Analyses relating to Achievement (english edition Ausg.). Londnon New York: Routledge.
Jänsch, M., Bauer, S., & Gromann, P. (2025). H³-Teilprojekt Wirksamkeitsanalyse. In P. Gromann, M. Alisch, J. Dummann, H. R. Griesehop, F. Hansen, & R. Haderlein (Hrsg.), Studienerfolg ermöglichen durch individuelle Kompetenzentwicklung und flexible Lehr-/ Lernszenarien mit digitalen Innovationen (S. 201-240). Fulda: IPH-Eigenverlag. Von https://openedu-rlp.de/edu-sharing/components/collections? abgerufen
Pratt, D. D., & Smulders, D. (2016). Five Perspectives on Teaching - Mapping a Plurality of the Good (2 Ausg.). Malabar, Florida, USA: Krieger Publishing Comany.
15:35 – 16:05
Future Readiness: Urteilsfähigkeit und Future Skills im KI-ZeitalterGenerative Künstliche Intelligenz stellt Hochschulen vor eine zentrale Frage: Welche menschlichen Kompetenzen bleiben unverzichtbar, wenn Analyse, Textproduktion und Problemlösungen zunehmend automatisiert werden? Wir argumentieren, dass Future Skills nur dann wirksam werden, wenn sie mit systematisch entwickelter Urteilsfähigkeit und persönlicher Handlungskompetenz verbunden sind. Vorgestellt wird das Future-Readiness Framework, ein hochschulischer Ansatz zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung von Studium und Prüfung. Das Framework verbindet Domänenkompetenz, AI Fluency und Professional Modes (Creative Problem Solver, Continuous Learner, Collaborative Strategist und Ethical Navigator). Anhand eines exemplarischen Lehr- und Prüfungssettings wird gezeigt, wie diese Kompetenzen nicht isoliert, sondern integriert aufgebaut werden können und über nachvollziehbare Entscheidungs- und Reflexionspfade prüfbar gemacht werden können.
Kamal Bhattacharya
Bhattacharya, K. (2025). Job-readiness framework: Developing human judgment in an AI-augmented world (Job Readiness Framework, Version 2; unveröffentlichtes Manuskript). IU Internationale Hochschule.
UNESCO. (2023). Guidance for generative AI in education and research. https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000386693
World Economic Forum. (2023). The future of jobs report 2023. https://www.weforum.org/publications/the-future-of-jobs-report-2023/
16:10 – 16:40
Impulse, Eindrücke, Perspektiven: Der Festivaltag im Fishbowl Wrap-upIm Abschlussformat des Festivaltages blicken wir gemeinsam auf die vielfältigen Eindrücke und Impulse rund um das Thema Innovative Learning zurück. In einer offenen Fishbowl-Diskussion kommen Keynote Speaker sowie Isa Jahnke und Christina Zitzmann mit Studierenden des Bayerischen Landesstudierendenrats (BayStuRa) und dem Publikum ins Gespräch.
Welche Ideen und Perspektiven nehmen wir aus dem Festivaltag mit? Was hat überrascht, inspiriert oder vielleicht auch Fragen offengelassen? Gemeinsam werden zentrale Erkenntnisse des Tages aufgegriffen, reflektiert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert.
Das Publikum ist eingeladen, sich jederzeit dazu zu setzen, eigene Beobachtungen, Ideen und Erfahrungen zu teilen - als offener Abschluss eines intensiven Festivaltages.
Christina Prof. Dr. Zitzmann, Arina Zonner, Isa Jahnke
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Christina Prof. Dr. Zitzmann
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Vizepräsidentin Bildung -
Arina Zonner
Gründungsvizepräsidentin für Personal, Alumni und Gleichstellung der Technischen Universität Nürnberg (UTN) -
Isa Jahnke
Gründungsvizepräsdentin für Studium, Lehre, und Internationales sowie Professorin für Learning Technologies an der Technischen Universität Nürnberg (UTN)
Shifting:Stage Nürnberg – Workshops
10:05 – 13:15
Mini Sprint: Wie können Studierende KI-Lernbots gestalten?Der Workshop bringt Lehrende, Studierende und Mitarbeitende aus dem Supportbereich in einem Mini Design Sprint zusammen, um ein kursunabhängiges Lehr-Lern-Format für die Hochschullehre zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Studierende Custom GPTs oder Microsoft Agents gestalten und nutzen können, dass KI ihr Lernen zielgerichtet unterstützt – etwa beim Planen, Verstehen, Reflektieren und Strukturieren – statt als Abkürzung eingesetzt zu werden. Gemeinsam erarbeiten wir praxisnahe Gestaltungsprinzipien, Einsatzszenarien und Rahmenbedingungen für einen verantwortungsvollen und reflektierten KI-Einsatz
Andrea de Santiago, Carina Ziegler
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Andrea de Santiago
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, promoviert zum Thema AI in Higher Education -
Carina Ziegler
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, promoviert zum Thema Evaluationsmethoden von Learning Experiences an Hochschulen
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:35
Demokratiebildung in der HochschullehreDemokratische Werte und Institutionen stehen in einem Klima zunehmender Polarisierung, Desinformation und globaler Krisen unter Druck. Als Orte des kritischen Denkens und gesellschaftlichen Austauschs kommt Hochschulen in diesen Zeiten eine zentrale Rolle zu. Der Workshop lädt Lehrende dazu ein, sich mit der Rolle von Demokratiekompetenz in Studium und Lehre auseinanderzusetzen. Teilnehmende lernen aktuelle didaktische Modelle zu Demokratiekompetenz und zentralen Prinzipien wie Gerechtigkeit, Partizipation oder Meinungsfreiheit kennen. Kurze Inputs geben Einblick in den Bildungsauftrag von Hochschulen und zeigen konkrete Handlungsspielräume in der Lehre auf. Im interaktiven Teil reflektieren die Teilnehmenden ihre eigene Lehrpraxis, diskutieren Chancen, Risiken und Grenzen und entwickeln Ideen, wie demokratisches Denken und Handeln ihre Veranstaltungen bereichern können.
Marius Hofmeister, Anna-Sophia Schwind
-
Marius Hofmeister
Professor und Studiendekan Informatik an der RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten -
Anna-Sophia Schwind
Professorin für Angewandte Psychologie an der Hochschule Ravensburg-Weingarten
Der Workshop ist interaktiv angelegt und verbindet kurze Impulse mit Austausch- und Arbeitsphasen. Die Teilnehmenden arbeiten sowohl in Kleingruppen als auch im Plenum, reflektieren ihre eigenen Erfahrungen und entwickeln gemeinsam praxisnahe Ansätze für ihre Lehre. Kollegialer Austausch, moderierte Diskussionen und gemeinsame Reflexion stehen dabei im Mittelpunkt.
15:35 – 16:40
Vom Druck zum Design: Learning Experience Design für zukunftsfähige HochschullehreLehrende stehen vor der Aufgabe, Lern- und Kompetenzziele und Erwartungen unter steigendem Druck sinnvoll zusammenzubringen – oft unter begrenzten Ressourcen, festgefahrenen didaktischen Ansätzen und sich wandelnden Rahmenbedingungen.
Learning Experience Design ermöglicht etwa durch Prozessoffenheit sowie Iteration und Ko-Kreation bestehende Lernsettings zu hinterfragen und Ideen weiterzuentwickeln. Das Ziel: Eine agile Anpassung an veränderte Bedürfnisse, technologische Entwicklungen oder neue Rahmenbedingungen.
Auf Basis von Methoden aus Design Thinking und User Experience Design und auch mithilfe von KI analysieren die Teilnehmenden Szenarien aus der Lehre, prüfen deren Passung zu etwa den jeweiligen Lernzielen und entwickeln im ko-kreativen Arbeiten mithilfe des „Wie können wir…“-Ansatz und dem LXD-Canvas wirksame, zukunftsfähige Entwürfe für die eigene Praxis.
Daniel Goldberg, Jannik Henze, Sergej Gil
-
Daniel Goldberg
Universität zu Köln, Experte für Learning Experience Design und Bildungstechnologie -
Jannik Henze
Universität zu Köln, Experte für Learning Experience Design und Künstliche Intelligenz -
Sergej Gil
Universität zu Köln, Experte für LXD-Facilitation
Floor, N. (2023). This Is Learning Experience Design: What It Is, How It Works, and Why It Matters, Verlag: New Riders
Kircher, J., Burger, E., Ebner, M. & Schön, S. (2021). Learning Experience Design - zur Gestaltung von technologiegestützten Lernerfahrungen mit Methoden der DesignEntwicklung. In K. Wilbers & A. Hohenstein (Hrsg.), Handbuch E- Learning. Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis - Strategien, Instrumente, Fallstudien (93. Erg.- Lfg. Oktober 2021, Beitrag 4.78).
Schmidt, M., Earnshaw, Y., Tawfik, A. A., & Jahnke, I. (2024). Evaluation Methods for Learning Experience Design . In West, R. E. & Leary, H. ( Hrsg.), Foundations of Learning and Instructional Design Technology: Historical Roots & Current Trends (S. 269-291). EdTech Books. https://edtechbooks.org/foundations_of_learn/lxd_evaluation
Schmidt, M. & Huang, R. (2021). Defining Learning Experience Design: Voices from the Field of Learning Design & Technology. TechTrends. 66. 10.1007/s11528-021-00656-y.
Die Teilnehmenden werden einen LXD-Prozess durchlaufen und in Gruppen verschiedene Methoden aus dem Design Thinking und User Experience Design kennenlernen und anwenden. Das sogenannte „LXD-Canvas“ dient als einfache Grundlage für die Arbeit und für die strukturierte Ergebnissicherung. Die Workshopleitenden werden in einem kurzen Input in den Prozess und die Methoden einführen und dann die Gruppen bei der Arbeit begleiten.
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