Future Tech:Stage Braunschweig
Die Technologien der Zukunft, ihre Bedeutung, möglichen Auswirkungen, Chancen und Risiken für Hochschulen standen in Braunschweig im Fokus. Ob Weltraum (Rabea Rogge), Kommunikationsraum (Udbhav Tiwari), virtueller Raum (Prof. Dr. Frank Steinicke) oder spekulativer Raum (Theresa Hannig, Prof. Dr. Eckart Voigts und Aylin Dilek Walder): Die Future‑Tech:Stage öffnete die Bühne für viele Szenarien. Die Media Lab:Stage ergänzte das Programm um eine vertiefte Betrachtung virtueller Lernräume – nutzer*innenzentriert, technisch innovativ, international.

Die Präsenzbühne in Braunschweig wurde vom Emerging Tech Lab und Media Lab des Projekthauses der TU Braunschweig organisiert.
Keynote-Speaker:innen
Rahmenprogramm
Abendveranstaltung
Bühnenprogramm
Keynote-Speaker:innen

Rabea Rogge
(Astronautin / Elektroingenieurin, NTNU / SpaceX):
Die erste deutsche Frau im All – und ein neuer Blick in unsere Zukunft.

Udbhav Tiwari
(Vizepräsident für Strategie und globale Angelegenheiten, Signal): Gestaltet die Zukunft sicherer Kommunikation.

Prof. Dr. Frank Steinicke
(Professor für Mensch-Computer-Interaktion):
Ausgezeichnet in der AWE XR Hall of Fame für seine Pionierarbeit in Virtual Reality.

Prof. Dr. Eckart Voigts
(Professor für anglistische Literatur- und Kulturwissenschaften):
Experte für Speculative Fiction, Utopia/Dystopia sowie Science-Fiction und Fantasy.

Theresa Hannig
(3-fache Seraph-Gewinnerin, Sci-Fi-Autorin und Kolumnistin): Schreibt über die Zukunft unserer Gesellschaft, Politik, KI, Überwachung und Revolution.

Aylin Dilek Walder
(Mitarbeiterin und Doktorandin in der Amerikanistik): Expertin für Identität, Alterität, und Umweltkritik in Speculative Fiction
Alle Bühenprogrammpunkte der Future-Tech:Stage Braunschweig finden Sie in unserer Programmübersicht.

Rahmenprogramm
Neben dem Programm auf der Future-Tech:Stage und der Media Lab:Stage fanden diverse weitere Highlights im Rahmen des U:FF 2026 in Braunschweig statt.
Im Erdgeschoss lud das Science and Art Lab zu einem Workshop mit der britischen Bildhauerin Louise Ward Morris ein. Als Artist in Residence des Science and Art Lab der TU Braunschweig arbeitete die Künstlerin aktuell mit den Wissenschaftler*innen des Nitride Technology Center (NTC) zusammen.
Sie verstand sich selbst als „Media Archaeologist“ und verband in ihrer künstlerischen Praxis vielfältige Interessen aus den Bereichen Technologie, Architektur, Psychologie und Wissenschaft, um zu untersuchen, wie Technik unser Menschsein prägt.
Im „Screen Sculpture Workshop“ machte sie durch das Zerlegen von Hardware die physische Seite digitaler Technologien sichtbar und thematisierte Elektroschrott: Wir bauten Monitore auseinander und verwandelten sie mittels bildhauerischer und Collage-Techniken in transparente Bildschirm-Skulpturen. Gleichzeitig erfuhren wir mehr über die alltägliche Technik, die wir eigentlich ganz einfach hätten reparieren können.

Der Sandkasten öffnete seine Pforten, um einen Blick hinter die Erfolgsgeschichte dieser niedrigschwelligen Campusbeteiligung zu werfen. Hier bestand die Chance, neben Studium und Lehre auch ehrenamtlich aktiv zu werden: Mit Unterstützung der digitalen Plattform „Sandkasten“ konnten eigene Ideen umgesetzt und so das Stadt‑ und Campusleben aktiv mitgestaltet werden. Hier fanden sich nicht nur Inspiration und Kontakt zu Gleichgesinnten, sondern auch alles, was für eine Umsetzung benötigt wurde – vom Equipment zum Ausleihen bis hin zur finanziellen Unterstützung für das Projekt. Ob nun Dinge nachhaltig verändert und selbst gestaltet werden sollten oder man einfach nur dabei sein wollte: Die Sandkasten‑Plattform unterstützte dieses Vorhaben.
Im ersten Stock ermöglichte das Ecoversity Hub einen direkten Austausch mit unseren Keynotes im Rahmen ihres Changemaker Cafés (10:00–16:00 Uhr). Bei Kaffee und Kuchen fand hier ein stetiger Austausch zu Entwicklungsprozessen an der Universität statt, während man gleichzeitig unsere Highlights in exklusiven Gesprächen erleben konnte. Die jeweiligen Zeiten unserer Keynotes im Ecoversity Hub ließen sich der folgenden Übersicht entnehmen.
Rabea Rogge: 11:00 – 12:00 Uhr (inklusive Signierstunde)
Udbhav Tiwari: 12:30 – 13:00 Uhr
Prof. Dr. Angela Ittel: 13:00 – 13:55 Uhr
Theresa Hannig: 14:30 – 15:00 Uhr (inklusive Signierstunde)
Prof. Dr. Frank Steinicke: 15:30 – 16:00 Uhr
In unseren Workshopräumen waren spannende Beteiligungsformate angesiedelt. Zwischen 10:00 und 13:15 Uhr konnten mit Lernen zwischen Präsenz und Virtualität: Didaktik in Cross Reality (Anke von der Heide) Lightning Talks in einem geteilten Cross‑Reality‑Raum wahrgenommen werden, der physische Ausstellungsorte mit remote Zugeschalteten verband. Die Teilnehmenden erlebten XR nicht nur als Thema, sondern als Kommunikationsraum.
Ab 14:15 Uhr erlebten Hochschullehrende in Prüfungsformate in Zeiten von KI – was geht da überhaupt? (Susanne Schorer, Kira Baresel), welche Prüfungen in Zeiten von KI überhaupt gebraucht wurden und wie die Qualität der Lehrvermittlung sichergestellt werden konnte. Mit Hilfe der Walt‑Disney‑Methode wurden hier gemeinsam neue Prüfungsformate erdacht und Lösungen für die Praxis erarbeitet.
Ab 17:00 Uhr fand schließlich mit Love in Times of AI (Prof. Dr. Maja Jerrentrup) ein interaktiver Diskurs‑Workshop statt, bei dem die Teilnehmenden durch Bodypainting selbst Teil der Kunst und des Diskurses wurden.
Direkt neben dem Workshop‑Space befand sich mit Synthropy ein ganzer Raum, der in eine Biotechnologie‑Projektion umgewandelt wurde – die perfekte Möglichkeit, dem Festivalstress zu entkommen.
Im Loungebereich fanden sich, neben einer bunten Auswahl ausgestellter Möbel von pro office, die Möglichkeit, mit Asfixia (Briam Rolón) in einem VR‑Raum zu entspannen und ein VR‑Training für sichere und effektive Lernprozesse (Robert Eckardt) zu erleben.
In der Mittagspause bot das Hochschulsportzentrum im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung etwas Bewegung an. Der 15‑minütige PausenExpress bestand aus einem Wechsel von Mobilisations‑, Kräftigungs‑ und Dehnübungen. Vor allem der Schulter‑, Nacken‑ und Rückenbereich wurde mobilisiert, trainiert und gelockert.
Experience Space
Für Teilnehmende vor Ort bot der Experience Space verschiedene Möglichkeiten, Technologien zu erleben. Wir luden Sie und Euch ein, selbst in Interaktion zu treten.
Polylog_ik
Ein Klingeln. Ein Countdown. Die Vision der Zukunft – jetzt.
In einer Telefonzelle formulierten Besucher:innen unter Zeitdruck ihre Ideen und reagierten auf vorherige Stimmen. Jeder Beitrag wurde Teil eines wachsenden Gesprächs.
Nebenan luden Sessel und Analogtelefon zum Hören und Kommentieren ein. Die Pitches wanderten zusätzlich in den digitalen Raum und wurden online diskutierbar.
Zwischen Druck, Resonanz und Virtualität entstand ein Polylog.
Digital Teilnehmende konnten sich die Zukunftsvisionen online anhören.
Synthrophy
Diese immersive Installation übersetzte reale Stoffwechselparameter von Hefezellen in generative visuelle Darstellungen und räumliche Klanglandschaften. Die Besucherinnen und Besucher betraten gewissermaßen das Innere einer Zelle, in der Veränderungen der Nährstoffversorgung und genetische Variationen die audiovisuellen Strukturen dynamisch veränderten. Dadurch wurden zelluläre Prozesse als sich fortlaufend entwickelndes digitales Ökosystem erfahrbar. Die Installation eröffnete einen Dialog darüber, wie biotechnologische Innovationen Gesellschaften prägen und verändern können.
Asfixia – Out of Breath
Asfixia war ein immersives Werk, das sich auf eine beklemmende und zugleich reflektierende Umgebung konzentrierte. Dies geschah durch eine fließende und minimalistische Gestaltung von Raum, Figuren und Klang. Das Werk entstand als digitales audiovisuelles Experiment mit dem Ziel, beim Publikum das Gefühl intensiver Atmung hervorzurufen. Die Inspiration für die Arbeit stammte aus Erfahrungen, unter starkem Druck zu stehen. Dadurch eröffnete Asfixia einen Raum, um Fragen nach Druck und Belastungen auf individueller wie auch auf kollektiver Ebene zu reflektieren.
VR‑Training für sichere und effektive Lernprozesse
Der Beitrag zeigte anhand empirisch validierter VR‑Trainings, wie klare Informationsgestaltung, lernförderliche User Experience und modular aufgebaute Szenarien den Lernerfolg effizienter und wirksamer steigerten, Fehler reduzierten und reales Handeln gezielt vorbereiteten. Er bot Einblicke in Methoden, Ergebnisse und Praxisnutzen.
Dance your Data
In Dance Your Data stand die erprobend‑gestalterische Auseinandersetzung mit dem Körper bzw. Körperbewegungen und dem Medium VR im Mittelpunkt. Körperbewegungen wurden auf verschiedene Art und Weise als Datenspuren sichtbar gemacht und dadurch zum Gegenstand von Exploration, Gestaltung und Reflexion. Das Projekt zeigte beispielhaft, wie VR im Sportunterricht an Schulen genutzt werden konnte.
Learning between the physical and virtual worlds: Teaching in Cross Reality
Das XRwise‑Projekt entwickelte eine hybride No‑Code‑Plattform, die Interaktionen in einem gemeinsamen virtuellen Raum ermöglichte und so Lernen zwischen physischen und digitalen Räumen unterstützte.
Am 23. Juni wurden Lightning Talks aus einem geteilten virtuellen Raum präsentiert und live an die Festivalstandorte in Braunschweig und Berlin übertragen. Lehrende aus verschiedenen Hochschulen gaben jeweils kurze Einblicke in ihre Erfahrungen. An den übrigen Festivaltagen waren bestehende Lehr‑ und Lernräume online sowie vor Ort zugänglich und konnten erkundet werden. Teilnehmende konnten entweder vor Ort teilnehmen oder sich remote zuschalten.
Abendveranstaltung
Nach dem Programm auf der Future-Tech:Stage um 18:30 Uhr beginnt mit den beliebten Feierabendbeats die Afterhour. „Feierabendbeats“ ist eine von Studierenden für Studierende organisierte Musikveranstaltung, die in den Abendstunden Schwung in den Uni-Alltag bringt. Kommt vorbei und tanzt gemeinsam im Innenhof des Altgebäudes in die sommerliche Nacht hinein! Das Team sorgt mit lokalen DJs, kühlen Spaßgetränken und jeder Menge guter Laune für die perfekte Stimmung.
Sondercluster
Anhand der Emojis in der Programmdarstellung erkennen Sie unsere Sondercluster:
🚨Fringe: Unerwartete Verbindungen, kontraintuitive Thesen oder radikale Format‑Experimente
🔄Fail & Learn: Gescheiterte Projekte, aus denen sich Do’s und Don’ts ableiten lassen
🌍Global Perspectives: Ideen, Perspektiven und Erkenntnisse aus dem Ausland, die für die DACH-Region wertvoll sind
📚Student Voices: Beiträge von Studierenden
🌱Ökologische Nachhaltigkeit: Beiträge mit einem ökologischen Ansatz