Programm 24.06.2026
- Deutsch
- Englisch
- AI & Technology
- Future Skills
- Innovative Learning
- People
- Structures & Strategies
- The bigger picture
- Other format
- Input
- Diskussion
- Lab
- Workshop
- Training
- Lightning Talk
Landing:Stage Berlin
09:00 – 09:30
Eröffnung University:Future Festival IIILinn Friedrichs moderiert die Eröffnung des dritten Tages des University:Future Festivals 2026.
Linn Friedrichs
13:15 – 14:00
Mittagspause17:00 – 17:10
Closing - University:Future Festival Tag IIIModeratorin Linn Friedrichs schließt den dritten Tag des University:Future Festival 2026.
Linn Friedrichs
Open for Change:Stage Hamburg
09:00 – 09:30
Eröffnung Open for Change:Stage HamburgEs begrüßt Sie Christina Schwalbe von der Universität Hamburg als Co-Host der Open for Change:Stage. Die Bühne wird eröffnet durch Grußworte der Vizepräsidentin für Studium und Lehre der UHH, Prof. Dr. Natalia Filatkina und der Leiterin des Bereichs Austausch & Vernetzung der Stiftung für Innovation in der Hochschullehre, Dr. Esther Bishop. Danach folgt eine rahmende Einführung des Programms auf der Open for Change:Stage durch die Vorsitzende des Beirats zur Umsetzung der OER-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Prof. Dr. Kerstin Mayrberger
Christina Schwalbe, Natalia Filatkina, Esther Bishop, Kerstin Mayrberger, Jöran Muuß-Merholz, Annabelle Putscher, Frank Homp, Maya Persico
-
Christina Schwalbe
Co-Host der Open for Change:Stage von Universität Hamburg und OERcamp -
Natalia Filatkina
Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Hamburg -
Esther Bishop
Teamleitung Austausch & Vernetzung, Stiftung für Innovation in der Hochschullehre -
Kerstin Mayrberger
Professorin für Lehren und Lernen an der Hochschule mit Schwerpunkt Mediendidaktik an der Universität Hamburg und Co-Vorsitzende im Beirat zur Umsetzung der OER-Strategie des BMBFSFJ -
Jöran Muuß-Merholz
Co-Host der Open for Change:Stage von OERcamp und Universität Hamburg -
Annabelle Putscher
Moderatorin und Eventmanagerin im Team OERcamp bei J&K -
Frank Homp
Co-Redaktionsleitung und Community Management im Team OERcamp bei J&K -
Maya Persico
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und OERlab der Universität Hamburg
09:30 – 10:00
Unter Druck professionell werden. Was Schulen im Wandel von der Lehrkräftebildung verlangen
Schulen, die Wandel als Dauerbedingung begreifen, stellen andere Fragen – und entwickeln andere Antworten. Die ITECH Hamburg – ausgezeichnet mit dem Deutschen Schulpreis – hat sich gefragt, welche Schule sie sein will, und von dort aus entwickelt, was das für alle Beteiligten bedeutet. Als Berufsschule, die selbstorganisiertes, kompetenzorientiertes Lernen als pädagogisches Grundprinzip begreift, hat sie erfahren, was institutioneller Wandel wirklich verlangt – und was er freisetzt.
Was dabei sichtbar wird, reicht über Didaktik hinaus. Kompetenzorientierung verändert Professionalität auf mehreren Ebenen: individuelle Kompetenzprofile, professionelles Selbstverständnis, organisationale Logik. Und sie wirft Fragen auf, die über die Schule hinausweisen: Was brauchen Lehrkräfte, die in solchen Kontexten arbeiten – von Beginn ihrer Ausbildung an? Was können Hochschulen aus Institutionen lernen, die Wandel als Dauerbedingung ihrer Arbeit begreifen?
Die Keynote bringt eine Praxisperspektive in den Raum, die produktive Reibung erzeugt – für alle, die Lehrkräftebildung und Institutionen im Wandel weiterdenken wollen.
Monika Stausberg
10:05 – 10:35
Transformation ist mehr als Anpassung. Zukunftsfähigkeit als institutionelle AufgabeDas Bildungssystem steht unter Druck: Transformation, technologische Dynamik & politische Unsicherheit machen Ungewissheit zur neuen Normalität. (Hoch-)Schulen agieren in einem strukturellen Spannungsfeld: Schnelle Anpassung ist gefordert, wird aber durch institutionelle Routinen begrenzt. Dabei geht es sogar um mehr: Als zentrale Säule der Demokratie wird ihre Fähigkeit, Orientierung zu geben und mit Ambivalenzen umzugehen, zur Schlüsselressource.
Ein Ansatz liegt in der strategischen Vorausschau. Sie stärkt kollektive Orientierungsfähigkeit durch Szenarien, systemisches Denken und partizipative Prozesse. Die UNESCO benennt sie als zentrale organisationale Zukunftskompetenz.
Für die Lehrkräftebildung bedeutet das: Neben Fachkompetenz werden Zukunftsorientierung, reflexive Professionalität & Ungewissheitskompetenz wichtiger. Lehrkräfte gestalten Organisation mit. Strategische Vorausschau bereitet sie auf diese Rolle vor und stärkt Bildungsorganisationen als Orte der Zukunftsgestaltung.
Julia Borggräfe
10:50 – 11:20
📚 LERNREISE - Partizipative Lehrkräftebildung für zukunftsfähige Schulen„Gute“ Schule zeigt sich nicht nur im Konzept, sondern vor allem in gelungener Praxis. Im Projektseminar Lernreise erarbeiten Lehramtsstudierende wissenschaftliche Perspektiven auf Schule und planen parallel partizipativ eine bundesweite Reise zu selbstgewählten Praxisbeispielen. Einige Studierende übernehmen dabei als Starter:innen Organisation und Moderation, während Dozierende die wissenschaftliche Rahmung sichern. Durch die Auseinandersetzung mit Schule als Organisation erweitern Teilnehmende die aus Studium und Praktika vertraute Unterrichtsperspektive um eine Perspektive auf innovative Schulentwicklung. Im öffentlichen Abschlussevent werden die Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Die Teilnehmenden gestalten so ein Lehrformat aktiv mit, das Theorie und Praxis systematisch verbindet. Sie erleben Partizipation als Teil ihrer eigenen Professionalisierung.
📚 Student Voices
Louisa Schnetzer, Maren Plaum
-
Louisa Schnetzer
Starterin Lernreise Hamburg, Studentin M. Ed. -
Maren Plaum
Dozentin Lernreise Hamburg, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
11:25 – 11:55
Lightning Talks: Open for Change⭐ Lightning Talks: Open for Change
⭐ Nurturing Openness: Wie wir Open Education an Hochschulen stärken
Open Education ist längst mehr als eine innovative Idee, doch im hektischen Hochschulalltag kann die Arbeit an und mit OER unter Druck geraten. Gerade für Einzelpersonen ist sie angesichts zeitlich begrenzter Ressourcen und hoher Arbeitsbelastung eine Herausforderung. Dieser Talk fordert daher, dass die Open Education-Bewegung „nurturing“ braucht: Sie muss genährt, gepflegt und gefördert werden, um an einem Hochschulstandort dauerhaft Wurzeln zu schlagen. Im Fokus stehen praxistaugliche Maßnahmen für Communities und Einzelpersonen, die auch im Lichte von institutionellen Hürden umsetzbar sind. Ergänzt wird der Vortrag durch Erfahrungen aus den Open-Education-Initiativen der Universität Graz, die 2023 als erste österreichische Hochschule die Zertifizierung „Certified OER Higher Education Institution“ erhielt.
⭐ 2040 Tassen Kaffee für digitale Souveränität: Die MoodleMoot DACH 2025
296 Teilnehmende aus 19 Ländern, 22 DevCamp-Projekte, 80 Barcamp-Sessions und 2040 Tassen Kaffee: Auf der MoodleMoot DACH 2025 in Lübeck traf sich die Community rund um Moodle nicht zur Präsentation fertiger Ergebnisse, sondern zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Open-Source-Lernplattform. Statt Leistungsschau standen aktives Arbeiten, Priorisieren und das Teilen von Erfahrungen im Mittelpunkt. In DevCamp-Projekten und Barcamp-Sessions wurde programmiert, geplant und diskutiert. Diese dialogischen Formate organisieren Vernetzung über Institutionsgrenzen hinweg: Schulen, Hochschulen, Dienstleister und Unternehmen arbeiteten offen und auf Augenhöhe an einer gemeinsamen Bildungsinfrastruktur, die sich flexibel an unterschiedliche Bedarfe anpassen lässt. So wird Vernetzung zur Grundlage gemeinsamer Weiterentwicklung und zu einem strukturellen Element digitaler Souveränität.
⭐ Warum es Studierende im Open Science Movement braucht
Open Science gilt als Antwort auf zentrale Herausforderungen der Wissenschaft, von Reproduzierbarkeitsproblemen bis zu Vertrauensverlust. Dennoch wird sie im Studien- und Forschungsalltag bislang nur begrenzt praktiziert. Wir gehen der Frage nach, wie Studierende eine Schlüsselrolle für einen nachhaltigen Kulturwandel spielen und stellen unsere Lösungen des Student Network for Open Science (NOS) vor. Anhand unserer Formate - von studentisch organisierten Kursen bis zum Open-Science-Journal - zeigen wir, wie frühe Einbindung wirken kann und welche strukturellen Voraussetzungen es dafür braucht.
Nadine Linschinger, Kristina Neuböck, Anja Lorenz, Robin Wensky, Johannes Wagner
-
Nadine Linschinger
Open Education Manager, Universität Graz (Österreich) -
Kristina Neuböck
Fachbereich Kompetenzentwicklung, Universität Graz (Österreich) -
Anja Lorenz
Institut für Interaktive Systeme, TH Lübeck -
Robin Wensky
Executive Board Member at Student Network for Open Science -
Johannes Wagner
Co-Head of Education at Student Network for Open Science
12:10 – 12:40
(Wie geht) Zukunftsbildung (?)Etablierte Routinen der Lehrkräftebildung stehen unter Druck: Der Beitrag stellt ein didaktisches Design vor, das Futures Literacy als Grundlage für future consciousness in der Lehrkräftebildung operationalisiert und in einem Seminar umgesetzt wurde. Zentrale Frage: Lassen sich Ungewissheitstoleranz, Selbstwirksamkeitserwartung und Zukunftsbewusstsein durch gezielte Futures-Methoden (z.B. Szenarien, Backcasting, Causal Mapping) stärken, ergänzt durch multiperspektivische Bewertungsformate, die in einem reflektierten Human-AI-Collaboration-Prozess entwickelt, durchgeführt und begründet werden? Vorgestellt werden: das Methoden-Set, die Einbettung in ein kompetenzorientiertes Lehr-/Lernarrangement sowie eine Mixed-Methods-Auswertung inklusive erster Ergebnisse und Transferhinweisen für curricular verankerte Formate.
Wanda Möller
Ahvenharju, S., Minkkinen, M., & Lalot, F. (2018). The five dimensions of futures consciousness. Futures, 104, 1–13. https://doi.org/10.1016/j.futures.2018.06.010
Klafki, W. (1996): Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik: Zeitgemäße Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik. 4. Auflage. Weinheim: Beltz.
Kononiuk, A., Sacio-Szymańska, A., Ollenburg, S., & Trivelli, L. (2021). Teaching foresight and futures literacy and its integration into university curriculum. Foresight and STI Governance, 15(3), 105–121. https://ideas.repec.org/a/hig/fsight/v15y2021i3p105-121.html
Lehtinen, A., Kostiainen, E., Martin, A., & Näykki, P. (2024). Pre-service teachers co-constructing narratives about the future of education. European Journal of Teacher Education. https://doi.org/10.1080/02619768.2024.2393329
Miller, R. (Ed.). (2018). Transforming the future: Anticipation in the 21st century. UNESCO/Routledge. https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000264644
UNESCO. (2021
12:45 – 13:15
Is punk dead (in education)? What does EDUPUNK mean in 2026?What Wikipedia says: “Edupunk is a do it yourself (DIY) attitude to teaching and learning practices [...] described [...] as ‘an approach to teaching that avoids mainstream tools [...], and instead aims to bring the rebellious attitude and DIY ethos of ’70s bands like The Clash to the classroom.’ [...] The term was first used on May 25, 2008, by Jim Groom in his blog, and covered less than a week later in the Chronicle of Higher Education. Stephen Downes [...] noted that ‘the concept of edupunk has totally caught wind, spreading through the blogosphere like wildfire’.” Next to this text, Wikipedia displays a photo of Jim Groom, captioned ‘Jim Groom as ‘poster boy’ for edupunk’.”
That was 18 years ago. Has Edupunk grown up? Maybe it's lost its rebellious nature? Is Edupunk no longer around? And what is his relationship to OER and open education? We can ask the person who invented it. Jim Groom will be in Hamburg and share his experiences, his insights and foresights.
Jim Groom
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 14:30
🌱 Crossing Borders, OER als Verbindung von Wirtschaft, beruflicher und akademischer BildungBildung findet oft in Silos statt: Berufliche Bildung, akademische Lehre und betriebliche Praxis agieren getrennt. Doch komplexe Herausforderungen wie die „Twin Transformation“ erfordern vernetztes Wissen. Unter dem Titel „Crossing Borders“ stellt das Projekt NABIT eine radikale Öffnung vor: Die Allianz aus Beruflicher Hochschule Hamburg, Europa-Universität Flensburg und dem Praxispartner Heartprint GmbH nutzt Open Educational Resources (OER), um diese Grenzen einzureißen.
Im Zentrum steht die Frage: Wie kann ein Bildungs- und Beratungskonzept gestaltet sein, das niveauübergreifend funktioniert – vom Azubi über Studierende bis hin zur Lehrkräftebildung? Wir zeigen, dass echte Innovation erst durch die Verbindung dieser Ebenen entsteht.
🌱 Ökologische Nachhaltigkeit
Henning Klaffke, Axel Grimm, Rainer Karcher, Anthea Wagner
-
Henning Klaffke
Berufliche Hochschule Hamburg, Professor Angewandte Informatik -
Axel Grimm
Europa-Universität Flensburg, Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik -
Rainer Karcher
Founder & CEO der Heartprint GmbH -
Anthea Wagner
Twin Transformation Expert bei der Heartprint GmbH
anelt, A., Busse, S., & Kolbe, L. M. (2017). Driving business transformation toward sustainability: Exploring the impact of supporting IS on the performance contribution of eco-innovations. Information Systems Journal, 27(4), 463–502. https://doi.org/10.1111/isj.12130
Kotlarsky, J., Oshri, I., & Sekulic, N. (2023). Digital Sustainability in Information Systems Research: Conceptual Foundations and Future Directions. Journal of the Association for Information Systems, 24(4), 936–952. https://doi.org/10.17705/1jais.00825
Lipowsky, F. (2010). Lernen im Beruf – Empirische Befunde zur Wirksamkeit von Lehrerfortbildungen. In F. H. Müller (Hrsg.), Lehrerinnen und Lehrer lernen: Konzepte und Befunde zur Lehrerfortbildung (S. 39–58). Waxmann.
14:35 – 15:05
KI und Ko-Kreation im Klassenzimmer - Impulse für die LehrkräftebildungUnter dem Druck rasanter KI-Entwicklung, steigender Digitalisierungsanforderungen und zunehmenden Fachkräftemangels stehen Hochschulen und Schulen vor der gemeinsamen Aufgabe, Lehrkräfte professionell und zukunftsfähig auszubilden. Vor diesem Hintergrund wird in dieser Session ein Kooperationsmodell für Schule, Hochschule und Zivilgesellschaft vorgestellt. Dabei entwickeln Lehramtsstudierende und Lehrkräfte über ein Semester gemeinsam Unterrichts- und Organisationskonzepte, Open Educational Resources und praxisnahe Fortbildungsformate mit KI-Bezug. Durch die Zusammenarbeit wird sowohl individuell als auch gemeinschaftlich Wandel angestoßen und am Ende des Semesters nicht als “abgeschlossen”, sondern als Zwischenstand eines lebenslangen Lernprozesses begriffen. Im Zentrum steht die Frage, wie „Pressure“ nicht nur ausgehalten, sondern als Potential begriffen werden kann, um digitale Souveränität, kritische KI-Kompetenz und offene Bildungspraktiken auf- und auszubauen.
Celestine Kleinesper
Kultusministerkonferenz. (2025). Künstliche Intelligenz in der schulischen Bildung: Handlungsempfehlungen. Berlin: KMK.
15:20 – 15:50
Open Education & Social Media Arbeit: Transfer, Haltung, WiderspruchSocial Media schafft auch im Wissenschaftsbetrieb Räume für Austausch, Sichtbarkeit und Kooperation. Mit einem Zoom-In auf das Verbundprojekt Co-WOERK möchte ich fragen: Wie macht Social Media Arbeit auch für befristete Drittmittelprojekte Sinn und an welchen Leitlinien sollte sie sich orientieren? Non-stop Content Creation im mächtigen Algorithmengetriebe oder gelingen lebendige Projektdokumentation, Sensibilisierung und Wissenstransfer auch ohne ultraschnelle Trends und Memes Culture, aber mit Humor, Tiefgang und Haltung? Nicht nur aus Open-Education-Perspektive zeigt sich ein starkes Spannungsfeld: Wie verhalten wir uns im BigTech-Universe, zu diesen proprietären "gated Commons" und nutzen diese trotz allem funktionierenden Orte einer Kultur des Teilens, bis es in hoffentlich allzu naher Zukunft hochschulübergreifende und gemeinwohlorientierte Alternativen gibt?
Christine Kolbe
https://www.co-woerk.de
https://www.instagram.com/co.woerk/
https://www.linkedin.com/company/co-woerk/?viewAsMember=true
https://mastodon.social/@CoWOERK
15:55 – 16:25
Openness an Hochschulen: Strukturen, Kooperationen, PerspektivenOffene Bildung ist politisch gewollt, fachlich begründet und infrastrukturell unterstützt. Und dennoch ist sie selten systematisch verankert. In dieser Session geben Anja Lorenz, David Stöllger und Noreen Krause Einblicke in die Arbeit des OER-Beirats (u. a. AG Open Educational Practices) und ordnen mit Netzwerken wie KNOER sowie Praxisbeispielen wie twillo.de mit twilloHub und Digital Learning Campus (DLC) ein, wie Kooperation und länderübergreifende Infrastruktur wirken. Gemeinsam beleuchten wir zentrale Spannungsfelder: Governance vs. Freiwilligkeit, Föderalismus vs. Zusammenarbeit, Qualitätssicherung vs. Offenheit, KI-Dynamik vs. Policy-Tempo. Zum Abschluss sammeln wir konkrete nächste Schritte und bieten Raum für Fragen.
Noreen Krause, Anja Lorenz, David Stoellger
-
Noreen Krause
TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften -
Anja Lorenz
Institut für Interaktive Systeme, TH Lübeck -
David Stoellger
Veranwortlicher twilloHub/ länderübergreifende OER-Infrastrukturen an der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover in Hannover
Optional:
- Stöllger, David, Krause, Noreen, Plank, Margret. Bibliotheken als Schlüsselakteure in der Weiterentwicklung von OEP an Hochschulen: Synergien für offenen Bildungszugang und länderübergreifende Zusammenarbeit. Bibliothek Forschung und Praxis, vol. 49, no. 3, 2025, pp. 352–356. https://doi.org/10.1515/bfp-2025-0020
16:30 – 17:00
Teaching Analytics – Wer nutzt eigentlich meine OER-Materialien?Klickzahlen, Abrufe, Likes, Retweets und Kommentare sind die Währung in sozialen Medien. Doch ähnliches gilt auch in der Lehre: Wie oft wird das Lehrbuch verkauft und zitiert? Und für digitale Medien: Wie viele Downloads hat mein Lehrmaterial? Wie wird es genutzt und wie intensiv bearbeitet? Der Beitrag stellt ein offenes Lehrangebot aus dem Bereich Technische Informatik vor, das drei sich ergänzende Angebote umfasst: Lehrvideos, Computercode und eine Experimentierplattform. Es wird untersucht, wie Nutzungsdaten abgerufen werden können, welche Qualität die Daten haben und welche Unsicherheiten und Verfälschungen auftreten können. Zudem werden Rückschlüsse auf das Lehrangebot selbst gezogen.
Marco Winzker
Siemens, George & Long, Phil. (2011). Penetrating the Fog: Analytics in Learning and Education. EDUCAUSE Review. 5. 31-40.
17:00 – 17:10
Open for Change – Abschluss und AusblickWir schauen zurück auf den Tag und teilen Empfehlungen für die nächsten Schritte. Anschließend laden wir alle, die noch bleiben mögen, zu Ausklang, Get-Together und Vernetzung ein.
Christina Schwalbe, Jöran Muuß-Merholz, Karoline Lorscheider
-
Christina Schwalbe
Referentin für digitale Transformation, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Uni Hamburg -
Jöran Muuß-Merholz
Co-Host der Open for Change:Stage von OERcamp und Universität Hamburg -
Karoline Lorscheider
Projektleitung im Team OERcamp bei J&K
AI, Technology & Infrastructure (DIGITAL)
09:30 – 10:00
📚 Kann ich da bescheißen? - Eine Sammlung an neuen MöglichkeitenHausarbeiten stehen „under pressure“: Zeitnot, Nebenjob, wachsende Tool-Verfügbarkeit – und die Unsicherheit, was heute noch „eigene Leistung“ ist. Viele Hochschulen reagieren mit AI-Detektoren. Das wirkt schnell, schafft aber oft falsche Sicherheit, Falschverdacht und Misstrauen.
In diesem 30-Minuten-Input machen wir einen Realitätscheck in zwei Akten:
1. Live-Demo: typischer KI-Workflow (Thema → Gliederung → Argumentationslogik → Stilglättung) plus kurzer „Fail-Moment“: überzeugend, aber falsch – es geht also auch um Qualität.
2. AI-Detector-Test: Wir scannen Textvarianten (menschlich, KI-roh, KI-überarbeitet) und zeigen, wo Detektoren anschlagen oder durchrutschen – und warum das kein fairer „Beweis“ ist.
Output: eine klare Schlussfolgerung mit Beispielen: AI-Detektoren taugen nicht zur belastbaren Autor*innenschafts-Feststellung – mit Risiken für Prüfungspraxis und Vertrauenskultur.
📚 Student Voices
Jakob Sehrig, Claudius Budcke
-
Jakob Sehrig
VerAIn - Vernetzung, Aufklärung und Integration von KI e.V. -
Claudius Budcke
VerAIn - Vernetzung, Aufklärung und Integration von KI e.V.
10:05 – 12:05
📚 Von Dialog zu Governance - Studierende gestalten KI mitHochschulen stehen unter erheblichem Transformations- und Entscheidungsdruck, tragfähige Regelungen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu entwickeln. Unter Zeit- und Handlungsdruck entstehen jedoch häufig verkürzte Beteiligungsprozesse oder Top-Down-Entscheidungen, die Vertrauen untergraben und langfristige Implementierung erschweren. Der Workshop knüpft an ein erprobtes Austauschformat an und richtet den Blick nach vorn: Wie kann aus einem statusgruppenübergreifenden Dialogformat ein verbindliches KI-Governance-Instrument werden? Gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickeln wir Blueprints, wie das partizipative Dialogformat strukturell in hochschulische Entscheidungsprozesse integriert werden kann, hochschulweit wie auf Fachbereichsebene. Dabei schauen wir darauf, welche Ansprüche Studierende an Partizipation haben und inwiefern Governance auf Hochschul- und Fachbereichsebene sich unterscheiden.
📚 Student Voices
Katharina Westphal, Sarah Becker
-
Katharina Westphal
Katharina Westphal - DigitalChangeMaker HFD - Ruhr-Universität Bochum -
Sarah Becker
Studentin @ Ruhr-Universität Bochum
Der Workshop verbindet die erprobte Kombination aus Kollegialer Fallberatung und World Café mit einer gezielten Governance-Perspektive.
Nach einer kurzen Vorstellung des erprobten Dialogformats arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen jeweils zur Hochschul- oder Fachbereichsebene.
In einem ersten Schritt identifizieren sie zentrale Herausforderungen bei der Verstetigung des Formats als Governance-Instrument, etwa asymmetrische Machtverhältnisse, institutionelle Zuständigkeiten oder Hemmnisse im statusgruppenübergreifenden Austausch.
Im zweiten Schritt werden normative Ansprüche an gelingende Partizipation präzisiert: Welche Form von Mitgestaltung wird erwartet? Welche Transparenz-, Mandats- und Rückkopplungsstrukturen sind erforderlich?
Im dritten Schritt entwickeln die Gruppen konkrete Modelle zur strukturellen Verankerung des Formats, differenziert nach Hochschul- und Fachbereichsebene.
Die Ergebnisse werden im Plenum gespiegelt und systematisch gegenübergestellt, um übertragbare Blueprint-Bausteine für eine partizipative KI-Governance zu identifizieren.
12:10 – 13:15
KI-Use-Cases - Reflexion und Entwicklung mit und von der CommunityDer KI-Use-Case-Katalog und die Studie „KI in Studium und Lehre – Use-Cases und Gelingensbedingungen“ (Wannemacher et al., 2025) des Hochschulforums Digitalisierung bündeln reale Anwendungsfälle aus der Community (77 Cases aus dem Call for Cases 2024, plus 53 Einreichungen von 2025). Hier zeigt sich, was in Lehre, Administration und Supporteinrichtungen tatsächlich ausprobiert wird! Fallgeber*innen präsentieren Ihre Cases Kleingruppen und gemeinsam wird der Case reflektiert. Dabei tauchen Sie tief in die Ausgangslage, das Vorgehen, Herausforderungen und Mehrwerte ein. Ihr Blick von außen hilft den Fallgeber*innen Cases weiter zu entwickeln. Seien Sie Teil einer aktiven Community, lassen Sie sich von innovativen Ansätzen inspirieren und teilen Sie Ihre Perspektive mit bestehenden Fallgeber:innen, um Cases von der Community für die Community weiterzuentwickeln!
Carolin Then Bergh, Jens Tobor
-
Carolin Then Bergh
Hochschulforum Digitalisierung -
Jens Tobor
Projektmanager, Hochschulforum Digitalisierung
- Wannemacher, K., Bosse, E., Lübcke, M., Kaemena, A. (2025). Wie KI Studium und Lehre verändert. Anwendungsfelder, Use-Cases und Gelingensbedingungen. Arbeitspapier Nr. 87. Berlin: Hochschulforum Digitalisierung.
- https://ki-use.hochschulforumdigitalisierung.de/
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Reden üben mit KI: Gesprächstrainings mit webbasierten Avataren ausprobieren – auch in Mixed RealityIn diesem Training erproben die Teilnehmenden KI-gestützte Gesprächstrainings mit dialogfähigen Avataren in webbasierten Settings sowie optional auch in Mixed Reality. Anhand konkreter Szenarien erleben sie, wie kommunikative Kompetenzen im Selbststudium trainiert, variiert und reflektiert werden können. Neben der praktischen Erprobung stehen didaktische Designentscheidungen im Fokus: Wie können Rollen gepromptet werden? Welche Formen von Feedback sind sinnvoll? Und wie lassen sich metakognitive Reflexionen integrieren, um Lernprozesse und Selbstwirksamkeit zu fördern? Das Training verbindet eigenes Ausprobieren mit kurzen Inputs zur technischen Infrastruktur und didaktischen Einbettung und bietet Raum für Austausch über Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Lehr-/Lernkontexten.
Markus Rossa
The Bigger Picture (DIGITAL)
09:30 – 10:00
🌍 AI study assistants and the replacement of university lecturersI will report on two aspects of a running project. First, data from students using an AI assistant tutor tailored to my statistics course show it to be an effective facilitator of student queries that would not otherwise have taken place, as inhibitions in exposing one's lack of understanding are widespread.
Second, I present how to give faculty members the capacity to produce their own personalized AI artefacts to be deployed as teaching assistants. To control the quality and content of the assistant, the system adopts retrieval-assisted generation (RAG), an established architecture where the chatbot resorts to predefined material to answer queries. This RAG authoring system allows faculty members to create digital twins of theirselves as teachers transparently, while conveying feedback from a potentially large audience with the help of the language model.
🌍 Global Perspectives
Roberto Viviani
https://github.com/roberto-viviani/lmm-education
10:05 – 12:05
KI im akademischen Beziehungsgefüge - Rollenzuschreibungen & ImplikationenLehren und Lernen an Hochschulen vollziehen sich in sozialen Situationen. Diese prägen unser Verhältnis zueinander sowie unsere Wirklichkeits- und Weltkonzepte. Nun nimmt generative Künstliche Intelligenz (KI) einen Platz im akademischen Beziehungsgefüge ein: als Werkzeug, als Partner, als Akteur? Funktionen und Bilder variieren – oft abhängig vom Grad der Anthropomorphisierung.
• Kann KI Beziehungsobjekt im Bildungsgefüge sein?
• Verbessert, stört oder verschlechtert KI die sozialen Beziehungen zwischen Lehrenden und Studierenden bzw. Studierenden untereinander?
• Wie beeinflusst KI die kommunikative Konstruktion von Wissenschaft und Wirklichkeit?
• Welche Rückwirkungen auf die Entwicklung fachlicher Identitäten sind anzunehmen?
• In welchem Verhältnis steht dies zu unserem Bild und Funktionsverständnis von KI?
Zu diesen Fragen bringen wir Interpretationsangebote aus hochschuldidaktischer, bildungsphilosophischer und soziologischer Perspektive ein und reflektieren sie in einer moderierten Diskussion.
Antje Michel, Gabi Reinmann, Nicolaus Wilder
-
Antje Michel
Professorin für Informationsdidaktik und Wissenstransfer, FH Potsdam -
Gabi Reinmann
HUL -
Nicolaus Wilder
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Filipović, A., Burchardt, A., Hirsbrunner, S., Michel, A., Puzio, A., Reinmann, G., Schaumann, P., Schroll, A.-L., Tippe, U., Wan, M., & Wilder, N.; Arbeitsgruppe „Künstliche Intelligenz: Essenzielle Kompetenzen an Hochschulen“. (2025). *Künstliche Intelligenz: Grundlagen für das Handeln in der Hochschullehre* (Arbeitspapier Nr. 86). Hochschulforum Digitalisierung. https://doi.org/10.5281/zenodo.15055337
Buck, M. F., & Zulaica y Mugica, M. (Eds.). (2023). *Digitalisierte Lebenswelten: Bildungstheoretische Reflexionen*. Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-66123-9
Deutscher Ethikrat. (2023). *Mensch und Maschine – Herausforderungen durch künstliche Intelligenz: Stellungnahme*. Deutscher Ethikrat. https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/stellungnahme-mensch-und-maschine.pdf
Hepp, A., Loosen, W., Dreyer, S., Jarke, J., Kannengießer, S., Katzenbach, C., Malaka, R., Pfadenhauer, M., Puschmann, C., & Schulz, W. (2023). ChatGPT, LaMD
Nach einem Input der Workshop-Hosts (Gabi Reinmann, Nicolaus Wilder, Antje Michel) aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven, ist eine moderierte Gruppendiskussion anhand von ausgewählten Thesen zum Workshop-Thema geplant.
12:10 – 13:15
More than Coping – das Think-and-Do-Kit für Resilienz von Hochschulen“Resilienz” ist in aller Munde, wird oft aber zu wenig konzeptionell untermauert und in die Hochschulrealität übersetzt. Mit unserem Think-and-Do-Kit werfen wir einen ganzheitlichen Blick auf Resilienz an Hochschulen und setzen durch eine enge Verzahnung mit Kreativität konkrete Impulse für die Umsetzung an Hochschulen. Dabei geht Resilienz über die Bewältigung von Krisen hinaus, indem Antizipation und Anpassung Teil des Veränderungsprozesses werden.
Nach einem kurzen Impuls arbeiten Teilnehmende mit einem zentralen Tool des Kits, dem Resilience & Creativity Canvas und setzen sich aus ihrer spezifischen Perspektive – sei es als Hochschulleitung, Lehrende oder als Mitarbeitende an Support-Strukturen – mit Resilienz an ihrer Hochschule auseinander. Teilnehmende lernen so, Kreativität als konstituierendes Element von Resilienz zu verstehen und in Bezug auf Rollen und Verantwortlichkeiten, Kollaboration und Austausch und Infrastruktur und Ressourcen zu reflektieren.
Ann-Kathrin Watolla, Bronwen Deacon
-
Ann-Kathrin Watolla
Senior Researcher beim Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft -
Bronwen Deacon
Forscherin und Projektleitung am Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society
Duchek, Stephanie. 2020. ‘Organizational Resilience: A Capability-Based Conceptualization’. Business Research 13 (1): 215–46. https://doi.org/10.1007/s40685-019-0085-7
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 15:05
Datenkolonialismus. KI unter Druck – auf wessen Kosten?Universitäten stehen unter massivem Innovationsdruck: KI gilt als Voraussetzung für Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Doch dieser Fortschritt basiert auf globaler Ungleichheit. Generative KI beruht auf prekärer Klickarbeit unter psychischer Belastung und dem massiven Verbrauch von Ressourcen – überwiegend im Globalen Süden. Hochschulen profitieren, während andere zahlen.
Der Workshop macht diese Machtverhältnisse sichtbar und stellt Bildungsgerechtigkeit ins Zentrum. Ein kompakter Input schärft den Blick für konkrete ethische Stellschrauben im Hochschulalltag: Wann ist KI sinnvoll? Welche Modelle nutzen wir – und warum? Welche Daten geben wir für Context-Engineering preis? Wer erhält Zugang zu KI-Outputs? Anhand dieser Fragen werden Kriterien für eine ausbeutungssensible Auswahl diskutiert.
Im World-Café-Format entwickeln die Teilnehmenden praxisnahe Handlungsempfehlungen für Lehre, Prüfungen - direkt umsetzbar und mit Blick auf globale Verantwortung.
Inga Maria Schütte, Thorsten Aichele
-
Inga Maria Schütte
Hochschuldidaktikerin und Diversity Trainerin an der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt -
Thorsten Aichele
Universität Würzburg
Dachwitz, I., & Hilbig, S. (2025). Digitaler Kolonialismus: Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen (4. Aufl.). C.H. Beck.
World Café: Nach einem anregenden Kurzinput werden die Teilnehmenden in Kleingruppen unterschiedliche ethische Perspektiven auf den Einsatz von KI einnehmen und sozialethisch verantwortbare Handlungsempfehlungen für den Einsatz von KI in der Hochschullehre generieren
15:20 – 16:50
UniverCity: Transformationsorte einer UniversitätsstadtIm Lab erarbeiten wir eine Vision: Wie kann eine Stadt mit ihrer Universität zusammenarbeiten? Das Visionsbild soll in der Session zur visuellen Darstellung einer (protoypischen) Stadtentwicklung mit ihren Themen und den Ressourcen ihrer Universität entworfen werden. Dabei sollen Themen, Akteure und Schnittstellen einer Kooperation sichtbar und besprechbar werden. Gleichzeitig macht es Zukunftsziele anschaulich und verständlich, indem es sie in eine inspirierende Grafik oder Illustration übersetzt.
Christina Hansen
Connected Unviersity (DIGITAL)
09:30 – 10:00
Microcredentials und Interoperabilität im Europäischen HochschulraumIn dieser Sitzung zeigen wir die operative Machbarkeit eines offenen Austauschs von Kursdaten und reflektieren die damit verbundenen Möglichkeiten und Herausforderungen.
Europäische Hochschulallianzen und andere Bildungsverbünde ermöglichen flexible Lernpfade: Module können aus einem gemeinsamen Kurskatalog ausgewählt, bei der Partnerorganisation belegt und für den eigenen Studienabschluss anerkannt werden. Die Interoperability Work Group des European Digital Education Hub hat 2025 das European Higher Education Interoperability Framework mit acht Use Cases veröffentlicht.
Das Erasmus+ Projekt QualityLink (https://quality-link.eu/) hat für den Use Case "Discover" basierend auf Standards wie OOAPI, Edu-API und OCCAPI ein Datenmodell und eine Ontologie zum European Learning Model entwickelt und gemeinsam mit der Community Standards für den Austausch von Kurskatalogdaten definiert.
Jochen Ehrenreich, Colin Tück
QualityLink Projektwebsite (2026): https://quality-link.eu/
European Digital Education Hub: European Higher Education Interoperability Framework (2025): https://education.ec.europa.eu/focus-topics/digital-education/digital-education-hub/workshops-and-working-groups/european-higher-education-interoperability
10:05 – 12:05
Offenheit als Schlüssel: Netzwerke in Hochschulen stärkenOffenheit ist ein Schlüssel zur Förderung von Zusammenarbeit, Wissenstransfer sowie Wandel und Innovation in Hochschulen. Oftmals erschweren aber Rahmenbedingungen wie Konkurrenz und unterschiedliche Ressourcen eine aktive Umsetzung. Im Workshop wird praktisch erlebbar, wie Offenheit als Haltung und Methode genutzt werden kann, um robuste Netzwerke zu schaffen. Ein zentrales Element ist die Kopfstandmethode, die Teilnehmenden hilft, gewohnte Denkmuster zu durchbrechen und neue Perspektiven einzunehmen. Gemeinsam beleuchten wir Hindernisse für Hochschul-Communities, wie institutionalisierte Barrieren und mangelnde Transparenz. Die Methode eröffnet ungewöhnliche Blickwinkel und ebnet den Weg zu innovativen Lösungen. Der Praxisaustausch gibt Impulse für die Netzwerkarbeit. Daraus entwickeln wir Ansätze für eine offene Hochschulgemeinschaft, die Wissen teilt, Innovation fördert und langfristige Kooperationen stärkt.
Sabrina Zeaiter, Nadine Maxrath
-
Sabrina Zeaiter
Referentin für Digitalisierung| Chief Information Office | Goethe Universität Frankfurt -
Nadine Maxrath
Interne Kommunikation - Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Die Teilnehmenden arbeiten aktiv und kollaborativ in Kleingruppen, wobei sie durch Impulse, Fragen und moderierende Unterstützung begleitet werden. Die Teilnehmenden bemühen sich zunächst Netzwerkarbeit zu verhindern. Dabei legen sie typische Barrieren für Offenheit und Zusammenarbeit in Hochschulen frei. Zu diesen erarbeiteten Hindernissen für Offenheit, tauschen die Teilnehmenden ihre Erfahrungen aus und kommen durch die Kopfstandmethode in einen produktiven Perspektivwechsel. In der Reflexion und Diskussion werden diese neuen Ansätze weiter vertieft und zu praktikablen Lösungsstrategien entwickelt. Der offene Austausch und die dialogorientierte Zusammenarbeit fördern Interaktion, Vernetzung und gemeinsame Problemlösung. So entsteht Raum für innovative Ideen, die Impulse dafür geben, wie Offenheit nachhaltig im Hochschulkontext verankert werden kann.
12:10 – 13:15
Campus der Zukunft Teil 2: Gemeinsam planen, Ressourcen sparenHochschulen sind Expertenorganisationen: In Lehre, Forschung, Bau und Betrieb verfügen sie über hochqualifizierte Fachpersonen mit langjährigem Erfahrungswissen. Dieses Wissen zu Hochschulinfrastruktur wird jedoch nur begrenzt hochschulübergreifend geteilt – der Austausch zwischen den Hochschulen ist oft informell sowie personen- und projektabhängig, Dokumente, Grundlagen und Projekterfahrungen sind schwer auffindbar und dadurch nur eingeschränkt nutzbar.
Wir zeigen, wie das geplante «Hochschulübergreifende Kompetenzzentrum für Digitale Raumfragen» diese Lücke schliessen soll: Fachtagungen, Fachgruppen und eine gemeinsame Wissensplattform fördern Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit von Fachexpert:innen (Peer-to-Peer).
Das Projekt «LabSpaces Swiss Alliance» dient uns dabei als Fallbeispiel: Drei Schweizer Hochschulen (UZH, UniBE & UniBas) entwickeln gemeinsam ein Raumkonzept für laborbasierte Lehr- und Forschungsinfrastruktur - und können so die Kosten untereinander aufteilen.
Larissa Rossbacher, Fabian Lüthi
-
Larissa Rossbacher
Universtität Zürich, Direktion Immobilien und Betrieb, Projektleiterin Nutzungsplanung -
Fabian Lüthi
Universität Bern, Verwaltungsdirektion, Abteilung Bau und Raum, Teamleiter und Architekt
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Hochschulen im Dialog zur psychischen Gesundheit: Wie Netzwerke gelingen könnenPsychische Belastungen nehmen zu. Besonders Studierende berichten in aktuellen Erhebungen von wachsendem Druck und starkem Stress bis hin zu psychischen Erkrankungen. Hochschulen stehen damit unter erheblichem Handlungsdruck, verfügen jedoch häufig nur über begrenzte Ressourcen.
Wir sind überzeugt: Gemeinsam sind wir stärker! Deshalb vernetzen wir im Programm „Psychisch fit studieren“ von Irrsinnig Menschlich e.V. Hochschulen deutschlandweit. Inzwischen arbeiten 24 Hochschulen im Netzwerk „Hochschulen im Dialog zur psychischen Gesundheit“ an gemeinsamen Lösungsansätzen.
Im Workshop geben wir Einblicke in unsere Arbeitsweise und zeigen, wie Transfer und Zusammenarbeit über Hochschulgrenzen hinweg gelingen können. Zugleich bringen wir zentrale Strukturfragen mit: Was brauchen Hochschulen, damit Netzwerke tragfähig werden? Welche Formen der Steuerung sind sinnvoll? Gemeinsam entwickeln wir Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen an Hochschulen.
Franziska Reichert, Anna Sophia Feuerbach, Eva Berninger, Simone Kaminski, Johanna Ludwig, Antonia Neumann
-
Franziska Reichert
Programmleitung "Psychisch fit studieren" bei Irrsinnig Menschlich e.V. -
Anna Sophia Feuerbach
Leitung des Projekts "Hochschulen im Dialog" bei Irrsinnig Menschlich e.V. -
Eva Berninger
Expert & Project manager for prevention and health promotion at SBK Siemens-Betriebskrankenkasse -
Simone Kaminski
Professorin für Psychologie an der Hochschule München -
Johanna Ludwig
Projektreferentin in der Stabsstelle Chancengleichheit, Diversität und Familie der Universität Leipzig -
Antonia Neumann
Projektkoordination "Psychisch fit studieren" bei Irrsinnig Menschlich e.V.
Der Workshop kombiniert Praxisimpulse mit interaktiven Netzwerkformaten. Nach einem kurzen Einblick in unsere Arbeitsweise arbeiten die Teilnehmenden unter unserer Moderation in einer strukturierten kollegialen Beratung: Einzelne Hochschulen bringen aktuelle Herausforderungen ein, während die Gruppe im Reflecting-Team Impulse, Perspektiven und Lösungsansätze spiegelt. Ergänzend teilen die Teilnehmenden positive Entwicklungen und Good Practices und wir öffnen Möglichkeiten zur Vernetzung.
Future Skills (DIGITAL)
09:30 – 10:00
Aus der Überforderung zu Creagile Futures LiteracyWie können wir in Hochschulprojekten mit permanentem Druck, Unsicherheit und Überforderung so umgehen, dass neue Lernräume entstehen? Ausgehend vom Bild der „Türen der Überforderung“ öffnen wir einen narrativen Reflexionsraum, in dem Erfahrungen aus Lehre, Forschung und Praxis gemeinsam sichtbar gemacht und mit Strategien der Kreativen Agilität verknüpft werden. Im Fokus steht die Frage, wie unterschiedliche disziplinäre Perspektiven – etwa aus Kunst, Sprach‑, Kommunikations‑ oder Bildungswissenschaft, Design und Innovation, Organisationsentwicklung und Nachhaltigkeitsmanagement – zusammengebracht werden können, um Futures Literacy als lernbare Kompetenz zu stärken. Die Teilnehmenden nehmen konkrete Impulse mit, wie sie Überforderung systematisch kartieren, in kollaborative Aushandlungen „übersetzen“ und dadurch Spielräume für alternative Zukünfte in Studium und Hochschulentwicklung erschliessen können.
Birgitta Borghoff
Borghoff, Birgitta; Hunziker Heeb, Andrea; Baumast, Annett; Moog, Petra; Lehc, Caroline; Hess, Jeannine; Barbera Campagna, Angela (im Druck 2026). Creagile Futures Literacy (Projektbericht zum internationalen Movetia-Projekt: “Transformation by Creagilization – Designing the Future with Creagile Skills & AI Literacy"). Winterthur: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Verfügbar unter: https://kreative-agilitaet.com/downloads
Borghoff, B., Lehr, C., Hunziker Heeb, A., Moog, P., Barbara Campagna, A., & Baumast, A. (2025). Don’t optimize – creAIgilize!: How creative agility can inspire a responsible use of AI. In VALS-ASLA Symposium 2025: Creativity meets technology: Book of abstracts (S. 11–15). ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. https://www.zhaw.ch/storage/linguistik/institute-zentren/imk/upload/forschung/book-of-abstracts-2025.pdf
Borghoff, B. (2024, 25.–26. Oktober). Creative Agility for Good Health and Well-Being. 8. Interna
10:05 – 12:05
Leistungsbewertung mit KI im Hochschulkontext neu denkenAktuelle Studien zeigen, dass die meisten Studierenden KI-Tools nutzen. Wenn Hausarbeiten und Prüfungen leicht per KI erzeugt werden, geraten klassische summative Prüfungsformate unter Validitäts- und Fairnessdruck. Wir erarbeiten, wie Leistungen unter diesen Bedingungen verlässlich bewertet werden können und welche Zukunftskompetenzen Studierende zeigen sollen (u. a. Prompting, kritisches KI-Prüfen, Reflexion, kontextsensitive Toolwahl). Zugleich adressiert der Workshop Zukunftskompetenzen Lehrender: Assessment Literacy im KI-Zeitalter. In einer Arbeitsphase überarbeiten Teams eine konkrete Prüfungsaufgabe: Sie lösen sie zunächst mit KI aus Studierendenperspektive (Wie lässt sie sich mit KI lösen?) und gestalten sie anschließend aus Lehrendenperspektive so um, dass sie KI-robust und kompetenzorientiert wird. Ergebnis sind übertragbare Aufgabenentwürfe mit ersten Bewertungskriterien.
Christina Weers, Sittipan Yotyodying
-
Christina Weers
Projektkoordinatorin Medienkompetenzzertifikat an der Akademie für Bildungsforschung und Lehrkräftebildung (ABL), Goethe-Universität Frankfurt am Main -
Sittipan Yotyodying
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Technische Universität München
Delcker, J., Heil, J., & Ifenthaler, D. (2025). Evidence-based development of an instrument for the assessment of teachers’ self-perceptions of their artificial intelligence competence. Educational Technology Research and Development, 73(1), 115–133. https://doi.org/10.1007/s11423-024-10418-1
Doyle, L., Nash, R. A., Jakcsiova, V., & Turner, E. (2025). “They want you to read their work”: Teachers’ and students’ perspectives on the use of AI for school feedback. Technology, Knowledge and Learning, 30, 1917–1941. https://doi.org/10.1007/s10758-025-09903-0
Ehlers, U.‑D., Lindner, M., Sommer, S., & Rauch, E. (2023). AICOMP-Future skills in a world increasingly shaped by AI. Ubiquity Proceedings, 3(1). https://doi.org/10.5334/uproc.91
Gogh, E., & Kovari, A. (2025). Homework in the AI era: Cheating, challenge, or change? Frontiers in Education, 10, 1609518. https://doi.org/10.3389/feduc.2025.1609518
Herzig, B. (2024). KI-bezogene Kompetenzen von Lehrkräften. Forum
Methodisch kombinieren wir Kurzinputs, strukturierte Diskussionen und ko-kreative Arbeitsphasen: Nach einer kurzen Begriffs- und Rahmensetzung analysieren die Teilnehmenden anhand von Beispielen, welche Annahmen klassischer Prüfungsformate durch generative KI unter Druck geraten. In Kleingruppen oder individuell bearbeiten sie anschließend eine Prüfungsaufgabe in einer „KI-auf-beiden-Seiten“-Übung, lösen sie zunächst mit KI aus Studierendenperspektive und identifizieren, wo Prompting, kritisches Prüfen und Reflexion erforderlich sind; danach überarbeiten (redesignen) sie die Aufgabe so, dass diese Kompetenzen über Prozessnachweise (z. B. Protokoll, Reflexion, kurze mündliche Verteidigung) und dialogische Elemente bewertbar werden. Peer-Feedback und eine gemeinsame Auswertung sichern die Übertragbarkeit.
12:10 – 13:15
Selbstführung für Studierende: Future Skills im Zeitalter von KIDer 60-minütige interaktive Workshop fördert Selbstführung als zentralen Future Skill für Studierende in einer digitalen und komplexen Hochschulwelt. Er unterstützt dabei, eigene Kompetenzen zu reflektieren, Haltungen gegenüber Künstlicher Intelligenz kritisch einzuordnen und KI bewusst lernförderlich einzusetzen.
An drei Arbeitsstationen erproben die Teilnehmenden Selbstführungsansätze: (1) die Reflexion individueller Future Skills und persönlicher Entwicklungsziele (Karen), (2) die Auseinandersetzung mit der Frage „Was kann ich, was KI nicht kann?“ zur Stärkung menschlicher Kompetenzen wie kritischem Denken und Selbstwirksamkeit sowie (Sünje) (3) dialogisches Storytelling mit KI für eine verantwortungsvolle Nutzung bei Hausarbeiten und akademischen Texten (Susan). Die drei Workshopteile verbinden Selbstreflexion, Austausch und praktische Erprobung und stärken Studierende darin, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.
Prof. Dr. Karen Eilers, Susan Hinterding, Sünje Lorenzen
-
Prof. Dr. Karen Eilers
Professor of Business Psychology at BSP Business and Law School (Hamburg) -
Susan Hinterding
BSP Business and Law School, Professorin Wirtschaftspsychologie -
Sünje Lorenzen
Professor of Business Psychology at BSP Business and Law School (Hamburg)
Der 60-minütige Workshop beinhaltet die Erprobung von drei Ansätzen zur Stärkung der Selbstführung bei Studierenden. Dabei wird an drei Stationen parallel gearbeitet, sodass die Teilnehmenden in kleinen Gruppen mit jeweils einer Trainerin die Ansätze ausprobieren können. Nach 15 Minuten wird gewechselt. So erhalten die Teilnehmenden in kurzer und intensiver Zeit drei unterschiedliche Ansätze.
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Future Skills sichtbar machen: Datengestützte HochschulentwicklungIn diesem praxisorientierten Lab analysieren Sie, wie sich Future Skills in der deutschen Hochschullandschaft entwickeln.
Die Basis dafür bildet eine vom Stifterverband aufgebaute Datenbank mit über 3 Millionen Kursangeboten von 36 deutschen Universitäten. Unter Anwendung eines Analysetools erkunden Sie Muster und Trends rund um die Future Skills in der Hochschullehre, vergleichen Fächergruppen und verfolgen Entwicklungen über die Zeit.
Anhand eines konkreten Use Cases erleben Sie, wie datengestützte Analysen neue Perspektiven auf die Hochschulentwicklung eröffnen können.
Als Ergebnis erstellen wir gemeinsam ein kurzes Paper, welches unsere Erkenntnisse zum ausgewählten Future Skill in der Hochschullehre anschaulich abbildet und zusammenfasst.
Eike Schröder, Vanessa Gubler
-
Eike Schröder
Wissenschaftlicher Referent und Projektleiter SV Data beim Stifterverband -
Vanessa Gubler
Produkt-Managerin SV Data beim Stifterverband
Innovative Learning (DIGITAL)
09:30 – 10:00
Make me think! Generative Lerntechniken ohne Künstliche IntelligenzGenerative Tools machen die Interaktion mit Lernmaterialien verführerisch einfach: Mit wenigen Prompts werden Inhalte zusammengefasst, erklärt und strukturiert. Doch in dieser einfachen Nutzbarkeit, die ein bekanntes Usability-Buch als „Don’t make me think“ formuliert, liegen Risiken:
Studien zeigen, dass der Einsatz generativer Technologien sehr durchmischte Effekte auf die Lernergebnisse haben kann. Zudem kann bei Studierenden die Unsicherheit über das eigene Verständnis wachsen.
In unserem Input laden wir dazu ein, sich auf generative Lerntechniken zurückzubesinnen – jedoch OHNE „KI“. Wir möchten daran erinnern, dass eine gewisse "Reibung" im Lernprozess, ein Nachhaken und Sich-Selbst-Überprüfen lernförderlich sein kann und zeigen Techniken auf, die durch das selbstständige Generieren von Texten und Bildern die aktive, tiefe Verarbeitung von Information, das nachhaltige Erinnern und das Wahrnehmen und Entwickeln der eigenen Fähigkeiten fördern.
Laura Platte, Nadine Lordick
-
Laura Platte
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center für Lehr- und Lernservices der RWTH Aachen University -
Nadine Lordick
Schreibzentrum (RUB)
Bjork, R. A., & Bjork, E. L. (2020). Desirable difficulties in theory and practice. Journal of Applied Research in Memory and Cognition, 9(4), 475–479.
Fan, Y., Tang, L., Le, H., Shen, K., Tan, S., Zhao, Y., Shen, Y., Li, X., & Gašević, D. (2024). Beware of metacognitive laziness: Effects of generative artificial intelligence on learning motivation, processes, and performance. British Journal of Educational Technology, 56(2), 489–530.
Fiorella, L. (2023). Making sense of generative learning. Educational Psychology Review, 35(2).
Grinschgl, S., Papenmeier, F., & Meyerhoff, H. S. (2021). Consequences of cognitive offloading: Boosting performance but diminishing memory. Quarterly Journal of Experimental
OECD. (2026). OECD Digital Education Outlook 2026: Exploring effective uses of generative AI in education. OECD Publishing.
Risko, E. F., & Gilbert, S. J. (2016). Cognitive offloading. Trends in Cognitive Sciences, 20(9), 676–688.
10:05 – 12:05
Agile Studiengangsentwicklung mit Design ThinkingDer Workshop „Agile Studiengangsentwicklung mit Design Thinking“ lädt Hochschulangehörige dazu ein, an einem konkreten Fallbeispiel, Lösungsansätze für die (Weiter-)Entwicklung von Studiengängen zu erarbeiten. Als Design-Thinking-Sprint angelegt, bietet der Workshop einen strukturierten Rahmen, um in kürzester Zeit kreative und praxisorientierte Lösungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen innovative Ansätze, die eine holistische Herangehensweise und die Einbeziehung relevanter Stakeholder fördern. In interaktiven Kleingruppen durchlaufen die Teilnehmenden die wesentlichen Phasen des Design Thinkings. Am Ende des Workshops präsentieren die Teilnehmenden ihre Prototypen und reflektieren deren Übertragbarkeit in die Praxis.
Laura Wallor, Désirée Bösemüller
-
Laura Wallor
Stifterverband, Programmmanagerin für Strategie- und Organisationsentwicklung -
Désirée Bösemüller
Programmmanagerin Stifterverband Change
Der Workshop wird als Design-Thinking-Sprint durchgeführt, um den Teilnehmenden eine praxisorientierte Methode zur kreativen Problemlösung zu vermitteln. Design Thinking als strukturierter Prozess fördert den interdisziplinären Austausch und ermöglicht es den Teilnehmenden, innovative Lösungen für die Herausforderungen von Studiengängen zu erarbeiten. Der Workshop nutzt ein interaktives, kollaboratives Format, das Raum für kreative Ideen und den Austausch vielfältiger Perspektiven bietet.
Der Design-Thinking-Prozess wird durch digitale Tools wie Miro unterstützt, die es den Teilnehmenden ermöglichen, ihre Ideen visuell darzustellen und interaktiv zu bearbeiten. Die Methode fördert das schnelle Prototyping und die iterative Entwicklung von Lösungen. So fördert der Workshop nicht nur den kreativen Austausch, sondern unterstützt auch die nachhaltige Entwicklung innovativer Konzepte für zukunftsfähige Studiengänge.
12:10 – 13:15
Druck raus, Resilienz rein! Kleine Schreib-Impulse, große WirkungViele Studierende stehen unter Druck, haben Schwierigkeiten, mit Krisen und herausfordernden Situationen umzugehen, leiden unter Zukunftsängsten oder psychischen Problemen. Daher ist es wichtig, Studierende in ihrer Resilienz zu stärken. Das Thema ist herausfordernd für Lehrende, denn es bringt weitere Ansprüche in ohnehin mit Kompetenz- und Wissensanforderungen überladene Lehrveranstaltungen. Auch sind die Themen, um die es hier geht, oft sehr persönlich. Wie also kann die Resilienz Studierender ohne allzu großen Aufwand im Rahmen von Lehrveranstaltungen gestärkt werden? Wir experimentieren auf der Basis langjähriger Forschung zu Expressiv Writing mit der Integration kurzer Schreibimpulse zu Ressourcen, Stärken und Emotionen. Im Workshop teilen wir Erfahrungen aus verschiedenen Fächern an der SRH University of Applied Sciences, erproben Impulse selbst und entwickeln Ideen für die Übertragung in eigene Veranstaltungen.
Katrin Girgensohn, Franziska Schölmerich
-
Katrin Girgensohn
SRH University of Applied Sciences, Professorin für Schreibwissenschaft -
Franziska Schölmerich
Professorin für New Work und Coaching an der SRH Berlin
Gao, X. (2022). Research on expressive writing in psychology: A forty-year bibliometric analysis and visualization of current status and research trends. Frontiers in Psychology, 13, 825626. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.825626
Klein, K. (2002). Gain without pain? Expressive writing and self-regulation. In S. J. Lepore & J. M. Smyth (Hg.), The writing cure: How expressive writing promotes health and emotional well-being (S. 119–134). American Psychological Association. https://doi.org/10.1037/10451-006
Lai, J., Song, H., Wang, Y., Ren, Y., Li, S., Xiao, F., Liao, S., Xie, T., & Zhuang, W. (2023). Efficacy of expressive writing versus positive writing in different populations: Systematic review and meta-analysis. Nursing Open, 10(9), 5961–5974. https://doi.org/10.1002/nop2.1897
Pennebaker, J. W. (2004). Theories, therapies, and taxpayers: On the complexities of the expressive writing paradigm. Clinical Psychology: Science and Practice, 11(2), 138–142. https://doi.org/10.10
Nach einem Input zum Forschungsstand und unseren Erfahrungen in verschiedenen Fächern werden alle Teilnehmenden Schreibimpulse ausprobieren. Die Erfahrungen damit besprechen sie in Kleingruppen, in denen auch der Transfer in eigenen Lehrveranstaltungen anhand von Leitfragen durchdacht wird.
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Nähe gestalten, wo Distanz herrscht. Soziale Präsenz als Schlüsselkompetenz digitaler HochschullehreWie entsteht ein echtes „Wir-Gefühl“ im digitalen Seminarraum? Dieser Workshop beleuchtet das Konzept der Social Presence – also das Erleben realer Nähe trotz physischer Distanz – und seine Bedeutung für Motivation, Engagement und Lernerfolg in digitalen Formaten. Die Teilnehmenden lernen empirisch fundierte Subdimensionen (z. B. Copräsenz, Involviertheit, Interaktivität) kennen und erkunden in interaktiven Übungen, wie sie soziale Präsenz gezielt fördern können. Ausgangspunkt ist die Frage: Wann fühlen sich Lernende als Teil eines echten Lehr-Lern-Erlebnisses? Ziel ist es, eigene didaktische Routinen kritisch zu reflektieren und praxisnahe Impulse für die eigene Lehre zu entwickeln.
Henrik Dindas, Frank P. Schulte
-
Henrik Dindas
FOM Hochschule (Essen), KompetenzCentrum für Didaktik (KCD), Professur für Hochschuldidaktik -
Frank P. Schulte
Professor für Pädagogik & Hochschuldidaktik @ FOM Hochschule
Dindas, H., & Schulte, F. P. (2024). Social Presence: Der Schlüssel zu effektiverem Lernen in der virtuellen Präsenzlehre? Journal für Allgemeine Didaktik, 12, 84–108.
Felten, P., & Lambert, L. M. (2020). Relationship-Rich Education: How Human Connections Drive Success in College. Johns Hopkins University Press.
Hattie, J. (2023). Visible Learning: The Sequel. Routledge.
Reinmann, G. (2025). Präsent sein. https://gabireinmann.de/praesent-sein/
Dindas, H., Schulte, F. P., & Minke, B. (2022). Development, Implementation and Evaluation of E-Teaching Certificates. In R. Kumar (Ed.), Evidence-Based Faculty Development at FOM University (S. 193–211). Brill.
Der Workshop kombiniert kurze Impulsinputs mit interaktiven Übungen, Reflexionsphasen und Peer-Feedback. Die Teilnehmenden erleben Social Presence unmittelbar durch dialogische Formate und entwickeln eigene Ideen zur Förderung sozialer Präsenz in ihren Lehrveranstaltungen. In einer kollegialen Fallberatung reflektieren sie konkrete Herausforderungen aus ihrer Lehre. Der Austausch erfolgt in wechselnden Konstellationen, unterstützt durch Visualisierungen und ein gemeinsames digitales Whiteboard. Ziel ist eine aktivierende Lernatmosphäre mit hoher Beteiligung.
People (DIGITAL)
09:30 – 10:00
Digital und inklusiv: Der Studieneingang im FernstudiumDigitalisierung und finanzielle Restriktionen prägen die Hochschullandschaft. Digitale Fernstudienangebote erweitern zwar den Hochschulzugang für unterrepräsentierte Gruppen, gehen jedoch auch mit erhöhten Risiken von Einsamkeit, Überforderung und ungleichen Erfolgschancen insbesondere für nicht-traditionelle Studierende einher (Dahm, 2022; Trautwein et al. 2026/i.E.). Auf Basis der Ergebnisse des Forschungsprojekts Transition into Distance Education (TiDE), das ein Scoping Review mit Fokusgruppendaten kombiniert, untersucht dieser Beitrag, wie Hochschulen durch eine gezielte Gestaltung der Studieneingangsphase inklusiver werden können. Die Befunde zeigen, dass frühe Lernerfahrungen von hohen Anforderungen an Selbstregulation, digitale Kompetenz und emotionale Resilienz sowie von begrenzter sozialer Integration und Feedback geprägt sind (Schweighart et al., 2024). Der Beitrag diskutiert Strategien zur Förderung von Wohlbefinden, Teilhabe und Chancengerechtigkeit, darunter unterstützende Lehransätze, barrierefreie digitale Infrastrukturen sowie strukturierte Orientierungs- und Peer-Support-Formate in der Studieneingangsphase, damit nicht nur die Chancen auf den Hochschulzugang, sondern auch auf gelingendes Studieren gerecht verteilt sind (Trautwein et al. 2026/i.E.).
Caroline Trautwein
Dahm, G. (2022). Warum brechen nicht‑traditionelle Studierende häufiger ihr Studium ab? Eine Dekompositionsanalyse. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 17(4), 1–18. https://doi.org/10.3217/ZFHE-17-04/06
Schweighart, R., Hast, M., Pampel, A. M., Rebien, J. A., & Trautwein, C. (2024). Transition into distance education: A scoping review. Education Sciences, 14(10), Article 1130. https://doi.org/10.3390/educsci14101130
Trautwein, C., Bettinger, R., Rebien, J. A., Pampel, A. M., & Hast, M. (2026/i.E.). Distance learning as the higher education format of the future? The importance of the study entrance phase. Beiträge zur Hochschulforschung.
10:05 – 12:05
📚 Wie Demokratie in der Hochschule funktioniertDemokratiebildung ist nicht nur Gegenstand der Hochschullehre, sondern wird auch durch demokratische Strukturen wie Gremienarbeit ermöglicht. Die Bedeutung von Demokratie in der Hochschule wird aktuell jedoch wenig wahrgenommen und steht für viele Studierende nicht im Zentrum ihres Alltags. Dies zeigt sich u. a. an der Hochschulwahl & hochschulpolitischer Partizipation. Der Workshop adressiert die Frage, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Hochschulpolitik mehr Raum für Demokratiebildung bietet. Dafür werden zunächst Analysen zur Wahlbeteiligung an Hochschulen und ein Artikel zur (Schein-)Partizipation von Studierenden vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden durch Erfahrungen der Teilnehmenden Probleme stud. Partizipation herausgearbeitet und anschließend Maßnahmen zur Stärkung der Hochschuldemokratie formuliert. Beispielhaft wird als Maßnahme ein Projekt an der Leibniz Universität Hannover vorgestellt mit Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Wahlbeteiligung.
📚 Student Voices
Daryoush Danaii, Annalisa Biehl
-
Daryoush Danaii
DZHW Wissenschaftlicher Mitarbeiter -
Annalisa Biehl
Universität Münster, DigitalChangeMaker 2024/2025
Biehl, A. (2024). Schein-Partizipation überwinden – Entwurf eines Partizipationsmodells für Fachschaften. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 19(3), 133–151. https://doi.org/10.21240/zfhe/19-03/08
Der Workshop basiert auf einem offenen Austausch zwischen den Teilnehmer*innen. Nach einer thematischen Einführung legen wir Wert auf eine Einbindung der Erfahrungen der Teilnehmenden um möglichst viele Perspektiven aus unterschiedlichen Hochschulen und Statusgruppen abzubilden. Zur Erarbeitung der Inhalte nutzen wir Methoden wie zum Beispiel Card Sorting und die Kopfstand-Methode.
12:10 – 13:15
FlexiRadar: Ein Reflexions- und Visualisierungstool für flexibles LehrenWie flexibel ist Ihre Lehrveranstaltung bereits – und wo steckt ungenutztes Potenzial? Flexibilisierung ist eine wirksame Antwort auf die Heterogenität von Studierenden – sofern sie zu Zielen, Format und Rahmenbedingungen der Veranstaltung passt. Hier setzt das Reflexions- und Visualisierungstool FlexiRadar an: Es hilft Lehrenden, den Flexibilisierungsstand ihrer Lehre einzuschätzen, Potenziale sichtbar zu machen und umsetzbare Weiterentwicklungen abzuleiten. Die fragebogenbasierte Visualisierung dient als Ausgangspunkt für eine fundierte Reflexion und gezielte Anpassungen. Dabei werden unterschiedliche Flexibilisierungsdimensionen betrachtet. Im Fokus steht, wie Studierenden mehr passende Wahl- und Gestaltungsspielräume eröffnet werden können (z. B. Zugänge zu Inhalten, Lernwege, Methoden, Organisation, Prüfungsformen).
In unserem Lab können Lehrende, Studierende und Didaktiker:innen das FlexiRadar kennenlernen und den Prototyp in einer Co-Creation-Phase mit uns weiterentwickeln.
Lee Wittig, Miriam Kahrs, Catharina Berg, Julie Direnga
-
Lee Wittig
Referent:in digitale Lehre, Projekt SKILL-UB, Universität Bremen -
Miriam Kahrs
Referentin für digitale Lehre, Projekt SKILL-UB Universität Bremen -
Catharina Berg
Catharina Berg, Universität Bremen -
Julie Direnga
Universität Bremen
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Vielfalt und Wohlergehen stärken: Lehr- und Studiengangsentwicklung als Hebel für BildungserfolgDie Studierendenschaft ist heterogener denn je. Das eine Studienangebot ist längst nicht mehr bedarfsgerecht für das Lernen und Studieren aller. Zugleich ist der Anteil der Studierenden, die sich häufig gestresst fühlen, zwischen 2015 und 2023 von 23% auf 44% gestiegen (Techniker Krankenkasse, 2023: 16).
Die Förderung individueller Bewältigungskompetenzen ist an Hochschulen gut etabliert. Der Workshop richtet den Blick ergänzend auf die strukturelle Gestaltung von Lehre und Studium als zentralen Hebel. Ziel ist die Weiterentwicklung von Instrumenten und institutionelle Rahmenbedingungen, die eine Studiengangsentwicklung ermöglichen, welche Vielfalt und studentisches Wohlergehen systematisch integriert.
Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen Bedingungen solche Studienstrukturen entwickelt werden können. Diskutiert wird die Weiterentwicklung von Instrumenten zur Sichtbarmachung struktureller Belastung (z.B. Workloadrechner, Lehrevaluationen, ECTS-Quoten, Journey Mapping).
Elisabeth Zwingmann
Techniker Krankenkasse (Hrsg.). (2023). Gesundheitsreport. Wie geht’s Deutschlands Studierenden? Verfügbar unter: https://www.tk.de/resource/blob/2146910/f44ccfa7c031cc23efa5e7a2fdbd9af3/gesundheitsreport-2023-data.pdf
Der Workshop beginnt mit einem kurzen Impuls zur aktuellen Praxis und zu gängigen Instrumenten der Lehr- und Studiengangsentwicklung an Hochschulen. Anschließend arbeiten die Teilnehmenden in thematisch fokussierten Gruppen weiter. In Breakoutrooms reflektieren sie die Praxis ihrer eigenen Hochschule und beraten sich kollegial zu spezifischen Herausforderungen.
Die Gruppenarbeit erfolgt kollaborativ auf einem Miro-Board und fokussiert folgende Leitfragen: Welche sind aktuelle Entwicklungspotenziale hinsichtlich bestehender Instrumente und institutioneller Rahmenbedingungen der diversitätssensiblen und gesundheitsförderlichen Lehr- und Studiengangsentwicklung? Darauf aufbauend entwickelt jede Gruppe ein Zielbild der diversitätssensiblen und gesundheitsförderlichen Weiterentwicklung von Lehre und Studium.
Die Ergebnisse werden im Plenum zusammengeführt und verdichtet zu einem Überblick über zentrale Handlungsfelder, Synergien und Bezüge zwischen den Gruppen.
Structures & Strategies (DIGITAL)
09:30 – 10:35
What's the "Job" of a University?Under Pressure – Erwartungen an Hochschulen steigen: Sie sollen Orientierung geben, Innovation ermöglichen und Gesellschaft mitgestalten. Doch häufig bleibt die Organisation selbst der Ausgangspunkt – als vorgebender Rahmen, der definiert, welche Angebote entstehen. Genau dieses Muster stellt dieser Workshop infrage. Denn: Wenn wir Gesellschaft gestalten wollen, müssen wir zuerst verstehen, welche Bedürfnisse Gesellschaft tatsächlich hat.
Was passiert, wenn wir Hochschule nicht aus Strukturen heraus, sondern von Bedürfnissen her denken? Teilnehmende wechseln bewusst die Perspektive, machen Erwartungen sichtbar und übersetzen sie in klare Anforderungen. Mit dem Jobs-to-be-Done-Gedanken aus dem Service Design entsteht ein neues Verständnis davon, welchen „Job“ Hochschule in Lehre, Forschung und Transfer erfüllen sollte – und wie sie sich als starker Partner und Service für Gesellschaft ausrichten kann. Ein Denkraum für alle, die Hochschulentwicklung von Wirkung her neu denken wollen.
Monika Molin
Interaktiver Workshop mit systemischen Leitfragen, Design-Thinking-Ansätzen und strukturierter Interaktion auf Basis von Liberating Structures.
10:50 – 11:55
Nicht übersetzen, sondern neu gestalten: Deutschsprachige Studiengänge internationalisierenWie können deutschsprachige Studiengänge international geöffnet werden, ohne sie nur zu „übersetzen“, und dabei zur Fachkräftesicherung beitragen? Wir skizzieren, wie Curricula so gestaltet werden, dass internationale Studierende mit Deutschkenntnissen auf B1-Niveau (Zugangsvoraussetzung) erfolgreich studieren und auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
Am Beispiel des Projekts „KInternationalisierung von Studiengängen (KIS)“ wird sichtbar, wie zweisprachige Lehre, integrierte Sprachbildung, ein flexibles Curriculum, Microcredentials, Praxisverzahnung mit Unternehmen sowie KI-gestützte Assistenzsysteme entlang des Student Lifecycle zusammengedacht werden. Internationalisierung wird so als strukturelle Aufgabe verstanden – vom Zugang ins Studium bis zur beruflichen Integration.
Im Workshop laden wir dazu ein, die Ansätze kritisch auf eigene Kontexte zu beziehen.
Stefanie Bock
BMBF. (2024). Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland. https://www.kmk.org/themen/hochschulen/internationales/internationalisierung-der-hochschulen/strategie-zur-internationalisierung-der-hochschulen.html
Geis-Thöne, W., Obst, T., Plünnecke, A., & Betz, J. (2025). Volkswirtschaftliche Effekte der Zuwanderung über die Hochschulen. Auswirkungen auf öffentliche Haushalte und Wertschöpfung in Deutschland, Gutachten im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. DAAD.
Rentzsch, R., & Institut für Innovation und Technik (iit). (2023). Microcredentials auf Hochschulniveau – Ansätze zum Umgang mit einem bildungspolitischen Trend. https://www.iit-berlin.de/publikation/microcredentials-auf-hochschulniveau-ansaetze-zum-umgang-mit-einem-bildungspolitischen-trend/
Wisniewski, K., & Lenhard, W. (2021). Der Zusammenhang von Sprache und Studienerfolg bei Bildungsausländerinnen und Bildungsausländern: Ergebnisse aus dem SpraStu-Projekt. In M. Neugebauer, H.-D. Da
Im Workshop nach der Transfer-Canvas-Methode stellen wir zunächst die Grundlogik unseres Modells zur Internationalisierung deutschsprachiger Studiengänge vor. Anschließend arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen entlang eines strukturierten Leitfadens daran, zentrale Bausteine auf ihre eigenen Hochschulkontexte zu übertragen. Gemeinsam identifizieren wir förderliche Rahmenbedingungen, typische Strukturhemmnisse und entstehende Zielkonflikte. Die Ergebnisse werden im Plenum gebündelt und mit unseren bisherigen Erfahrungen aus dem Projekt gespiegelt. So entsteht ein praxisnaher Austausch darüber, welche Ansätze übertragbar sind und welche Anpassungen unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen erfordern.
12:10 – 13:15
Spielraum für Innovation: Transformation von innen gestaltenWie viel Spielraum braucht das System Hochschule? Future Skills, Partizipation und Innovationsfähigkeit werden viel diskutiert – an der TH Wildau wurden sie im Verlauf ihres Strategieprozesses gelebte Praxis. Unter dem Motto „Spielraum für Innovation“ gestaltet die Hochschule diesen Prozess konsequent und verbindet strategische Ziele mit organisationalem Handeln. Lehre, Forschung, Transfer und Organisation werden gemeinsam weiterentwickelt und neue Formen der Zusammenarbeit im Alltag erprobt.
Dabei wird Hochschule nicht nur als Wissenschaftseinrichtung sondern auch als Service für unsere Gesellschaft gedacht. Drei Stimmen aus Leitung, Gestaltung und Studium geben Einblick in diesen Prozess, der mit Höhen, spannenden Lernmomenten und auch mit Tiefen und Spannungen verbunden ist und gleichzeitig nutzendenzentrierte Organisationsentwicklung und Changemanagement an Hochschulen greifbar macht.
Monika Molin, Enes Gozukucuk
-
Monika Molin
Technische Hochschule Wildau, Referentin der Präsidentin (Strategie) -
Enes Gozukucuk
Student Assistant, Technische Hochschule Wildau
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Personalstrukturen neu denken – Herausforderungen und MaßnahmenDer Workshop bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, gemeinsam zu reflektieren und ihre individuellen Gestaltungsspielräume zu analysieren. Ausgehend von kurzen Impulsen zu Good Practices entwickeln die Teilnehmenden interaktiv System Maps (Lagebilder) aktueller Herausforderungen, bspw. in den Bereichen Governance, Kulturwandel, Karrierewege und Ressourcen. In Kleingruppen werden diese Herausforderungen gebündelt. Anschließend werden die Perspektiven zentraler Stakeholder - vom wissenschaftlichen Nachwuchs über Professor:innen bis zur Hochschulleitung - differenziert herausgearbeitet und gegenübergestellt. Ziel des Workshops ist es, über den Austausch guter Praxis hinaus handlungsleitende Prinzipien und Gelingensbedingungen zu identifizieren sowie konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der eigenen Institution zu formulieren.
Kathleen Fritzsche
Impuls (Good Practices), Systems Mapping, Personas erarbeiten
Workshops 1
09:30 – 10:35
Komm‘, wir integrieren Future Skills! Toolbox für eure LehreDer Diskurs um Future Skills ist mittlerweile derart vorangeschritten, dass viele Hochschulen zurzeit Konzepte entwickeln und Wege erproben, wie Future Skills in Curricula und Lehrveranstaltungen integriert werden können. Hierbei entstehen zahlreiche Ressourcen und Materialien, von denen die Community profitieren kann – sofern die Mitglieder davon wissen. Im Kurzworkshop stellen wir eine Toolbox mit Konzepten, Workshopformaten und verschiedenen Tools (z.B. unser Future-Skills-Kartenspiel oder den Future Skills Kompass, siehe auch nextskills.org) vor sowie einen Beratungsansatz, um diesen in Hochschulformate zu integrieren. Wir laden die Teilnehmenden ein, erste Ideen für die Integration in eigene Kontexte zu entwickeln – in Lehr-, Studien- und Arbeitsalltag – und einen gemeinsamen Ideenpool für die Integration von Future Skills in Studien- und Lernkontexte zu generieren.
Jörn Allmang, Aleydis Kleine-Allekotte, Laura Eigbrecht, Ulf-Daniel Ehlers
-
Jörn Allmang
DHBW Karlsruhe -
Aleydis Kleine-Allekotte
Akademische Mitarbeiterin DHBW Karlsruhe -
Laura Eigbrecht
DHBW Karlsruhe -
Ulf-Daniel Ehlers
Keep Learning Future Skills!
- Dippelhofer, S., Matthes, W., Salzmann, S. & Schork, S. (Hrsg.). (2025). Future Skills an Hochschulen: Ein Spannungsfeld? Beltz.
- Ehlers, U.-D. (2020). Future Skills: Lernen der Zukunft – Hochschule der Zukunft. Springer.
- Ehlers, U.-D., Geier, N., Eigbrecht, L. (2024). Future Skills erlernen: Ein didaktisches Design für die Hochschullehre. Design, Praxiserprobung und Evaluation. In: Deuer, E., Meyer, T. (Hrsg.): Vom Studienstart bis zum Berufseinstieg (S. 181-203). wbv.
- Eigbrecht, L., Allmang, J., Ehlers, U.-D. (2024). Brücken bauen für die Zukunft: Wie DIRK Dual Future Skills ins duale Studium integriert. In: Koch, H., Schneider, C., Wilke, U. (Hrsg.): Future Skills lehren und lernen. Schlaglichter aus Hochschule, Schule und Weiterbildung (S. 164-175). https://media.stifterverband.org/future-skills-lehren-und-lernen_teil-2#03-dirk-dual
- Koch, H., Schneider, C., Wilke, U. (Hrsg.). (2024). Future Skills lehren und lernen. Schlaglichter aus Hochschule, Schule und Weite
Nach einem Icebreaker zum gegenseitigen Kennenlernen gibt es einen Kurzimpuls durch die Workshopgebenden zur Future-Skills-Toolbox und zum Beratungsansatz. Anschließend machen sich die Teilnehmenden mit den Tools vertraut und diskutieren in moderierten Kleingruppen eigene Kontexte und Ideen für die Einbindung. Die Diskussion wird durch Kreativitätstechniken erweitert, um wirklich neue Ansätze zu diskutieren. Neue Ideen und verfügbare Ressourcen und Materialien werden digital dokumentiert und sind für die Teilnehmenden im Anschluss weiter verfügbar.
10:50 – 11:55
BLOCKER: Lernen zwischen Präsenz und Virtualität: Didaktik in Cross Reality12:10 – 13:15
Escape Room auf Moodle – so bringen Sie Gamification in Ihre Online-LehreDer Workshop stellt ein erprobtes Weiterbildungsangebot für Hochschullehrende dar. Er macht sichtbar, wie sich mit grundlegenden Moodle-Funktionen (und dem Plugin "Tiles format"), H5P und ausgewählten KI-Tools spielerische Lernszenarien auch unter begrenzten Ressourcen umsetzen lassen. Dieser Gamification-Ansatz kann zur Förderung von Motivation, Aktivierung und Zusammenarbeit eingesetzt werden. Zuerst werden die Teilnehmenden in die Thematik eingeführt. Anschließend machen sie den Escape Room selbst in Kleingruppen mittels Break-out Rooms durch und bearbeiten dafür kooperative Logik- und Wissensrätsel zur Geschichte der Technischen Universität Wien. Die Teilnehmenden nehmen konkrete didaktische Ideen, technische Umsetzungsmöglichkeiten auf Moodle und Impulse für Gamification in der Online Lehre für den Transfer in die eigene Lehrpraxis mit.
Julia Hampl
Der Workshop kombiniert kurze Theorieinputs mit aktiver Praxis. Zunächst werden die Teilnehmenden in die theoretischen Grundlagen der Gamification eingeführt. Danach erleben sie den digitalen Escape Room selbst in Kleingruppen über Break-out Rooms und bearbeiten kooperative Logik- und Wissensrätsel zur Geschichte der TU Wien. Während der Durchführung können sie sich untereinander austauschen, Strategien entwickeln und die Aufgaben gemeinsam lösen. Die Workshop-Leitung unterstützt die Gruppenaktivität, gibt Impulse, beantwortet Fragen und reflektiert abschließend gemeinsam mit den Teilnehmenden die übertragenen Gestaltungsmöglichkeiten für die eigene Online Lehre. Bei Bedarf und genügend verbleibender Zeit kann auch ein "Blick hinter die Kulissen" gegeben und die konkrete technische Umsetzung auf Moodle erklärt werden.
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Hochschullehre diskriminierungskritisch denkenDas Ziel muss darin bestehen, Lehrveranstaltungen diskriminierungskritisch und inklusiv zu gestalten. Doch wie lässt sich dieser Anspruch konkret in Seminaren, Vorlesungen, Konferenzen oder digitalen Formaten umsetzen?
Die Session verbindet Ansätze aus der politischen Bildungsarbeit mit hochschuldidaktischer Praxis. Im Fokus stehen Ausschreibungen, Lernsettings, digitale und physische Räume, Sprache, Methodenwahl, Positionierung der Lehrenden sowie die Verzahnung von Inhalten und Haltung. Teilnehmende reflektieren eigene Lehrformate und entwickeln konkrete Ansatzpunkte für eine diskriminierungskritische Gestaltung. Es werden Ausgangspunkte und praxisnahe, übertragbare Systematiken besprochen, die sich in unterschiedlichen Fachgebieten und Formaten übertragen lassen.
Dorit Machell
Nach einem kurzen thematischen Einstieg in diskriminierungskritische Hochschullehre und Veranstaltungsmanagement mit Impulsen aus der politischen Bildungsarbeit analysieren die Teilnehmenden in Kleingruppen eigene Lehrveranstaltungen mithilfe eines strukturierten Reflexionsrasters. Dieses umfasst die Ausschreibung, Zielgruppenannahmen, die Lernarchitektur, Interaktionsformen, Sprache, digitale Tools und inhaltliche Perspektiven.
Die Gruppen identifizieren Barrieren, implizite Normen und Veränderungsmöglichkeiten. In einer moderierten Plenumsphase werden zentrale Spannungsfelder wie Offenheit versus Struktur oder Partizipation versus Prüfungsanforderungen diskutiert. Ziel ist die kollegiale, praxisorientierte Entwicklung konkreter Anpassungsschritte und eines übertragbaren Gestaltungsansatzes für eine diskriminierungskritische Hochschullehre.
Workshops 2
09:30 – 11:00
Stabile Hülle, wechselnde Zukunftsthemen: Von Future Skills-Modellen zum curricularen DesignHochschulen sollen Studierende auf dynamische und noch unbekannte Zukunftsprobleme vorbereiten, während Studiengänge zugleich stabil akkreditiert, fachlich anschlussfähig und organisatorisch verlässlich bleiben müssen. Daraus entsteht eine curriculare Grundspannung zwischen Stabilität und Wandel, Fachlichkeit und Transdisziplinarität sowie Ordnungslogik und Agilität.
Der Workshop stellt die Entwicklung des transdisziplinären Zukunftsmasters „Future Analytics“ vor, dessen zu akkreditierende Studiengangsstruktur („Hülle“) thematische Rotation ermöglichen soll. Kern ist ein Kompetenzmodell, das problembezogene fachliche epistemische Praktiken und transdisziplinäre Handlungsmodi gleichermaßen beschreibt. Teilnehmende prüfen dessen Tragfähigkeit an unterschiedlichen Zukunftsthemen und analysieren Spannungen zwischen Allgemeinheit und Spezifität. Ziel ist es, didaktische Designprinzipien für zukunftsoffene, curricular operationalisierbare Future-Skills-Modelle abzuleiten.
Sanne Ziethen
Ehlers, U.-D. (2020). Future Skills: Lernen der Zukunft – Hochschule der Zukunft. Springer.
Stifterverband. (2021). Future Skills 2030.
Barnett, R. (2000). Realizing the University in an Age of Supercomplexity. Open University Press.
Der Workshop kombiniert kurze Impulsphasen mit kollaborativer Analyse und strukturierter Gruppenarbeit. Ziel ist es, ein Kompetenzmodell für themenvariable Studiengänge gemeinsam zu prüfen und weiterzuentwickeln.
Zu Beginn wird das Konzept eines themenvariablen Zukunftsmasters mit stabiler Studiengangsstruktur („Hülle“) kurz vorgestellt und in den Kontext organisationaler Spannungen zwischen Akkreditierung, Fachlichkeit und Agilität eingeordnet. Anschließend lernen die Teilnehmenden Aufbau und Logik des zugrunde liegenden Kompetenzmodells kennen (Kompetenzbereiche, Niveaustufen, curriculare Operationalisierung).
Im Hauptteil arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen mit unterschiedlichen Zukunftsthemen (z. B. KI und Demokratie, planetare Gesundheit, Mensch-Maschine-Kooperation). Sie prüfen, welche Kompetenzen in diesen Feldern erforderlich sind und inwiefern diese im Modell abgebildet sind. Dabei identifizieren sie Passungen, Lücken sowie Bereiche, in denen das Modell zu generisch oder zu fachspezifisch wird. Ergebnisse werden visuell festgehalten und anschließend im Plenum verglichen.
Auf dieser Grundlage werden gemeinsam wiederkehrende Spannungen und tragfähige Abstraktionsebenen identifiziert. Abschließend leiten Teilnehmende zusammen mit der Workshopmoderation Designprinzipien für zukunftsoffene, curricular tragfähige Kompetenzmodelle ab.
Der Workshop ist interaktiv angelegt: Teilnehmende arbeiten in wechselnden Kleingruppen, diskutieren ihre Analysen im Plenum und bringen eigene Perspektiven aus unterschiedlichen Disziplinen und Studiengangskontexten ein. Ziel ist eine gemeinsame Exploration und Weiterentwicklung des vorgestellten Ansatzes.
11:15 – 13:15
🌱 Digitalität - Nachhaltigkeit - Hochschule. Wie gelingt das Management der Twin Transformation?Digitalität und Nachhaltigkeit werden bislang kaum gemeinsam gedacht. Eine gemeinsame Steuerung oder eine entsprechende Rolle findet sich kaum in Hochschulen.
Im Workshop kombinieren wir Strategie und Hochschulrealität: Wir schauen auf SDGs und Donut-Ökonomie als methodischen Denkrahmen – und gehen dann bewusst in die Umsetzung: Welche Maßnahmen bringen Digitalität und Nachhaltigkeit gemeinsam voran? Wie können konkrete Maßnahmen für die Hochschule aussehen? Wie soll eine digitale und nachhaltige Hochschule im Jahr 2035 aussehen?
In der Gruppe erarbeiten wir gemeinsam mögliche Maßnahmen. Wir arbeiten an konkreten, service-nahen Beispielen aus dem Hochschulalltag (z. B. Immatrikulation, Wohnen, Mobilität, Beratung, Prozesse in der Verwaltung) und formulieren daraus umsetzbare Maßnahmenpakete, die sowohl digital als auch nachhaltig gedacht sind.
🌱 Ökologische Nachhaltigkeit
Dr. Julia Hodapp
Szenario-Technik
Wir erarbeiten gemeinsam anhand eines Wunsch-Szenarios, wie eine digitale und zugleich nachhaltige Hochschule aussehen kann.
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Microcredentials – bloß ein Hype oder ein Muss für meine Hochschule?Microcredentials gelten als das Instrument zur Flexibilisierung – doch die Unsicherheit ist groß: Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten? Lohnt sich der Aufwand für die Qualitätssicherung? Passen diese überhaupt zur eigenen Hochschule?
Wir konnten in den letzten Jahren selbst umfassende Erfahrungen mit Microcredentials an Hochschulen sammeln. Aktuell arbeiten wir an der Implementierung in einem größeren Hochschulverbund und haben hierfür Empfehlung systematisch aufgearbeitet. Im Workshop wollen wir unsere Erkenntnisse sowie die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden zusammenbringen. Das Ziel ist, dass wir im gemeinsamen Austausch eine Wissensbasis schaffen, auf deren Basis Sie beurteilen können, ob Microcredentials für Ihre Institution ein strategisch sinnvolles Instrument sind und worauf bei der Gestaltung und Implementierung zu achten ist.
Christian Kühn, Franz Vergöhl, Avni Qekaj
-
Christian Kühn
Organisationsberater bei HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. -
Franz Vergöhl
HafenCity Universität | SDG-Campus -
Avni Qekaj
Projektkoordination Drittmittelprojekt in der Hochschul- und Mediendidaktik | Zentrum für Lehre und Weiterbildung, Universität Stuttgart
Rat der Europäischen Union. (2022). Empfehlung des Rates vom 16. Juni 2022 zu einem europäischen Ansatz für Micro-Credentials für lebenslanges Lernen und Beschäftigungsfähigkeit (2022/C 243/02). Amtsblatt der Europäischen Union, C 243, 10–25
Rentzsch, D., & Meyer-Guckel, V. (2023). Microcredentials auf Hochschulniveau: Ansätze zum Umgang mit einem bildungspolitischen Trend (Studie im Auftrag des Projekts „MODUS – Mobilität und Durchlässigkeit stärken: Anerkennung und Anrechnung an Hochschulen“). Hochschulrektorenkonferenz.
Vergöhl, F. & Röwertm R. (2025). #45 Microcredentials. Update Hochschule (Podcast). https://www.podcast.de/episode/690793463/45-microcredentials
Mit einem kurzen Input (ca. 10 Min) führen wir auf Basis systematisch aufbereiteter Empfehlungspapiere in das Thema Microcredentials ein. Dieser endet damit, dass wir zentrale Dimensionen vorstellen, die für die Beurteilung des strategischen Stellenwerts von Microcredentials sowie deren Umsetzung von Bedeutung sind, z. B. Anwendungsfelder, Nutzenerwartungen für die Hochschule und Studierende, notwendige Implementierungsschritte sowie administrative, curriculare und technische Anforderungen. Für jede Dimension entwerfen wir ein kurzes Szenario, mit dem wir die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden festhalten (digitales Whiteboard bzw. Padlet). Beispiel: „Sie planen eine Informationsveranstaltung zu Microcredentials für Studierende: Was sagen Sie den Studierenden, warum sich eine Teilnahme lohnt?“ Anschließend ordnen wir die gegebenen Antworten auf Basis unserer Expertise zunächst ein, geben Einschätzungen ab und weisen ggf. auf Leerstellen hin. Die Teilnehmen können selbstverständlich weitere Nachfragen stellen. Die Session endet mit einem abschließenden Fazit, in dem die zentralen Erkenntnisse zu jeder Dimension zusammengefasst werden. Szenarien und Arbeitsergebnisse (v. a. Padlet) sowie eine Zusammenfassung der daran angeschlossenen Einordnung und Diskussion können im Nachgang als Dokumentation zur Verfügung gestellt werden.
Workshops 3
09:30 – 11:00
Was bleibt prüfbar, wenn KI alles kann? Grenzen, Sackgassen und GestaltungsprinzipienIm Lab wird die Frage bearbeitet, wie Prüfungen gestaltet werden können, wenn generative KI selbstverständlich verfügbar ist. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, dass der Versuch, KI bewusst in Prüfungen zu integrieren, schnell an Grenzen stößt: Für viele Aufgabenformate kann KI den Großteil der Bearbeitung übernehmen, ohne dass Studierende Inhalte wirklich verstehen müssen. Dadurch wird unklar, was unter KI-Bedingungen als Eigenleistung gilt und welche Kompetenzen Prüfungen überhaupt abbilden sollen. Gemeinsam analysieren wir typische Sackgassen KI-integrativer Prüfungen und diskutieren, wo Prüfungen im KI-Zeitalter strukturell an Grenzen geraten. Aufbauend darauf leiten wir gemeinsam heuristische Gestaltungsprinzipien ab, die helfen können, prüfungsfähige Aufgaben und Nachweise unter KI-Bedingungen zu denken. Teilnehmende nehmen eine geschärfte Sicht auf Grenzen, offene Fragen und erste Orientierungen für die Weiterentwicklung von Prüfungsformaten mit.
Julia Jochim, Vera Lenz-Kesekamp
-
Julia Jochim
Euro-FH Teamleiterin Digitale Lehre & KI -
Vera Lenz-Kesekamp
Euro-FH Hamburg // Vizepräsidentin für Digitalisierung & Professorin für Marketing (Online-Marketing und Social Media)
11:15 – 13:15
Sam under pressure – Ein Serious Game gegen BarrierenLernen Sie in unserem Workshop Sam kennen, eine studierende Person mit psychischer Erkrankung. Sam ist die Hauptperson unseres frei zugänglichen und hochschuldidaktisch gerahmten Serious Game Beyond the Chalkboard. Wir präsentieren das Spiel als Instrument zur Sensibilisierung für Druck und Herausforderungen, die viele psychisch erkrankte Studierende in ihrem Hochschulalltag erfahren. Dabei setzen wir auf Immersion, um gerade schwer erlebbar zu machenden psychischen Erkrankungen nachzuspüren. Sie werden das Point-and-Click Spiel in unserem Workshop live spielen können. Anschließend diskutieren wir gemeinsam in Kleingruppen, wie Beyond the Chalkboard Barrieren für psychisch erkrankte Studierende abbauen kann, wie es genutzt und verbreitet werden kann und welche Potenziale Serious Games in hochschuldidaktischen Bildungsangeboten entfalten.
Klara Groß-Elixmann, Maike Kaul
-
Klara Groß-Elixmann
TH Köln, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für Lehrentwicklung -
Maike Kaul
TH Köln (WHK im Projekt für barrierefreie Lehre)
Alfeld, J., Groß-Elixmann, K., & Fischer, N. (2025, 27. März). „Beyond the Chalkboard“ oder: Wie ein Serious Game zum Abbau von Barrieren beiträgt. PAIDIA – Zeitschrift für Computerspielforschung. https://paidia.de/serious-game-abbau-von-barrieren/
Technische Hochschule Köln. (o. J.). Beyond the Chalkboard. https://www.th-koeln.de/hochschule/beyond-the-chalkboard_127947.php
Technische Hochschule Köln. (o. J.). Beyond the Chalkboard im Einsatz. https://lehrpfade.th-koeln.de/beyond-the-chalkboard-im-einsatz/
Input, angeleitetes Spielen von Beyond the Chalkboard (Browser-Game), Kleingruppenarbeit, Sammlung von Ideen auf Miro
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 15:05
Wissen wirksam machen: Lehre und Weiterbildung co-kreativ entwickelnDer Workshop lädt Lehrende, Weiterbildner:innen und Praxispartner:innen ein, co-kreative Entwicklungsprozesse anhand einer visuellen Landkarte praktisch zu erproben. Ausgangspunkt ist die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und erfahrungsbasiertes Praxiswissen in kooperativen Prozessen zusammenwirken können, um Transfer wirksam zu gestalten. Anhand einer visuellen Landkarte eruieren die Teilnehmenden in einem simulierten Designprozess, wie aus gemeinsamen Ideen konkrete Lehr-, Weiterbildungs- oder Studienformate entstehen. Die Landkarte macht Rollen, Stakeholder, Ressourcen und Ziele transparent und unterstützt die gemeinsame Aushandlung von Verantwortung und Entscheidungen. Die Teilnehmenden erleben Co-Kreation als Haltung im Umgang mit Perspektivenvielfalt und nehmen eine strukturierende Methode sowie Impulse für vernetzte Lehr- und Weiterbildungspraxis mit.
Ilona Arcaro
Der Workshop ist interaktiv und erfahrungsorientiert angelegt. Ausgehend von der Eingangsfrage „Wieso Co-Kreation in der Weiterbildungs- und Lehrentwicklung?“ wird der Spannungsraum zwischen akademischem „Elfenbeinturm“ und dem Ad-hoc-Problemlösungsmodus der Praxis sichtbar gemacht und als Ausgangspunkt für gemeinsames Gestalten genutzt. Die Teilnehmenden arbeiten in wechselnden Kleingruppen mit einer visuellen Landkarte und bringen entlang eines simulierten Entwicklungsprozesses – von der Idee bis zu einem skizzierten Lehr-, Weiterbildungs- oder Studienformat – unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Rollen ein. Die Landkarte unterstützt dabei, Ziele, Stakeholder, Ressourcen und Entscheidungsfragen sichtbar zu machen und gemeinsam auszuhandeln. Kurze Plenumsphasen dienen dem Austausch, der gemeinsamen Reflexion und dem Abgleich unterschiedlicher Vorgehensweisen. Die Workshopleitung moderiert den Prozess, gibt Impulse und lädt zur Reflexion ein, ohne Lösungen vorzugeben.
15:20 – 16:50
🚨 Zufall mit Wirkung: Die geloste Hochschul-Agora als ZukunftslaborFinanzierung, Poly-Krise, KI - Hochschulen stehen vor enormen Herausforderungen. Mangelnde, wenig diverse Beteiligung zentraler Stakeholder (z.B. Studierender) unterminiert ihre Zukunftsfähigkeit. Das Lab führt praxisnah in das Konzept losbasierter Beteiligung – analog zu Bürger:innenräten – im Hochschulkontext ein. Anhand zentraler Erfolgsfaktoren, wissenschaftlicher Evidenz und praktischer Anwendungsfälle werden Designprinzipien wie Zufallsauswahl, aufsuchende Ansprache und moderierte Deliberation vorgestellt und ein Pilot an der Hochschule Ruhr West präsentiert. Danach arbeiten die Teilnehmenden in Gruppen an Fragestellungen aus ihrem Hochschulkontext: Was wären geeignete Themen (z. B. KI in Prüfungsordnungen, neue Studiengänge, Finanzierung)? Wie wird gelost? Wer nimmt teil? Welche Kompetenzen hätte der Rat? Ziel ist es, übertragbare Modelle für die eigene Institution sowie Konturen für einen gemeinsamen Leitfaden zu losbasierter Beteiligung an Hochschulen zu entwickeln.
🚨 Fringe
Laurenz Scheunemann, Lea Bachus, Susanne Staude, Ilan Siebert, Ulya Faupel
-
Laurenz Scheunemann
Co-Founder, Community Rat -
Lea Bachus
Programmmanagerin für Studentische Partizipation im Hochschulforum Digitalisierung -
Susanne Staude
Hochschule Ruhr West -
Ilan Siebert
Co-Founder Community Rat -
Ulya Faupel
Hochschule Ruhr West
-
Workshops 4
09:30 – 10:35
🚨 Radical Care: Akademische Fürsorge als strukturelle PraxisHochschulen stehen unter Druck. Fürsorgliche Arbeitsumgebungen führen zu besseren wissenschaftlichen Outcomes, höherer Produktivität und geringerer Fluktuation. Akademische Fürsorge wird oft auf Selbstfürsorge reduziert und verpasst es, die Fürsorge für unsere Kolleg:innen und Studierenden, für verantwortungsvolle Wissensproduktion und für planetare Gesundheit mitzudenken.
Das Lab schließt an eine wachsende internationale Academic Care-Gemeinschaft an: In Care Circles praktizieren wir fürsorgliche Kommunikation und fragen uns, wie Fürsorge zu geteilter Verantwortung und struktureller Praxis in Hochschulen wird. Wir reflektieren bestehende Praktiken in Kleingruppen und entwickeln konkrete Maßnahmen für unsere Institutionen und ein Radical Care Network. Das Lab basiert auf dem Radical Care-Konzept der Hochschule Furtwangen und verbindet Academic Kindness mit Convivialität.
🚨 Fringe
Nicole Weydmann, Christophe Kunze, Ulrike Salat, Florian Braune
-
Nicole Weydmann
Hochschule Furtwangen -
Christophe Kunze
Hochschule Furtwangen -
Ulrike Salat
Prorektorin für Zusammenarbeit und Gesellschaft Hochschule Furtwangen -
Florian Braune
Akademischer Mitarbeiter Fakultät III Health, Medical & Life Sciences Hochschule Furtwangen
Boulter, J., Tilsed, C., Principe, N., & Orozco, L. (2023). What is Kindness in Science and why does it matter? Immunology & Cell Biology, 101(4), 268-272.
Hobart, H. J. K., & Kneese, T. (2020). Radical care: Survival strategies for uncertain times. Social Text, 38(1), 1–16.
Illich, I. (1973). Tools for conviviality. Harper & Row.
McLean, M., Phelps, C., Smith, J., Maheshwari, N., Veer, V., Bushell, D., Matthews, R., Craig, B., & Moro, C. (2024). The influence of kindness on academics' identity, well-being and stress. PLOS ONE, 19(10), e0312269.
Ploder, A. (2022). Strong reflexivity and vulnerable researchers: On the epistemological requirement of academic kindness. Queer-Feminist Science & Technology Studies Forum, 7, 25–38.
Rayne, A., Arahanga-Doyle, H., Cox, B., Cox, M. P., Febria, C. M., Galla, S. J., Hendy, S. C., Locke, K., Matheson, A., & Pawlik, A. (2023). Collective action is needed to build a more just science system. Nature Human Behaviour, 7(7), 1034-1037.
Sathish
10:50 – 11:55
Neue Akteure in der Hochschultransformation: KI-Agenten im EinsatzDer Workshop führt anwendungsorientiert in Anwendungsplanung für KI Agenten im Hochschulkontext ein. Dargestellt wird, worin sich Workflows und Agentische Prozesse unterscheiden und welche spezifischen Anforderungen im Anwendungskontext Hochschule berücksichtigt werden sollten. Als Grundlage wird die »Agentic-AI Canvas« (KIT) eingeführt, mit der wichtige Fragen beim Agenten-Einsatz dokumentiert und reflektiert werden können. Drei Anwendungsszenarien in den Bereichen Lehre, Studium und Verwaltung werden prototypisch in einer Low-Code Anwendungsumgebung demonstriert.
Stefan Göllner, Andreas Sexauer
-
Stefan Göllner
Innovation-Manager für Future Skills und KI | KI-Campus (Stifterverband) -
Andreas Sexauer
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Zentrum für Mediales Lernen
Diskussionspapier KI-Agenten (Sexauer, Göllner, et. al. 2026, Hochschulforum Digitalisierung, 2026 – in Veröffentlichung)
12:10 – 13:15
Competence Mining: Wie Kompetenznetzwerke Future Skills vorhersagen könnenHochschulcurricula enthalten implizite Annahmen darüber, welche Kompetenzen künftig relevant sind. Im Lab untersuchen wir, wie sich Module eines Studiengangs als Kompetenznetzwerk abbilden lassen und welche strategischen Entwicklungen darin sichtbar werden. Die zentrale Frage lautet: Lassen sich aus der Struktur eines Curriculums Trends und zukünftige Kompetenzbedarfe ableiten? Gemeinsam entwickeln wir ein prototypisches Kompetenzmapping, identifizieren Cluster und diskutieren mögliche Future Skills. Die Teilnehmenden gewinnen ein methodisches Vorgehen zur Analyse von Curricula sowie Impulse für strategische Studiengangsentwicklung. Ziel ist die Zusammenfassung in einem Short Paper.
Lisa Kauck, Chakresh Singh
IEEE Draft Standard for Data and Artificial Intelligence (AI) Literacy, Skills, and Readiness (2025). IEEE P7015/D1, 1-59
Linxen, A., Endel, F., Opel, S., & Beecks, C. (2023). Knowledge Graphs for Competency-Based Education. IEEE International Conference on Big Data (BigData), 2942–2945. https://doi.org/10.1109/bigdata59044.2023.10386727
Stavrinides, P., Zuev, K.M. (2023). Course-prerequisite networks for analyzing and understanding academic curricula. Applied Network Science, 8(19). https://doi.org/10.1007/s41109-023-00543-w
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 16:00
Co-Design under Pressure: Prototypen für studentische PartizipationStudierende stehen bei der Partizipation in der Hochschulentwicklung vor Herausforderungen wie z.B. dem steigenden Druck, das Studium und andere Verpflichtungen wie Nebenjobs oder Care-Arbeit zu vereinbaren. In einem strukturierten Co-Creation-Prozess reflektieren die Teilnehmenden im Lab zunächst eigene Erfahrungen, in denen studentische Beteiligung nicht (mehr) gelingt und identifizieren mögliche strukturelle Ursachen. In Kleingruppen entwickeln wir darauf aufbauend im Brainwriting (Mikro-)Formate, die Partizipation trotz unterschiedlicher Belastungen ermöglichen. Je eine Idee pro Gruppe wird zu einem testbaren Prototypen verdichtet, den anderen Gruppen gepitcht und gemeinsam geschärft. Ziel ist es, konkrete, übertragbare Beteiligungsformate zu generieren, die Studierende wirksam einbinden. Die Ergebnisse werden dokumentiert und im Nachgang allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
Katrin Hochberg, Katharina Gierl
-
Katrin Hochberg
Referentin für Lehrentwicklung und Qualitätssicherung an der RPTU -
Katharina Gierl
Referentin für Lehrentwicklung und Qualitätssicherung an der RPTU
Raffaele, C., & Rediger, P. (2021). Die Partizipation Studierender als Kriterium der Qualitätssicherung in Studium und Lehre. Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Talk
09:30 – 10:00
KI strategisch verankern – Impulse und Learnings aus der Peer-to-Peer-StrategieberatungGenerative KI stellt Hochschulen vor grundlegende strategische Entscheidungsfragen. Längst geht es dabei nicht mehr nur um einzelne Tools oder Pilotprojekte, sondern um die Frage: Wie positioniert sich die Hochschule insgesamt? Auf dem Prüfstand stehen nicht nur Curricula, Prüfungsformate und Komptenzziele, sondern auch die Rolle der Lehrenden - mit spürbaren Auswirkungen auf Personalentwicklung, Unterstützungsstrukturen und Governance. Zugleich stellt sich die grundlegende Frage, welche Verantwortung Hochschulen in einer durch KI geprägten Wissenslandschaft übernehmen.
In der Peer-to-Peer-Strategieberatung „KI in der Hochschulbildung“ begleiten wir Hochschulen dabei, tragfähige Antworten auf diese Fragen zu entwickeln. Der Input bündelt erste Erfahrungen aus dem 2026 gestarteten Beratungsprozess und stellt Spannungsfelder im Umgang mit KI sowie erprobte Ansätze für eine institutionelle Verankerung von KI vor. Ein anschließendes Q&A bietet Raum für Austausch und Rückfragen.
Aline Röttger, Barbara Wagner
10:05 – 10:35
Innovative kollaborative Zusammenarbeit an der Uni KielUnter wachsendem finanziellem, technologischem und organisatorischem Druck stehen Hochschulen vor der Herausforderung, trotz komplexer Gremien- und Abstimmungslogiken handlungsfähig zu bleiben. Die Sprintwoche als innovative kollaborative Zusammenarbeitsform an der Uni Kiel schafft dafür einen bewusst verdichteten Möglichkeitsraum: Fünf Tage lang arbeiten Mitarbeitende aus Verwaltung und Fakultäten fokussiert an einem priorisierten Thema, losgelöst vom Tagesgeschäft. In einem klar strukturierten, agilen Modus entstehen unmittelbar umsetzbare Lösungen. So werden eng getaktete Fristen zum Treibstoff für konkrete Innovation und schnelle Ergebnisse im Hochschulalltag. Teilnehmende des Workshops erhalten Einblick in Struktur, Methoden und Erfolgsfaktoren des Formats und können Ansatzpunkte identifizieren, wie sich ein solches ergebnisorientiertes Format auf den eigenen Bereich übertragen lässt.
Veronika Penner
10:50 – 11:20
🚨 Karrierechancen durch zertifizierte Soft SkillsSoft Skills sind Schlüsselkompetenzen der Zukunft und zentral für Studium und Beruf. Aber wie lassen sie sich valide prüfen, anerkennen und zugleich weiterentwickeln? Dieser Herausforderung stellt sich skill.cert – ein Kooperationsprojekt zwischen Hochschule und Unternehmen – in welchem ein didaktisches Konzept für das KI-gestützte Assessment von Soft Skills erarbeitet wird. Grundlage ist der europäische Kompetenzrahmen LifeComp, der systematisch in performanzbasierte Aufgaben übersetzt wird. Der Beitrag zeigt, wie generative KI zur Diagnose von Soft Skills eingesetzt werden kann und diskutiert didaktische, technische und ethische Implikationen für Hochschulen. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die Erarbeitung eines innovatives Prüfungsformates für Soft Skills sowie Anregungen zur Diskussion über die Rolle von generativer KI. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
🚨 Fringe
Jenifer Merz, Lhea Reinhold
-
Jenifer Merz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Digitalisierung in Hochschul- und Erwachsenenbildung -
Lhea Reinhold
velpTEC GmbH
Biggs, J. B., Tang, C. & Kennedy, G. (2022). Teaching for quality learning at university (5. Aufl.). Open University Press.
Boud, D. & Soler, R. (2016). Sustainable assessment revisited. Assessment & Evaluation in Higher Education, 41(3), 400–413. https://doi.org/10.1080/02602938.2015.1018133
Dawson, P., Bearman, M., Dollinger, M. & Boud, D. (2024). Validity matters more than cheating. Assessment & Evaluation in Higher Education, 49(7), 1005–1016. https://doi.org/10.1080/02602938.2024.2386662
Kane, M. T. (2013). Validating the Interpretations and Uses of Test Scores. Journal of Educational Measurement, 50(1), 1–73. https://doi.org/10.1111/jedm.12000
Sala, A., Punie, Y., Garkov, V. & Cabrera, M. (2020). LifeComp: the European Framework for personal, social and learning to learn key competence. EUR: Bd. 30246. Publications Office of the European Union. https://doi.org/10.2760/302967
11:25 – 11:55
Kompetenzentwicklung und -bedarfe für die digitale ModellhochschuleDie digitale Transformation stellt in sämtlichen Leistungsbereichen der Hochschulen erhebliche Anforderungen an die Personalentwicklung. Auch wenn der Umsetzungsstand der Digitalisierung in Studium und Lehre und der Forschung in den vergangenen Jahren teilweise weitreichende Fortschritte gemacht hat, wie die zweite HIS-HE-Schwerpunktstudie „Digitalisierung der Hochschulen im deutschsprachigen Raum“ belegt, bleiben unverändert erhebliche strukturelle Herausforderungen im Bereich der Kompetenzentwicklung bestehen. Die Ausweitung digitaler Kompetenzen zählt daher zu den zentralen Zieldimensionen der Digitalisierungsstrategien von Hochschulen. Eine Frage nach zukünftigen digitalen Kompetenzbedarfen im Sinne des europäischen DigComp 2.2-Rahmens zeigt weitreichende, doch sehr unterschiedliche Anforderungen an Akteur:innen im wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Bereich auf. Wie können Hochschulen auf die sich rasch wandelnden Kompetenzbedarfe am besten reagieren?
Klaus Wannemacher
Gilch, H., Wannemacher, K. et al. (2026): Digitalisierung der Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Zweite HIS-HE-Schwerpunktstudie. Hannover: HIS-Institut für Hochschulentwicklung (HIS-HE:Forum, 1|2026, im Erscheinen)
Gilch, H., Beise, A. S., Krempkow, R., Müller, M., Stratmann, F., Wannemacher, K. (2020): Digitale Kompetenzen in der Hochschulstrategie – Quo vadis? Ergebnisse einer bundesweiten Schwerpunktstudie zur Digitalisierung an Hochschulen. In: Ronny Alexander Fürst (Hrsg.): Digitale Bildung und Künstliche Intelligenz in Deutschland. Wiesbaden: Springer (AKAD University Edition), S. 443-456.
Gilch, H., Beise, A. S., Krempkow, R., Müller, M., Stratmann, F., Wannemacher, K. (2019): Digitalisierung der Hochschulen. Ergebnisse einer Schwerpunktstudie für die Expertenkommission Forschung und Innovation. Berlin: Expertenkommission Forschung und Innovation (Studien zum deutschen Innovationssystem Nr. 14-2019). https://www.e-fi.de/fileadmin/Assets/Studien/2019/StuDIS_14_201
12:10 – 13:15
🌍 Pressure Cooker Hochschule: Zukünfte gestalten unter DruckHochschulen stehen unter dauerhaftem Druck: Globale Polykrisen, technologischer Wandel und angespannte finanzielle Rahmenbedingungen prägen den Alltag. Viel Energie fließt in Stabilisierung und Krisenmanagement. Die zentrale Frage der Session lautet daher: Wie gelingt es Hochschulen, neben notwendigen Reaktionen stärker in die Gestaltung zu kommen? Wie entstehen unter Druck mutige, wünschenswerte Zukunftsbilder, die Orientierung geben und Entscheidungen leiten?
Das vom Vision Track der Zukunftsmission Bildung eingeladene Panel nutzt die Metapher des "Pressure Cookers" als Leitstruktur. Wir fragen nach der "Heat Source" aus Politik, Finanzierung und Governance, nach der Rolle von Leitung und Organisation und danach, wann Druck blockiert und wann er zukunftsfähige Entwicklung „garen“ lässt. Das internationale Panel diskutiert, wie Strategic Foresight und bewusstes Futuring helfen können, Druck in ambitionierte Zukunftsbilder für Hochschulentwicklung und konkrete Schritte zu übersetzen.
🌍 Global Perspectives
Yasmin Djabarian
BLB NRW & ScMI AG. (2024). Zukünftige Hochschulwelten: Szenarien und Perspektiven.
https://www.scmi.de/images/downloads/dateien/scmi-blb-zukuenftige-hochschulwelten-pdf.pdf
Heck, J., & Luebkeman, C. (2023, September). Exploring global drivers of change for higher education institutions [Conference paper]. Taking Care of Our Future: Foresight and Innovation for a Sustainable World Conference, Linz, Austria.
Organisation for Economic Co-operation and Development. (2025). Building anticipatory capacity with strategic foresight in government: Lessons from Lithuania, Italy and Malta (OECD Public Governance Reviews). OECD Publishing. https://www.oecd.org/en/publications/building-anticipatory-capacity-with-strategic-foresight-in-government_d7eb0bb6-en/full-report.html
Scheurwater, G. J. L., & Meijer, L. G. E. (2025). Navigating complexity: TU Delft strategic foresight approach for higher education institutions. TU Delft Research Repository.
Stifterverband für die Deutsche W
13:15 – 14:00
Mittagspause14:00 – 14:30
🌍 Human-Centered AI and the Future of Learning and WorkArtificial intelligence is rapidly entering educational environments, yet its integration often focuses on tools rather than human development. This session examines how AI can support learner agency, responsibility, and problem-solving within peer-driven educational models. Drawing on leadership experience in software engineering schools, it explores how learners engage with AI as a collaborator rather than a replacement for human thinking. The session addresses the central question: how can institutions integrate AI while strengthening autonomy, critical thinking, and motivation? Participants will gain practical insights into learning design, governance considerations, and institutional strategies that preserve human judgment while preparing learners for evolving workforce realities.
🌍 Global Perspectives
Stephanie Levy
14:35 – 15:05
Digital Skills Academy: Digitale Kompetenzen für den HochschulalltagDigitale Transformation verändert die Arbeit an Hochschulen grundlegend – insbesondere für Mitarbeitende in der Verwaltung. Der Bedarf an Qualifizierung und Orientierung im digitalen Arbeitsalltag ist hoch, die Nachfrage nach Lernangeboten entsprechend gross. Gleichzeitig ist digitale Kompetenzentwicklung für Mitarbeitende häufig kein fest verankerter Bestandteil der Personalentwicklung: Angebote fokussieren auf Lehre, Forschung oder Führung.
Der Input geht der Frage nach, wie digitale Kompetenzentwicklung unter diesen Bedingungen dennoch gelingen kann. Am Beispiel der Digital Skills Academy einer Schweizer Hochschule wird gezeigt, wie Lernangebote für Hochschulmitarbeitende aufgebaut werden können und welche typischen Herausforderungen dabei sichtbar werden. Im Fokus stehen übertragbare Gestaltungsprinzipien für lernförderliche und skalierbare Formate sowie die Frage, wie Legitimität, Sichtbarkeit und Dringlichkeit auch ohne formalen Top-down-Auftrag entstehen können.
Stefanie Hauske
15:20 – 15:50
Beteiligen und Richtung geben – Partizipation unter DruckPartizipative Prozesse sind eine gute Antwort auf Veränderungsdruck. Und gleichzeitig erst die halbe Arbeit. Der Talk zeigt an drei Beispielen aus der Hochschulpraxis, wie Beteiligung und Führung zusammenspielen müssen, damit am Ende etwas Brauchbares entsteht.
Wilhelm Schäfer
- 09:00
- 09:30
- 10:00
- 10:30
- 11:00
- 11:30
- 12:00
- 12:30
- 13:00
- 13:30
- 14:00
- 14:30
- 15:00
- 15:30
- 16:00
- 16:30
- 17:00
- 17:30
- 18:00
- 18:30