June 24, 2026, 10:50 am – 11:55 am
Nicht übersetzen, sondern neu gestalten: Deutschsprachige Studiengänge internationalisieren
Wie können deutschsprachige Studiengänge international geöffnet werden, ohne sie nur zu „übersetzen“, und dabei zur Fachkräftesicherung beitragen? Wir skizzieren, wie Curricula so gestaltet werden, dass internationale Studierende mit Deutschkenntnissen auf B1-Niveau (Zugangsvoraussetzung) erfolgreich studieren und auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
Am Beispiel des Projekts „KInternationalisierung von Studiengängen (KIS)“ wird sichtbar, wie zweisprachige Lehre, integrierte Sprachbildung, ein flexibles Curriculum, Microcredentials, Praxisverzahnung mit Unternehmen sowie KI-gestützte Assistenzsysteme entlang des Student Lifecycle zusammengedacht werden. Internationalisierung wird so als strukturelle Aufgabe verstanden – vom Zugang ins Studium bis zur beruflichen Integration.
Im Workshop laden wir dazu ein, die Ansätze kritisch auf eigene Kontexte zu beziehen.
Literacy: BMBF. (2024). Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland. https://www.kmk.org/themen/hochschulen/internationales/internationalisierung-der-hochschulen/strategie-zur-internationalisierung-der-hochschulen.html Geis-Thöne, W., Obst, T., Plünnecke, A., & Betz, J. (2025). Volkswirtschaftliche Effekte der Zuwanderung über die Hochschulen. Auswirkungen auf öffentliche Haushalte und Wertschöpfung in Deutschland, Gutachten im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. DAAD. Rentzsch, R., & Institut für Innovation und Technik (iit). (2023). Microcredentials auf Hochschulniveau – Ansätze zum Umgang mit einem bildungspolitischen Trend. https://www.iit-berlin.de/publikation/microcredentials-auf-hochschulniveau-ansaetze-zum-umgang-mit-einem-bildungspolitischen-trend/ Wisniewski, K., & Lenhard, W. (2021). Der Zusammenhang von Sprache und Studienerfolg bei Bildungsausländerinnen und Bildungsausländern: Ergebnisse aus dem SpraStu-Projekt. In M. Neugebauer, H.-D. Daniel, & A. Wolter (Hrsg.), Studienerfolg und Studienabbruch (S. 201–231). Springer Fachmedien. https://doi.org/10.1007/978-3-658-32892-4_9
Method: Im Workshop nach der Transfer-Canvas-Methode stellen wir zunächst die Grundlogik unseres Modells zur Internationalisierung deutschsprachiger Studiengänge vor. Anschließend arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen entlang eines strukturierten Leitfadens daran, zentrale Bausteine auf ihre eigenen Hochschulkontexte zu übertragen. Gemeinsam identifizieren wir förderliche Rahmenbedingungen, typische Strukturhemmnisse und entstehende Zielkonflikte. Die Ergebnisse werden im Plenum gebündelt und mit unseren bisherigen Erfahrungen aus dem Projekt gespiegelt. So entsteht ein praxisnaher Austausch darüber, welche Ansätze übertragbar sind und welche Anpassungen unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen erfordern.
Speaker
Stefanie Bock
Technische Hochschule Lübeck, Plattformentwicklung, Internationale Studieninteressierte, Digitaler Campus
Track
Structures & Strategies
Room
Structures & Strategies (DIGITAL)
Language
DE
Format
Workshop