June 23, 2026, 12:10 pm – 13:15 pm

Speeddating der Disziplinen – Fächer interdisziplinär lehren

Zukunftsgewandte Lehre in disruptiven Zeiten wird gefordert, doch Hochschullehrende stehen unter Druck durch Deputate, Curriculumsgrenzen, Publikations- und Drittmittelzwang. Dieser Workshop beleuchtet Interdisziplinarität als Synergien für eine gute Lehre und zeigt auf, wie erste Kooperationsketten trotz dieser Bedingungen entstehen können. Das Angebot richtet sich an Lehrende, die über eigene Disziplingrenzen hinausdenken wollen. Gemeinsam reflektieren wir Herausforderungen und erarbeiten Zugänge interdisziplinärer Lehre. Wir bieten Raum, unterschiedliche disziplinäre Perspektiven zu teilen, Schnittstellen sichtbar zu machen und mögliche Anknüpfungspunkte für Kooperationen zu entdecken. Im Zentrum des Workshops stehen die Vernetzung und das gegenseitige Verständnis zwischen Disziplinen als Grundlage für die Gestaltung von Interdisziplinarität, auch über Hochschulgrenzen hinaus.

Literacy: Balsiger, P. W. (2005). Transdisziplinarität: Systematisch-vergleichende Untersuchung disziplinenüber-greifender Wissenschaftspraxis. Fink. Braßler, Mirjam; Brandstädter, Simone & Lerch, Sebastian (Hg.) (2023). Interdisziplinarität in der Hochschullehre (1. Aufl.). Bielefeld: wbv Publikation. https://doi.org/10.3278/9783763974610 Klein, J. T. (2017). Typologies of Interdisciplinarity: The Boundary Work of Definition. In R. Frodeman (Hrsg.), The Oxford Handbook of Interdisciplinarity (2. Aufl., S. 21–34). Oxford University Press. https://doi.org/10.1093/oxfordhb/9780198733522.013.3

Method: Methodisch basiert der Workshop auf einem kuratierten Disziplinen-Speeddating mit Leitfragen, visuellen Kooperationsprofilen und kurzen Reflexionsschleifen. Nach einem thematischen Einstieg wechseln Teilnehmende in kurzen Zyklen ihre Gesprächspartner:innen, lernen andere Fachdisziplinen kennen, identifizieren Unterschiede und Gemeinsamkeiten, sammeln Schnittstellen und erste Ideen für gemeinsame Lehrformate. Abschließend mappen die Teilnehmenden ein Kooperationsnetzwerk und reflektieren. Beispielszenario eines 20-minütingen Speed-Datings: Anhand eines Steckbrief-Canvas mit Leitfragen stellen sich zwei Teilnehmende ihre Disziplinen und eine darin zentrale Fragestellung in jeweils 4 Minuten vor. Die jeweils andere Person soll aktiv zuhören und begleitend Stichpunkte festhalten. Das Canva wird von Runde zu Runde verdichtet. Nachdem die Gesprächspartner:innen ein gewisses Verständnis für die andere Disziplin entwickelt haben, folgt darauf aufbauend ein kurzer Suche-Biete-Austausch als Ausgangspunkt für Kooperation und zur Erleichterung eines Matchings. Anhand eines Schnittstellenrads markieren die Gesprächspartner:innen exemplarisch Berührungspunkte, an denen sie gemeinsam eine hohe Anschlussfähigkeit vermuten. Erste Ideen für gemeinsame Lehrkooperationen werden ausgetauscht. Nach jedem Speed-Dating werden gemeinsame Erfahrungen im Plenum reflektiert. Das Szenario wiederholt sich zweimal bei einer Workshoplänge von 60 Minuten, um unterschiedliche Gesprächspartner:innen und ihre Disziplinen kennenzulernen sowie Anschlussmöglichkeiten zu erweitern. Ideale Workshopdauer sind 90 Minuten und kann auf 60 oder 120 Minuten angepasst werden.

Contributors: Prof. Dr. Silke Michalk

Speaker
  • Katrin Jäser, Akademische Mitarbeiterin an der BTU Cottbus-SenftenbergKatrin Jäser
    Akademische Mitarbeiterin an der BTU Cottbus-Senftenberg
  • Eva-Maria König, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung ZWW der BTU Cottbus-SenftenbergEva-Maria König
    Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung ZWW der BTU Cottbus-Senftenberg
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Connected University

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Berlin – Workshops

Language

DE

Format

Workshop