June 24, 2026, 14:00 pm – 16:00 pm

Microcredentials – bloß ein Hype oder ein Muss für meine Hochschule?

Microcredentials gelten als das Instrument zur Flexibilisierung – doch die Unsicherheit ist groß: Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten? Lohnt sich der Aufwand für die Qualitätssicherung? Passen diese überhaupt zur eigenen Hochschule?
Wir konnten in den letzten Jahren selbst umfassende Erfahrungen mit Microcredentials an Hochschulen sammeln. Aktuell arbeiten wir an der Implementierung in einem größeren Hochschulverbund und haben hierfür Empfehlung systematisch aufgearbeitet. Im Workshop wollen wir unsere Erkenntnisse sowie die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden zusammenbringen. Das Ziel ist, dass wir im gemeinsamen Austausch eine Wissensbasis schaffen, auf deren Basis Sie beurteilen können, ob Microcredentials für Ihre Institution ein strategisch sinnvolles Instrument sind und worauf bei der Gestaltung und Implementierung zu achten ist.

Literacy: Rat der Europäischen Union. (2022). Empfehlung des Rates vom 16. Juni 2022 zu einem europäischen Ansatz für Micro-Credentials für lebenslanges Lernen und Beschäftigungsfähigkeit (2022/C 243/02). Amtsblatt der Europäischen Union, C 243, 10–25 Rentzsch, D., & Meyer-Guckel, V. (2023). Microcredentials auf Hochschulniveau: Ansätze zum Umgang mit einem bildungspolitischen Trend (Studie im Auftrag des Projekts „MODUS – Mobilität und Durchlässigkeit stärken: Anerkennung und Anrechnung an Hochschulen“). Hochschulrektorenkonferenz. Vergöhl, F. & Röwertm R. (2025). #45 Microcredentials. Update Hochschule (Podcast). https://www.podcast.de/episode/690793463/45-microcredentials

Method: Mit einem kurzen Input (ca. 10 Min) führen wir auf Basis systematisch aufbereiteter Empfehlungspapiere in das Thema Microcredentials ein. Dieser endet damit, dass wir zentrale Dimensionen vorstellen, die für die Beurteilung des strategischen Stellenwerts von Microcredentials sowie deren Umsetzung von Bedeutung sind, z. B. Anwendungsfelder, Nutzenerwartungen für die Hochschule und Studierende, notwendige Implementierungsschritte sowie administrative, curriculare und technische Anforderungen. Für jede Dimension entwerfen wir ein kurzes Szenario, mit dem wir die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden festhalten (digitales Whiteboard bzw. Padlet). Beispiel: „Sie planen eine Informationsveranstaltung zu Microcredentials für Studierende: Was sagen Sie den Studierenden, warum sich eine Teilnahme lohnt?“ Anschließend ordnen wir die gegebenen Antworten auf Basis unserer Expertise zunächst ein, geben Einschätzungen ab und weisen ggf. auf Leerstellen hin. Die Teilnehmen können selbstverständlich weitere Nachfragen stellen. Die Session endet mit einem abschließenden Fazit, in dem die zentralen Erkenntnisse zu jeder Dimension zusammengefasst werden. Szenarien und Arbeitsergebnisse (v. a. Padlet) sowie eine Zusammenfassung der daran angeschlossenen Einordnung und Diskussion können im Nachgang als Dokumentation zur Verfügung gestellt werden.

Speaker
  • Christian Kühn, Organisationsberater bei HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.Christian Kühn
    Organisationsberater bei HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.
  • Franz Vergöhl, HafenCity Universität | SDG-CampusFranz Vergöhl
    HafenCity Universität | SDG-Campus
  • Avni Qekaj, Projektkoordination Drittmittelprojekt in der Hochschul- und Mediendidaktik | Zentrum für Lehre und Weiterbildung, Universität StuttgartAvni Qekaj
    Projektkoordination Drittmittelprojekt in der Hochschul- und Mediendidaktik | Zentrum für Lehre und Weiterbildung, Universität Stuttgart
Track

Innovative Learning

Room

Workshops 2

Language

DE

Format

Workshop