June 24, 2026, 14:00 pm – 15:05 pm
Datenkolonialismus. KI unter Druck – auf wessen Kosten?
Universitäten stehen unter massivem Innovationsdruck: KI gilt als Voraussetzung für Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Doch dieser Fortschritt basiert auf globaler Ungleichheit. Generative KI beruht auf prekärer Klickarbeit unter psychischer Belastung und dem massiven Verbrauch von Ressourcen – überwiegend im Globalen Süden. Hochschulen profitieren, während andere zahlen.
Der Workshop macht diese Machtverhältnisse sichtbar und stellt Bildungsgerechtigkeit ins Zentrum. Ein kompakter Input schärft den Blick für konkrete ethische Stellschrauben im Hochschulalltag: Wann ist KI sinnvoll? Welche Modelle nutzen wir – und warum? Welche Daten geben wir für Context-Engineering preis? Wer erhält Zugang zu KI-Outputs? Anhand dieser Fragen werden Kriterien für eine ausbeutungssensible Auswahl diskutiert.
Im World-Café-Format entwickeln die Teilnehmenden praxisnahe Handlungsempfehlungen für Lehre, Prüfungen - direkt umsetzbar und mit Blick auf globale Verantwortung.
Literacy: Dachwitz, I., & Hilbig, S. (2025). Digitaler Kolonialismus: Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen (4. Aufl.). C.H. Beck.
Method: World Café: Nach einem anregenden Kurzinput werden die Teilnehmenden in Kleingruppen unterschiedliche ethische Perspektiven auf den Einsatz von KI einnehmen und sozialethisch verantwortbare Handlungsempfehlungen für den Einsatz von KI in der Hochschullehre generieren
Speaker
Inga Maria Schütte
Hochschuldidaktikerin und Diversity Trainerin an der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt
Thorsten Aichele
Universität Würzburg
Track
The bigger picture
Room
The Bigger Picture (DIGITAL)
Language
DE
Format
Workshop