Garden:Stage Berlin
09:30 – 10:00
Eröffnung Garden:Stage: Morning Coffee + Grußwort Dorothee BärNach einem kurzen Morning Coffee, wird Dorothee Bär auf der Garden:Stage ein Grußwort zum University:Future Festival 2026 halten.
Speaker: Dorothee Bär
10:05 – 10:35
Hochschule in der ungesicherten Demokratie: Risiken und ResilienzDie demokratische Einbettung, rechtliche Absicherung und akademische Kultur von Hochschulen galten lange als stabil und aufeinander abgestimmt. Diese Gewissheit schwindet. Politische Angriffe auf For-schungsrichtungen, fragile Finanzierungsstrukturen und eine polarisierte Öffentlichkeit erzeugen Erosi-onsrisiken, auf die das Wissenschaftssystem bislang kaum vorbereitet ist.
Der Vortrag analysiert drei Brennpunkte: den ungenutzten Auftrag zur demokratiebezogenen Bildung in Lehre und Studium, den Umgang mit wissenschaftlichen und politischen Kontroversen sowie die Ver-wundbarkeit der Hochschulfinanzierung. Er identifiziert konkrete Kipp-Punkte – von kurzfristigen Haus-haltsrisiken bis zu langfristigen Governance-Verschiebungen – und diskutiert Handlungsoptionen für Lehrende, Hochschulleitungen und Wissenschaftsorganisationen.
Teilnehmende erhalten einen analytischen Rahmen zur Risikoeinschätzung und Impulse zur Stärkung institutioneller Resilienz.
Speaker: Justus Henke, Peer Pasternack
Henke, J. & Pasternack, P. (2025). Hochschule in der ungesicherten Demokratie: Ansatzpunkte zur Stär-kung der Resilienz (HoF Policy Paper). Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg. https://doi.org/10.5281/zenodo.17951293
Behm, B., Kohler, U. & Pasternack, P. (Hrsg.). (2025). Schafft Wissen Demokratie? Gesellschaftlich-demokratische Teilhabe als Dimension des Studienerfolgs. Springer VS.
Schmohl, T. & Philipp, T. (Hrsg.). (2021). Handbuch Transdisziplinäre Didaktik. transcript.
10:50 – 11:20
#Booksprint: Studierendenperspektiven auf KI sichtbar machenKünstliche Intelligenz ist längst Teil des Studienalltags – häufig informell, punktuell und ohne klare institutionelle Orientierung. Der viertägige Booksprint „Lernen mit KI – Studierendenperspektiven“ gibt Einblick in studentische Auseinandersetzungen mit generativer KI: Die Teilnehmenden entwickeln eigene Fragestellungen, bearbeiten selbstgewählte Themen und verfassen kurze Beiträge, die in einer Open-Access-Publikation gebündelt werden.
Die Session stellt das didaktische Format vor: Wie gelingt es, unter Zeitdruck kollaborativ zu schreiben, studentische Stimmen einzubinden und daraus ein Produkt für die Hochschulgemeinschaft zu erstellen? Teilnehmende erhalten Einblick in Ablauf, Moderation und Transfermöglichkeiten und diskutieren, wie partizipative Schreibformate Future Skills wie digitale Souveränität, Teamarbeit und reflektierten KI-Einsatz fördern können.
Speaker: Kai Löser, Vanessa Stöter
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Kai Löser
Mitarbeiter im Projekt Studium Plus: Future Skills, Universität Rostock -
Vanessa Stöter
Ressortleitung heuler Kultur
Arbeitskollektiv Schreibwissenschaft. (2024). Booksprints in der Hochschullehre: Schreiben lernen im Team. Bielefeld: wbv.
Stichel, G., & Westphal, K. (2025). Mit uns statt über uns: KI an Hochschulen partizipativ gestalten. In Hochschulforum Digitalisierung (Ed.), strategie digital (Ausgabe 06).
Voigt-Färber, A. (2025). Booksprints as a learning format for students in higher education. Journal of Academic Writing, 15(1), 1–11.
11:25 – 11:55
Open-Source-KI als strategische Chance für HochschulenKI stellt grundlegende Annahmen darüber, welchen Zweck eine Hochschule erfüllt und wie sie diesen in der Praxis umsetzt, infrage. Die Geschwindigkeit der Veränderungen macht dabei eine behutsame Anpassung nahezu unmöglich und zwingt zu einem grundlegenden und schnellen Neudenken. Wer die weitere Entwicklung der KI bestimmt, wird somit maßgeblich auch die Zukunft der Hochschulen prägen.
Auch wenn die Entwicklung derzeit hauptsächlich von einer Handvoll großer internationaler Technologieunternehmen vorangetrieben wird, ist die Geschichte der KI nicht primär von Unternehmensinnovation geprägt, sondern wurzelt tief in öffentlicher Forschung, offener Zusammenarbeit und akademischen Institutionen. Der Erfolg von Open-Source-Software zeigt zudem, dass es viele Wege gibt, die Richtung transformativer Technologien mitzubestimmen.
Trotz der schwindelerregenden Kosten und der hohen Geschwindigkeit der KI-Entwicklung lassen sich viele Prinzipien offener Innovation übertragen. Hochschulen können hierbei eine zentrale Rolle spielen, um die Entwicklung der Technologie nicht nur zu beeinflussen, sondern aktiv mitzugestalten. Mit einer klaren Strategie und effektiver Zusammenarbeit ist eine offene Alternative zu den heute dominierenden proprietären KI-Angeboten möglich.
Speaker: Phillipp Schmidt
12:10 – 13:15
Was müssen wir Lehren? Lernziele in KI-ZeitenWenn KI immer mehr Funktionen übernimmt und klassische Prüfungen oft besser bestehen kann als der Mensch – wie müssen wir dann Lernziele neu formulieren? Wir wollen in diesem Panel grundlegend die Frage diskutieren, was die Aufgabe von akademischer Bildung in Zukunft sein muss. Müssen wir das Schreiben von Texten aufgeben oder neu begründen? Wie muss sich das Verständnis von „Wissen“ verändern, wenn KI jederzeit faktenbasiertes und synthetisches Wissen generieren kann – und welche Formen von Tiefenverstehen, Einordnung und Kritik bleiben genuin menschliche Aufgaben? Welche spezifischen Fähigkeiten sollte akademische Bildung in einer Zeit fördern, in der KI viele kognitive Routinen schneller (und oft auch besser) erledigt?
Speaker: Ulf-Daniel Ehlers, Anna-Maria Karl, Giulia Cordier
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Ulf-Daniel Ehlers
Keep Learning Future Skills! -
Anna-Maria Karl
Partner, Head of Practice Group HR Executives Kienbaum Consultants International GmbH -
Giulia Cordier
Digital Change-Maker 2026
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
Keynote: Max NeufeindMax Neufeind wird auf dem University:Future Festival eine Keynote halten. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Speaker: Max Neufeind
14:50 – 15:20
📚 Wer hat das letzte Wort? Hochschulen, Macht und MitbestimmungEntscheidungen über Prüfungsformate, Digitalisierung oder Studienreformen entstehen in komplizierten Aushandlungsprozessen zwischen Studierenden, Lehrenden, Verwaltung und Leitung. Formal gelten Hochschulen als demokratische Strukturen, die jedoch oft durch informelle Einflusskanäle und unterschiedliche Erfahrungsstände der Beteiligten geprägt sind. Wir gehen darauf ein, wie formale Mehrheiten, Vorentscheidungen und Erfahrungsunterschiede Entscheidungen beeinflussen, welche Mechanismen Beteiligung einschränken und wie sich daraus Konsequenzen für Motivation, Engagement und Stress ergeben. Wir gehen anhand von konkreten Beispielen darauf ein, wie Strukturen und Wissenszugänge die Wirksamkeit von Beteiligung beeinflussen und wie Entscheidungsprozesse analysiert und reflektiert werden können, um Beteiligung wirksamer und fairer zu gestalten.
📚 Student Voices
Speaker: Tabea Herbst
15:35 – 16:40
Andere Länder, andere Lösungen: KI-Strategien im internationalen VergleichDie Debatten und die praktische Implementierung von KI an Hochschulen laufen international sehr unterschiedlich. Das Panel zeigt, was Hochschulen im deutschsprachigen Raum von internationalen Beispielen lernen können. Im Mittelpunkt stehen übertragbare Praktiken: Welche Infrastrukturen bauen Hochschulen in anderen Ländern auf? Wie balancieren sie Compliance, Risikoabwägung und Innovationsförderung? Wie verändern internationale Hochschulen Curricula, Prüfungen und Lehrpraxis durch KI. Und welche Governance-Modelle lassen sich konkret adaptieren? Der internationale Blick soll den Möglichkeitsraum öffnen – mit Ideen, die sich in der eigenen Hochschule tatsächlich ausprobieren lassen.
Speaker: Phillipp Schmidt, Johannes Schleiss
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Phillipp Schmidt
VP Technology Innovation, Axim Collaborative -
Johannes Schleiss
Advisor and Project Lead - AI in Education at SURF
16:55 – 17:25
Keynote17:25 – 17:35
Closing - University:Future Festival Tag IIModeratorin Linn Friedrichs schließt den zweiten Tag des University:Future Festival 2026.
Speaker: Linn Friedrichs
Landing:Stage Berlin
09:15 – 09:30
Good Morning Welcome Yoga Tag 2Beginnen Sie den zweiten Festivaltag mit einer kleinen Aktivierung: In dieser Session mobilisieren wir Körper und Geist durch sanfte Dehnungen und leichte Übungen. Alle Bewegungen lassen sich im Sitzen und in normaler Kleidung durchführen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gemeinsam schaffen wir einen bewegten und angenehmen Start in den Tag. Wir freuen uns auf Sie!
Speaker: Lea Hansjürgen, Johanna Leifeld, Laura Jarmatz
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Lea Hansjürgen
Moderatorin Landing:Stage -
Johanna Leifeld
Imagining the Future -
Laura Jarmatz
Referentin im Hochschulforum Digitalisierung bei der Hochschulrektorenkonferenz
10:00 – 10:50
Power Point KaraokeWie fühlt es sich an, unter Druck über etwas zu sprechen, das man eigentlich gar nicht kennt?
Beim PowerPoint-Karaoke reichen Mitglieder der Community kurze Präsentationen aus ihrem Fachgebiet ein, und alle rund um das Festivalmotto Under Pressure. Doch auf der Bühne kommt alles anders: Die Präsentationen werden ausgelost und von anderen Teilnehmenden gehalten, die sie vorher noch nie gesehen haben.
Die Aufgabe: spontan erklären, interpretieren und improvisieren, ganz ohne Vorbereitung.
Nach jeder Präsentation folgt ein kurzer Austausch: Die ursprünglichen Autor:innen der Slides kommen dazu und ordnen ein, worum es eigentlich ging – und wo die spontane Interpretation vielleicht überraschend nah (oder komplett daneben) lag.
Speaker: Ulrich Müller, Julia Schneider, Insa Thiele-Eich
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Ulrich Müller
Mitglied der Geschäftsleitung im CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Gütersloh -
Julia Schneider
Comic-Essayistin & Ökonomin -
Insa Thiele-Eich
11:00 – 11:45
Angst, Horror und das neue Monster der GegenwartIm Gespräch geht es darum, was Angst eigentlich ausmacht und warum sie in Zeiten von Umbruch und Beschleunigung so präsent ist. Diskutiert wird, warum Horror besonders geeignet ist, Ängste vor Kontrollverlust, Wandel und dem Unbekannten zu erzählen und sichtbar zu machen. Neue Technologien und tiefgreifende Veränderungen werden dabei als Projektionsflächen kollektiver Befürchtungen verstanden, die häufig als unheimlich oder bedrohlich wahrgenommen werden. Das Gespräch fragt außerdem, was Hochschulen daraus lernen können über Lernen unter Druck, über emotionale Dimensionen von Bildung und über den Umgang mit Unsicherheit. Statt Angst zu pathologisieren oder zu beschwichtigen geht es darum zu verstehen, was Angst zeigt, was sie verbirgt und wie Horror helfen kann, sie kritisch zu reflektieren im Kontext von Hochschulwandel und gesellschaftlichem Wandel.
Speaker: Nabila Bushra, Maria do Mar Castro Varela, Farah Bouamar
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Nabila Bushra
Sozialwissenschaftlerin, Pädagogin und Mitbegründerin von Lost Film -
Maria do Mar Castro Varela
Professorin Alice Salomon Hochschule Berlin -
Farah Bouamar
Literaturwissenschaftlerin, Filmemacherin, Autorin
Bouamar, F., & Bushra, N. (2025). Jenseits des Schreckens Horror Widerstand und Visionen (Band 7). Münster Unrast Verlag. ISBN 978-3-89771-402-1
11:55 – 12:15
Grün gedacht, digital gemacht? Querschnittsthemen zusammendenkenDer digitale Wandel ist an Hochschulen längst angekommen und Nachhaltigkeit schon lange kein “Nice-To-Have” mehr, sondern eine klare Erwartung an Hochschulen. Als Orte der Persönlichkeitsentwicklung tragen Hochschulen die besondere gesamtgesellschaftliche Verantwortung, Nachhaltigkeit nicht nur zu vermitteln, sondern sie ebenfalls konsequent und sichtbar zu leben. Hier kann Digitalisierung ein Hebel sein: Digitale Tools können nicht nur dabei helfen, Ressourcen einzusparen und Prozesse effizienter zu gestalten, sondern gleichzeitig soziale Teilhabe und Zugänglichkeit zu Bildung zu ermöglichen. Aus unserer HFD-Community nehmen wir Bedarfe wahr, diese integrierte Perspektive beider Themen zu beleuchten. Wir merken: Hochschulen sind unterschiedlich weit und hier und da verschwimmen Verantwortungen. Wir im HFD möchten deshalb genauer hinschauen: Wie und wo lassen sich die beiden Themen sinnvoll zusammendenken - und wo sind die Grenzen? Wo genau drückt der Schuh? Was konkret braucht die Community? Hier möchten wir im HFD ansetzen: Wir möchten vernetzen und vernetzt denken.
Speaker: Stella Berendes
12:40 – 13:15
🚨 Werden wir jetzt dümmer, wenn wir mit AI lernen, oder nicht?Macht KI uns dümmer – oder einfach nur bequemer? Wir haben das in einem Experiment mit 275 Studierenden in einer Programmiervorlesung an der TUM getestet. Drei Gruppen, eine bockschwere Aufgabe zu paralleler Programmierung in Java, 90 Minuten Zeit: Eine Gruppe nutzte unseren KI-Tutor Iris, der nur Hinweise gibt und nie die Lösung verrät. Eine zweite Gruppe bekam ChatGPT ohne Leitplanken. Die dritte Gruppe arbeitete klassisch mit Google und StackOverflow. Das Ergebnis hat uns überrascht. Vor allem, weil wir nie über Motivation bei der KI Nutzung reden... warum eigentlich?
🚨 Fringe
Speaker: Ben Lenk-Ostendorf, Patrick Bassner
-
Ben Lenk-Ostendorf
Bringing AI into education @ TUM -
Patrick Bassner
Teaching virtual tutors how to teach @ TUM
Bassner, P., Lenk-Ostendorf, B., Beinstingel, R., Wasner, T., & Krusche, S. (2026). Less stress, better scores, same learning: The dissociation of performance and learning in AI-supported programming education. Computers and Education: Artificial Intelligence, 10, 100537. https://doi.org/10.1016/j.caeai.2025.100537
Bassner, P., Frankford, E., & Krusche, S. (2024). Iris: An AI-driven virtual tutor for computer science education. In Proceedings of the 2024 Innovation and Technology in Computer Science Education V. 1. https://doi.org/10.1145/3649217.3653543
13:15 – 14:15
Mittagspause14:35 – 15:35
Politik, Plattformen, Popkultur: Das interaktive Quiz zur digitalen HochschuleLicht, Smartphone, Action: "Politik, Plattformen, Popkultur" ist eine interaktive Quiz- und Gameshow zur digitalen Hochschule. Drei Teams aus der Hochschul-Community treten mit unterschiedlichen Perspektiven in mehreren Runden gegeneinander an. Im Fokus stehen Themen wie KI in Studium und Lehre, Future Skills, Hochschulpolitik, Media Literacy und auch popkulturelles Wissen. Das Publikum hat dabei die Möglichkeit, den Spielverlauf mitzugestalten und aktiv in das Geschehen auf der Bühne einzugreifen, sei es als begehrter Joker, Entscheidungsinstanz über die Themenwahl, oder durch Live-Abstimmungen. So entsteht ein partizipatives Edutainment-Erlebnis, dessen Ergebnis zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar ist.
Speaker: Lea Hildermeier, Lea Bachus, Jule-Louisa Gronau, Malte Miram, Alexandra Resch
-
Lea Hildermeier
Projektmanagerin HFD/CHE -
Lea Bachus
Programmmanagerin für Studentische Partizipation im Hochschulforum Digitalisierung -
Jule-Louisa Gronau
DCM 2026 / Goethe-Universität Frankfurt -
Malte Miram
Programmanager Hochschulforum Digitalisierung -
Alexandra Resch
Leitung Kommunikation @ Gesellschaft für Informatik e.V.
Berlin – Workshops
10:00 – 11:05
🙃🥳🤓Drei gemeinsame Blicke auf den TransferkioskDer Transferkiosk ist eine junge Plattform. Mit euch wollen wir verschiedene Aspekte betrachten, wie der Transferkiosk zu einem Mehrwert für die Hochschulcommunity wird. Wir laden euch zu einem World-Café ein, bei dem wir
🙃 die Nutzungsmöglichkeiten,
🥳 die Aktivitäten rund um den Transferkiosk und
🤓 die Qualität der Inhalte
in den Blick nehmen. Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und euer Feedback.
Transferkiosk.net
Der Transferkiosk ist die Plattform der Stiftung Innovation in der Hochschullehre für neue Ideen und Ansätze in Lehre und Studium. Er ist zentrale Anlaufstelle für Akteur:innen aus der Hochschullandschaft. Wir wollen damit dazu beitragen, die Hochschullehre zu innovieren und zu gestalten. Im Transferkiosk bekommen Sie Einblicke in alle Projekte, die wir fördern.
Speaker: Ivo van den Berk, Katrin Hovy
-
Ivo van den Berk
Wiss. Leitung Transfer / Teamleitung Wissenstransfer -
Katrin Hovy
Referentin Wissenstransfer, Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL)
11:15 – 12:00
Build up or locking in? Analyzing the state of the transformation of education in the NetherlandsTransformations are nonlinear and uncertain but can nevertheless be studied and –to a certain extent– influenced. At Npuls, national programme involving over 100 public tertiary education institutions in the Netherlands, this is exactly what we aim to do.
In this interactive session, we explore how the X-curve model (Loorbach/DRIFT) helps to visualize and navigate systemic transformation. The model shows how emerging “niches” — experiments and new practices — interact with and gradually replace established regimes.
This session offers insights gained from a recent DRIFT baseline measurement on the state of transformation education in the Netherlands, but mostly focus on one of the key methods used by the “action researchers”.
Participants will engage in a guided exercise, placing themselves on various stages on a ‘transition path’. In doing so, they will be exploring processes of build-up, institutionalization, lock-in, and dismantling.
Speaker: Judith Huisman, Esther Eumann
G. Diercks, D. Loorbach e.a. Sturing in transities – Een raamwerk voor strategiebepaling (NSOB, Drift, 2020)
Geels FW, “Technological transitions as evolutionary reconfiguration processes: a multi-level perspective and a case-study”, (Research Policy, 2002) https://doi.org/10.1016/S0048-7333(02)00062-8
Hebinck, A., Diercks, G., von Wirth, T. et al. An actionable understanding of societal transitions: the X-curve framework. Sustain Sci 17, 1009–1021 (2022). https://doi.org/10.1007/s11625-021-01084-w
Participants will be invited to position themselves on various stages of the "X-curve" of transformation, and reflect on why they chose these postions. The process will be guided by the speakers.
12:10 – 13:15
Speeddating der Disziplinen – Fächer interdisziplinär lehrenZukunftsgewandte Lehre in disruptiven Zeiten wird gefordert, doch Hochschullehrende stehen unter Druck durch Deputate, Curriculumsgrenzen, Publikations- und Drittmittelzwang. Dieser Workshop beleuchtet Interdisziplinarität als Synergien für eine gute Lehre und zeigt auf, wie erste Kooperationsketten trotz dieser Bedingungen entstehen können. Das Angebot richtet sich an Lehrende, die über eigene Disziplingrenzen hinausdenken wollen. Gemeinsam reflektieren wir Herausforderungen und erarbeiten Zugänge interdisziplinärer Lehre. Wir bieten Raum, unterschiedliche disziplinäre Perspektiven zu teilen, Schnittstellen sichtbar zu machen und mögliche Anknüpfungspunkte für Kooperationen zu entdecken. Im Zentrum des Workshops stehen die Vernetzung und das gegenseitige Verständnis zwischen Disziplinen als Grundlage für die Gestaltung von Interdisziplinarität, auch über Hochschulgrenzen hinaus.
Speaker: Katrin Jäser, Eva-Maria König
-
Katrin Jäser
Akademische Mitarbeiterin an der BTU Cottbus-Senftenberg -
Eva-Maria König
Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung ZWW der BTU Cottbus-Senftenberg
Balsiger, P. W. (2005). Transdisziplinarität: Systematisch-vergleichende Untersuchung disziplinenüber-greifender Wissenschaftspraxis. Fink.
Braßler, Mirjam; Brandstädter, Simone & Lerch, Sebastian (Hg.) (2023). Interdisziplinarität in der Hochschullehre (1. Aufl.). Bielefeld: wbv Publikation. https://doi.org/10.3278/9783763974610
Klein, J. T. (2017). Typologies of Interdisciplinarity: The Boundary Work of Definition. In R. Frodeman (Hrsg.), The Oxford Handbook of Interdisciplinarity (2. Aufl., S. 21–34). Oxford University Press. https://doi.org/10.1093/oxfordhb/9780198733522.013.3
Methodisch basiert der Workshop auf einem kuratierten Disziplinen-Speeddating mit Leitfragen, visuellen Kooperationsprofilen und kurzen Reflexionsschleifen.
Nach einem thematischen Einstieg wechseln Teilnehmende in kurzen Zyklen ihre Gesprächspartner:innen, lernen andere Fachdisziplinen kennen, identifizieren Unterschiede und Gemeinsamkeiten, sammeln Schnittstellen und erste Ideen für gemeinsame Lehrformate. Abschließend mappen die Teilnehmenden ein Kooperationsnetzwerk und reflektieren.
Beispielszenario eines 20-minütingen Speed-Datings:
Anhand eines Steckbrief-Canvas mit Leitfragen stellen sich zwei Teilnehmende ihre Disziplinen und eine darin zentrale Fragestellung in jeweils 4 Minuten vor. Die jeweils andere Person soll aktiv zuhören und begleitend Stichpunkte festhalten. Das Canva wird von Runde zu Runde verdichtet. Nachdem die Gesprächspartner:innen ein gewisses Verständnis für die andere Disziplin entwickelt haben, folgt darauf aufbauend ein kurzer Suche-Biete-Austausch als Ausgangspunkt für Kooperation und zur Erleichterung eines Matchings. Anhand eines Schnittstellenrads markieren die Gesprächspartner:innen exemplarisch Berührungspunkte, an denen sie gemeinsam eine hohe Anschlussfähigkeit vermuten. Erste Ideen für gemeinsame Lehrkooperationen werden ausgetauscht. Nach jedem Speed-Dating werden gemeinsame Erfahrungen im Plenum reflektiert.
Das Szenario wiederholt sich zweimal bei einer Workshoplänge von 60 Minuten, um unterschiedliche Gesprächspartner:innen und ihre Disziplinen kennenzulernen sowie Anschlussmöglichkeiten zu erweitern.
Ideale Workshopdauer sind 90 Minuten und kann auf 60 oder 120 Minuten angepasst werden.
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:45
Vom Wissen zum Wirken: Hochschultransformation praktisch gestaltenViele Hochschulen erkennen, dass reine Wissensvermittlung nicht mehr genügt. Studierende brauchen Handlungskompetenz für eine Welt voller Krisen und Umbrüche. Doch zwischen Einsicht und Umsetzung liegen institutionelle Beharrungskräfte, konkurrierende Prioritäten und begrenzte Ressourcen.
Dieser Workshop adressiert die Lücke zwischen Vision und Praxis. Ausgehend von den konkreten Erfahrungen aus einem laufenden Transformationsprozess an einer Universität arbeiten Teilnehmende an zentralen Fragen: Wie baut man Projektstrukturen für die Transformation auf, die Partizipation ermöglichen, ohne in Abstimmungsschleifen zu versinken? Wie gewinnt man Studierende, Lehrende und Verwaltung als Verbündete? Wie können wir voneinander lernen und wertvolle Erfahrungen teilen? Und wie werden wir wirksam?
In drei Phasen – Analyse, Werkzeuge, Wirksamkeit – entwickeln Teilnehmende eine Transformations-Skizze für ihr eigenes Vorhaben und nehmen konkrete nächste Schritte für ein Transformationsprojekt mit.
Speaker: Manuel Dolderer
Bandura, A. (1997). Self-Efficacy: The Exercise of Control. W.H. Freeman.
Barnett, R. (2000). Realizing the University in an Age of Supercomplexity. Society for Research into Higher Education & Open University Press.
McKenney, S. & Reeves, T. C. (2018). Conducting Educational Design Research (2. Aufl.). Routledge
Phase 1 – Anatomie einer Transformation (30 Min.): Impuls mit anschließendem strukturiertem Austausch im Plenum. Anhand eines beispielhaften Entwicklungsprozesses werden kritische Entscheidungspunkte, typische Blockaden und Lösungsansätze vorgestellt. Teilnehmende ordnen die Erfahrungen in Bezug zu ihrer eigenen Institution ein.
Phase 2 – Diagnostik des eigenen Vorhabens (50 Min.): Arbeit in Kleingruppen. Teilnehmende wenden den Agency-Check auf ihre eigene Fakultät oder ihren Studiengang an und entwickeln eine erste Transformations-Skizze: Wo stehen wir? Was ist unser Hebel? Wer sind Verbündete, wer kritische Stakeholder? Zwischenergebnisse werden geteilt und kommentiert.
Phase 3 – Werkzeuge und nächste Schritte (40 Min.): Vorstellung erprobter Instrumente: Governance-Modelle für partizipative Studiengangsentwicklung, Formate für studentische Co-Creation, Kommunikationsstrategien gegenüber Hochschulleitung und Verwaltung, Design-Based Research als Methode zur Verbindung von Innovation und Evidenz. Teilnehmende wählen relevante Werkzeuge aus und formulieren drei konkrete nächste Schritte.
Berlin – Labs
10:00 – 12:00
🚨 Universität 2040: Plattform, Netzwerk – oder Auslaufmodell?Digitale Transformation verändert das gesamte Wissenssystem: Inhalte sind jederzeit verfügbar, neue Anbieter treten auf, Forschung wird kollaborativer, Debatten digitaler. Damit stellt sich die zentrale Frage: Welche Funktionen haben Universitäten im Jahr 2040?
Im Think Tank „FutureU: Universities in the Digital Age“ der Universität Zürich wurden Zukunftsszenarien und erste Prototypen möglicher Entwicklungsrichtungen erarbeitet. Sie machen zentrale Spannungsfelder sichtbar – etwa Präsenz versus Plattform oder öffentliche Institution versus Wettbewerbsakteur.
Das Lab bietet einen Diskursraum, in dem Teilnehmende diese Szenarien diskutieren, Positionen schärfen und unterschiedliche Zukunftsbilder vergleichen. Sie gewinnen Orientierung in aktuellen Transformationsdebatten und Impulse für die eigene institutionelle oder persönliche Perspektive.
🚨 Fringe
Speaker: Fabienne Jedelhauser, Alexandra Jansky
-
Fabienne Jedelhauser
Projektleiterin Think Tank "FutureU: Universities in the Digital Age", Universität Zürich -
Alexandra Jansky
Deputy Head Educational Development, Innovation and Digital Education, University Zurich
https://www.usp.uzh.ch/dam/jcr:87512f53-0684-448d-aaa0-3c2277ca47a8/Position_Paper_FutureU2025.pdf
12:10 – 13:15
📚 KI kann viel, Detektoren wenig: Wie prüfen wir künftig richtig?KI verändert das Prüfen – und klassische Detektoren liefern keine verlässlichen Beweise. In diesem interaktiven Lab bringen wir eine kompakte, hochschulnahe Recherche zu typischen Schwachstellen konventioneller Prüfungsformate sowie zu den Grenzen gängiger Kontrollmechanismen ein. Gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickeln wir daraus KI-robuste Prüf- und Aufgabenformate, die Eigenleistung sichtbar machen, Transparenz fördern und auch unter knappen Ressourcen umsetzbar bleiben – passend zum Festivalmotto „Under Pressure“.
Takeaways:
(1) Best Case: 2–3 ausgereifte, „peer-reviewte“ Ideen für neue, KI-robuste Prüfungsformate – inklusive kurzer Umsetzungsskizzen.
(2) Mindestens: ein kompakter Überblick über reale KI-Möglichkeiten und die Grenzen von Detektoren sowie konkrete Denkanstöße für zukunftsfähige Prüfmethoden.
📚 Student Voices
Speaker: Claudius Budcke, Jakob Sehrig
-
Claudius Budcke
VerAIn - Vernetzung, Aufklärung und Integration von KI e.V. -
Jakob Sehrig
VerAIn - Vernetzung, Aufklärung und Integration von KI e.V.
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 15:45
Zweites Austauschtreffen der Peer-to-Peer-Strategieberatung „KI in der Hochschulbildung“Das University:FutureFestival bildet den Rahmen für das zweite Austauschtreffen aller Hochschulen der neu angelaufenen Peer-to-Peer-Strategieberatung „KI in der Hochschulbildung“. Die Zusammenkunft vor Ort in Berlin bietet Gelegenheit für Peer-Austausch entlang der für die Beratung ausgewählten strategischen Fragestellungen zum Umgang mit und dem Einsatz von (generativer) künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, Erfahrungen zu bündeln, Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und voneinander zu lernen. Gleichzeitig eröffnet das Festivalprogramm vielfältige Anknüpfungspunkte und ergänzt den Peer-Austausch durch fachliche Impulse, Vernetzungsmöglichkeiten und weiterführende Perspektiven zum strategischen Einsatz von KI in der Hochschulbildung.
Speaker: Aline Röttger, Barbara Wagner
Berlin – Networking
13:15 – 14:15
Mittagspause14:15 – 14:45
Vernetzung: Speed-Dating (Tag 2)Raus aus der eigenen Bubble: Das Team vom University:Future Festival lädt zum Kennenlernen ein! An jedem der beiden Präsenztage bieten wir zur Vernetzung ein Speed-Dating-Format ein. In kurzen Abständen lernen sich Teilnehmende gegenseitig kennen. Gute Fragen, spannende Menschen, neue Perspektiven!
Speaker: Johanna Leifeld
- 09:00
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- 18:30
Special Clusters
You can identify our special clusters by the emojis in the programme overview:
🚨Fringe: Unexpected connections, counterintuitive theses or radical experiments with format
🔄Fail & Learn: Failed projects from which do’s and don’ts can be derived
🌍Global Perspectives: Ideas, perspectives and insights from abroad that are valuable for the DACH region
📚Student Voices: Contributions from students
🌱Environmental Sustainability: Contributions with an environmental focus. Criterion: Contributions must place a particular emphasis on the topic of sustainability