June 22, 2026, 09:30 am – 10:00 am

Demokratiekompetenzen: ein Modell für die Lehre

Kompetenzen, die wir für die Wissenschaft brauchen, decken sich zu einem großen Teil mit denen, die wir als Demokratie-relevant und -förderlich erachten (Eickhoff et al. 2025). Was bedeutet das konkret für die Hochschullehre? In diesem Vortrag geht es um die Verbindung zweier Kompetenzraster (Council of Europe 2016, European Commission 2025) mit einem Modell, das für Service Learning entwickelt wurde (Mauz/ Gloe, 2019). Demokratiekompetenzen werden kategorisiert in Werte, Einstellungen und Haltungen, Wissen und Denkweisen, sowie Handlungsfähigkeiten, allesamt weiter unterteilt. So werden konkrete Handlungsansätze für die Lehre an der Universität und Hochschule sichtbar. Diese können in praktische Methoden für Lehrveranstaltungen übersetzt werden. Denn die Forschung zeigt: Wissenschaftliche Lehre führt nicht automatisch zu demokratisch handlungsfähigen Absolvent*innen (Behm et al. 2025). Es braucht spezifische Interventionen in der (Fach-)Lehre, um Demokratiekompetenzen zu stärken.

Literacy: Behm, B., Kohler, U. & Pasternack, P. (Hrsg.) (2025). Schafft Wissen Demokratie? Gesellschaftlich-demokratische Teilhabe als Dimension des Studienerfolgs. Springer VS. Eickhoff, F.C./ Andree, K./ Busse, B. (2025). /imagine – Wissenschaftskompetenzen für die Demokratiebildung. Vortrag beim University Future Festival, Berlin. Europäische Kommission (2025). The European Competence Framework for Researchers. Brüssel: European Union. Europarat (2016). Competences for democratic culture. Living together as equals in culturally diverse democratic societies. Straßburg: Council of Europe. Mauz, A. & Gloe, M. (2019). Demokratiekompetenz bei Service-Learning. Modellentwicklung und Anregungen für die Praxis. Berlin: Stiftung Lernen durch Engagement.

Summary: dlc.sh/sessionaizer/sessions/274

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