23. Juni 2026, 14:15 – 15:45 Uhr

Vom Wissen zum Wirken: Hochschultransformation praktisch gestalten

Viele Hochschulen erkennen, dass reine Wissensvermittlung nicht mehr genügt. Studierende brauchen Handlungskompetenz für eine Welt voller Krisen und Umbrüche. Doch zwischen Einsicht und Umsetzung liegen institutionelle Beharrungskräfte, konkurrierende Prioritäten und begrenzte Ressourcen.
Dieser Workshop adressiert die Lücke zwischen Vision und Praxis. Ausgehend von den konkreten Erfahrungen aus einem laufenden Transformationsprozess an einer Universität arbeiten Teilnehmende an zentralen Fragen: Wie baut man Projektstrukturen für die Transformation auf, die Partizipation ermöglichen, ohne in Abstimmungsschleifen zu versinken? Wie gewinnt man Studierende, Lehrende und Verwaltung als Verbündete? Wie können wir voneinander lernen und wertvolle Erfahrungen teilen? Und wie werden wir wirksam?
In drei Phasen – Analyse, Werkzeuge, Wirksamkeit – entwickeln Teilnehmende eine Transformations-Skizze für ihr eigenes Vorhaben und nehmen konkrete nächste Schritte für ein Transformationsprojekt mit.

Literatur: Bandura, A. (1997). Self-Efficacy: The Exercise of Control. W.H. Freeman. Barnett, R. (2000). Realizing the University in an Age of Supercomplexity. Society for Research into Higher Education & Open University Press. McKenney, S. & Reeves, T. C. (2018). Conducting Educational Design Research (2. Aufl.). Routledge

Methode: Phase 1 – Anatomie einer Transformation (30 Min.): Impuls mit anschließendem strukturiertem Austausch im Plenum. Anhand eines beispielhaften Entwicklungsprozesses werden kritische Entscheidungspunkte, typische Blockaden und Lösungsansätze vorgestellt. Teilnehmende ordnen die Erfahrungen in Bezug zu ihrer eigenen Institution ein. Phase 2 – Diagnostik des eigenen Vorhabens (50 Min.): Arbeit in Kleingruppen. Teilnehmende wenden den Agency-Check auf ihre eigene Fakultät oder ihren Studiengang an und entwickeln eine erste Transformations-Skizze: Wo stehen wir? Was ist unser Hebel? Wer sind Verbündete, wer kritische Stakeholder? Zwischenergebnisse werden geteilt und kommentiert. Phase 3 – Werkzeuge und nächste Schritte (40 Min.): Vorstellung erprobter Instrumente: Governance-Modelle für partizipative Studiengangs­entwicklung, Formate für studentische Co-Creation, Kommunikationsstrategien gegenüber Hochschulleitung und Verwaltung, Design-Based Research als Methode zur Verbindung von Innovation und Evidenz. Teilnehmende wählen relevante Werkzeuge aus und formulieren drei konkrete nächste Schritte.

Speaker:innen
Track

The bigger picture

Raum

Berlin – Workshops

Sprache

DE

Format

Workshop