24. Juni 2026, 14:00 – 16:00 Uhr
Hochschullehre diskriminierungskritisch denken
Das Ziel muss darin bestehen, Lehrveranstaltungen diskriminierungskritisch und inklusiv zu gestalten. Doch wie lässt sich dieser Anspruch konkret in Seminaren, Vorlesungen, Konferenzen oder digitalen Formaten umsetzen?
Die Session verbindet Ansätze aus der politischen Bildungsarbeit mit hochschuldidaktischer Praxis. Im Fokus stehen Ausschreibungen, Lernsettings, digitale und physische Räume, Sprache, Methodenwahl, Positionierung der Lehrenden sowie die Verzahnung von Inhalten und Haltung. Teilnehmende reflektieren eigene Lehrformate und entwickeln konkrete Ansatzpunkte für eine diskriminierungskritische Gestaltung. Es werden Ausgangspunkte und praxisnahe, übertragbare Systematiken besprochen, die sich in unterschiedlichen Fachgebieten und Formaten übertragen lassen.
Methode: Nach einem kurzen thematischen Einstieg in diskriminierungskritische Hochschullehre und Veranstaltungsmanagement mit Impulsen aus der politischen Bildungsarbeit analysieren die Teilnehmenden in Kleingruppen eigene Lehrveranstaltungen mithilfe eines strukturierten Reflexionsrasters. Dieses umfasst die Ausschreibung, Zielgruppenannahmen, die Lernarchitektur, Interaktionsformen, Sprache, digitale Tools und inhaltliche Perspektiven. Die Gruppen identifizieren Barrieren, implizite Normen und Veränderungsmöglichkeiten. In einer moderierten Plenumsphase werden zentrale Spannungsfelder wie Offenheit versus Struktur oder Partizipation versus Prüfungsanforderungen diskutiert. Ziel ist die kollegiale, praxisorientierte Entwicklung konkreter Anpassungsschritte und eines übertragbaren Gestaltungsansatzes für eine diskriminierungskritische Hochschullehre.
Speaker:innen
Dorit Machell
Referentin für gendergerechte Hochschulentwicklung an der Fachhochschule Erfurt und freiberufliche Bildungsreferentin in der Anti-Diskriminierungsarbeit
Track
Innovative Learning
Raum
Workshops 1
Sprache
DE
Format
Workshop