23. Juni 2026, 09:30 – 10:35 Uhr

Hybrid ist kein Format, sondern eine gestaltbare systemische Zumutung

Hybride Lehre ist ein zentraler Hebel für moderne Bildungsformate: Sie verbindet Präsenz und digitale Teilnahme, erleichtert die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Care-Arbeit und eröffnet neue Formen organisationsübergreifender Zusammenarbeit. Gleichzeitig wird Hybridisierung häufig als didaktische Kompetenzfrage einzelner Lehrender verhandelt. In der Praxis zeigt sich jedoch: Wo Zeitressourcen, Anerkennung, Supportstrukturen, klare Rollen und abgestimmte Erwartungen fehlen, wird Hybrid zur strukturellen Überforderung. Die Session verschiebt den Fokus von der Methodenfrage zur Organisationsfrage. Im dialogisch angelegten Workshop analysieren die Teilnehmenden gemeinsam typische Spannungsfelder hybrider Settings, tauschen strukturierte Best Practices aus und erarbeiten Ansätze für eine verantwortungsvoll gestaltete Connected University.

Methode: Der Workshop ist dialogisch und interaktiv angelegt. Nach einem kurzen Impuls arbeiten die Teilnehmenden anhand klarer Leitfragen im Austausch zu zweit und zu dritt an eigenen Erfahrungen mit hybriden Settings. Zentrale Spannungsfelder werden im Plenum sichtbar gemacht und gemeinsam entlang organisationaler Ebenen strukturiert: Von studentischer Perspektive, Didaktik, Lehre und Studiengangsentwicklung über Leitung bis hin zu Infrastruktur und Support. In moderierten Kleingruppen reflektieren die Teilnehmenden konkrete Praxisbeispiele, identifizieren wiederkehrende Muster und tauschen strukturierte Best Practices aus. Abschließend werden zentrale Erkenntnisse gebündelt und auf übertragbare Gestaltungsansätze für verantwortungsvoll organisierte „Connected Universities“ bezogen. Der Workshop lebt vom aktiven Austausch, der Perspektivenvielfalt und der gemeinsamen Strukturarbeit.

Speaker:innen
Track

Connected University

Raum

Connected Unviersity (DIGITAL)

Sprache

DE

Format

Workshop