22. Juni 2026, 14:15 – 16:40 Uhr
Dialog, Didaktik & Datenschutz: Gestaltung immersiver Lernerfahrungen
Virtuelle Welten gelten seit Langem als Lernräume für erfahrungsbasiertes, kontextuelles und räumliches Lernen. Aus Perspektive des Learning Experience Designs (LXD) entstehen wirksame Lernerfahrungen nur, wenn technologische, soziale und didaktische Dimensionen zusammen gedacht werden. Der Workshop fragt deshalb: Welche pädagogischen Werkzeuge und Praktiken der Teilhabe müssen Virtual Worlds begleiten?
Das digitale Format gibt Einblicke in eine DSGVO-konforme Multiuser-VR-Anwendung, das XR Co-Creator Tool als didaktische Vorlage, Leitlinien für Barrierefreiheit im digitalen Raum und Supportstrukturen für VR-Lehre an Hochschulen. Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmenden in Kleingruppen mithilfe einer 2×2-Szenariomatrix Zukunftsszenarien für immersive Lernräume, die anschließend virtuell ausgestellt und als Teil eines pluralistischen, multimodalen immersiven Manifests erfahrbar gemacht werden.
Literatur: *** European Commission. (2023). An EU initiative on Web 4.0 and virtual worlds: A head start in the next technological transition (COM(2023) 442 final). https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=celex:52023DC0442 *** Jahnke, I., Earnshaw, Y., Schmidt, M., & Tawfik, A. A. (2022). Theoretical considerations of learning experience design. In H. Leary, S. P. Greenhalgh, K. B. Staudt Willet, & M. H. Cho (Eds.), Theories to influence the future of learning design and technology. EdTech Books. *** Kolb, D. A. (1984). Experiential learning: Experience as the source of learning and development. Prentice Hall. *** Slater, M., & Sanchez-Vives, M. V. (2016). Enhancing our lives with immersive virtual reality. Frontiers in Robotics and AI, 3, Article 74. https://doi.org/10.3389/frobt.2016.00074
Methode: Das digitale Format verbindet kurze fachliche Impulse mit Methoden aus dem Peer-Learning-Programm der School of Commons. Durch sogenannte „Sprinkles“ – kurze, spielerische Interventionen – werden Vertrautheit, Aktivierung und Austausch im digitalen Raum gefördert. Mithilfe einer 2×2-Szenariomatrix entwickeln die Teilnehmenden Zukunftsszenarien für immersive Lernräume. Dabei werden zentrale Spannungsfelder sichtbar, etwa zwischen hierarchischer und peer-basierter Lehre, lokaler Co-Präsenz und globaler Vernetzung, Plattformmacht und technologischer Demokratisierung sowie menschlichem und KI-gestütztem Lernen. Die entstehenden Zukunftsbilder werden im Plenum geteilt und anschließend als Ergebnis des Workshops in einem immersiven Manifest ausgestellt: einem pluralistischen, multimodalen OpenXR-Raum, der unterschiedliche Positionen, Stimmen, Objekte und Geschichten zusammenführt und nach dem Workshop virtuell besucht werden kann.
Speaker:innen
Mariam Rafehi
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Immersive Technologies Hub der HTW Berlin
Julian Kamphausen
Studio für unendliche Möglichkeiten, CEO and Co-Founder
Marea Hildebrand
Director School of Commons, ZHdK, Consultant Accessibility and Inclusion in digital and hybrid learning environments, Artist
Gabriel Hensche
Head of the Peer Learning Program at the School of Commons, Zurich University of the Arts
Pablo Dornhege
Professor für Transmediale Gestaltung, HTW Berlin
Track
AI, Technology & Infrastructures
Raum
AI, Technology & Infrastructure (DIGITAL)
Sprache
DE
Format
Workshop