who is speaking / wer spricht ist eine Live-Soundperformance zum Thema Sprache zwischen Mensch und Maschine. Ausschnitte aus Kurt Schwitters’ Ursonate werden in einem Resampling/Remixverfahren zu einer Klangcollage verarbeitet, die uns permanent die Frage stellt: wer spricht hier, Mensch oder Maschine? Und wie beeinflusst das unser Zuhören?

Sprechmaschine

Sprechende Devices und künstliche Stimmen sind längst zu einem selbstverständlichen Teil unserer Lebenswelt geworden, und in der Diskussion um selbstlernende „künstliche Intelligenzen“ verschwimmen zusehends die Grenzen zwischen menschlichen Kompetenzen und den Fähigkeiten moderner Technologien. In ihrem Projekt „Sprechmaschine“ sammelt Margarethe Maierhofer-Lischka Samples historischer und moderner Sprechapparate, von Kempelens und Darwins Sprechmaschinen im 18. Jahrhundert bis hin zu heutigen neuronalen Netzen zur Stimmsynthese, sowie Ausschnitte aus Beschreibungen und Dokumentationen über solche Stimm-Apparaturen. In der Resynthese von Phonemen und Lauten ergeben sich Klangmuster die zwischen Mensch, Maschine und Tierlaut changieren. „Sprechmaschine“ spielt ironisch mit der Künstlichkeit von Sprache und den Grenzen mechanisch-digital vermittelter Kommunikation. Inspiriert ist das Projekt durch Kurt Schwitters‘ „Ursonate“, ein Sprachexperiment das angeblich als Transkription von schwedischen Vogelstimmen entstand.

Re:Post zeigt im Sommer­semester 2020 ent­standene Zitat-Visuali­sierungen der Grund­lagen­studieren­den der Visuellen Kommunikation der Universität der Künste Berlin, die von einem digi­ta­len Dia­log zwischen Text und Bild erzählen.
In einer fest­gelegten Reihen­folge wird von jedem Stu­die­ren­den je ein Text in frei wähl­barer Form, Länge und Sprache gepostet, welcher sich for­mal oder inhalt­lich auf den voran­gehen­den bezieht: Es ent­steht eine Zitat­kette, deren Teile von allen Studieren­den in einem freien Medium visuali­siert werden.
Das Pro­jekt beglei­tete durch das gesamte Online-Semester und trägt so zu einem steti­gen Aus­tausch zwischen den Stu­dieren­den bei. Sowohl in Selek­tion als auch Abfolge zeugen die Zitate dabei vom Moment ihrer Aus­wahl, ver­han­deln damit aktuelle Gescheh­nisse mit und stoßen Reflex­ionen zu domi­nieren­den Struk­turen an.

Was genau sind eigentlich Grundlagen? Und wer entscheidet, was grundlegend ist? Der studentische Podcast DIN blickt ausgehend von diesen und weiteren Fragen auf persönliche, gesellschaftliche und politische Konsequenzen des Grundlegenden in Kunst und Design. So werden in der ersten Staffel DIN-A zusammen mit Gesprächspartner*innen aus Wissenschaft, Lehre und Praxis sowohl theoretische als auch praktische Perspektiven zu möglichen Konstellationen rund um den Begriff der Grundlage zusammengefügt. Studierende der Studiengänge Visuelle Kommunikation und Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation der Universität der Künste Berlin ergründen dabei gemeinsam, was gestalterische Grundlagen waren, heute sind und – insbesondere – zukünftig sein könnten.

Einwöchiges Pop-Up Labor als Möglichkeitsraum für Versuche zu medialer Transformation und experimenteller Vermittlung – an der Schnittmenge von Universität & Galerie, bzw. von realem, virtuellem und öffentlichem Raum.

Nachtaktivität klingt zunächst nach Tieren, die mit ihren funkelnden Augen auf der Suche nach Nahrung durch die Nacht streifen. Aber genau wie die Tiere streifen auch wir Menschen durch die Nächte, ob unfreiwillig durch zum Beispiel Schlafwandel oder auch durch den Beruf, bei dem wir zur Nachtschicht eingeteilt wurden. Doch Nachtaktivität kann sich auch anders auslegen lassen. So hat jeder von uns eine innere Uhr, die ebenso für jeden Menschen anders schlägt. Es gibt Frühaufsteher und Langschläfer, Lerchen und Eulen oder auch Morgen- und Abendtypen. 

Wenn die Nacht dein Tag ist, weißt du, dass deine innere Uhr nicht nach den Zeiten läuft, die in der Gesellschaft als „normal“ angesehen wird. Auch mir geht es so.

Mit meiner Fotodokumentation wollte ich das nachtaktive Stuttgart untersuchen und legte mich hierbei auf bestimmte Verortungen, sowie Parameter fest, die über den ganzen Zeitraum der Dokumentation wiederholt werden sollten. Ich legte mich hauptsächlich auf die Stadtteile Stuttgart Mitte und Stuttgart West fest und wollte diese untersuchen und reportieren. Als zeitlichen Rahmen legte ich mich auf eine Zeit zwischen 22:00 Uhr bis 02:00 Uhr morgens fest, vier Stunden pure Dunkelheit, welche von den Lichtern der Stadt erhellt wurden.

Diese fotografischen Untersuchungen waren zu vergleichen mit einer Reise, die in einem Lockdown mit Ausgangsperre begann. Nach 22 Uhr waren die Straßen so menschenleer, wie ich sie nie zuvor in Stuttgart gesehen hatte. Diese Ausgangssperre endete mit Nächten, in denen wieder öffentlich gefeiert wurde und es sich für einen Moment so anfühlte, als wäre alles, wie ein paar Jahre zuvor.