Lockdown: Gefangen zu Hause, Home-Office und Uni von zu Hause, Gesichtsmasken, zwei Meter Abstand zu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts, alltägliche Aktivitäten und Sozialisieren daheim. Das kennzeichnet den Alltag der Menschen während der COVID-19 Pandemie. In dieser Zeit ist die Interaktion zwischen Mensch und Computer wie nie zuvor gestiegen. Damit haben viele Menschen nicht nur technische Schwierigkeiten, aber auch Usability Probleme. Die Situation erinnert an die Beschreibung der Simulationstheorie von Jean Baudrillard: „Jeder bleibt an seinem Platz und man simuliert eine künstliche Realität als Hyperrealität, anstatt eine wirkliche Welt abzubilden.“
Nehmen wir als Beispiel die Architekturfakultät. Das Studium läuft überwiegend digital, aber viele Möglichkeiten, die die reale Welt anbietet, sind nicht vorhanden: man vermisst es, Kommilitonen zu treffen, die Zusammenarbeit in den Arbeitsräumen, die kleine Kaffeepause zwischendurch oder Versammlungen im Foyer. Die Erstis tun sich schwer, neue Menschen kennenzulernen. Das Thema Isolierung ist aktueller denn je, es müssen Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen und erarbeitet werden.
Ziel dieses Projekts ist es, einen digitalen Ort der Begegnung zu schaffen. Wir untersuchen das Foyer als Transitraum, der von einem Ort zu einem anderen führt und bekräftigen die Bedeutung durch eine Schnittstelle der realen und künstlichen Welt. Dieser neue virtuelle Treffpunkt muss auch mit dem physischen Ort zusammenwirken, so dass er nicht nur während, sondern auch nach der Pandemie Mehrwert bringt.
Re:Post zeigt im Sommersemester 2020 entstandene Zitat-Visualisierungen der Grundlagenstudierenden der Visuellen Kommunikation der Universität der Künste Berlin, die von einem digitalen Dialog zwischen Text und Bild erzählen.
In einer festgelegten Reihenfolge wird von jedem Studierenden je ein Text in frei wählbarer Form, Länge und Sprache gepostet, welcher sich formal oder inhaltlich auf den vorangehenden bezieht: Es entsteht eine Zitatkette, deren Teile von allen Studierenden in einem freien Medium visualisiert werden.
Das Projekt begleitete durch das gesamte Online-Semester und trägt so zu einem stetigen Austausch zwischen den Studierenden bei. Sowohl in Selektion als auch Abfolge zeugen die Zitate dabei vom Moment ihrer Auswahl, verhandeln damit aktuelle Geschehnisse mit und stoßen Reflexionen zu dominierenden Strukturen an.
Was genau sind eigentlich Grundlagen? Und wer entscheidet, was grundlegend ist? Der studentische Podcast DIN blickt ausgehend von diesen und weiteren Fragen auf persönliche, gesellschaftliche und politische Konsequenzen des Grundlegenden in Kunst und Design. So werden in der ersten Staffel DIN-A zusammen mit Gesprächspartner*innen aus Wissenschaft, Lehre und Praxis sowohl theoretische als auch praktische Perspektiven zu möglichen Konstellationen rund um den Begriff der Grundlage zusammengefügt. Studierende der Studiengänge Visuelle Kommunikation und Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation der Universität der Künste Berlin ergründen dabei gemeinsam, was gestalterische Grundlagen waren, heute sind und – insbesondere – zukünftig sein könnten.
Einwöchiges Pop-Up Labor als Möglichkeitsraum für Versuche zu medialer Transformation und experimenteller Vermittlung – an der Schnittmenge von Universität & Galerie, bzw. von realem, virtuellem und öffentlichem Raum.
The illustrations/quots show the variety of thoughts. The students had during this phase. I used the diaries of the students and let me first through their feelings and thoughts. I quickly realized that there are parallels and everyone is individual with their thoughts and feelings. While illustrating my heart was heavy. Because I wanted to illustrate the most intimate thoughts and feelings of the students without a facade in front of it.
| With this pandemic came a serious illness but also social distancing. But what does it do to us when we have to avoid touching our family, friends and loved ones? How does it affect our psyche and health? |